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Einer für alle

von Katja Schwab, 07. April 2007, 23:00

Alle für einen

Die Erkenntnisse der sozialpsychologischen Forschung sind zahlreich, was die positiven Effekte des Zusammenhaltes innerhalb von Gruppen betrifft:

Zusammenhalt erhöht die Kooperation, weshalb es günstiger ist persönliche Belohnungen vom Gruppenergebnis abhängig zu machen. Zusammenhalt bedeutet sozialen Einfluss. Ein Handeln entsprechend der Gruppennormen ist wahrscheinlicher, wenn man sich mit der Gruppe identifiziert. Zusammenhalt erleichtert Stresssituationen.

Aber was zum Teufel hält eine Gruppe zusammen?

Ein amerikanisch-ungarisches Forscherteam fand heraus, dass die Stabilität einer Gruppe von ihrer Größe abhängt.

Kleine Gruppen sind dann am stabilsten, wenn sie auf einigen wenigen intensiven und dauerhaften Beziehungen basieren. Große Gruppen benötigen hingegen einen häufigen Wechsel der Mitglieder und dynamische Veränderungen, um möglichst lange zu bestehen. (...) Die Ergebnisse könnten nach Angaben der Forscher helfen, die Struktur und die Entwicklung von Gesellschaften besser zu verstehen.

Die Wissenschaftler um Vicsek analysierten Kontakte und soziale Wechselwirkungen anhand von zwei verschiedenen Netzwerken und packten ihre Erkenntnisse in eine Formel, mit der sich die Stabilität einer Gruppe vorhersagen.

"Stabilität. So ziemlich das Unstabilste, was es gibt." Wolfram Weidner

Quelle: Wissenschaft.de, Was große und kleine Cliquen zusammenhält (April 2007)
Tamás Vicsek et al.: (Eötvös-Universität, Budapest) Nature, Bd. 446, S. 664





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