04. Februar 2011, 18:47

Ach, der Bolognaprozess. Hörnse mir uff. Mal abgesehen von dem ganzen bürokratischen Wahnsinn, den das für die Unis nach sich zieht, wirkt sich die Verschulung, Modularisierung etc. auch auf das Studierverhalten aus. Der Plan war ja eigentlich wohl mal, dass man international studieren kann, dann zu Hause seine Credit Points angerechnet bekommt und dann ohne Zeitverlust seinen Abschluss machen kann. In der Praxis funktioniert das eher bedingt: Im Gegenteil stehen die Studierenden unter einem irrwitzigen Zeitdruck, Klausuren müssen geschrieben, Hausarbeiten abgegeben werden, und das in einem Tempo, dass man mit den Ohren schlackert. Die Studierenden selbst fügen sich nahtlos in das System ein: Ab in die Stromlinie, ja nicht kritisch denken, weil das ja ablenkt, und sich selbst dann möglichst schnell dem ökonomischen Verwertungsprozess zuführen. Könnte man meinen, wenn man die Vorurteile mal hört. Die Wahrheit liegt aber ganz woanders.
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