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Das sinkende Schiff

17. Februar 2010, 16:20

Komplexe Kausalketten vom eigenen Handeln hin zum großen Thema Klima lassen sich im Alltag leicht verdrängen. Zumal der Kampf für das Klima ein alltäglicher, unspektakulärer Kampf ist. Wie wird sich eine Familie entscheiden, die um die Umweltschädlichkeit von Flugzeugen weiß, aber die Osterferien gerne in Frankreich verbringen möchte? Um die Atmosphäre vor dem Kollaps zu retten, müssten viele von uns ihr Verhalten umstellen. Die individuelle Investition birgt allerdings Risiken: Wenn es uns nicht alle gleichtun, verlieren wir unseren Einsatz und müssen die Folgen trotzdem tragen. » weiter

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Über die Wirkung von Stimme und Sprache

03. Februar 2010, 15:44

Der Büchermarkt ist voll von Ratgebern zur persönlichen Weiterentwicklung. Goldene Strategien und Praxistipps in Beruf und Alltag versprechen den Erfolg und taugen mit ihren Floskeln und Formeln wenig. Der Titel von Hartwig Eckerts Buch "Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden?" lehnt sich an einen bekannten Werbeslogan an, der bereits in allen möglichen Varianten in den Medien breitgetreten wurde. Der Untertitel "Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation" ließ ebenfalls in Anbetracht der Masse an Ratgebern mit ähnlichem Titel nichts Gutes erwarten. ... (weiter)


Rezension zu „Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden? Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation“ von Hartwig Eckert (2010), München: Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co KG, 219 Seiten.

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Älter und verliebt (Teil 2)

28. Januar 2010, 22:41

Katrin, 53 Jahre, geschieden nach zwei Ehejahren, zwei erwachsene Kinder, drei Enkelkinder, niedergelassene Ärztin
Hans, 49 Jahre, nie verheiratet, zwei Kinder lebend bei der Mutter, Dipl.-Ingenieur

Katrin und Hans sind seit einem Jahr und zwei Monaten ein Paar. Wegen der räumlichen Entfernung sehen sie sich nur am Wochenende.

Liebe im Herbst des Lebens Hans: Katrin hat unseren Jahrestag vergessen. Es hat mich ein wenig enttäuscht, dass dieser Tag für sie eine geringere Bedeutung hat als für mich. Und ich befürchte, dass auch unsere Beziehung für sie eine andere Bedeutung haben könnte als für mich. » weiter

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Von der Ausweitung der Kampfzone

14. Januar 2010, 13:56

Konflikte sind unvermeidbar für jede Form des Zusammenlebens. Der Berühmteste aller Konfliktforscher in Europa, Dr. Friedrich Glasl, hat mehrere Bücher publiziert, die nach wie vor als Standardwerke zum Thema Konfliktmanagement gelten. Wer sich beruflich mit dem Thema beschäftigt, kommt am Eskalationsmodell von Glasl nicht vorbei. Glasls Abwärtsspirale der Konfliktentwicklung sorgt in Seminaren für leise Reflexion. Viele fragen sich insgeheim, welche Stufe sie bereits in ihren vergangenen Konflikten erklommen haben. » weiter

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Besser als Gold

12. Januar 2010, 11:53

"Der Weg ist das Ziel." Von welchem Autor diese viel zitierten Worte stammen, ist nicht exakt überliefert. Am ehesten wird diese Aussage Konfuzius zugeschrieben, der sie wahrscheinlich anders gemeint hatte, als sie landläufig bei uns interpretiert wird. Obwohl ich nur kurz ein paar einleitende Worte für den Cartoon finden wollte, könnte ich nach der Recherche der letzten Stunde eine kleine Abhandlung über die Chinesische Philosophie schreiben. Doch ein anderer chinesischer Denker sagte: "Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg", und daher zurück zum Cartoon:

Nichtlustig

©Sauer/Distr. Bulls



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In guten wie in schlechten Zeiten

05. Januar 2010, 19:03

In seinem vierten Buch „Lob der Vernunftehe“ schreibt der Systemiker und Psychologe Arnold Retzer über realistische und unrealistische Erwartungen in der Ehe. Seine „Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe“ beinhaltet die Gedanken eines Paartherapeuten, der seine Klienten sehr gut kennt und eines Ehemanns, der bereits 22 Jahre verheiratet ist. ... (weiter)


Rezension zu „Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe“ von Arnold Retzer (2009), Frankfurt/Main: S. Fischer Verlag GmbH, 298 Seiten.



