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Bewusstseinsstörungen

31. Januar 2008, 11:27

NarreteiKarneval ist eine Zeit der Freude. Karneval ist eine Zeit der feucht-fröhlichen Momente. Karneval ist aber auch eine Zeit der Bewusstseinsstörungen. Hervorgerufen durch Alkohol, andere Drogen oder auch nur kollektive Blödelei, kommt es zu einer Veränderung der Bewusstseinsinhalte: Hemmungen sinken und damit auch die Wahrnehmungsschwelle für soziale Normabweichungen. Was sonst peinlich war, wird plötzlich witzig. » weiter

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The Moral Brain

23. Januar 2008, 10:34

Jan Verplaetse, Universität Gent, Foto von Bart CloetUnter dieser Überschrift trafen sich am vergangenen Wochenende an der Universität Gent in Belgien Philosophen, Juristen und Psychologen, um über die ethischen Implikationen der Hirnforschung zu diskutieren. Insbesondere sollte es um die Möglichkeiten des Gedankenlesens und des Eingriffs in das Gehirn mit Methoden der Psychopharmakologie oder der Tiefenhirnstimulation gehen. In seiner Einführung verwies Jan Verplaetse (siehe Foto), Professor an der Fakultät für Rechtswissenschaft und Hauptorganisator der Tagung, auf die vielen philosophischen, ethischen und juristischen Fragen, die in den letzten Jahrzehnten durch das Projekt der Lokalisierung von Gehirnfunktionen und gedanklicher Prozesse aufgeworfen wurden. » weiter

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Auf der Sinnsuche

07. Januar 2008, 11:13

„Körper und Geist in Buddhismus und Wissenschaft“ war der Titel eines Vortrags- und Gesprächsabends, zu dem ich vorgestern geladen war. Der buddhistische Meditationslehrer und ehemalige Mönch Yesche Udo Regel sollte den religiösen Teil übernehmen, ich den wissenschaftlichen. So sprach ich dann von der experimentellen Psychologie, die mit ihren Versuchen die Funktionen des Geistes untersucht; vom Behaviorismus, der sich vor allem durch eine Geistfeindlichkeit auszeichnet, wurde der Mensch doch als ein schwarzer Kasten angesehen, eine Black Box, über dessen innere Vorgänge man keine Aussage machen konnte; und schließlich von der kognitiven Neurowissenschaft, die mit den modernsten Verfahren den menschlichen Geist und Bewusstsein besser verstehen möchte. Dabei bemühte ich mich noch, auch auf Aspekte des Buddhismus einzugehen, um die Anknüpfung zu meinem Gesprächspartner einfacher zu machen. Organisiert wurde das ganze vom Sinnsucher e.V., einem Verein mit Sitz in Bonn. » weiter

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Weihnachten 2018

02. Januar 2008, 13:52

Gerade sind die Feiertage überstanden und der Alltag fängt wieder an. Stellen wir uns vor, in Zukunft würde es Haushaltsgeräte geben, mit denen man Gedanken lesen könnte. Insbesondere die Möglichkeit, zuverlässig Lügen zu erkennen, erscheint attraktiv. Wie könnte ein Weihnachtsfest aussehen, bei dem es ein solches Gerät im Haushalt gibt? Ein fiktives Beispiel: » weiter

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Intelligenz der Gefühle

27. Dezember 2007, 13:50

Gefühle sind „in“. Nach der kognitiven Wende in der Psychologie bescherten uns die 1990er, vorangetrieben durch die Hirnforschung, eine emotionale Wende. „Emotion“ ist zu einem Schlagwort geworden, um beinahe jede Form des Denkens und der Entscheidung zu erklären. Am Beispiel der moralischen Entscheidungen (Erst das Gefühl, dann die Moral?, G&G 1-2/2008, S. 44-49) können Sie dies in der aktuellen Ausgabe von Gehirn&Geist nachvollziehen. Kürzlich titelte das Magazin aber mit der Intelligenz des Bauchgefühls, der Intuition, und es wurde dafür argumentiert, davon bestimmte Entscheidungen seien oft die besten (Kopf oder Bauch?, G&G 11/2007, S. 26-30; Gegen jede Logik, G&G 11/2007, S. 34-39). Intuition, Gefühl, das geht Hand in Hand und so heißt es auch im Artikel: „Den Gefühlen freie Bahn“ (S. 35). Gerade bei komplizierteren Entscheidungen würde langes Nachdenken weniger nutzen, solle man stattdessen „am Ende dem Gefühl folgen“ (S. 28). » weiter

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Gedankenlesen

18. Dezember 2007, 11:39

Nachdem die Idee des „Gedankenlesens“ lange Jahre der Fantasieliteratur und esoterischen Kreisen vorbehalten war, schicken sich nun immer mehr Hirnforscher an, die Gedanken mit ihren hoch entwickelten Maschinen zu verstehen. Das aktuelle Beispiel der Lügendetektion verdeutlicht das große Interesse an konkreten Anwendungen, während die meisten Wissenschaftler noch an grundlegenden Fragen arbeiten. Über die US-Amerikanische Firma No Lie MRI gibt es sogar das Gerücht, sie wolle nun auch in den europäischen Markt einsteigen. Wie der Name es nahe legt, möchte das Unternehmen die Magnetresonanztomographie (MRT, englisch MRI) dazu verwenden, im Gehirn einer Versuchsperson Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Auf der Homepage finden sich jedenfalls vollmundige Versprechen. » weiter

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Ein stummer Traum?

