Der gentechnische Sündenbock

18. Januar 2012 von Jörg Ewers in Allgemein

(Grüne) Gentechnik ist nicht diskutierbar.
Ich hab es oft versucht und noch öfter habe ich Diskusionen über Gentechnik verfolgt. Es ist nicht möglich. Dieser Artikel fasst dieses Problem sehr gut zusammen. Drüben bei Martin hat Christian Dürnberger schon mal ähnliches präsentiert.

Die meisten Argumente in solchen Diskusionen haben mit der Gentechnik an sich wenig bis gar nichts zu tun. Profitorientierung ohne Rücksicht auf Gesellschaft oder Individuen ist keine Ursache der Gentechnik. Genpatente sind keine Ursache der Gentechnik. Verschuldete Bauern sind keine Ursache der Gentechnik. Industrielle Landwirtschaft hat ihre Ursache nicht in der Gentechnik.

Trotzdem geht man lieber genfrei, wirbt für gentechnikfreie Gebiete, anstatt sich ernstlich um solche Probleme zu kümmern. Grüne Gentechnik ist anscheinend der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich einigen konnte.

BASF dürfte das ebenfalls so sehen, hat sie doch ihre Pflanzengentechnikforschung aus Europa abgezogen. Für Amflora wurde die Zulassung 1996 beantragt, für den Verkauf angebaut wurde sie bis heute nicht, obwohl sie nur zur Papierherstellung verwendet werden sollte.

Ein Unterschied zwischen profitorientierter Forschung der Industrie und grundlagenorientierter Forschung des Staates wird nicht gemacht. Differenzierte Auseinandersetzung mit den Chancen, Möglichkeiten und auch Risiken der Gentechnik findet in der Öffentlichkeit nicht statt.

Die grundsätzliche Diskussion sucht man vergebens.

Wie die Nahrungsmittelproduktion auf der Welt geregelt werden soll, ob Nahrungsmittel ernsthaft Spekulationsobjekt sein dürfen, ob Nahrungsmittelproduktion ein Spielball des Marktes sein darf, wird wenig diskutiert. Patente auf Gene und industrielle Saatgutproduktion verschleiern nur, das auch der patentverwandte Sortenschutz bereits Chancen bietet rein profitorientiert Verbraucherwillen zu negieren.

Wie Pflanzen gezüchtet sein sollen, welche Methoden und Techniken dabei angewendet werden dürfen, verengt sich ebenfalls auf Gentechnik. Mutationszüchtung, molekularbiologische Techniken, sofern sie keine artfremden Gene einbringen, fallen gänzlich durch das Raster der Gentechnikkritik. Das auch eine veritable Cobaltkanone das ein oder andere Genom durchmischen und untersuchungswürdige Risiken produzieren kann wird ebenfalls kaum diskutiert, man freut sich über die hübschen neuen Blumen.

Und auch das Misstrauen wird nicht thematisiert. Das Zulassungsverfahren und Sicherheitsstudien nicht getraut wird, liegt auch an der grundsätzlich unterstellten Korruption. Allein über das Beschweren hinaus kommen die Wenigsten.
Gerne wird über "die da oben" geschimpft. Trotz eines Anteils von mind. 30% Nichtwählern scheint man sich trotzdem nicht vorstellen zu können aktiv Verbesserungen zu erreichen.

Letztlich ist das auch das Problem der Diskussion über wissenschaftliche Argumente pro/contra Gentechnik. Wissen über Molekularbiologie; was ist ein Gen, was ist eine Proteinbiosynthese, was ist ein Promotor, ist nicht selbstverständlich. Oft wird dieses mangelnde Wissen aber auch während oder vor einer Diskussion über die Thematik nicht eingeholt.
Lieber folgt man dem Geld. Ein leidliches Argument in einer Welt, in der man Geld verdienen muss um sein Essen, seine Unterkunft und seine Kleidung zu bezahlen.

Nun ist die grüne Gentechnikforschung von BASF weg. Die grüne Gentechnik an sich wird aber nicht verschwinden. Weltweit steigt der Anbau solcher Pflanzen und als Lebensmittelimporteur hat Deutschland irgendwann die Wahl Selbstversorger zu werden oder sich weiter auf Konflikte einzustellen.

Ich gebe zu, in dieser Hinsicht bin ich eher pessimistisch.


50 Kommentare zu “Der gentechnische Sündenbock”

  1. Chris Antworten | Permalink

    Da muss ich ja glatt mal kommentieren! Erstmal danke für das Blog, ich lese hier sehr gerne mit und es ist meistens sehr interessant hier (wie eigentlich die ganzen Scilogs!).