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Zwischen Wissenschaft und Spiritualität

21. Dezember 2009, 14:08

"Gibt es ein Leben nach dem Tod?" und "Was ist Bewusstsein?" sind die zentralen Fragen im Buch "Endloses Bewusstsein" von dem niederländischen Kardiologen Pim van Lommel. Er gibt anhand seiner Forschung über Nahtoderfahrungen (NTE) Antworten, die sich im Spannungsfeld von Wissenschaft und Spiritualität bewegen.

Van Lommel und seine Kollegen veröffentlichten im Dezember 2001 in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" ihre Studie über NTE, die als erste prospektiv angelegte Längsschnittuntersuchung weltweit mediale Aufmerksamkeit erfuhr. Eine NTE ist definiert als ein außergewöhnlicher Bewusstseinszustand, der nach einem lebensbedrohlichen Ereignis, zum Beispiel einem Herzstillstand mit erfolgreicher Reanimation, auftritt und typische Elemente wie die Erfahrung eines Tunnels, eines Lichts, eines Lebensfilms, der Begegnung mit Verstorbenen oder der außerkörperlichen Wahrnehmung der eigenen Reanimation enthält. ... (weiter)


Rezension zu Pim van Lommel: "Endloses Bewusstsein" (2009), Düsseldorf: Patmos Verlag GmbH & Co. KG, 456 Seiten



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Der vernetzte Student

27. Oktober 2009, 15:17

Der rasante technologische Fortschritt verstärkt die Verständigungsprobleme von Jung und Alt. Viele Eltern schauen ratlos auf das digitale Treiben ihrer Kinder. Mit fehlendem Wissen geht Unsicherheit einher. Was macht mein Kind da? Begibt es

Twittern für Eltern

sich in Gefahr? "Meine Mutter weiß über das Internet nur so viel, wie sie damals über meinen frühen Zigarettenkonsum im Gebüsch beim Hallenbad wusste: sie tut es. Und es ist ungesund." schreibt eine Bloggerin. Die Blogpiloten erklären deshalb regelmäßig Fachbegriffe aus der Netzwelt in der Serie "Wie sag ich's meinen Eltern?". » weiter

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Trial and Error

17. Oktober 2009, 21:53

Wo der Mensch ist, da sind Fehler. Autounfälle gehen zu 90 Prozent auf menschliches Versagen zurück und enden häufig mit einem Anruf bei der Krakenversicherung. So wie das Fehlen eines einzigen Buchstabens das ganze Wort entstellt, können kleine Fehler zu großen Katastrophen führen. Besonders dann, wenn wir die Fehler übersehen - oder rufen Sie bei einer Krakenversicherung an? Dass uns die Details entgehen, hat aber nicht nur Nachteile. Indem wir sie vernachlässigen, sind wir in der Lage innerhalb einer Zehntelsekunde den Kern einer Situation zu erfassen. Das Problem ist nur: Wir glauben nicht daran, etwas übersehen zu haben. ... (weiter)


Rezension zu „Lechts oder rinks. Warum wir Fehler machen“ (2009) von Joseph T. Hallmann. München: Ariston Verlag. 256 Seiten



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Belohnungsaufschub

02. Oktober 2009, 12:00

In den 60iger Jahren fragte sich ein Persönlichkeitspsychologe, ob es für den Erfolg im Leben vorteilhafter sei, seinen Bedürfnissen sofort nachzugehen oder sie für ein höheres Ziel aufzuschieben. Walter Mischel, zu dieser Zeit Professor an der Stanford-Universität, entwickelte zu diesem Zweck eine Versuchreihe, die kleine Versuchspersonen vor eine schwierige Entscheidung stellt. Er gab Vier- bis Sechsjährigen einen Marshmellow mit zwei Optionen: Entweder sie können den Marshmellow sofort essen, oder sie warten 20 Minuten bis der Versuchsleiter zurückkommt und bekommen dann als Belohnung einen zusätzlichen Marshmellow. » weiter

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