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Autofahren mit Migräne

28. März 2012, 15:12

Ist es gefährlich bei einem Migräneanfall Auto zu fahren?

 Jemand verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, fährt mit geschätzten 100 km/h in Hamburg-Eppendorf bei Rot über die Ampel und landet in einer Menschenmenge. Vier Tote. Der Fahrer leidet unter Epilepsie und steht nun vor Gericht (siehe z.B. "Unglücksfahrer wohl Wiederholungstäter" vom 31. 3. 2011 und "Fataler Krampf" vom 26. 3. 2012).

Epilepsie ist wie Migräne eine anfallsartige Erkrankung, beide haben einen paroxysmalen Verlauf. Die neurologischen Symptome einer Migräne setzen aber langsam ein. Besteht trotzdem eine Gefahr? Bei ausschließlich negativen neurologischen Symptome vielleicht ja*, denn diese bekommt man eventuell gar nicht mit.

Schauen Sie genau auf das folgende Bild und beschreiben Sie bitte, was Sie alles sehen. » weiter

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Grausamer Schmerz im zentralen Höhlengrau

27. Januar 2012, 11:00

Und es ist doch schmerzempfindlich, jemand muss nur die richtige Stelle finden und ordentlich pieksen — tief im Hirn, ins zentrale Höhlengrau.

SchmerzDas Gehirn gilt als ein Organ, das selbst schmerzunempfindlich ist. Es besitzt keine Nozizeptoren, die Schmerzrezeptoren. Kneifen Sie sich mal in die Haut am Ellbogen, dann wissen Sie was ich meine. Die ist dort auch schmerzunempfindlich. Dachte ich. Ich habe es mit einem Klammerentferner nochmal kräftig probiert und siehe da, es tut ja doch weh. Es blutet » weiter

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Besser mit Gehirnprothese

01. Januar 2012, 16:00

Mensch und Maschine – vereinen wir uns? Ein Fachbuch über Assimilation: die schrittweise Integration fremder Technik in unserem Körper.

Sie werden assimiliert werden, Widerstand ist zwecklos. Es geht um Assimilation im Buch Neural Control Engineering von Steven J. Schiff.

Geben wir es doch zu, wir sind längst Mischwesen, sogenannte Cyborgs, denn wir Menschen integrieren bereits nahtlos technische Geräte in unsere Lebensweise. Womit lesen Sie denn gerade diesen Beitrag und wie fanden sie hier her? Klick, klick. Damit nicht genug, bald wird der hunderttausendste Hirnschrittmacher implantiert und solch körperfremde Technik Alltag sein. Wir müssen anfangen, über die Folgen nachzudenken.

Denn selbst wenn Ihr Körper noch eine electronic virgin1 ist – also elektronisch jungfräulich –, so sind wir alle doch längst Natural-born Cyborgs, so der Titel eines Buches von Andy Clark, das bereits vor neun Jahren erschien. In dem aktuellen Fachbuch von Steven J. Schiff geht es nun darum, ins Bett zu steigen mit der Technik. Die Jungfräulichkeit zu verlieren heißt in diesem Fall data assimilation (Datenassimilation), Mensch und Maschine vereinen sich durch elektronische Neuroprothesen. Im kleinen Inset links sehen Sie, wie eine Elektrode das Gehirn penetriert und dauerhaft implantiert wird. Wozu? Schiff nennt drei heilige Grale, » weiter

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Kultur optimaler Reizüberflutung

29. November 2011, 13:03

Visuelle Epilepsie- und Migräneauslöser sind an die neuronale Verschaltung der Großhirnrinde optimal angepasste Lichtreize, die bei weitem nicht mehr nur in flackernden Videospielen zu finden sind.

Kontrastreiche Streifen- und Zickzackmuster können Migräne auslösen. Verkürzt gesagt, liegt dies an dem funktionellen Aufbau der Großhirnrinde, ein wenig genauer: an dem Aufbau der Sehrinde, sie besteht aus spezialisierten, periodisch angeordneten Untereinheiten, die durch passende raumzeitliche Muster im Gesichtsfeld resonant angesprochen werden können. Das ist zumindest eine plausible These in guter Übereinstimmung mit den bekannten Daten aus psychophysikalischen Messungen und mathematischer Modellierung.

Epilepsie kann ebenso durch visuelle Reize ausgelöst werden.  » weiter

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Kauderwelsch im Fernsehen: Schlaganfall der keiner war

21. Februar 2011, 10:57

Die US-Fernsehreporterin Serene Branson verfiel während ihrer Berichterstattung über die Grammy Awards für einige Sekunden in ein unverständliches Kauderwelsch. War es ein Schlaganfall, Epilepsie oder Migräne?

Als ich vergangenen Dienstag in der New York Times die Schlagzeile "Did a Reporter Have a Stroke on TV?" [Erlitt eine Reporterin einen Schlaganfall im TV?] las und dann den Filmausschnitt sah, hatte ich sofort einen Verdacht, den ich auch gleich mal twitterte: Das war ein Migräneanfall und kein Schlaganfall.*

Branson, die Fernsehreporterin, verfiel während ihrer Berichterstattung über die Musikpreise Grammy Awards in ein unverständliches Kauderwelsch, bevor ihre Reportage abgebrochen werden musste.

In der New York Times kam ein Neurologe zu Wort:   » weiter

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Migräne, Epilepsie und Schlaganfall im Google Ngram Viewer

30. Dezember 2010, 07:55

Eine erste Suche nach den Worthäufigkeiten von "Migräne", "Epilepsie" und "Schlaganfall" im Google Ngram Viewer und ein Vergleich mit Häufigkeit und Kosten dieser neurologischen Krankheiten.

Mit dem Google Ngram Viewer kann die Häufigkeit von Wörtern sowie Wortketten in einem Korpus (ein Auszug aus GoogleBooks) ermittelt werden. Der Häufigkeitsverlauf wird dann über die Jahre angezeigt, wobei der Zeitraum bis ins 16te Jahrhundert zurückreicht, wenn man denn soweit zurück suchen möchte. Die ermittelte Worthäufigkeit wird normiert indem durch die Gesamtwortzahl des entsprechenden Jahres geteilt wird.

Das erste Wort, das ich im Ngram Viewer eingab, war natürlich "Migräne".


Ein Klick in dieses und folgende Diagramme führt direkt zur entsprechenden Suchanfrage in größer Darstellung und mit vielen weitere Suchmöglichkeiten.  » weiter

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Schweinegrippe und Epilepsie

26. Januar 2010, 08:46

In meinem letzten Beitrag ging es um die Analogie zwischen der Ausbreitung der Beulenpest in Europa im Mittelalter und der Ausbreitung von Migränewellen in der Großhirnrinde. Beides geschieht in Form von Erregungswellen. Pandemien und Hirnpathologien können sich aber auch schlagartig ausbreiten. Die Schweinegrippe und Epilepsie sind Beispiele dafür.

Dieser Beitrag ist ein Nachtrag zum Blog Europa, Fußballstadion, Großhirnrinde.

Es kam die Frage auf, warum breitet sich die Schweinegrippe heute schneller ausbreitet, als die Beulenpest im Mittelalter?  » weiter

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