Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat
Einige wussten es, andere haben vielleicht gezweifelt, aber dies ist kein Aprilscherz. Mehr im Nachtrag unten.
Migräne ist eine Krankheit, Kopfschmerz ein Symptom. Manche Menschen leiden unter Migräne ohne Kopfschmerzen.
Nach dem Mittagessen kriegte Frau Direktor Pogge ihre Migräne. Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat.
So beschrieb Erich Kästner 1931 in seinem Kinderbuch Pünktchen und Anton eine Volkskrankheit, unter der nach heutigen Schätzungen bis zu ein Fünftel der Bevölkerung leidet.
Migräne ohne Kopfschmerzen, so widersprüchlich das zunächst klingen mag, kann nach der Klassifikation der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS International Headche Society) sogar tatsächlich als eine gesonderte Variante dieser Krankheit diagnostiziert werden. Diese Form trägt die Bezeichnung IHS 1.2.3.
Kästner ging es allerdings weniger um diagnostische Spitzfindigkeiten als um die Charakterisierung von Pünktchens Mutter als feine Dame der Gesellschaft, die sich um das Wohl von Kindern aus aller Welt sorgt, dabei aber ihre eigene Tochter vergisst. Migräne wurde damals – und heute leider zum Teil immer noch – bestenfalls abgetan als Hysterie, eher aber noch als Hypochondrie oder gar als Drückebergertum.
Dabei ist Migräne eine Volkskrankheit die eine ausgeprägte Beeinträchtigung mit sich bringt, die "bei weitem den Grad von gesellschaftlich als gravierend anerkannten Erkrankungen" überschreitet [1]. Kopfschmerz ist dabei nur ein mögliches Symptom einer Migäneattacke.
Vielleicht leiden auch Sie unter Migräne und merken es nur nicht? Morgen mehr dazu.
Nachtrag zum 2. April.
Manchmal ist der Scherz, dass man gar keinen macht. So im Fall der Migräne, die landläufig schlicht ein Kopfschmerz ist, jedoch als Krankheit auch diagnostiziert werden kann, wenn man keinen hat.
Ich habe nun oben einen Link gesetzt zu der offiziellen IHS-Klassifikation. Es wäre noch viel zu sagen, gerade zu den gravierend ausgeprägten Beeinträchtigungen, die auch die anderen Symptome einer Migräne mit sich bringen. Teilweise ist das in den Kommentaren angeklungen. Ich habe auch in der provokativ anmutenden Frage: Vielleicht leiden auch Sie unter Migräne und merken es nur nicht? genau dies ansprechen wollen. Es ist wichtig über dieses auch aufzuklären. Dies kann ich am besten in den Worten der Betroffenen. Nachfolgend stehen Zuschriften als Reaktion auf die Migräne-Website von Dr. med. Klaus Podoll (UK Aachen) und mir.
"Seit gut einem Jahr leide ich an der Mirgräne-Aura ohne anschließenden Kopfschmerz, aber Sehstörungen Wortfindungsstörung und schlechtes hören. Ich wurde gründlich untersucht mit CT usw. und die Diagnose war Mirgräne ohne Kopfschmerz. Ich freue mich sehr Ihre Internetseite gefunden zu haben, weil es schön ist, die Beschwerden die man selbst hat, auch von anderen Betroffen geschildert zu sehen. Ehrlich gesagt stand ich der Diagnose etwas skeptisch gegenüber − weil: Migräne ohne Kopfschmerz nur mit Aura??!!"
(E. Schmidt, Email an Markus Dahlem, 18 Oktober 2002)
"Endlich habe ich mal eine Seite gefunden, die mir wirklich weiterhilft. Ich leider seit ca. 2 Jahren an, tja wenn ich das wüßte wäre ich schlauer, aber nach diversen Informationen auf Eurer HP [Homepage] scheint es Migräne mit Aura zu sein."
