AKTUELLE POSTS brainlogs

 
 

Das wertvolle Geheimnis wirksamer Menschen

Michaela Brohm Ja, wertvoll ist es. Und so schlicht. Wirksam wollen wir sein. Wirkungsvoll. Neue Aufgaben angehen und dranbleiben - auch wenn es heikel wird. Nicht aufgeben. Sich auch von hohen Hürden nicht schrecken lassen. Dinge voran bringen. Und wie das? Eine wichtige Antwort liefert unser Maß der „Selbst-Wirksamkeits-Erwartung“ (SWE). Sie zeigt sich darin, wie viel Vertrauen wir in die eigenen Fähigkeiten haben und wie sehr wir davon ausgehen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. So weiß der Eine, ... weiter

 

Eine Analyse der russischen Weltsicht

Welche Sicht hat Russland auf den Westen und sich selbst? In meinem Beitrag zum Ukraine-Konflikt hatte ich versprochen, den russischen Blickwinkel nachzuliefern. Hier ist er, und er ist fremder, als man annehmen würde. In der Sicht vieler europäischer Intellektueller (Beispiele: Leon de Winter oder Alice Schwarzer) entstammen die Probleme mit Russland und der Ukraine zum großen Teil dem Handeln westlicher Staaten. Das ist falsch, aber verständlich: Menschen neigen dazu, ihre eigene Gruppe zu überschätzen (Eigengruppenpräferenz), und anderen Gruppen stereotype Merkmale ... weiter

 

Vortrag morgen am MPI in Leipzig

Morgen halte ich am Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig einen Vortrag. Die Folien gibt es hier vorab. Der Titel lautet (übersetzt): „Langsam und groß: Dynamik während Migräne und Möglichkeiten der Intervention“ Weitere Informationen gibt es hier. Der Vortrag ist auf Englisch, Originaltitel und Abstract füge ich unten an. Der Vortrag besteht aus drei Teilen. Die erst zwei sind sehr kurz, ich führe knapp in einige Grundlagen der Computer gestützten Modellierung der Nervenaktivität  bei Migräne ein sowie in die ... weiter

 

Forschungsnetzwerk = Kaffeekränzchen?

Forschungsnetzwerke – sind das nicht diese Verbände, in denen sich Wissenschaftler treffen, um endlose Gesprächsrunden und noch mehr Kaffeepausen abzuhalten und am Ende springen vereinzelt ein, zwei Kooperationsprojekte dabei heraus... oder? Brauchen wir Netzwerke überhaupt – können Wissenschaftler ihre Forschungsgelder nicht einfach einzeln beantragen und alleine in ihrem stillen Kämmerlein vor sich hinwerkeln? Ich denke nicht. Nicht, weil mir Kaffeepausen so gut gefallen. Sondern weil ich in der Praxis erlebt habe, wie sie die Wissenschaft bereichern können. Bei uns im ... weiter

 

Start des Blogs “HirnNetze”

Liebe Scilogs-Autoren und Leser, Forschung geschieht weitgehend im Stillen, aber Forscher sollten auch an die Öffentlichkeit gehen um über ihre Erkenntnisse zu berichten. Daher hat das Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience den Blog HirnNetze ins Leben gerufen. In ihm werden wir aus dem „Nähkästchen“ eines großen Forschungsnetzwerks plaudern und Wissenschaftler – vom Studenten über den Doktoranden zum Gruppenleiter – zu Wort kommen lassen, die über ihren Arbeitsalltag und ihre Forschungsergebnisse berichten. Wir hoffen damit lebhafte Diskussionen mit anderen Autoren und Lesern ... weiter

 

Neuromodulation und Neuro-Enhancement: Verschmelzung

Neuromodulation korrigiert krankhafte Gehirnaktivität mittels elektromagnetischer Felder. Neuro-Enhancement verspricht Steigerung der Gehirnleistung bei Gesunden, dies kann im Prinzip auch mit elektromagnetischen Feldern geschehen. Neuromodulation und  Neuro-Enhancement strikt trennen zu wollen, beruht letztlich auf einer unzulänglichen Unterscheidung. Allgemein kann man zunächst feststellen, dass die Debatte um das Neuro-Enhancement – und viele ihrer Missverständnisse – sich dadurch auszeichnet, dass es in vielen Bereichen keine scharfen Grenzen gibt. Die Grenzen verwaschen zum Beispiel ... ... zwischen Pharmakologie und Neurotechnologie, genauer zwischen pharmakologischen Substanzen und elektrischen und magnetischen Feldern (Neuromodulation), ... weiter

 

Neurotechnologie im Kinderzimmer

Ungefähr 150 Jahre hat es gedauert. Nun ist die Neurotechnologie im Kinderzimmer ankommen. Vergleichen muss man die EEG-gesteuerten Katzenohren mit Technik, die personenbezogene Daten aufzeichnet, mit Technik zur erweiterten Realität und mit Medizintechnik. Fachkompetent eine wissenschaftliche Risikobewertungen vorzunehmen ist daher eine echte Querschnittsaufgabe.  Musik, die an die Augsburger Puppenkiste erinnert, unterlegt das Werbevideo. Es zeigt, wie moderne Neurotechnologie künstliche Katzenohren auf Mädchenköpfen montiert wackeln lässt. Das passt, es hat wirklich das Antlitz der schaurig-schönen Welt eines Marionettentheaters. Dies wird kein Strohfeuer, das kurz auflodert ... weiter

 

Mehr Zivilisation durch weniger Testosteron?

