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Wenn Männer sich zum überflüssigen Geschlecht erklären

von Monika Armand, 11. Juni 2009, 10:46

...dann müssen Kinder eben ohne ihren Vater aufwachsen. Zwar ist sich die Wissenschaft einig, dass für eine gesunde Entwicklung eines Kindes, beide Elternteile wichtig sind, dennoch scheinen Sozialpädagogen vaterlose Kinder zu bevorzugen bzw. die Vaterlosigkeit zu fördern......

Wozu auch braucht ein Kind eine väterliche Identifikationsfigur? Eine solche "Figur" scheint für Sozialpädagogen nur eine Bedeutung rein theoretischer Natur zu haben und so beansprucht der Jugendamtsleiter der Stadt Neu-Ulm, Herr Lassernig für sein Geschlecht, dass Väter für Kinder nichts als neue Probleme mit sich bringen. (siehe dazu auch den Fall Görgülü....dort meinten 3 Richter, dass das Kind seinen Vater nicht brauche....und beugten mutmaßlich einfach mal das deutsche Recht.....)

Auch wird kein Gedanke daran verschwendet, dass Kinder ein Grundrecht (Art. 6 GG) darauf haben, ihre Väter zu kennen und mit ihnen Umgang zu haben. Wozu auch, wenn schon ein Jugendamtsleiter eine so schlechte Meinung vom eigenen Geschlecht hat, dass er seine Geschlechtsgenossen für die kindliche Entwicklung schlicht für überflüssig hält.......und damit implizit für eine vaterlose Gesellschaft plädiert.

Väter als lästige Nachfrager nach Umgang mit ihrem Kind, ihre "Vater"- Liebe zu ihrem Nachwuchs verkompliziert einen ganzen Verwaltungsapparat.....da waren wohl Dilettanten am Werk, als sie diesen bescheuerten Paragrafen für ein Recht auf "Väter-"Umgang (§ 1684 BGB) schufen? Glücklicherweise gibt es z.B. im Jugendamt in Aachen eine eifrige Mitarbeiterin, welche - natürlich entgegen den gesetzlichen Bestimmungen des § 17 SGB VIII - dafür sorgt, dass das 8-jährige Kind gar nicht mehr zum Vater will und damit einen Beitrag zur Vereinfachung des Lebens der Kindesmutter leistet. Es wäre ja auch neu, wenn sich ein Jugendamt tatsächlich für das Kind interessieren würde...

Ein sehr unschönes Beispiel, welches - was Jugendämter anbetrifft - leider kein Einzelfall ist, liefert der Jugendamtsleiter Tillmann Lassernig im Bericht von Roland Ströbele:

Die kleine Emilia entwickelt sich prächtig  von Roland Ströbele (Augsburger Allgemeine vom 04.06.2009):
"Neu-Ulm
Der kleinen Emilia geht es prächtig. Zwei Monate, nachdem der von seiner Mutter ausgesetzte Säugling in eiskalter Nacht am Hintereingang der Donauklinik in Neu-Ulm aufgefunden worden ist, entwickelt sich das Baby in der Obhut seiner Pflegeeltern nach Auskunft von Jugendamtschef Tillmann Lassernig „hervorragend“. Noch nicht entschieden ist, ob das inzwischen neun Wochen alte Kind bei den Pflegeeltern bleiben darf oder ob die Mutter ihr Kind wieder zurückhaben will. „Sie hat noch Zeit, sich in einer so wichtigen Frage zu entscheiden“, sagte Lassernig.

[...]

Nach wie vor unbekannt ist der leibliche Vater der kleinen Emilia. Die Mutter des Kindes kann oder will den Namen nicht preisgeben.

Für das Neu-Ulmer Jugendamt ist dies eine Tatsache, die das weitere Verfahren nur erleichtern kann. Lassernig: „Wäre der Vater des Kindes bekannt, würde dies das Adoptionsverfahren eventuell nur erschweren, weil der Mann natürlich ein Mitspracherecht hätte, wenn es um die Zukunft des Kindes geht“."


Noch Worte?
Was bleibt: Ich schäme mich dafür, was hier Fachhochschulabsolventen fernab jeglicher Pädagogik und Psychologie an Unheil anrichten........Mein Berufsabschluss wird mir allmählich peinlich.........bei so viel Unsinn, der hier im Namen der "Sozialpädagogik" vom Stapel gelassen wird....
mein kleiner Trost: bei mir fehlt das Wort "Sozial-" vor der "Pädagogik" ;-))
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Kommentare

  1. Franz Romer Männer überflüssig?
    11.06.2009 | 12:23

    Das was der Jugendamtschef Tillmann Lassernig des Jugendamtes Neu Ulm (Landratsamt Neu-Ulm) und der Author Roland Ströbele propagieren, wäre meiner persönichen Meinung nach nachzulesen im Völkerstrafgesetzbuch:
    § 7 Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    (1) Wer im Rahmen eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen eine
    Zivilbevölkerung […]
    2. in der Absicht, eine Bevölkerung ganz oder teilweise zu zerstören, diese oder Teile hiervon unter Lebensbedingungen stellt, die geeignet sind, deren Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen,
    5. einen Menschen, der sich in seinem Gewahrsam oder in sonstiger Weise unter seiner Kontrolle befindet, foltert, indem er ihm erhebliche körperliche oder seelische Schäden oder Leiden zufügt, die nicht lediglich Folge völkerrechtlich zulässiger Sanktionen sind, […]
    8. einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere der in § 226 des Strafgesetzbuches bezeichneten Art, zufügt, […]
    Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) im PDF-Format

  2. adenosine
    11.06.2009 | 13:12

    Wenn Väter für die erfolgreiche Entwicklung der Kinder überflüssig werden, dann wird die Evolution sie wohl demnächst aussortieren. Das könnte aber auch für Gesellschaften gelten, in denen Jugendämter einen zu großen Einfluss bekommen.