(Rosa, Email an Markus Dahlem, 15. Oktober 2003)
"Ich darf die Gelegenheit nutzen, zu sagen, daß www.migraene-aura.de [NEU: www.migraine-aura.org/de] mit Abstand die beste Website zum Thema ist. Manchmal der einzige Trost, wenn ich mal wieder von einer Aura geplagt werde und die Welt unterzugehen scheint. Weiterhin viel Erfolg."
(Jürgen Morweiser, Email an Markus Dahlem, 19 April 2004)
"Zuerst mal ein riesiges Lob für die informative Internetseite. Ich hab, ähnlich wie die anderen Leserbriefe, noch niemanden gefunden, der an der gleichen Symptomatik leidet, und da kommt man dann eben doch ins Grüblen und Zweifeln. Die Symptome, die hier dargestellt sind, decken sich ziemlich genau mit meinen." "Vielleicht könnten Sie noch anfügen, daß mir die Kopfschmerzen und Übelkeit egal sind, aber die Aura einfach Angst macht, weil man überhaupt keinen Einfluß darauf nehmen kann. Ich hatte übrigens die erste Migräne mit Aura mit ca. 12 Jahren."
(Y. R., Email an Markus Dahlem, 19. und 21. August 2005)
Die Hervorhebungen durch Fettdruck stammen von mir. Sie sollen den Augenmerk auf die Symptome neben den Kopfschmerz lenken. In den Kommentaren hier ist weiterer Platz für Diskussion. Viel Platz und ich freue mich über jeden Beitrag.
Alle die den Beitrag zunächst für einen Aprilscherz hielten und auch alle, die erst später diesen Beitrag gelesen haben, die bitte ich einmal nachzudenken, warum Migräne dieses Image anhaftet.
Nachgetragen sei auch, dass der Beitrag oben aus einem Artikel von mir in der Zeitschift "Psychologie Heute" stammt aus dem Jahr 2002 [2]. In meiner aktuellen Forschung beschäftige ich mich mit Modellen, die die verschiedenen diagnostischen Formen der Migräne unter einer einheitlichen Theorie vereinigen sollen. Dazu im Laufe der Zeit mehr an dieser Stelle.
Literatur
[1] Hartmut Göbel, Die Kopfschmerzen: Ursachen, Mechanismen, Diagnostik und Therapie in der Praxis, Springer.
[2] Markus Dahlem, In Hirngewittern. Psychologie Heute. August 2002, Seite 54-55
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Migräne als Krankheit der feinen Leute, der Dame von gehobenem Stand (Frauen haben ja 3 Mal häufiger Migräne als Männer), die sich so eine exquisite Krankheit leisten kann - das ist sicher ein Klassenklischee. Wenn es denn einen Fünckchen Wahrheit enthält, dann wohl die, dass Leute von gehobenem Stand eher zu einer Diagnose kommen, während die Mamsel vom Land - dazumal zu Kästners Zeiten - eben ab und zu unter mysteriösen Symptomen und Anwandlungen leidet, die sie aber nur ihrer besten Freundin anvertraut - man will ja keine Umstände machen.
Herr Dahlem, Sie sprechen hier wohl auf o.g. Migräneform an? Bin schon gespannt auf Ihre Erkenntnisse.
@ Martin Holzherr: So war das wohl in früheren Zeiten - teilweise auch heute noch.
Ich glaub das sofort. Auch am 1. April.
Ich weiß wirklich nicht was Kopfweh ist.
Aber so einen seltsames Gefühl der Ohnmacht und Desorientierung. Es bewirkt, dass die trivialsten Dinge nur mit viel Mühe zu bewerkstelligen sind. Jedenfalls gefühlt. Nach außenhin für Andere eher unauffällig. Es verschwindet so unvermittelt wie es kommt, ohne daß man irgendeine Gesetzmäßigkeit erkennen könnte.
Vielleicht sollte ich einfach mal mit Migränemittelchen experimentieren.
