SciLogs International .eu.be.es.de
scilogs NeuroKognition spektrum.de

aktuelle Artikel RSS

Die Brain-Art Competition 2012

21. Mai 2012, 10:35

Alfred Anwander Textured Brain

Heute mal ein Verweis auf unser englischsprachiges Blog bei scilogs.eu: In NeuroCognition ruft MPI-Forschungsgruppenleiter Daniel Margulies zur Teilnahme an der diesjährigen Brain-Art Competition auf. In verschiedenen Kategorien suchen er und seine Mitstreiter vom Neuro Bureau die besten wissenschaftlich-künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema Gehirn und Visualisierung.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen sind in seinem Beitrag zu finden:

Announcing the 2012 Brain-Art Competition

 » weiter

Geschrieben in Allgemein | 0 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Schlaganfall – Alarmsignale, Behandlung und Rehabilitation

10. Mai 2012, 12:08

von Peter Zekert.

Heute ist der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall, einer der häufigsten schwerwiegenden Erkrankung des Gehirns. Dabei kommt es zu einer plötzlich auftretenden Durchblutungsstörung, die zur Schädigung oder zu einem Absterben von Nervenzellen führt. Wie kann ein Schlaganfall rechtzeitig erkannt werden? Welche Rolle spielen Faktoren wie Stress und Bluthochdruck oder Übergewicht? Und wie lässt sich die Rehabilitation nach einem Schlaganfall unterstützen? Diese Fragen beantwortet Arno Villringer, Direktor der Abteilung Neurologie am MPI und leitender Koordinator des Kompetenznetzes Schlaganfall, im Interview mit Deutsche Welle TV.

 » weiter

Geschrieben in Allgemein | 0 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Onlinetest Phonagnosie: Wie gut können Sie Stimmen unterscheiden?

20. April 2012, 10:40

von Katharina von Kriegstein  und Claudia Roswandowitz 

Viele Menschen erkennen andere sofort an der Stimme. Einigen fällt es schwer. Nur wenige können Stimmen überhaupt nicht erkennen: Sie sind von einer kaum untersuchten neurologischen Besonderheit betroffen, der Phonagnosie. Warum solche Einschränkungen im Stimmenerkennen auftreten, ist bislang ein Rätsel. Dass es sie gibt, ist selbst Betroffenen häufig nicht bewusst.

Wir haben deshalb in unserer Forschungsgruppe "Neuronale Mechanismen zwischenmenschlicher Kommunikation" einen Online-Test entwickelt, mit dem jeder seine Fähigkeiten im Erkennen von Stimmen prüfen kann. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Ewige Gefühle? Wie Emotionen unser Zusammenleben beeinflussen

02. April 2012, 09:59

Susanne Kiewitz, Max-Planck-Gesellschaft.

Gefühle faszinieren die Forschung über alle Disziplinen hinweg. Welcher äußere Impuls löst welche innere Reaktion aus? Und was tut das Gehirn dabei? Ihre Gesetzmäßigkeiten zu verstehen, verspricht einen neuen Schlüssel für das Verständnis des Menschen und seines sozialen Verhaltens. Darin zumindest sind sich Natur- und Geisteswissenschaften einig. Den Dialog zwischen den zwei Wissenschaftskulturen wollte das Max-Planck-Forum Berlin anregen und lud mit der Hirnforscherin Tania Singer und der Historikerin Ute Frevert zwei Emotionsforscherinnen aus sehr unterschiedlichen Fachrichtungen ein. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 1 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Kleinkinder imitieren weniger vernunftgeleitet als gedacht

27. März 2012, 11:01

von Peter Zekert.

Forscher unseres Instituts haben kürzlich eine vielzitierte Nature-Studie aus der Entwicklungspsychologie überprüft. Das damalige Ergebnis, 14 Monate alte Kinder würden rational auswählen, ob sie eine Handlung imitieren, konnten sie nicht bestätigen. Unterschiede im Imitationsverhalten kamen offenbar schlicht durch Ablenkungen während des Experimentes zustande. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 2 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


„Zukunft Gehirn“ in der Max Planck Science Gallery

11. März 2012, 09:15

von Peter Zekert.

Zum Auftrag der Wissenschaft gehört, ihre Arbeit öffentlich zu kommunizieren. Vor einer Weile hatte ich mich in einem Blogpost über die Versuche mancher Medien geärgert, mit fragwürdigen Produkten Profit aus diesem Selbstanspruch der Forschung zu schlagen.

Auch wenn es sich dabei um Einzelfälle handelt und klassische Medien weiterhin die Hauptrolle bei der Wissenschaftsvermittlung spielen, bemüht sich die Max-Planck-Gesellschaft zunehmend auch um direktere Kommunikationmöglichkeiten mit der Bevölkerung. Am 13. März um 18.00 Uhr kann man gleich zwei dieser Versuche auf einmal erleben. Dann stellt Christina Beck, promovierte Neurobiologin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MPG, das Buch „Zukunft Gehirn“ in der „Max Planck Science Gallery“ vor.

Buch Zukunft Gehirn science gallery berlin » weiter

Geschrieben in Allgemein | 2 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Lernen mit Gesten. Was die Hirnforschung verrät

07. März 2012, 20:33

In meinem letzten Blogpost habe ich eine verhaltenswissenschaftliche Studie beschrieben, die zeigte, dass Gesten beim Vokabellernen helfen. Doch als es darum ging, wie genau Lehrer dieses Mittel im Unterricht einsetzen können, stießen wir an eine Grenze. Darüber, was die gestische Unterstützung im Gehirn eigentlich genau bewirkt, gab es von Seiten der Kognitionspsychologie vier mögliche Erklärungen, die jeweils zu unterschiedlichen Empfehlungen für das Vorgehen im Unterricht führten. „Was soll nun der Lehrer tun?“, fragte ich und stellte in Aussicht, dass neurowissenschaftliche Methoden zumindest teilweise eine Antwort geben können.

