AKTUELLE POSTS brainlogs

 
 

Einstürzende Eselsbrücken, oder: Der Tod der Bilder

stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus Einleitung Zur Anatomie gehören die Leichen. Neuerdings aber auch die Wortleichen. Ein Essay über "Mors verborum", das Versterben der Verben, den Worttod, das Verbsterben. Und über den Tod der Bilder und die Dunkelheit und die Leere. Und eine Klage über den Eintritt ins post-nominalistische Zeitalter. Der Tod der Bilder - Dialog I Prüfung in der mikroskopischen Anatomie. Eine Studentin. Zwischen ihr und dem von ihr ersehnten Schein stehen einstweilen noch: Ich (der Prüfer), ... weiter

 

Lichtgrenze – Highlight und Wort des Jahres 2014

Das Wort des Jahres 2014 ist "Lichtgrenze". Zum 25. Jubiläum des Berliner Mauerfalls ließen die Brüder Christopher und Marc Bauder die Mauer für drei Tage wieder auferstehen - als Lichtband, das am Ende in den Himmel entschwebte. Rückblick auf dieses bewegende Wochenende. Nur ihre Konturen waren in der Dämmerung zu sehen, während die Instrumente immer mal wieder im Licht der Ballons aufblitzten. Auf dem ehemaligen Todesstreifen im Mauerpark spielten Straßenmusiker "Cariñito", einen alten Hit aus Peru. Menschen aus aller Welt flanierten und ... weiter

 

Guten Morgen, liebe Sorgen

Sorgen begleiten unser Leben. Was bringt uns das Morgen? Wir sorgen uns um unsere Sicherheit, unsere Gesundheit, unsere berufliche Situation, unsere sozialen Beziehungen und vor allem um unsere Kinder. Klimawandel, Krisenherde, Arbeitslosigkeit, steigende Staatsschulden, unsichere Renten, Kriminalität nehmen wir als Bedrohungen unserer Sicherheit und Gesundheit wahr. Für Grübeleien gibt es ebenfalls reichlich Anlass: falsche Entscheidungen, verpasste Gelegenheiten, ungelöste Konflikte oder wie andere uns sehen und bewerten – all diese Dinge können unser alltägliches Leben beeinflussen. Man braucht eine große innere ... weiter

 

Klimakonferenz in Lima: Scheitern mit Ansage

Das Abschlussdokument der aktuellen Klimakonferenz in Lima geriet zu einem Meisterwerk der Diplomatie. Die Konferenzleitung sah sich folgender Aufgabe gegenüber: Wie schaffen wir ein für alle annehmbares Schlussprotokoll, wenn die Staaten völlig zerstritten sind. Die geniale Lösung: ein optimistisch klingendes und zugleich völlig nichtssagendes Dokument, das niemandem auf die Füße tritt. So hatten alle ihr Gesicht gewahrt und konnten zufrieden nach Hause fliegen. Aber das ist auch die einzige gute Nachricht. Denn realistisch betrachtet ist die Konferenz gescheitert. Wir brauchen ... weiter

 

Nachgefragt: Was steht an im Monat Dezember? Teil 2

1. Ich bin... 
in der Bernstein Koordinationsstelle verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Neben der Erstellung von Pressemeldungen und Printprodukten wie unseren Newsletter und der Organisation von Veranstaltungen für die Öffentlichkeit bin ich für diesen Blog zuständig. Eine interessante Erfahrung, die viel Spaß macht! 2. Diesen Monat möchte ich mich darauf konzentrieren, 
den nächsten Kurzfilm für unsere Bernstein TV-Reihe fertig zu stellen. Er handelt um die Erforschung der Gitterzellen in der Arbeitsgruppe von Michael Brecht am Bernstein Zentrum Berlin. Sie ... weiter

 

Nachgefragt: Was steht an im Monat Dezember? Teil 1

Zur Weihnachtszeit haben wir beschlossen, gleich zweimal nachzufragen. In einem "Duett" berichtet ein Wissenschaftler und eine Mitarbeiterin der Bernstein Koordinationsstelle, was bei ihnen im Dezember ansteht. Hier das erste Interview: 1. Ich bin Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Professor für Computational Neuroscience and Computational Vision an der Goethe Universität in Frankfurt am Main und Mitarbeiter des BFNT Frankfurt. 2. Diesen Monat möchte ich mich darauf konzentrieren, ... die Studie „The development of cortical circuits for motion discrimination“ ... weiter

 

Wenn wissenschaftliches Potenzial (nicht) erkannt wird

Heute gibt es wieder ein Fundstück aus der Kategorie "Unterhaltsames", und zwar einen äußerst originellen Artikel, der es in ein Journal mit Peer Review geschafft hat. Die sprachliche Qualität ließ zwar ein wenig zu wünschen übrig, aber dennoch waren sich die Herausgeber einig, dass dieser kreative Ausdruck wissenschaftlichen Potenzials es verdient, publiziert zu werden. Bei Wissenschaftlern kommt es auf die Länge an – nämlich die der Publikationsliste. Besonders relevant sind Artikel in Fachzeitschriften, die von Kolleginnen und Kollegen begutachtet werden; ... weiter

 

Blog Hochbegabung – ab jetzt aus dem Ruhrgebiet!