  3. Helmut Wicht @ adenosine/Monika
    11.06.2009 | 13:24

    (Halbironie-Detektoren bitte einschalten)

    Ich für meinen Teil bin der Ansicht, dass man den weiblichen Teil der Menschheit mit allen verfügbaren Tricks der Reproduktionsmedizin dazu in die Lage versetzen sollte, sich parthenogenetisch zu vermehren (wie Blattläuse und manche Eidechsinnen) und fortan nur noch ihresgleichen zu produzieren.

    Nichts schöneres kann ich mir als Mann vorstellen, als evolutionär verzichtbar zu sein. Im Gegenteil: STOLZ wäre ich darauf, dem Rad entkommen zu sein, STOLZ wäre ich darauf, sagen zu können: "Seht, ich bin der letzte meines Geschlechts, so etwas wie uns wird es nie wieder geben. Macht Euern Scheiss alleine!"

  4. Dietmar Hilsebein @ Helmut -OT
    11.06.2009 | 13:30

    Endlich! Und ich dachte schon, Dich hätte ein Loch verschluckt.

    ...Macht Euern Scheiss alleine!" Muß das nicht alleene heißen? Der König war schließlich ein Sachse.

  5. Dietmar Hilsebein Nachtrag
    11.06.2009 | 13:47

    „Machd doch eiern Drägg alleene!“ -der Ausspruch scheint aber historisch nicht gesichert zu sein. Vielleicht aber erlebt er eine Renaissance, wenn wir als Männer abgetreten sind.

  6. Dietmar Hilsebein Nachtrag 2
    11.06.2009 | 14:19

    Erst kam der Gottesmord (Nietzsche, die fröhliche Wissenschaft, §125), dann der Königsmord und am Ende der Mord an den Vätern. Könnte ein Zusammenhang bestehen.

  7. Helmut Wicht @ Dietmar
    11.06.2009 | 14:21

    Loch - ja.

    "Bologna-Loch", Hochschulpolitik. Nächste Woche geht's hier im Blog aber hoffentlich rund.

    War das der berühmte "Geenich August?" Der, von dem es heisst, dass er - als ein Minister ihm sagte:
    "Majestät, das Volk macht eine Revolution!"
    - erschreckt gefragt haben soll:
    "Ja, derfndiedndes?"

    Zum Thema zurück: "Frau" ist ein beschissener Job. Schrecklich' Schicksal, als solche in die Welt geworfen zu sein, ärger, viel ärger als noch als des Mannes beklagenswert' Daseinsgeschick. Nicht für Geld und gute Worte möcht' ich tauschen. Stellte man mich vor die Wahl: gar nicht geboren zu sein, oder als Kerl, oder als Frau - da ich ersteres schlecht wählen kann, würd' ich immer für's zweite optieren.

    Man stelle sich vor: zu wissen, dass es prinzipiell zwar OHNE Männer, nie aber OHNE Frauen geht - der Lusus naturae, die Spielerei, das Überflüssige, das Nicht-Notwendige, kurz: die Freiheit und die Schönheit auf Seiten des Mannes, die Knechtschaft, die Knute des Daseinmüssens aber auf Seiten der Frau.

    Fast tun sie mir leid.

  8. Monika Armand Plädoyer zur Eingeschlechtlichkeit ;-)
    11.06.2009 | 14:32

    (dto. Halbironie-Detektoren bitte einschalten)
    @ Helmut
    eine interessante Interpretation der "Lassernig'schen Aussage"
    Du hast Recht, so habe ich das noch gar nicht gesehen....

    wobei nicht zu vergessen wäre: Nicht nur den Dreck machen wir dann alleene....wir verzichten auch auf den "Spass-Faktor: "Mann" ......;-)

  9. Helmut Wicht @ Monika
    11.06.2009 | 14:57

    Was ist die "Lassernigsche Aussage"?

    Ich bin, wie man meinen Ausführungen vermutlich entnehmen kann, nicht sehr gut darin geschult, die Seelenregungen anderer (und die von Frauen im besonderen) nachzuvollziehen.

    Es würd' mich aber interessieren, wie es im Inneren einer "typischen" (wenn es die gibt) hard-core-Feministin/Lesbe/"alleine-erziehend-aus-Prinzip"-Frau zugeht. Halten sie Männer wirklich für "verzichtbar", nicht nur als Bestandteil ihrer eigenen Lebensplanung, sondern als Geschlecht? Was für ein "Rollenverständnis" (im Sinne eines Daseinsverständnisses, so wie ich es für mich darzulegen versucht habe) haben diese Frauen?

  10. Helmut Wicht @ Monika
    11.06.2009 | 14:59

    Sorry, beim Hochscrollen merk' ich gerade, dass ich den Namen "Lassernig" im OP glatt überlesen hatte.
    Blöde Frage also.

  11. Monika Armand @Helmut....Verstehe einer die Frauen...
    11.06.2009 | 15:13

    ich versteh sie auch nicht ;-)
    so dass ich Dir diese Frage:

    "Was für ein "Rollenverständnis" (im Sinne eines Daseinsverständnisses, so wie ich es für mich darzulegen versucht habe) haben diese Frauen?"

    nicht beantworten kann. Schätze, das sind emotionslose, kinderhassende karrierebesessene,männerbenutzende "Irgendwaswesen" ???....

    und werden in diesem Rollenverständnis unterstützt von sich selbst als Überflussobjekte betrachtenden Männern und anderen eingeschlechtlich orientierten Erdenwesen....;-))

  12. Jean Ernst entfesselte Bürokraten
    11.06.2009 | 15:54

    Dieses Jugendamt ist ein weiteres Beispiel für entfesselte Bürokraten, die keine Angst haben brauchen, sich für ihr Handeln je verantworten zu müssen.

