The Hard Problem

23. November 2007 von Arvid Leyh in Philosophie

Braincast 96

Wie Neurone Bewusstsein erschaffen, wie der Geist dem Fleisch entspringt, ist eine bislang nicht zu beantwortende Frage und wird daher in der Philosophie als "hard problem" bezeichnet. In diesem Braincast über gefühlten Dualismus, Zombies und Zimbos kreisen wir es ein.

Weiter unterhalten wir uns mit G&G-Redakteur Steve Ayan über soziale Intelligenz und die Frage, woran man sie erkennt.

Nach wie vor läuft das Gewinnspiel mit der Frage, wie viele Zeichen die Abschrift sämtlicher Braincasts bis Episode 99 haben wird – ein Frage, mit der ich mir selbst auf die Schulter klopfe, also bleiben Sie nicht zu tief und schreiben Sie dazu, ob Ihre Zahl inklusive oder exklusive Leerzeichen zu verstehen ist. Schreiben Sie bitte auch die Adresse mit dazu, die ich natürlich vernichte, so Sie nicht gewinnen. Andernfalls muss ich 103 Mails an die Gewinner schreiben und das möchte ich vor Weihnachten doch gerne vermeiden.Einsendeschluss ist der 15.12., die mail al (at) nurindeinemkopf (Punkt) de

Hier die Links zu den Gewinnen, zum einen das Gehirn&Geist Dossier Bitte mit Gefühl, dann der Hauptpreis, ein Braincast-Hoodie, das ich Ihnen auch gern umdesigne, so gewünscht. Zweiter und dritter Platz sind frei wählbare T-Shirts.

Schwere Probleme brauchen leichte Musik: wir traben durch die Prärie mit Ardent Octopus und Spot, bleiben dann bei der Gitarre, hier etwas cooler und als Überbleibsel des Schlaf-Braincast: Beau Hall mit No Sleep. Vielleicht als Ausdruck unseres Unglaubens noch Jamais vu von Crush. Und als Ausdruck unseres Optimismus das viel zu kurze The First Light von Anthony Burbidge.


MP3 File

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2 Kommentare zu “The Hard Problem”

  1. Uwe Kauffmann geb. Riemann Antworten | Permalink

    Hard Problem

    Hard Problem

    Wahrnehmung im Dunklem.
    Wenn bei einem normal sozialisierten Menschen, das Ich eine Funktion der Wir ist, so ist es wohl notwendig, zur Wahrnehmung des persönlichen Vorteils, die Funktion, des Ichs (im Wir), an der eigenen Person abzugleichen.
    Ein Bewusstsein, bringt Vorteile, bei einer Evolution, durch Motivation.

    Zombie
    Friede, Freude, Eierkuchen ist wohl nicht das was fehlt, wenn ein Zombie vorliegt. Wohl eher ist der Entzug des selben, dass was das Leben so wenig sicher macht.
    Die mangelnde Verlässlichkeit des Ichs, ist wohl etwas, was solche Menschen zum Es greifen lässt
    (Nicht die eigenen Wünsche lenken das Leben, sondern das Verhalten, welches allgemein moralisch vertretbar scheint (in der Annahme:“Was du nicht willst, was man dir tut, dass füge auch keinem Andrem zu)).
    Auch eine Auflösung im Wir scheint möglich, setzt aber voraus, das dieses Verhalten, von der Umwelt akzeptiert wird!
    Eine nicht vorhandene Persönlichkeit, sorgt dafür, das es auch keine, von ihr gesteuerte Filter gibt,
    die Wissens und Persönlichkeitsbildung formen.
    Soziale Abläufe können mittels der Wahrnehmung, als Phänomen, modellartig betrachtet und verarbeitet werden.
    Der Zombie ist aber genauso wenig, wie der normale Mensch, dazu in der Lage, seine Emotionen selbst zu beeinflussen.
    Er nutzt die Datenlage dazu sich Freiräume zu schaffen und die persönliche Sicherheit auszubauen.
    Die Frage ist nicht die Abwesenheit des persönlichen Erlebens, sondern dessen Qualität und somit, die Intensität des Lebens (Emotionen), im positivem wie negativem Sinne.

    Normalo, Zimbo, Zombie ist für mich eine Frage der Intensität, dieser Vorgänge.

    Gelegenheitszimbo, Zimbo ( Jemandt der den Vorgang, zur Kulturtechnik verfeinert hat.), Zombie
    (Jemand der am Vorgang zerbrochen ist, und mit einer Therapie, eine Option aufs zimbosein hat.)

    Sämtliche Koordinaten
    Nun ist es wohl möglich, die Funktionen sämtlicher Hirnregionen zu erforschen, deren Zusammenarbeit zu klären und die meisten neurologischen Phänomene zu erforschen.
    Meiner Meinung nach, zieht die Psychologie ein Netz von virtuellen Maschinen, Software gestützten Servern und Client-Serverbeziehungen, über diese Struktur.

    Es ist wahrscheinlich nicht immer möglich aus den Ergebnissen der Datenverarbeitung, schlüssig die Funktion der Hardware zu analysieren.

    Gruß Uwe

  2. Arvid Leyh Antworten | Permalink

    Zombies

    Hallo Uwe!

    Auch wenn ich Interpretation und Tendenz verstehe, hast Du hier doch einiges verrührt - vermutlich aufgrund meines Behördenwitzes.

    Die Zombies, die Chalmers meint, sind philosophische und haben tatsächlich kein Bewusstsein, keine Qualia, nichts. Also mehr Roboter als ... sagen wir ... mmmmh ... Gestapowachtmeisterstasidenkverweigerungsunteroffizier. Oder so.

    Aber das Wort "Gelegenheitszimbo" werde ich irgendwann noch mal verwenden. Vielleicht, wenn es über Dummheit geht.

    Viele Grüße!
    Arvid

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