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Was Endosymbionten so alles können

13. Januar 2009 von Philipp Bayer

Philipp sagt: Diesmal gehts um Wolbachia – einen weit verbreiteten Endosymbionten des Stammes der Arthropoda (=Gliederfüßer), wozu Insekten, Spinnen, Krebse usw. gehören. Im Review „Wolbachia: master manipulators of invertebrate biology“ von John H. Werren, Laura Baldo und Michael E. Clark, erschienen in Nature Reviews Microbiology, fassen die Autoren den Stand der Forschung zusammen – und der kann sich bei diesem überaus interessanten Bakterium sehen lassen. Wolbachia (eine vollständigen Bezeichnung mit Artnamen gibt es erst, wenn sich geeinigt wurde welche der... weiter

 

Wer einmal eine Reise macht, der hat was zu erzählen

12. Januar 2009 von Philipp Bayer

Philipp sagt: - zum Beispiel, wo er überall war. Dabei rede ich nicht von öden Dias aus vom Athenurlaub der Tante, sondern von zwei wahren Kosmopoliten. Unsere Reisenden sind weit rumgekommen, wenn auch nur als blinde Passagiere, die alles andere als gewollt sind – überall wo Menschen sind, findet man sie. Anhand des Weges eines der beiden Reisenden kann man sogar den Weg der Menschheit auf dem Globus nachvollziehen. Wovon ich hier rede? Von HIV-1, dem AIDS-Erreger, und von Mycobacterium... weiter

 

Über multiresistente Tuberkulose

3. Januar 2009 von Philipp Bayer

Philipp sagt: „Manchmal scheint es mir, Gehirn und Lunge hätten sich ohne mein Wissen verständigt. ‘So geht es nicht weiter’ hat das Gehirn gesagt und nach fünf Jahren hat sich die Lunge bereit erklärt, zu helfen.“ – Franz Kafka, verstorben u.A. an Tuberkulose Heute werde ich eine etwas ältere Veröffentlichung vorstellen, von Anfang 2004 aus dem Journal of Infectious Diseases, mit dem schön sperrigen Titel Genetic Polymorphism in Mycobacterium tuberculosis Isolates from Patients with Chronic Multidrug-Resistant Tuberculosis. Die Veröffentlichung dreht... weiter

 

Bioinformatiker und die Sprache

30. Dezember 2008 von Bastian Greshake

Bastian sagt: Jeder der die englische Sprache erlernt hat dürfte sich über die blöden unregelmässigen Verben geärgert haben die es einfach auswendig zu lernen galt. Bei regelmässigen Verben werden Simple Past und Past Participle einfach durch anhängen von -ed gebildet, wie die Reihe talk/talked/talked während die unregelmässigen Verben scheinbar keinen Regeln folgen (go/went). Das dürfte zwar nicht die Motivation der Bioinformatiker gewesen sein die sich mit dem Aussterben dieser unregelmässigen Formen beschäftigt haben, aber vielleicht erfüllt es ja den einen... weiter

 

Fairness bei Hunden?

14. Dezember 2008 von Bastian Greshake

Bastian sagt: Was für andere Blogs ihre Katzen sind füllen wir hier mit Hunden auf, so schrieben wir schon über haarlose Hunde, Fast-Mapping in Hunden und Schäferhunde die (gar nicht so unschuldige) Jungen vergewaltigen. Aber um ehrlich zu sein ist „wir“ vielleicht nicht ganz korrekt, eigentlich liegt es an mir, so als stolzer Begleiter eines Hundes interessieren mich solche Paper meistens etwas mehr. Deshalb soll es heute auch wieder um Hunde gehen und darum um ob sie einen Sinn für... weiter

 

Sexuelle Belästigung – Schon wieder?!

7. Dezember 2008 von Bastian Greshake

Bastian sagt: Wir hatten ja schon einmal über sexuelle Belästigungsfälle im Tierreich berichet. Doch Philipp ist vor kurzem über einen noch bizarreren Fall gestolpert. Und zwar über einen Schäferhund der einen 11-jährigen Jungen vergewaltigt haben soll. Der Junge kam ins Krankenhaus mit Verletzungen des Afters woraufhin die Ärzte direkt die Polizei informierten und auch freundlicherweise sofort 2 Verwandte des Jungen verdächtigten. Der Junge gab jedoch eine andere Geschichte zu Protokoll: Er hätte im Garten seiner Eltern mit Hunden gespielt, sei... weiter

 

Ein Herz für Blattläuse!

29. November 2008 von Philipp Bayer

Philipp sagt: Denn sie sind cool. Vor diesem Paper dachte ich, Blattläuse wären nur die Milchkühe von Ameisen – jetzt seh ich das aber ganz anders. Zum Beispiel wusste ich gar nicht, dass es staatenbildende Blattläuse gibt – wie z.B. Tuberaphis styraci (die so heißen, weil sie auf dem Baum Styrax obassia leben). Blattläuse pflanzen sich über Parthogenese fort, das heißt es gibt nur „Mütter“, die unbefruchtete Eier legen, aus denen dann Klone der Mutter schlüpfen, die dann auswachsen und... weiter

 

Noch mehr Nützliches zur Paperverwaltung

23. November 2008 von Philipp Bayer

Philipp sagt: Darum gehts in diesem Review aus PLoS Computational Biology. Die Autoren diskutieren über den momentanen Zustand der Online-Wissensverwaltung und wie man diesen ändern könnte. Sie kritisieren, dass digitale Bibliotheken im „eingefrorenen“ Zustand verharren, also nur lesbare Informationen, ohne Möglichkeit für den Benutzer, Infos hinzuzufügen oder zu ändern; desweiteren stellen sie diverse Werkzeuge vor, um Informationen und Veröffentlichungen persönlicher zu gestalten sowie handlicher zu organisieren. Zu Beginn werden die momentanen digitalen Bibliotheken wie PubMed usw. mit ihren Vor- und... weiter

 

Krankheitsgene treiben schon lange ihr Unwesen

22. Oktober 2008 von Bastian Greshake

Bastian sagt: Die Frage danach wie alt denn krankheitsverursachende Gene so sind ist gar nicht so unwichtig, immerhin kann man daran sehen ob sich Tierchen wie die beliebte Fliege Drosophila oder das Würmchen C. elegans als Modellorganismen zur Forschung überhaupt eigenen oder ob sie nicht genug verwandt mit „höheren“ Tierchen wie uns sind. Und genau deshalb haben sich Tomislav Domazet-Lošo und Diethard Tautz vom MPI für Evolutionsbiologie damit mal auseinandergesetzt in ihrem Paper „An ancient evolutionary origin of genes associated... weiter

 

Künstliche logische Systeme mit Nukleinsäuren

17. Oktober 2008 von Philipp Bayer

Philipp sagt: Heut gehts mal um klassische Aussagenlogik, wie sie ein paar Leute hier (inklusive mir selbst) noch in der Oberstufe gelernt haben, angewandt auf lebende Systeme. Im Kern gehts um das künstliche Erzeugen von logischen Systemen im Lebendigen, also Einrichtungen, die Daten aufnehmen und sie mithilfe logischer Verknüpfungen wie „UND“, „ODER“ etc. verarbeiten (mehr dazu bei Wikipedia). Hier noch schnell eine kurze Zusammenfassung, z.B. läuft ein logisches UND so ab: Ist der Himmel grau UND die Luft so merkwürdig... weiter