Das Schweizer Taschenmesser

20. März 2009 von Arvid Leyh in Allgemein

Braincast 152

Die Bill-Clinton-Zelle, das fusiforme Gesichtsareal, die furchtsame Amygdala: Das Gehirn scheint aus lauter hochspezialisierten Modulen zu bestehen, eine Art Schweizer Taschenmesser zu sein. Braincast 152 diskutiert dieses Modell.


MP3 File Dauer: 25:38

Hier zwei Links zum Thema, einmal zum Skeptic-Magazine, dann zu Website von Michael Shermer himself.

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Wir beginnen mit EASE mit Reverie (The Cutdown Mix). Etwas asiatisch ist Lost in Tokyo von easyflow, während Houie D. mit Time genauso wie Still Down des Maido Project ein netter Teppich ist. Der Abschluss findet statt in einer typisch amerikanischen Fernsehbar: Nashville von Freddy V.


Ein Kommentar zu “Das Schweizer Taschenmesser”

  1. Dipl.Math.Stefan Pschera Antworten | Permalink

    Der Zweifel am funktionellen Areal

    Ändert sich da etwas Grundsätzliches? Aus Lehrbüchern kenne ich die Gliederung in funktionelle Zentren. Später wir dies relativiert. Irgendwie ist die Funktion im Zusammenspiel vieler struktureller Teile verborgen. Jetzt geht vorsichtig noch weiter. Alles ist dynamisch, nicht an feste Strukturen gebunden. Engramme sind in Aktivitätsmustern verborgen, so das Ergebnis aus Hirnscans. Also, so die logisch konsequente Folgerung, sind speziellen Erregungsleitungen die funktionellen Teile. In den synaptischen Verbindungen sind Engramme und damit Funktion gespeichert. Der Erfolg und die Nutzung dieser Verbindungen prägt die Struktur, die Areale, Kerne usw.
    Warum fällt das Umdenken so schwer und zieht sich über Jahrzehnte hin? Weil eben das Denken in die sichtbare Anatomie prägt. Gegenüber Maschinen gab es keine funktionellen Plan vorab. Stück für Stück und aufwendig wurde und wird die Struktur des Gehirns erkannt.
    Dieses sichtbares Teil macht dies, jenes das. Aber die Erregungsleitungen kümmern sich nicht um strukturelle Grenzen. Diese laufen einfach durch, eben vorgeprägt durch ihre Nutzung und Erfolg. Diese determinieren.

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