    Eine Fachaufsicht für Jugendämter ist lange überfällig! Aber solange wir in einer protofeministischen BRD leben, wohl völlig illusorisch.
    Ich hab nach meiner ersten Entsorgung als Vater auch keine Lust mehr, nochmal als Vater auf das JA zu treffen. Kinder in die Welt zu setzen verkneife ich mir daher. Auch eine Art der aufgezwungenen Lebensplanung durch diesen Staat.

    Fachaufsicht für Jugendämter jetzt!

  13. Dietmar Hilsebein
    11.06.2009 | 16:13

    "Kinder in die Welt zu setzen verkneife ich mir daher."

    Sehe ich auch so! Kant irrte, wenn ihm der Satz entfleucht sei: "Masturbation sei Mord an der Seele" Ich weiß nicht, ob Kant diesen Satz je gesprochen hat und wenn, dann vor der Kritik der reinen Vernunft. Denn bitte: Seele? Hö? Es wird dem hochverehrten Friedrich 2 zugeschrieben: "Gott, falls es Dich gibt, sei meiner Seele gnädig, sofern ich eine habe." Und weiter: Welchen Grund hätten wir überhaupt, Kinder in die Welt zu setzen? Um dem Gattungswillen (->Schopenhauer, Metaphysik der Geschlechtsliebe) Rechnung zu tragen? Bäh!

  14. Uwe Kauffmann Männer im Dorfe lassen
    11.06.2009 | 17:34

    Hallo,
    ist ja lustig hier. Na so ganz unnütz sind ja die Männchen nicht. Immerhin bieten sie ja eine einfache Option auf höhere genetische Variabilität, auch die Verteilung von Eigenschaften auf die verschiedenen Geschlechter, birgt wohl die Chance dynamisch schneller und flexibler auf die Herausforderung sozialer Evolution zu reagieren. Das dies wohl teils zum Verdruss der Besitzer der Gene führt, ist für einem System welches aus Gut etwas noch besseres heraus filtert, wohl eher unerheblich.
    Das in Jugendämtern mit sozialen Kosten- Nutzenanalysen über Menschen hinweg gegangen wird, mag ich unter dem Aspekt der Betrachtung, dass das Leben vor hundert Jahren, noch ganz anders aussah noch verkraften.
    Und was die denkenden Damen angeht, reibe ich mir heute schon mal im Voraus die Hände, denn in 200 Jahren wenn die denkenden Damen merken werden, dass aus dem Wunsch nach Gleichberechtigung faktisch Gleichmacherei und Gleichentrechtung geworden ist. Dann ist bei 1,5 Meter Erde über mir wohl kaum damit zu rechnen, dass eine mein schallendes Gelächter da unten noch hört. :-)

    M.f.G. Uwe Kauffmann

  15. 12.06.2009 | 13:12

    Es ist höchste Zeit, daß Jugendamtsmitarbeiter die Fehler gemacht haben zu Verantwortung gezogen werden können.
    Ebenfalls aber auch Familienrechtsanwälte,Gutachter Erziehungsberatungsstellen und Familienrichter.
    (Einfach die ganze Trennungs-und Scheidungsindustrie.)

    Denn Kinder brauchen zu einer gesunden Entwicklung beide Elternteile und Großeltern erst recht nach einer Trennung oder Scheidung.
    Es ist höchste Zeit........

  16. Helmut Wicht @ Kauffmann - Männer im Dorf
    12.06.2009 | 16:20

    Also, theoretisch zumindest (und bei einzelligen Wesen auch praktisch) geht Sexualität und Rekombination der genetischen Ausstattung auch ohne Zweigeschlechtlichkeit.

    Man müsst's eigentlich "nur" hinkriegen, in eine haploide Eizelle (also nach der zweiten Reifeteilung, die normalerweise durch das Eindringen des Spermiums ausgelöst wird) den Kern einer anderen haploiden Eizelle hineinzubasteln. Dann noch hoffen, dass die Kerne fusionieren - und ab geht die Post: Ein Mädchen, von zwei Frauen gezeugt.

    Bin ich, wie gesagt, sehr dafür.

    Eine Welt nur aus Frauen - wow. Reizvoller Gedanke, sich auszumalen, was dann alles anders wäre. Alles wär' so viel einfacher und auch volkswirtschaftlich vernünftiger, kosteneffizienter: nicht mehr zwei Sorten Scheisshäuser in öffentlichen Gebäuden, sondern nur noch eine. Was man alleine da schon spart! Und Frauenparkplätze - auf einmal in Massen vorhanden, ohne einen Cent an Investitionen! Und was sonst noch an unnützem Zeug wegfällt: Urologen, haarige Rocker, Beate-Uhse-Puppen. Freilich, EINES muss erhalten bleiben, auf alle Fälle: die Frauenbeauftragte.

    Wo kämen wir denn sonst hin?

  17. Monika Armand @ Helmuts Horrorvision ;-)
    12.06.2009 | 16:50

    Lieber Helmut, Deine Visionen sind für mich so schrecklich, dass ich dann wünschte ein Mann zu sein.

