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Der freie Wille des Froschschenkels

12. Januar 2011, 07:29

Es war der Zitteraal – Über den freien Willen des Froschschenkels im 19ten Jahrhunderts und Pferde in Dampfmaschinen.

Gleich zur ersten Vorlesungsstunde des Jahres, am vorletzten Montag um 10:00 kam der Höhepunkt – im wörtlichen Sinn. Ich berichtete vorab im Beitrag "Vom Orgasmus und anderen Rhythmen" von dieser Physikvorlesung an der TU Berlin. Nun das Nachspiel.

Die Aufzeichnungen der analen und vaginalen Muskelkontraktionen, die ich in diesem Zusammenhang zeigte, wurden mit der physiologischen Schreibmaschine erfasst, mit dem Kymographen also.

Kymographion
Ein Kymograph aus der Historischen Instrumentensammlung der Charité.

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Ignorabimus und der Wandel der Physiologie

03. Mai 2010, 11:11

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Physiologie als eigenständiges Teilgebiet der angewandten Physik. Sie löste sie sich von der Anatomie und, wichtiger noch, vom Konzept einer ominösen Lebenskraft. Emil du Bois-Reymond war zentraler Wegbereiter dieses Wandels. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere hielt er seine berühmte Ignorabimus-Rede über Grenzen der Erkenntnis. In der heute noch aktiven Debatte wird der damalige Wandel der Physiologie als politischer Kontext kaum berücksichtigt. 

Mathematik, Sprache, Wissenschaft. Logo des SciLogs BloggewitterIm Ignorabimus-Streit geht es um die Grenzen der Erkenntnis [1], ausgelöst durch Emil du Bois-Reymonds Rede "Über die Grenzen des Naturerkennens". Vorgetragen wurde die Rede 1872 auf der 45. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Leipzig. Es geht um Mathematik als universelle Sprache der Wissenschaft und um deren Grenzen. Im dritten Absatz stützt sicht du Bois-Reymond zunächst auf   » weiter

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Civitas Berlin: Vom Neuron zum denkenden Tier

11. März 2010, 08:13

Berichte aus der Berliner Neurowissenschaft von Gestern bis Heute finden sich von nun ab und an in meinem Blog. Ich fange an mit denkenden (Alpha)Tieren. 

"In die Geschichte der Wissenschaft hat Berlin in den letzten Jahrhunderten und bis in die jüngsten Tage hinein unauslöschliche Spuren eingetragen."
So las ich gestern Abend im Umschlag meines gerade in einem Antiquariat am Gendarmenmarkt neu erworben Buches "Wissenschaft in Berlin" (Dietz, 1987). Ich war etwas zu früh dran und wartete auf den Beginn einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Da sah ich das Buch, kaufte es spontan, schmökerte und die Idee, Berichte aus der Berliner Neurowissenschaft von Gestern bis Heute zu schreiben, war geboren.  » weiter

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