Ich habe ja nun den Beitrag aktualisiert. Mich würde freuen, von vielen zu hören, was sie zunächst gedacht haben.
Vielen Dank für den Blog (ich folge Ihnen auch bei Twitter)! Ich leide seit Jahrzehnten an Migräne mit Aura. Erst hatte ich die typischen Schmerzen mit Erbrechen. Dann gab mir jemand den besten Rat, den ich je bekommen habe, nämlich es mit krampflösenden Medikamenten zu versuchen. Seither habe ich nur die Aura mit extremer Licht- und auch Lärmempfindlichkeit, die aber manchmal bis zu elf Mal im Monat. Ob das mit den krampflösenden Medikamenten, die die Schmerzen verhindern, Einbildung ist, weiß ich nicht. Aber die Aura ist schlimm genug und ich bekomme dabei jedesmal Panik, obwohl ich mich doch daran im Laufe der Zeit hätte gewöhnen müssen. Ich kann mir noch nicht einmal die Seite www.migraine-aura.org/de/ ansehen wegen der Bilder. Auch an Migräneforen beteilige ich mich nicht, weil die ganze Sache zu schrecklich ist. Ich fühle mich vor der Migräne und ein, zwei Tage danach sehr elend. Bei so vielen Anfällen im Monat bin ich im Grunde behindert. Allerdings hatte und hat meine Umwelt immer Verständnis für mich, was ich schon erstaunlich finde.
Danke für Ihren Kommentar, mich motiviert solche Rückmeldung sehr weiterzuschreiben.
Da die Aura für nicht Betroffene recht mysteriös bleibt und auch extreme Licht- und Lärmempfindlichkeit nicht für andere sichtbar ist, ist es mit dem Verständnis sicher nicht immer so wie in Ihrem Fall.
Die Bilder auf der Webseite sind daher gerade auch für Angehörige und Freunde der Betroffenen interessant.
Hallo,
ich kenne dass ganz gut. Ich hatte selbst noch fast nie Kopfschmerzen in meinem Leben aber dieses schwindelgefühl und desorientierung kenn ich nur zu gut. Wie mein vorredner schon sagte die kleinsten dinge des alltags fallen einem da schon enorm schwer.
Ich halte es für ausgeschlossen das man Migräne haben kann ohne es zu merken, aber durchaus ohne es zu wissen. Ich bin auch erst dahinter gekommen seit ich 2000 einen Internetanschlus bekam und auf die Migräneaura Seite gestoßen bin. Ich war unglaublich erleichert, es tat gut zu wissen das ich mir all das nicht einbildete.
Ich glaube das Image ist so schlecht, weil wir Menschen nur Geschehen nachempfinden können die wir selbst im weitesten Sinn erfahren haben. Migräne und ich meine jetzt die Anteile die nicht der Schmerz sind, ist gesunden Menschen so fremd wie einem Elefanten die Vorstellung fliegen zu können. Es liegt außerhalb von allem was gesunde Menschen normalerweise erleben - oder irre ich mich?
@Jutta: Ich glaube sogar manchmal das dieses unheimliche Gefühl, diese leise Panik keine Reaktion auf die Aura ist, sondern schon zur Aura gehört. Ich sollte es doch jetzt langsam mal kapiert haben, es ist nur eine Aura, aber nein, jedesmal wieder gerate ich in völlige Unruhe. Könnte ich wählen, ich würde die Schmerzen vorziehen.
Ich selber leide an Migräne und kann die Krankheit nicht mal meinen Feinden wünschen. Wenn man einen Anfall hat, will man am liebsten raus aus seinem Körper, was man aber natürlich nicht kann. Psychisch kann einen diese Krankheit wirklich fertig machen.
"Ich halte es für ausgeschlossen das man Migräne haben kann ohne es zu merken, aber durchaus ohne es zu wissen."
Mein Satz vor dem Nachtrag am 2. April war absichtlich provokativ geschrieben um zu sehen, wie leicht Leser bereit sind an einen Aprilscherz zu glauben und Migräne für - lediglich ? - einen Kopfschmerz halten.