    Ich habe als junge Frau in einem "Weiberbüro" gearbeitet. Was das bedeutet, weiß nur "die" welche so etwas schon einmal miterlebt hat: "Zickenkrieg, Lästereien, Angebereien, Stutenbeißereien etc. etc. pp."......

    nie nie wieder....es ist schon schrecklich, dass Lehrerinnen, insbesondere an Grundschulen....das ausgleichende männliche kollegiale Gegengewicht fehlt....und für die Sozialarbeit gilt dasselbe....

  18. Horst Schmeil Wenn Männer sich zum übeflüssigen Geschl
    13.06.2009 | 15:08

    Kinder brauchen Väter, Väter haben ein natürliches Pflichtrecht auf Pflege und Erziehung der Kinder. An dieser Grundrechtsregel kommt niemand vorbei. Wenn sich der Jugendamtsleiter als Vater durch seine eigene Sichtweise oder ggf. durch sein eigenes Verhalten seinen Kindern gegenüber als überflüssig empfindet, mag er Recht haben. Ich gestehe es ihm zu. Dass aber damit jeder andere Vater ebenfalls als überflüssig für die eigenen Kinder und die Gesellschaft, der er angehört, ebenso überflüssig sein soll, sollte einmal durch einen einwöchigen Generalstreik der Väter überprüft werden.

  19. Christine Schiefe Logik
    15.06.2009 | 23:05

    So leid es mir tut, Monika, ich kann deine Interpretation nicht nachvollziehen. Was will dieser Lassernig denn: Er möchte, dass das Kind in eine Adoptivfamilie kommt, also zu einer Adoptivmutter UND zu einem Adoptivvater (für andere Familienkonstellationen ist es schier unmöglich, ein Kind zu bekommen). Nun hat ein Elternteil - die Mutter - das Kind ausgesetzt. Das lässt darauf schließen, dass sie das Kind nicht selbst erziehen will und nach Ablauf der Frist einer Adoption zustimmen wird. Um das gewünschte Ziel möglichst schnell und unkompliziert zu erreichen, ist es natürlich nützlich, nicht noch von einer weiteren Person die Zustimmung einzuholen - hier dem Vater. Das JA kann die Mutter nicht einfach umgehen, sie ist bekannt. Den Vater könnte es nicht einfach übergehen, wenn er bekannt wäre. Gut also für das JA, dass seinem Ziel nur eine Person vorläufig im Wege steht, von der keine Probleme zu erwarten sind. Wäre es umgekehrt, ein Vater setzt ein Kind aus und die Mutter ist unbekannt und meldet sich nicht, wäre es genauso. Und das Ziel ist die Adoptivfamilie (Mutter UND Vater). Was hat das Ganze nun mit einem vermeintlichen Ausschluss des Vaters aus der Erziehung des Kindes zu tun?
    Hier konstruierst du ein angebliches Väterbild des JA, das mit den wahren Interessen des JA nichts zu tun hat. Und schon kommen natürlich die entsprechenden Kommentare: JAs ständen auf Seiten der Mütter gegen die Väter, Kommentare gegen Frauen, Mütter, FeministInnen etc. Das übliche eben.
    Es gibt sicher Probleme, was die Vorstellungen über Familien, Männer, Frauen, deren Rollen, Rechte und Pflichten angeht. Dieser Fall hat damit aber rein gar nichts zu tun.
    So sehr ich deine Beiträge schätze, Monika, über diesen konnte ich nur den Kopf schütteln.

    Christine

  20. Monika Armand @ Christine
    16.06.2009 | 11:39

    Liebe Christine, Deine Ausführungen sind zutreffend und ich stimme Dir bis zum Punkt der "schiefen" Logik ,-) zu....

    Diesbezüglich konntest Du mich (noch) nicht überzeugen. Vielleicht gibt es auch Sinn, wenn ich "meine"schiefe Logik versuche zu erklären:
    Herr Lassernig stellt fest:
    „Wäre der Vater des Kindes bekannt, würde dies das Adoptionsverfahren eventuell nur erschweren, weil der Mann natürlich ein Mitspracherecht hätte, wenn es um die Zukunft des Kindes geht“."

    Mein Hintergrund, warum ich mich an dieser Bemerkung "gestossen" habe:

    In meiner Unterstützung betroffener Väter muss ich immer wieder feststellen, dass gerade das Jugendamt die Vaterrolle in der Erziehung der Kinder entweder völlig negiert oder fast komplett ausblendet. Haben Väter vor Familiengerichten noch vereinzelt Chancen, wenn es in Scheidungsverfahren um deren Rolle geht, so spielen sie in Sorgerechtsverfahren der Jugendämter quasi keine Rolle mehr.

    Ich halte Väter für sehr wichtig in der Kindererziehung und mich stört die extreme Frauenbetontheit hier sehr. Einerseits wird in der Politik die Väterrolle betont, während die gerichtliche und behördliche Praxis hier entgegen gesetzt handelt.

    Von einer Gleichstellung der Geschlechter in der Kindererziehung kann also noch lange nicht die Rede sein. Und wäre hier der leibliche Vater tatsächlich genauso wichtig wie die leibliche Mutter, dann hätte die Anmerkung von Herrn Lassernig lauten müssen:

    "Für den Fall, dass wir den Vater des Kindes finden, hätten wir ein Problem weniger, wenn dieser sich um sein Kind kümmern möchte.....denn laut Gesetz sind beide Elternteile zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder gem. Art. 6 GG verpflichtet.

    Und diese Pflicht sollte auch das Jugendamt ernst nehmen und sich nicht darauf versteifen, dass "nur" Frauen zur Erziehung befähigt und befugt seien....und so gesehen bin ich alles andere als eine "Emanze"....Diese Form der Emanzipation führt weg vom eigentlich Ziel der Gleichstellung der Frauen: sie führt zu einer Frauenbevorzugung und damit im Umkehrschluss zur Notwendigkeit einer männlichen Emanzipation...

