Heimat als sozialer Raum
Meine Großmutter wurde 1935 als zweites von vier Kindern
in einer Berliner Beamten Familie im Wedding geboren. Ihre
Kindheitserinnerungen sind schwarz-weiß-rot geflaggt. 1943 wird das achtjährige
Mädchen mit ihrer Familie ins damalige Ostpreußen, Nähe Tilsit, evakuiert. Die
Flucht vor der Roten Armee zwingt sie im Januar 1945 nach Irgendwo: zu fremden
Leuten, in fremde Zimmer, Dörfer, Städte. Flüchtlinge waren nicht sehr beliebt,
es gab zu viele davon in jener Zeit. Ihre Eltern, fest verwurzelt in Berlin,
werden ihr Leben lang ihrer verlorenen Heimat nachtrauern. Die endlose Odyssee
durch die Fremde endet im Harzvorland, in Aschersleben. Mehrmals versucht die
Familie in ihre Heimat zurückzukehren. Ohne Erfolg. » weiterGeschrieben in Alltagspsychologie | 4 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink
Koalabären und Kängurus, Sonnen-schein und Ozean. Ich bin dem Grau des Berliner Winters entflohen und habe ich mir auf der anderen Seite der Welt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Während die Menschen in Deutschland eingemummelt und ohne nach rechts oder links zu schauen die Strassen entlang hasten, begegnen einem die Australier mit ihrem charakteristischen „no worries“. Fast überall trifft man auf offene, freundliche und hilfsbereite Leute. Es scheint an der Ostküste keine Termine zu geben, die wichtiger sind als ein nettes Gespräch mit Fremden. The grass is always greener at the other side sagen die Australier.