Nach einem kurzfristigen beruflichen Wechsel und einem ebensolchen Umzug ins schöne Ruhrgebiet forsche und lehre ich nun als Vertretungsprofessorin an der Universität Duisburg-Essen. Das ist auch der Grund für meine etwas längere Funkstille – es gab einfach echt viel zu tun, sowohl, was die Vorbereitung der Lehre angeht (meine erste Vorlesung!), als auch, was den Umzug selbst betrifft (man macht sich ja vorher wirklich kein Bild, wie viel Kram sich über die Jahre so ansammelt!). Die Ideen zum Thema Hochbegabung ... weiter

 

Bewusstsein AUS – Bewusstsein AN

In einer bisher kaum wahrgenommenen Arbeit zeigten Epileptologen kürzlich, dass die elektrische Stimulation eines sehr eng umgrenzten Hirngebietes das Bewusstsein umgehend abschalten kann. Damit liefern sie einen interessanten Beleg für eine von Francis Crick (kurz vor seinem Tod) und Christof Koch formulierte und im Jahr 2005 publizierte These über eine recht unscheinbare und schwer zugängliche Hirnregion, die ein wichtiges neuronales Substrat des Bewusstseins sein könnte. Die erwähnte Arbeit erschien in diesem Jahr als "Brief Communication" in der Zeitschrift "Epilepsy & ... weiter

 

Die höchste Form des Glücks – über Selbstwertgefühle und Verrücktheit

Michaela Brohm Ganz in sich ruhen, bei sich angekommen zu sein, behaglich sein mit dem, wie man ist. Ein 'so bin ich eben'. Die höchste Form des Glücks. Leicht gesagt, denn wir sprechen hier gerade über das positive Selbstwertgefühl. Selbst-Wert. Doch so schwer getan nun auch wieder nicht, denn wir können tatsächlich was tun. Und zwar nicht mit dem einen gigantischen Schritt, sondern in vielen kleinen Schritten und mit einem gerüttelt Maß an Mut. Doch dazu später. Sehen wir uns ... weiter

 

Das Leid mit den Hausaufgaben

Philipp besucht die 4.Klasse einer Grundschule, ist pfiffig und kontaktfreudig, ein guter Denker und hochbegabt. Schwierigkeiten bereitet ihm das Erledigen von Hausaufgaben, was letztlich seit dem 2.Schuljahr – mit Schwankungen – ein den Nachmittag belebendes Element sein kann. Die ganze Familie hat gelegentlich etwas von Philipps Hausaufgaben … Hausaufgaben dienen meist zweierlei: Zum einen würden Hausaufgaben methodisch-didaktisch betrachtet, also in erster Linie auf die Vorbereitung, Ergänzung oder Nachbereitung des Unterrichtsstoffes bezogen, um die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Schülerinnen und ... weiter

 

#scilogs14 – Herbstpremiere

Einmal jährlich treffen sich die SciLogs-Blogger im Pfälzer Deidesheim auf Einladung von Spektrum der Wissenschaft zum Austausch und zur Weinprobe. Diesmal war es das erste Mal im Herbst. Die letzten bunten Blätter hängen noch an den abgeernteten Rebstöcken. 20 Monate sind seit dem letzten Bloggertreffen vergangen. Eine lange Zeit. Eine andere Jahreszeit. Würden wir uns überhaupt noch offline (wieder)erkennen, um in diesem Jahr erstmals im Herbst den legendären Geist von Deidesheim zu beschwören? Beim Anmarsch auf unsere Tagungsstätte fällt der ... weiter

 

Leben wir in der Endzeit?

In einer aktuellen Umfrage erklären 49% der US-Amerikaner, dass sie die jüngsten Naturkatastrophen für ein Zeichen der in der Bibel erwähnten Endzeit halten. 62 % lasten sie der globalen Erwärmung an. Die Umfrage erlaubte es, beide Ursachen anzugeben. Eine ganze Reihe von Amerikanern glauben also offenbar an einen endzeitlichen Klimawandel. Für die übrige Welt ist das eine schlechte Nachricht. Als rational denkender Europäer ist man ist zunächst geneigt, dieses Ergebnis der Befragung anzuzweifeln. Viele Umfragen stützen sich heute auf das ... weiter

 

Große Wissenschaftler ≠ Gut in Mathe ?

Es sei bei weitem leichter für einen Wissenschaftler, eine benötigte Zusammenarbeit mit einem Mathematiker oder Statistiker anzugehen, statt umgekehrt für einen Mathematiker, einen Wissenschaftler zu finden, der seine Gleichungen benutzen kann. So äußerte sich 2013 der Biologe Edward O. Wilson im The Wall Street Journal. Diese Aussage reflektiert nach Hans Othmer, Professor für Mathematik an der University of Minnesota, das völlige Unverständnis der Rolle der Mathematik in der Wissenschaft. 1996 habe ich bei Hans Othmer Vorlesungen über mathematische Biologie gehört. Heute Abend kann ... weiter

 

ProtreptiCast06: Wozu noch Philosophie?

ProtreptiCast -- Hörbar Philosophie Am 20. November 2014 fand der zweite Philosophie Slam der Uni Stuttgart im Club Zollamt statt. Diesmal habe ich nicht -- wie im letzten Jahr -- darüber berichtet, sondern selbst teilgenommen. Das Ergebnis (das ich im Nachhinein noch einmal aufgezeichnet habe), ist hier zu hören.   EPISODE 06: Wozu noch Philosophie http://www.gedanken-schmieden.com/podcasts/pc06_wozu_noch_philosophie.mp3   DOWNLOAD: MP3 Audio 8 MB OGG Audio 9 MB   RSS Audio Podcast Feed: MP3 OGG DAUER: 8:30 Minuten.   TECHNIK UND BEARBEITUNG: ... weiter