    Insofern kann ich keinerlei Schieflage in meiner Logik erkennen.....

  21. Christine Schiefe Logik
    16.06.2009 | 13:13

    Liebe Monika,
    was liest du hier nur in die Aussage dieses Lassernig hinein? Dieser JA-Mensch will nicht die leiblichen Eltern (gemeinsam oder jeweils alleinerziehend egal), sondern die Adoptivfamilie. Dies sind meist Familien, die sich gemeinsam sehnsüchtig ein Kind wünschen und gut situiert sind. Eine ausgeprägte Vaterrolle ist hier ziemlich wahrscheinlich.
    Für JAs gilt oft die einfache Formel: Die Herkunftsfamilie ist das Problem, das Heim oder die Pflegefamilie - besser noch Adoptivfamilie - ist die Lösung. Wenn also die Adoptivfamilie für das JA die Lösung ist, dann ist natürlich ein widersprechender Elternteil das Problem. Und so kann für das JA ein evtl. erziehungswilliger leiblicher Vater kein "Problem weniger" sein. In diesem fiktiven Zitat steckt außerdem ein fundamentaler Widerspruch. Zuerst ist vom leiblichen Vater die Rede, ob er die Erziehung übernimmt (nicht von Vater und Mutter) und dann plötzlich von BEIDEN.
    Da es hier nicht um Mütter- und Väterrollen, sondern um leibliche Eltern(-teile) oder Adoptivfamilie (Vater UND Mutter) geht, sagt Herr Lassernig folglich ja auch nicht:
    "Wenn wir mit umfangreicher Unterstützung die leibliche Mutter und den leiblichen Vater überzeugen könnten, die Erziehung des Kindes selbst zu übernehmen, dann wäre das die optimale Lösung."

    Ich denke, hier wird ein falscher Konflikt erzeugt. Es gibt sicherlich Konflikte in den Sichtweisen zwischen Väter- und Mütterrollen, aber das ist ein anderes Thema.
    Das JA ist ja dafür bekannt, Konflikte zwischen Elternteilen zu schüren, um schließlich beide für "erziehungsunfähig" zu erklären und das Kind ins Heim zu stecken.
    Wir sind uns beide wohl einig, dass es Aufgabe des JA wäre, bei Konflikten zwischen Elternteilen zu vermitteln und eine gemeinsam getragene Lösung zu Wohle des Kindes zu fördern. Tut es aber nicht - warum?
    Die entscheidende Voraussetzung für eine solche Vermittlerrolle des JA wäre, dass das JA sich eben NICHT auf die Seite eines Beteiligten stellt, sondern die jeweiligen Sichtweisen und Bedürfnisse wahrnimmt und sozusagen für die anderen "übersetzt", um daraus gegenseitiges Verständnis, Problemlösungskompetenz und Kompromißfähigkeit aufzubauen. Aber genau das passiert nicht. Das JA vertieft durch Parteinahme den Konflikt und macht ihn dadurch praktisch unlösbar. Warum?
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das JA sich gerne auf die Seite desjenigen Elternteils stellt, der ihm nach dem Mund redet und in seinem Sinne "kooperativ" ist.
    Ich finde es gefährlich, die Rolle des JA als dilettantischen Schiedsrichter in einem Mütter-Väter-Konflikt darzustellen. Denn damit verschleiert man die Rolle des JA und seine Gründe, diesen Konflikt zu schüren, bei dem das JA dann ja gerne der lachende Dritte ist. Und damit erzeugt man dann eben bestimmte Emotionen und Kommentare, die letztlich dem JA nur vorwerfen, auf der jeweils falschen Seite zu stehen.
    Diese Rollendiskussion ist einfach eine ganz andere (gesellschaftliche und kulturelle) und sollte unabhängig vom JA geführt werden. Und jedenfalls hat dieser Fall hier damit nicht das geringste zu tun.
    Und so hat es auch nichts mit "Emanze" etc. zu tun. Ich habe nicht das geringste dagegen, dass Väter ihre Pflichten und Rechte gegenüber ihren Kindern wahrnehmen und in der Lage sind, die Rechte und Bedürfnisse ihrer Kinder zu respektieren. Warum dies oft nicht geschieht und welche Rolle dabei die Väter und Mütter spielen, ist eine vielschichtige Diskussion, die man m.E. nicht auf "Frauenbevorzugung" etc. reduzieren kann. Aber das ist wiederum eine andere Diskussion.

    Christine

  22. Christine ... und noch was
    16.06.2009 | 14:15

    ach übrigens, die Tatsache, dass Lehrer männlichen Geschlechts an Grundschulen so unterrepräsentiert sind, dafür können die Frauen nun wirklich nichts. Es scheint für Männer einfach zu unattraktiv zu sein. Ich habe das übrigens an der deutschen Schule in La Paz/Bolivien hautnah erlebt: Die zuständige deutsche Behörde für Auslandsschulwesen fand es überflüssig, für die ersten 4 Schuljahre überhaupt Lehrer(innen) zu schicken. Diese wurden unterbezahlten Lokalkräften (in Bolivien verheiratete deutsche Lehrerinnen) und einem provisorischen Flickenteppich-Stundenplan mit nicht für diese Altersstufe qualifizierten Lehrern überlassen. Erst als die Eltern revoltierten wurde eine Grundschullehrkraft (Frau) geschickt. Dieser Bereich scheint also für die zuständige Behörde eine geringere Bedeutung zu haben.