12. Dezember 2007, 20:15

Das Wachkoma stellt Neurologen und Bewusstseinsforscher gleichermaßen vor ein Rätsel: Wie können wir uns sicher sein, dass ein Mensch, der kein äußeres Verhalten zeigt, bewusstlos ist? Das Beispiel des Locked-in-Syndroms (LIS) zeigt, dass Menschen womöglich nur noch die Augen bewegen oder blinzeln, aber dennoch voll bei Bewusstsein sein können und daher ungetrübt erleben, was um sie herum geschieht. Wenn aber ein Patient mit einer Hirnverletzung, beispielsweise nach einem schweren Autounfall, in die Klinik geliefert wird, dann lässt sich das nicht so leicht entscheiden. Im Gegensatz zum LIS, bei dem die Erkrankung meistens langsam voranschreitet, geschehen solche Unfälle schlagartig. Die klinisch verwendete Glasgow Coma Scale misst, inwiefern Patienten motorisch, verbal oder mit den Augen auf äußere Reize reagieren können und urteilt dann darüber, wie stark der komatöse Zustand ist – oder eben auch nicht. Werden weniger als neun von 15 erreichbaren Punkten erzielt, geht man von einer starken Störung aus. Wenn aber, wie das Beispiel LIS zeigt, auch ohne solches Verhalten volles Bewusstsein vorhanden sein kann, wie können wir uns dann der Diagnose eines Komazustandes sicher sein? » weiter

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Illusion 3D

29. November 2007, 18:23

Im Kino sah ich kürzlich ganz besondere Menschen-Bilder: In dem „Black Box“ getauften Saal des Cinedom in Köln sowie in einigen anderen Kinos in Deutschland werden nun normale Kinofilme in einer besonderen 3-D-Ausführung gezeigt. Damit der Effekt funktioniert, muss man dafür eine elektronische Brille tragen, die wahrscheinlich abwechselnd jedes Auge verdunkelt, ca. 60 mal pro Sekunde und pro Auge. Mit einem aufwändigen Projektor kann man so jedem Auge unterschiedliche Bilder zeigen, was aber zu schnell geschieht, um davon etwas zu bemerken. Durch die Differenz der Bilder wird den Augen dann eine Tiefenperspektive vorgetäuscht, die es gar nicht gibt. Das Gesehene wirkt dreidimensional. Ohne die Brille könnte man den Film zwar auch anschauen, würde aber alles verschwommen sehen. Da die Bilder unterschiedlichen Perspektiven entsprechen, werden sie dann von beiden Augen gleichzeitig gesehen und der Effekt bricht zusammen. » weiter

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Zufallsfunde - Was tun?

20. November 2007, 18:30

Im vorherigen Teil haben wir uns mit dem Problem der Zufallsfunde befasst. Dabei haben wir den Fall eines Forschers kennen gelernt, bei dem in einem Experiment im Hirnscanner ein Hirntumor von der Größe eines Golfballs gefunden worden war. Über diese Risiken und Konsequenzen eines MRT-Experimentes hatte man ihn nicht aufgeklärt. Im zweiten Teil wollen wir uns kurz mit der – spärlichen – Literatur im deutschsprachigen Raum und den ethischen Aspekten befassen. » weiter

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Wie ein Hirnscan das Leben verändern kann

05. November 2007, 18:40

Was wäre, wenn Sie an einem Experiment teilnähmen und plötzlich hieße es, mit Ihrem Gehirn stimmte etwas nicht? Tatsächlich wurde in der Nature vom März 2005 ein Leserbrief mit der Überschrift „How volunteering for an MRI scan changed my life“ abgedruckt. Dort berichtet ein Wissenschaftler davon, wie er an seinem eigenen Institut an einem Experiment im Hirnscanner teilnahm – und danach vom Direktor darauf hingewiesen wurde, mit seinem Gehirn sei etwas nicht in Ordnung. Auf der Aufnahme erkannte der Forscher – selbst ein Neurowissenschaftler von Beruf – einen Tumor „von der Größe eines Golfballs“ (Anonym, 2005: 17). » weiter

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