Ein Impact Faktor ist nicht genug
Derzeit erleben wir einen regelrechten Boom der Bewertung wissenschaftlicher Publikationen mithilfe diverser neuer Werkzeuge. Jüngstes Beispiel, das mir in der Runde aufgefallen ist, ist die Seite Total Impact. Ebenso wie die bereits vorgestellte Sciencecard von Martin Fenner und das openSNP-Projekt von Philipp Bayer und Bastian Greshake haben sich hier einige Forscher im Zuge des Mendeley/PLoS Binary Battles zusammengetan und mit den Möglichkeiten der beiden Plattformen PLoS und Mendeley sowie eben auch anderer gespielt.
Mithilfe von Total-Impact soll auf einfache und schnelle Art und Weise der Impact einzelner Forschungsergebnisse auf großer Bandbreite angezeigt werden. Jenseits der üblichen Parameter wie Zitaten in anderen Publikationen werden hier viele weitere (Downloads, Lesezeichen, Blogbeiträge etc.) berücksichtigt. Der Journal Impact Factor aber bleibt explizit außen vor.
Dafür zieht Total Impact Daten aus folgenden Online-Formaten heran:
- der DOI-Plattform Crossref,
- der Medizinischen Literaturzentrale PubMed,
- den Metriken von PLoS,
- der Literaturdatenbank Mendeley,
- dem Portal für Präsentationen Slideshare,
- der internationalen Bibliothek angewandter Biowissenschaften Dryad,
- dem Social Bookmarking Service für wissenschaftliche Publikationen CiteULike,
- dem Bookmarker der anderen Natur Delicious,
- der Wikipedia,
- der Social Media Suche Seite Topsy,
- der Blogaggreagation Researchblogging,
- den Plattformen für Software-Entwickler GitHub und SourceForge,
und sogar nach Facebook likes und shares wird gefahndet.
So soll ein umfassendes Gesamtbild entstehen.
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