    Und noch zu manchen Männerkommentaren hier: Zu eurer Beruhigung sind ja schon zahlreiche Wissenschaftler dran, die Produktion künftiger Generationen elternunabhängig zu machen: Künstliche Befruchtung, Retorte, Fremderziehung (vielleicht auch irgendwann durch Roboter, die mit den entsprechenden Erziehungsprogrammen programmiert sind). Dann sind Männer und Frauen "frei", bis auf gelegentliche Eizell- und Samenspenden vielleicht. Von Forschungen an der Aufhebung der menschlichen Zweigeschlechtlichkeit habe ich dagegen noch nie was gehört.

    Ach ja Monika, und warum sollten "emotionslose, kinderhassende karrierebesessene,männerbenutzende 'Irgendwaswesen'" Kinder kriegen und dann auch noch darum kämpfen, sich deren Erziehung aufzuhalsen? "Emotionslose, kinderhassende, karrierebesessene, frauenbenutzende 'Irgendwaswesen'" würden das ja auch nicht tun.

    Und warum diskutieren hier - außer der Autorin Monika und mir - nur Männer mit?

    Ich finde die gesamte Diskussion hier vollkommen daneben und am eigentlichen Problem - und dem Auslöser (Lassernigs Aussage) - vorbei.

    Christine

  23. Martin Huhn @ Christine
    16.06.2009 | 14:38

    "Und warum diskutieren hier - außer der Autorin Monika und mir - nur Männer mit?"

    Da komme ich nicht ganz mit. Es geht doch hier um Väter, oder nicht? Sollten wir uns da raushalten? Aus welchem Grund denn?

  24. Monika Armand @ Männerdiskussion ;-)
    16.06.2009 | 18:14

    "Und warum diskutieren hier - außer der Autorin Monika und mir - nur Männer mit?"
    Das ist für mich leicht zu beantworten: Viele Frauen interessieren sich nicht für "Männerprobleme".....dazu sind sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt ;-))

    Jugendamt und "Männerfeindlichkeit"....:

    Meine persönlichen Erfahrungen mit JuAs sehen leider völlig anders aus.Hier erfahre ich sehr viel Männerbenachteiligung....
    ...daher liegt meine "Interpretation" aus Deiner Sicht daneben.....

    Das Gleiche gilt für meine Erfahrungen im Schulbereich...und ich finde es überaus besorgniserregend, dass Grundschulen ausschließlich zu "Frauenschulen" degeneriert sind. Dies ist eine ungesunde Entwicklung, welcher aus meiner Sicht unbedingt entgegen gesteuert werden muss.

    Es kommt nicht von ungefähr, dass der Singleanteil gerade in pädagogisch-sozialen Arbeitsbereichen überproportional hoch ist.....und dort Männer für das "überflüssige" Geschlecht gehalten wird.

    Aktuell betreue ich einen Fall, in welchem eine Jugendamtsmitarbeiterin doch tatsächlich dem leiblichen Vater erklärt, er möge sich damit abfinden, dass der "Neue" nun der Vater seines Kindes und er überflüssig sei. Sie unterstützt die Mutter, natürlich entgegen SGB VIII, § 17, darin das Kind gezielt vom Vater zu entfremden. Gleichzeitig empfiehlt sie dem Familiengericht dem Vater das Sorgerecht zu entziehen. Einen Grund - außer dass das Kind den Vater aufgrund gezielter Fremdbeeinflussung nicht mehr sehen will - kann sie nicht angeben. Dazu muss man wissen, dass dieser Mann sein Kind bis zur Scheidung in der Hauptsache versorgt hatte, während die Mutter ihre berufliche Karriere verfolgt hat. Nun wird das Kind eben lieber fremd, von einer "Hausfrau" betreut, anstatt dass der Vater in dieser Zeit dafür sorgen kann bzw. darf.....

    Diese Dame bekennt sich sogar offen zu ihrer männerfeindlichen Gesinnung.....

  25. Christine Nochmal schiefe Logik
    16.06.2009 | 19:30

    Leider ist das, was du schreibst, Monika, keine Antwort darauf, was nun die Aussage von Lassernig mit dieser "Väterfeindlichkeit" zu tun haben soll.

    Für den Schulbereich gebe ich dir doch recht, dass es dort zu wenig Männer gibt - aber warum ist das so? Da wollte ich nur ein paar Anstöße geben. Kein Mann wird daran gehindert, Grundschullehrer zu werden. Also kann der Mangel an männlichen Lehrern nicht daran liegen, dass sie für diesen Beruf von irgendwelchen "Männerfeinden" nicht zugelassen werden. Wenn es um die Frage des Frauenüberschusses in der Grundschule geht, dann kommt oft das Argument, man müsse diesen Beruf dann auch für Männer attraktiver machen - also bessere Bezahlung z.B. - sonst gehen die eben in attraktivere Berufe. Was für Frauen also genug ist, lockt wohl nicht genug Männer hinter dem Ofen vor. Und außerdem ist das Lehramt immer noch der Beruf, der am besten mit der Erziehung eigener Kinder vereinbar ist - schon allein wegen der Ferienzeiten. Für wie viele Männer ist dies ein entscheidendes Kriterium?

    Und deine Interpretation liegt nicht deshalb daneben, weil du andere Erfahrungen mit dem JA gemacht hast, sondern deshalb, weil Herr Lassernig einfach kein Beleg für deine These ist. Denn seine Äußerungen sind nicht männer- oder väterfeindlich, sondern herkunftsfamilienfeindlich. Er will die Adoptivfamilie (und damit auch den Adoptivvater) bedienen.