Um den Effekt zu verstehen, den Gesten auf das Gedächtnis haben, führten meine Kollegen und ich ein Experiment mittels funktioneller Magnetresonanztomographie des Gehirns durch. Dafür lernten 33 Probanden 92 Vokabeln aus der Kunstsprache Vimmi. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 11 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Teure Imagepflege: Wo sind die Grenzen des Wissenschaftsmarketings?

20. Februar 2012, 09:45

ein Beitrag von Peter Zekert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ende 2011 berichtete das Laborjournal über einen Fall kostspieliger Wissenschafts-PR, den Forscher als Warnung zur Kenntnis nehmen sollten. Der Artikel wurde nicht online gestellt, geht aber auf den Post „Nepper, Schlepper, Forscherfänger“ im Blog des Magazins zurück.

Ein unbekannter Anrufer fragt bei einem Institut nach der Leiterin."Er arbeite für ein Publikationsorgan ... des Public Service Review. Dieses würde daran mitwirken, Entscheidungsträger der EU darüber aufzuklären, in welche Forschungsgebiete diese zukünftig mehr Geld stecken müsse." Der Anrufer plane gerade die nächste Ausgabe und habe gehört, die Forscherin sei DIE Expertin auf ihrem Gebiet. Dann kommt das Angebot: "er würde gerne vorschlagen, dass ich darin auf zwei Seiten über meine Arbeit berichte. Das sei dann unglaublich prestigeträchtig, allerdings eben auch schrecklich dringend. Irgendwann erwähnt der Anrufer noch, dass jeder Autor Page Charges zahlen muss, damit der Artikel erscheint."

9000 Euro hätte es die Forscherin und ihr Institut gekostet, wäre sie auf das Angebot eingegangen. Bekommen hätte sie dafür ein Advertorial - eine Anzeige, deren Layout dem eines redaktionellen Artikels ähnelt. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 23 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


Trällern und Zwitschern: Einblicke in den Gesang der Vögel

14. Februar 2012, 10:32

ein Beitrag von Burak Yildiz, Forschungsgruppe Modellierung dynamischer Wahrnehmung und Handlung.


Sonntag morgen, die Sonne scheint durchs Fenster. Der fröhliche Gesang der Vögel weckt Sie auf. Schonmal überlegt, wie eine der komplexesten Vokalisationsformen in der Natur ausgerechnet von den kleinen Vogelhirnen erzeugt, verarbeitet und erlernt werden kann? Tja... Forscher fragen sich bereits seit mehr als 50 Jahren, wie das im Einzelnen funktioniert. Viele glauben, dass die Antworten auf diese Frage uns helfen könnten, besser zu verstehen, wie der Mensch Sprache lernt, produziert und verarbeitet.

zebrafinkenweibchen
Zebrafinkenweibchen (Foto: Stefan Leitner, MPI für Ornithologie)

Singvögel erlangen ihre Vokalisierungsfähigkeiten, ähnlich wie Menschen die Sprache, indem sie in der Frühphase ihrer Entwicklung den älteren Artgenossen zuhören und das Gehörte abspeichern und einüben [1]. Bei den meisten Vogelarten singen die Männchen, die Weibchen hören zu. Aus dem Gesang ziehen sie unter anderem Informationen über Vitalität, Lernfähigkeit und Herkunft der potentiellen Fortpflanzungspartner. Auf ähnliche Weise unterscheiden männliche Vögel Gesänge ihrer territorialen Nachbarn vom fremden Trällern eines Eindringlings in ihr Gebiet [2].Wie bringen ihre Hirne das zustande? » weiter

Geschrieben in Allgemein | 2 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Hirnforschung für Pädagogen: Warum Psychologie manchmal nicht reicht

10. Februar 2012, 08:17

Ich habe letzte Woche die Meinung vertreten, dass die Pädagogik von der Neurowissenschaft profitieren kann und habe versprochen, ich würde diese Behauptung mit Beispielen untermauern. Im Folgenden das erste Beispiel aus meiner eigenen Forschung zum Vokabellernen mithilfe von Gesten.

1. Worum es geht: Gesten im Fremdsprachenunterricht

In Sprachkursen werden Dialoge und andere Arten von Texten oft durch Hörverständnisübungen präsentiert. Lernende arbeiten mit einem Lückentext. Ihnen wird mehrere Male eine Tondatei vorgespielt. Sie hören sie an füllen den Lückentext schriftlich aus.

Alternativ dazu, kann man - zum Beispiel - den zu übenden Text an die Wand projizieren. Dabei stehen Lehrkraft und Lernende im Raum. Jeder Satz wird von der Lehrkraft laut vorgelesen. Jene Wörter, die schwer erlernbar sind, weil die Assoziation zu bereits Bekanntem nicht hergestellt werden kann, werden von einer Geste begleitet. Die Geste ist von der Lehrperson vorgegeben und wird in ihrer Gestalt konstant gehalten. Die Lernenden hören die Worte und sehen die Gesten, die die Lehrkraft produziert und wiederholen sie einige Male. » weiter

Geschrieben in Allgemein | 16 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


szmtag