    Die Gentechnikgegner sind nicht nur Leute, die nicht wissen das 'auch normale Tomaten Gene enthalten".
    Unter deren Argumenten die ich teilweise für sinnig und wichtig halte befinden sich viele die sich nicht speziell mit der Technik befassen wie Sie sehr richtig schreiben.
    Aber was ist zB. mit dem verstärkten Auftreten von Resistenzen bei Schadorganismen? Oder ist das auch nur einem bestimmten Anwendungsgebiet geschuldet welches nicht gegen die Technik an sich spricht? Was ist mit der Auskreuzung wenn die Pflanzen im großen Stil angebaut werden? Vielleicht ist es wirklich nicht weiter schlimm, aber ich gewinne den Eindruck daß diese Frage viele Befürworter gar nicht erst zu interessieren scheint, was schade ist.

    Ich bin selber nicht grundsätzlich gegen (grüne) Gentechnik eingestellt, finde das Thema sehr spannend und versuche mich wie bei allem was mich so interessiert ideologiefrei und ohne Denkverbote zu informieren.
    Ein Ende der Forschung auf diesem Gebiet würde ich genauso bedauern wie in allen anderen Bereichen der Wissenschaft, schon alleine weil es so verdammt spannend ist und ich ziemlich neugierig bin was man noch so alles herausfinden und schaffen kann bevor das nächste Mittelalter ausbricht.

    Ich gewinne leider den Eindruck, daß mir die objektive Informationsgewinnung nicht nur von Seiten dogmatischer Gegner erschwert wird, auch das Verhalten und die Argumente der Befürworter lassen meiner Meinung nach eine Menge Fragen offen.
    Gibt es denn irgendwo einen Ort beide Seiten sich mit den Argumenten des jeweiligen Gegners offen und fair auseinander setzen und nicht nur die offensichtlich dämlichsten herauspicken, nur um den Gegner nieder zu machen?

    Wer die Unterstützung der Gesellschaft für seine Projekte haben will muss dafür auch etwas tun. Elitäre Überheblichkeit (die sich oft sicher auch unbeabsichtigt einschleicht) hilft garantiert nicht weiter. Bunte Hochglanzbroschüren von BASF oder Monsanto auch nicht. Wenn Greenpeace oder der BUND oder wer auch immer etwas zum Thema veröffentlichen stehen da meistens gut erklärte Inhalte und Argumente drin (die richtig sein mögen oder auch nicht).
    Von den Befürwortern der Gentechnik kommt da kaum etwas, oder ist das alles an mir vorbeigegangen? Dürfte doch nicht so schwer sein falsche Argumente zu widerlegen, hier geht es schließlich um Naturwissenschaften und nicht um Theologie (naja, theoretisch. aber die Fanatiker kann man ja erstmal außen vor lassen)!
    Und wenn sich das ein oder andere Argument doch als stichhaltig erweist sollte man das dann auch eingestehen und versuchen die Probleme aus der Welt zu schaffen.
    Es gibt genug offene Fragen und die gebetsmühlenartig wiederhohlten Forderungen nach Deregulierung und der Behauptung das weitere Sicherheitstest etc. nicht nötig sind wecken nicht gerade Vertrauen bei Leuten die wenig Ahnung von der Materie haben aber einen ziemlich guten Überblick über die Vorgeschichte einiger der stärksten Befürworter.

    Begrüßenswert fände ich es auch wenn sich öfter mal mit Gentechnik beschäftigte Biologen auch zu Fragen äußern würden die direkt mit dem Einsatz der Gentechnik zusammenhängen, zB Patente und Konzernpolitik. Man kann den Leuten ja durchaus klar machen daß man einen Hammer nicht nur zum Einschlagen von Köpfen verwenden muss sondern unter Umständen auch produktiv und sinnvoll einsetzen kann.

    Ich für meinen Teil würde es begrüßen wenn man auf meine Sorgen und Bedenken eingehen würde und man mir auch mal nachsieht daß ich nicht immer Zeit habe mir soviel Wissen zu dem Thema anzulesen wie anscheinend von manchen erhofft wird, ich bin nämlich vollauf damit beschäftigt Landwirtschaft zu studieren, da bleibt (leider!) nicht so viel Zeit für die Tiefen der Molekulargenetik oder das durchforsten von in einem Klo mit der Aufschrift "Bissiger Leopard" verstauten Versuchsergebnissen von Monsanto und Co.

    Soviel auf die Schnelle von mir dazu, ist leider etwas lang geworden, das Thema brennt mir aber schon lange unter den Nägeln und hier hab ich zufällig mal jemanden gefunden dem ich es vor den Latz knallen kann. =)

  2. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Glauben ist stärker als Vernunft

    In den USA verzehrt praktisch jeder Bürger jeden Tag etwas genmodifiziertes, hier aber in Europa, speziell Deutschland, stößt man z.B. Auf scilogs auf Kommentare der Art: "
    Willst Du deine Kinder der Gefahr von GM-Nahrung aussetzen?"
    Natürlich stecken hinter solchen Haltungen zutiefst unaufgeklärte Menschen. Aber die Aufklärung hat es nur bis ... Geschafft.