    Nochmal anders herum. Hätte Herr Lassernig gesagt, er würde es vorziehen, dass die Mutter allein das Kind aufzieht, statt dass es mit Vater und Mutter in einer Adoptivfamilie aufwächst - was wäre das dann? Vaterfeindlich? Adoptivfamilien- und -vaterfeindlich? Und hätte er gesagt, er würde sich wünschen, dass der Vater sich meldet, damit er das Kind dann allein aufzieht - was wäre das dann? Mütterfeindlich? Adoptivfamilien- und -mütterfeindlich?
    In seiner Aussage geht es doch gerade darum, dass er für das Kind eine Familie mit BEIDEN Elternteilen will, und dafür die Herkunftsfamilie - die ziemlich sicher alleinerziehend wäre - überflüssig ist.
    Die Aussage gibt also absolut nichts her für dein Argument.

    Was du ansonsten mit dem JA erlebst, ist eine ganz andere Sache, auf die du deinen Beitrag ja nicht gestützt hast, du hast ihn auf Lassernigs Aussage gestützt.

    Sicher gibt es in JAs männerfeindliche Sachbearbeiterinnen. Es gibt aber ebenso frauenfeindliche und ganz besonders - und gleichzeitig - herkunftsfamilienfeindliche. Die Schwerpunkte sind von Person zu Person verschieden.
    Und gerade auch dein jetzt genanntes Beispiel gibt für die Väterfeindlichkeit nichts her. Das Kind hat ja einen Vater, es hat zwei Elternteile, eben nur nicht seinen Herkunftsvater. Also handelt die JA-Frau hier nicht vaterfeindlich, sondern herkunftsvaterfeindlich. Dass diese konkrete JA-Frau die Gelegenheit vielleicht dazu nutzt, dabei auch noch einem Mann eins auszuwischen, weil sie was gegen Männer hat, ist ein Begleiteffekt.
    Alleinerziehend ist übrigens ein gewichtiger Faktor in den Katalogen für Risikofamilien. Sie werden misstrauischer beäugt, als vollständige Familien.

    Ich begleite übrigens zur Zeit einen Fall, bei dem der geschiedene Vater, der sich 11 Jahre lang nicht um seinen Sohn gekümmert hatte, vom JA hofiert wird, weil er ein williger Handlanger dafür ist, die Mutter, die es wagt, ab und zu dem JA zu widersprechen, fertig zu machen. Die Mutter hat ihm das gemeinsame Sorgerecht angeboten. Er wollte das alleinige, mit dem erklärten Ziel, dem JA freie Bahn bei der dauerhaften Heimunterbringung des Kindes zu lassen. Dabei wurde er vom JA unterstützt. Aber es misslang, weil das nun doch zu platt war und es keine Gründe gab, der Mutter das Sorgerecht zu entziehen. Später bot die Mutter dem Vater sogar das alleinige Sorgerecht an, weil sie einsah, dass sie keine Chance hatte, das Kind gegen das JA zu schützen. Aber da wollte er es nicht mehr. Er wollte es offensichtlich nur, so lange er mit seinem Begehr der Mutter eins auswischen konnte. Das ist eine meiner Erfahrungen.

    Aber mit solchen Einzelbeispielen kommen wir nicht weiter. Die können wir uns stundenlang um die Ohren hauen. Die Frage ist doch nicht, auf welcher Seite steht das JA? Die Frage ist doch, DASS die SachbearbeiterInnen unkontrollierte Entscheidungskompetenzen haben, um Familien zu zerstören und Kinder zu schädigen. Dass sie die Entscheidung über das Kind an sich reißen können, statt dafür zu arbeiten, dass die Eltern, denen das Kind schließlich am nächsten steht, eine einvernehmliche Entscheidung treffen können.

    Ich finde es schade, dass hier wieder eine Männer-Frauen-Diskussion geführt wird, wer Opfer, wer Täter ist, wo schwarz wo weiß ... Und dabei der Kern des Problems, die umfassende Kontrolle und Bevormundung von Familien, wieder mal schön außen vor bleibt.

    Nochmal: Es geht nicht darum, ob es die "richtige" oder "falsche" Seite ist, auf die sich einE JugendamtsmitarbeiterIn schlägt. Es geht darum, dass es sich überhaupt auf eine Seite schlägt, damit Konflikt erzeugt oder verschärft, familiäre Lösungen be- oder verhindert und damit die Bestimmungsgewalt über das Kind an sich reißt.

    Und du meinst es doch wohl nicht ernst, dass Frauen sich nicht für "Männerprobleme" interessieren würden. Sie tun das (manchmal leider) viel zu viel. Das lässt sich nachweisen. Aber würde hier wohl doch zu weit führen.

    Christine

  26. Monika Armand @ "Schiefe Logik" ist
    17.06.2009 | 14:25

    eine Behauptung, welche sich hier weder be- noch widerlegen lässt, da jeder Versuch der Begründung im sog. Münchhausen Trilemma endet, weshalb ich an dieser Stelle auch keinen "Versuch" mehr unternehmen werde.....:

    Forschung

    wäre noch zu erklären, was "schiefe" Logik ist bzw. was "noch mehr schiefe Logik" ist ....

    denn ich weiß es wirklich nicht..... ;-)