Migräne ist eine Krankheit. Sie ist sogar unterdiagnostiziert. Insofern stimme ich beiden uneingeschränkt zu: es ist ausgeschlossen, dass alle Symptome einer Migräne unbemerkt bleiben, aber durchaus wissen viele Menschen nicht, dass gerade Symptome an denen sie am meisten leiden zur Migräne gehören.
Wenn ich meinen YouTube Film einer visuellen Aura bei Vorträgen zeige, kommen oft Zuhörer auf mich zu und berichten, dass sie zwei drei mal im Jahr solche Bilder sehen, aber von Migräne nichts wussten und meinst auch keine Kopfschmerzen danach erleiden.
Daher schätze ich ist die Dunkelziffer wohl gerade bei dieser Variante dieser Krankheit (IHS 1.2.3) weit überdurchschnittlich hoch.
Als Patientin mit wissenschaftlichem (Eigen-)interesse lese ich hier schon länger mit und möchte mich für diesen Beitrag noch mal besonders bedanken. Meine eigene Migräne begann ebenfalls mit reinen Auraanfällen ohne nachfolgenden Kopfschmerz, deshalb konnte ich die Symptome zunächst nicht einordnen (bei der ersten Aura dachte ich schlicht, ich hätte wohl zu lange in der Sonne gesessen).
Mittlerweile hat es sich leider zu einer geradezu lehrbuchmäßigen Migräne ausgewachsen, aber ich möchte dennoch unterstreichen, daß die "Begleit"symptome oft schlimmer sind als der Kopfschmerz. Nichtmigräniker mögen sich darunter - sehr vereinfacht - einfach mal vorstellen, sich 24 Stunden am Stück schwer verkatert durch die Welt zu schleppen. :(
PS und etwas Off Topic an die mitleidenden Mitlesenden wie auch an Markus Dahlem: In meinem Fall helfen 400 mg Magnesium täglich offenbar, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Sollte man allerdings mit dem Arzt abklären, da man es a) bei Nierenleiden auf keinen Fall nehmen sollte und b) das Zeug auch abführend wirken kann, was ja auch nicht jeder unbedingt will.
An Markus Dahlem gilt meine Frage natürlich dem Wirkmechanismus von Magnesium. Etliche Blogeinträge zuvor las ich hier, daß die Entstehung der Migräne an den Ionenkanälen offenbar eher ausscheidet, aber das wäre doch das erste, woran der wissenschaftlich vorbelastete Laie denken würde? Wird daran geforscht?
Es freut mich besonders auch von hier schon länger Mitlesenden zu hören.
Nun zu der Frage zu Magnesium. Vorab aber eine Warnung.
Sie haben ja dankenswerterweise selber darauf hingewiesen dass jeder mit seinem Arzt Risiken und Nebenwirkungen abklären soll.
Magnesium oder eigentlich Magnesiumsalze werden genutzt um überhöhte neuronale Aktivität zu mindern. Magnesiumsulfat MgSO4 (Bittersalz) zum Beispiel.
Ich selbst habe damit, direkt auf neuronalen Gewebe angewandt, Spreading Depression (SD) blockieren können. SD ist das Phänomen, von dem wir im letzten Beitrag "Was ist Schmerz" im Zusammenhang mit Migräne gesprochen haben.
Allerdings ist es nicht so einfach! Magnesium-Ionen (Mg2+, die nach Einnahme eines Magnesiumsalzes dann im Körper vorliegen) überqueren nicht die Bluthirnschranke.
Es ist also eher wahrscheinlich, dass Magnesium-Ionen nicht neuronal (also direkt im Gehirn) wirken sondern über eine Entspannung der glatten Muskulatur zu einer Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation) des Gehirns führen.
Nicht unähnlich den positiven Effekt von Magnesium bei sporttypischen Muskelkrämpfen nur nun eben im Gehirn.