Eine Gruppe von Anthropologen um Robert Cieri von der Utah University in Salt Lake City haben Anfang August eine interessante Hypothese zur Entstehung der menschlichen Zivilisation vorgelegt1. Sie vermuten, dass vor etwa 50 000 Jahren ein verringerter Testosteronspiegel bei Männern zu einer besseren sozialen Verträglichkeit führten. Irgendwann hörten unsere entfernten Vorfahren damit auf, sich wie hirnlose Muskelprotze aufzuführen und bei jeder Gelegenheit den Schädel einzuschlagen. Stattdessen begannen sie zu lernen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. Dadurch konnte sich eine immer komplexere ... weiter

 

Ukraine-Konflikt: Von Meinungsblasen und europäischer Arroganz

Die aktuelle Debatte um den Konflikt in der Ukraine verrät erstaunlich viel über Gruppenprozesse und über die menschliche Psyche. Genauer gesagt: Über die unangenehmen Bereiche der Psyche und die gefährlichen Aspekte von Gruppenprozessen. Was in dieser Debatte übel aufstößt, ist der wütende, oft hasserfüllte Ton. Man hatte eigentlich gehofft, dass in den vergangenen Jahrzehnten die vielen Appelle an die Vernunft etwas geholfen hätten, aber offenbar vergeblich. Christian Neef, Moskau-Korrespondent des Spiegel, weiß ein Lied davon zu singen. Wie viele andere ... weiter

 

Werden bei uns die Arzneimittel knapp?

Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ ist eine Bastion seriöser Berichterstattung (meistens jedenfalls). Jetzt lese ich in der Onlineausgabe: „Lebenswichtige Medikamente in Deutschland werden knapp. Und niemand weiß, welche Arznei als nächstes fehlen wird“. Politik und Pharmaindustrie, heißt es weiter, reden das Problem klein. Müssen unsere Ärzte also damit rechnen, Patienten nicht mehr angemessen behandeln zu können, weil wir einfach keine Medikamente mehr bekommen? Das wären Zustände, wie man sie sonst nur aus Kriegsgebieten in der dritten Welt kennt. Das macht mir ... weiter

 

Auf dem Weg in eine andere Moderne: Warum die Alten studieren – und die Jungen das gut finden sollten

Michaela Brohm Vorbemerkung: Wie man lange lebt. Glauben wir dem britischen Anthropologen Ashley Montagu, so ist es die Idee des Lebens, jung zu sterben – und das so spät wie möglich. Und wie das? Wie stirbt man so spät wie möglich? Da helfen uns junge, katholischen Nonnen: Sie wurden beim Eintritt in ein Kloster aufgefordert, ihre persönliche Lebensgeschichte aufzuschreiben: Eltern, Geschwister, Schule, Freunde, Entscheidungen und, und, und. Es ist das Jahr 1930 und wir sind in den USA. Über sechzig ... weiter

 

Kreativität und Innovation im Fußball: Warum Jogis Jungs Weltmeister wurden

Vor einer Woche ist der Fußball-Weltmeistertitel an Deutschland gegangen – Zeit, die WM noch einmal Revue passieren zu lassen und zu analysieren; denn der Erfolg "unserer" Jungs war kein Zufall! Ich freue mich, dass wir zu diesem Anlass einen Gastautor gewinnen konnten: Claus Martin, seines Zeichens Musiktheaterregisseur und -komponist - und begeisterter Fußballfan. Ab dem nächsten Beitrag widmen wir uns dann wieder anderen Aspekten hoher Begabung – aber es war einfach eine tolle WM, das müssen Sie zugeben! Damit gebe ... weiter

 

Open Knowledge Festival 2014: Code for Freedom, Creativity & Collaboration!

Die Zukunft ist bei wachsender Datenflut so offen wie nie zuvor. Doch wie gehen wir am besten damit um? Donnerstag endete das Open Knowledge Festival 2014 (#OKFest14), auf dem sich Anhänger des freien Wissens aus aller Welt für drei Tage in der Kulturbrauerei in Berlin austauschten. Ich war am letzten Tag dabei. Ein kleiner Einblick. #OKFest14 mit der wohl besten Berliner Mauer – aus Pappkartons zum Mitgestalten und Mitnehmen. In den ziegelroten Gründerzeitgemäuern wird schon lange kein Bier mehr gebraut, sondern ... weiter

 

Intelligenz, Update

Braincast 337 Ist Intelligenz ein Plural oder ein Singular? Nachdem wir vor einiger Zeit den Plural besprochen haben, kreisen wir hier den Singular der allgemeinen Intelligenz ein – auch in seiner innerhirnigen Manifestation. Und: keine Angst – der dazugehörige Test ist harmlos und stark reduziert. [iframe src="http://www.hipcast.com/playweb?audioid=P1be7ceaec1ec6ad07b22d3a2f4ba9e4cZ1p9R1REZmZ0&buffer=5&shape=6&pc=CCFF33&kc=FFCC33&bc=FFFFFF&brand=1&player=ap21" height="20" width="246" frameborder="0" scr olling="no"] MP3 File Dauer: 20:09 SHOWNOTES Intelligente Musik – naja, für diesmal habe ich den Jazz umgangen und mich im eher leichtfüßigen bewegt, auch fernab der aktuellen politischen Situation: ... weiter

 

19 Vorträge über Migräne und Mathematik

Der Workshop "Cortical Spreading Depression (CSD) und verwandte neurologische Phänomene" im Fields Institute in Toronto, Kanada, ist zu Ende. Alle Vorträge sind hier online verfügbar. Als historischen Einstieg kann ich den ersten Vortrag von Bernice Grafstein empfehlen. Dr. Graftsein ist eine ehemalige Präsidentin der Gesellschaft für Neurowissenschaften, z.Z. ist sie Vizepräsidentin der Grass Stiftung und Professorin für Physiologie und Biophysik (Vincent und Brooke Astor Distinguished Professor) am Weill Cornell Medical College, New York City, USA. Dr. Grafstein spricht über die ... weiter