  27. Stephan Mögle-Stadel Diskussion JA Augsburg mit "Christine"
    21.06.2009 | 18:26

    Liebe Monika Armand,
    Sie argumentieren taff und menschlich (jenseits der Polarisierung in Männer- und Frauen-Standpunkte), während ich bei Christine fast schon eine betroffene JA-Mitarbeiterin o.ä. heraushöre (Arbeits-hypothese).
    Ich würde Sie gerne für eine TV-Diskussion und als Interviewpartnerin für ein Buchprojekt gewinnen.
    Melden Sie sich bitte direkt bei mir:
    Stephan Mögle-Stadel
    pressebuero-globe@web.de
    Journalist, Diplom-Pädagoge, sytemischer Familientherapeut, Buchautor und Eltern-
    berater (Schwerpunkt: Väter und PAS)
    0176 - 620 710 66
    www.pressebuero-globe.de
    www.welt-buerger.org

  28. Stephan Mögle-Stadel JA-Diskussion: Männer- oder Frauenfeindl
    21.06.2009 | 18:52

    Sorry an Christine, dass ich Sie VOR dem Lesen ihres Beitrages 16.06., 19:30, dem JA-Bereich zugeordnet habe. Ich korrigiere meine Arbeitshypothese Richtung EB (Erziehungsberatungsstelle) oder VAM(V). Wäre Christine um eine kurze Mitteilung dankbar über ihre Berufstätigkeit. (Habe mich ja zuvor auch geoutet.)
    VAMV-typisch: "Ich begleite übrigens zur Zeit einen Fall, bei dem der geschiedene Vater, der sich 11 Jahre lang nicht um seinen Sohn gekümmert hatte, vom JA hofiert wird, weil er ein williger Handlanger dafür ist, die Mutter, die es wagt, ab und zu dem JA zu widersprechen, fertig zu machen."
    PS für jene, die das nicht wissen, VAM(V)
    steht für Verband Alleinerziehender Mütter (und Väter = Feigenblatt).
    PPS: Mein eigener Standpunkt ist jener der Humanistischen Sozialpsychologie (Erich Fromm, Karen Horney, Abraham Maslow...): Beide Geschlechter sind gleichermaßen geeignet, wenn sie es wollen, Kinder zu er- bzw. zu be-ziehen.
    Es gibt aber leider auch viele Männer und Frauen, denen es so sehr an Selbst-Erziehung mangelt, so dass es ihnen zu wünschen gewesen wäre, dass der potentielle Kinder-Segen an ihnen vorüber gegangen wäre.
    Krank ist in Deutschland allerdings tendenziell das JA- und FamGerichts-System (im Vergleich z.B. zu Frankreich),
    welches tendenziell eher matriarchalisch über-reagiert.
    Empfehlenswert: das Cochemer Modell des
    FamGerichtes der kleinen Eifelstadt Cochem, das trennungswillige Eltern-Paare dazu "zwingt" sich zuvor bezüglich der Kinder zu einigen, so dass
    ihnen Mutter UND Vater erhalten bleiben.

  29. Christine An Herrn Mögle-Stadel
    26.07.2009 | 13:02

    Da Sie bis heute nicht auf meine Mail an Sie geantwortet haben, antworte ich nun doch Blog-öffentlich auf Ihre Ausführungen.
    Es hat mich doch sehr erstaunt, wie schnell Sie Schubladen bereit halten, um einen Menschen, darin zu verstauen.
    Ihre Beiträge sind auch ein deutlicher Beleg dafür, dass Menschen eine mehr oder weniger (bei Ihnen mehr) selektive Wahrnehmung haben. Es ist vollkommen absurd, dass Sie für mich nach dem Lesen meiner ersten Beiträge die Schublade "JA-Mitarbeiterin" geöffnet haben. Da waren beim Lesen doch sehr große blinde Flecken. Und für jemand wie mich, die viele Stunden ihrer täglichen Zeit und Energie darauf verwendet, gegen den Jugendamts-Wahnsinn zu argumentieren und Betroffenen zu helfen, ist es eine Beleidigung.
    Kaum dass auch Sie erkennen mussten, dass diese Schublade nicht passt, war schon die nächste parat: Erziehungsberatungsstelle oder VAMV. Zum VAMV hatte ich mal vor ca. 20 Jahren ein paar Monate Kontakt. Zwar sind die meisten Mitglieder Mütter (da es ja auch weitaus mehr alleinerziehende Mütter als Väter gibt). Die wenigen Väter in diesem Ortsverein habe ich allerdings nicht als Feigenblätter erlebt. Sie hatten die Funktionen im Vorstand übernommen und es mit ihren Hahnenkämpfen geschafft, den Ortsverein zu spalten. Dafür war mir meine Zeit und Energie dann doch zu schade.
    Ist es Ihnen vorstellbar, dass jemand sich eingehend mit solchen Themen beschäftigt, ohne beruflich darin eingebunden zu sein? Von Beruf bin ich Diplom-Pädagogin und Diplom-Sozialwissenschaftlerin, aber mit anderen Schwerpunkten. Auch im weitesten Sinne war niemals eine Erziehungsberatungsstelle mein Arbeit- und Brötchengeber.

    Oder dienen Ihre Schubladen vielleicht dazu, sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen zu müssen?
    Ich halte übrigens viel von systemischer Psychologie, wenn sie wirklich bestrebt ist, das Systemische zu erkennen und nicht nur die eigenen Ideologien darauf projiziert. Ich halte auch viel von Erich Fromm - kommt nur drauf an, wie man ihn verstehen will.
    Christine

  30. Kondomträger Keine Kinder
    02.09.2009 | 14:17

    Ich setze keine Kinder in die Welt, nicht solange das Kindeswohl durch diverse Einrichtungen unter dem Deckmantel einer Behörde gefährdet ist.

  31. Icke Jugendämter ......
    30.09.2009 | 07:39

    Auch AmtsleiterInnen scheinen bei Zeiten zu spinnen...

    http://www.pic-upload.de/view-3236639/JA-SCHREIBEN.png.html

szmtag