Danke für die Antwort - für die Wissenschaft hoffentlich auch ein Puzzlesteinchen bei der Frage, wie Migräne entsteht und was sie eigentlich genau ist.
Und NATÜRLICH würde ich niemals einfach so "Omas 'harmlose' Hausmittelchen" anpreisen, sowas liest man in den einschlägigen Patientenforen schon allzuviel.
Auf Magnesium wollte ich dennoch aufmerksam machen, weil ich auch meinen eigentlich sehr guten Hausarzt mit der Nase drauf stoßen mußte*. Der wollte mir Betablocker verschreiben, wovon ich wegen niedrigem Blutdruck nicht wirklich begeistert war. In den erwähnten Foren stieß ich dann zwischen Empfehlungen von Globuli bis "Senföl auf die Fußsohlen streichen" (°_O) auf das doch etwas reeller klingende Magnesium und nach etwas Googeln auch auf etwas seriöser klingende Veröffentlichungen zum Thema.
Nachdem ich ihn dann selbst drauf angesprochen habe, hatte auch mein Doc nichts dagegen einzuwenden - aber Rücksprache mit dem Arzt sollte man natürlich IMMER halten, darauf wollte ich auch noch mal hinweisen.
*darf man da vermuten, daß der Pharmareferent der Firma XY doch etwas häufiger in den Arztpraxen vorbeischaut als der Vertreter der frei verkäuflichen "Nahrungsergänzungsmittel"? ^^
Ich habe viele Jahre an den aurotypischen Symptomen gelitten - "blinde Flecken", sich ausdehende Flimmerlinien, Gesichtsfeldeinschränkung usw. - manchmal hatte ich drei Anfälle in 10 Tagen, meist jeweils ein 3/4 Stunde lang. Kopfschmerzen hatte ich idR nicht, allenfalls ganz leichte. Im Zusammenhang mit einer anderen Krankheit musste ich Betablocker einnehmen. Es stellt sich zufällig heraus, dass die Betablocker (morgens und abends jeweils ein Hälfte der kleinsten Tablette) in mittäglicher Kombination mit einer ASS 100 durchschlagend wirkten: ich habe seid der Einnahme höchsten noch 1 X im Jahr die Migräneaura. Diese Kombination ist meines Wissens unüblich, aber eben bei mir sehr wirksam. Vielleicht auch einen Versuch bei Leidensgenossen wert!
Wir wollen einen kleinen Hinweis auf einen Gewinner-Seite des BMBF - MiRa, das Migräne Radar geben. http://on.fb.me/MiRa-Hof
Hallo Herr Hahn, was meinen Sie genau mit Gewinner-Seite des BMBF.
Können Sie uns ein wenig mehr zu dem Projekt erzählen?
Das findet man auf facebook, werd ich mir gleich mal genauer anschauen, da ich ganz massiv auf Wetterumschwünge reagiere.
Meine Migräne wurde 2009 durch einen Augenarzt diagnostiziert (später natürlich durch einen Neurologen bestätigt), Beschwerden hatte ich seit Beginn der 90er. Ich könnte ein ganzes Buch über meinen langen (Leidens)-weg bis zur richtigen Diagnose schreiben. Momentan ist mein Kopf wieder ziemlich leer und müde wegen der blöden Migräne, aber vielleicht berichte ich darüber mal an einem anderen Tag.
Können Wetterumschwünge Migräne auslösen? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Viele Betroffene vermuten einen Zusammenhang, welcher aber nicht wissenschaftlich belegt ist. Wir wollen untersuchen, inwieweit Kommunikationsplattformen (wie Twitter) als Grundlage von Studien dienen können. Neben den Daten von Twitter können Migräneanfälle auch direkt über unser Formular gemeldet werden. Die Migräneanfälle werden wir mit den Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes verknüpfen und prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen starken Änderungen der Wetterlage und den Migräneanfällen auftritt.