  3. Daniel Antworten | Permalink

    Fehlendes Grundlagenwissen

    Moin moin Jörg,

    Du hast mit Deinen Anmerkungen meine vollste Zustimmung.
    Am meisten stören mich in den Gentechnikdiskussionen die Argumente, die nichts mit der Gentechnik zu tun haben.
    Sei es, dass ins Feld geführt wird, Landwirte seinen beim Einsatz von GV-Pflanzen gezwungen immer neues Saatgut zukaufen, da frage ich mich wo ist die Kampagne gegen Hybridsaatgut?
    Sei es, dass vor einer wilden Vermischung von GV-Samen mit herkömmlichen Saatgut gewarnt wird. Da frage ich mich, wie schaffen wir es in der konventionellen Züchtung sortenreine Partien hinzubekommen.
    Sei es das in breiten Teilen der Bevölkerung nicht gewußt wird, dass Züchtung immer etwas mit Genveränderung zu tun hat. Nur so lassen sich Eigenschaften ändern.
    Die Reihe könnte ich beliebig fortsetzen.

    Der Vorteil an der Gentechnik ist, dass man gezielt eingreifen kann, anstatt zu warten bis genau dasselbe zufällig passiert. Man schaut auch auf den Fahrplan bevor man in den Zug steigt und fährt nicht planlos durch die Gegend um dann irgendwann zufällig dort anzukommen, wo man hin möchte.
    Es ist bedauerlich, dass es in Deutschland nicht gelungen ist, der breiten Bevölkerung das "Fahrplanlesen" der Forscher zu erklären.

    Einen guten Kommentar habe ich aber im Tagespiegel zur BASF Entscheidung gefunden:
    http://www.tagesspiegel.de/...te-zone/6078204.html

  4. Martin B. Antworten | Permalink

    Da haben sich unsere Artikel ein wenig überschnitten, aber was soll's – meinen hatte ich gestern schon angefangen ;)

    Hast aber einen Link spendiert bekommen.

    @Daniel: Sehr schöner Kommentar! Den Link habe ich unten an meinen Artikel angefügt.

  5. Jörg Antworten | Permalink

    @Martin Holzherr

    Man könnte auch sagen, in den USA läuft seit 1996 die größte Langzeitstudie was pauschale Gesundheitsrisiken von gvPflanzen angeht.

    @Daniel

    Das sind alles Argumente, die man immer wieder anbringt, die aber meistens nicht in der Lage sind die diffuse Ablehnung zu durchbrechen. Die vorgefertigte Meinung ist mittlerweile gut eingeimpft, die zu hinterfragen müsste jeder sich selbst aufmachen.

    @Martin.B

    Ja wobei mein Beitrag sich eigentlich aus dem Gesichtspalmengarten ergab, als wir vor ein paar Tagen mit dem schleswigholsteinischen Spitzenkandidaten der Piraten über ihren gentechnikfrei-Wahlkampfpunkt sprachen.
    Das war wieder der Inbegriff des "am Thema vorbei".
    Und es hat sich auch dort wieder gezeigt, das man blind Standpunkte vermeintlicher "Experten" übernommen hat.
    Hab dir aber auch noch nen Link spendiert ;)

  6. Gustav Antworten | Permalink

    "Genfrei" ist ja auch eine wirklich gute Formulierung... Hirnfrei, ja, dass denk ich mir bei denen die "Genfrei" fordern.

    Ähnlich sind die Kampangen in Österreich, wo von Grüne über der größten Tageszeitung und defacto alle Parteien auch immer "Genfreiheit" das große Theme ist.

    Es gibt ein zweites Thema, bei dem Menschen regelmäßig Hirnfreiheit beweisen. So hat die österreichische Bundesregierung einmal ein "Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich" abgesegnet: http://de.wikipedia.org/...mfreies_%C3%96sterreich

    Atomisierte Gehirne...

  7. Marku Antworten | Permalink

    Sie begreifen es einfach nicht

    Erst wenn der letzte Hightech-Arbeitsplatz aus Deutschland vertrieben ist, werden die Lehrer und Sozialpädagogen erkennen, dass der Wohlstand, auf dem ihr linksgrün saturierter Lebensstil fußt, nicht vom Himmel fällt! Ach, was rede ich da, diese Deppen werden es selbst dann nicht schnallen...

  8. Mona Antworten | Permalink

    Grundsätzliches Unbehagen

    "(Grüne) Gentechnik ist nicht diskutierbar."

    Das sehe ich leider auch so. In dieser Hinsicht sind die Fronten total verhärtet. Deshalb finde ich den Blogbeitrag sehr gut, da er recht sachlich geschrieben ist und ohne die übliche Polemik auskommt.
    Egal ob man Gegner oder Befürworter ist, es darf jedoch nicht übersehen werden, dass die grüne Gentechnik die hochgesteckten Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte:
    http://www.welt.de/...entechnik-Totalversagen.html

    Und die Gentechnik-Kartoffel Amflora war ja auch eher ein Flop. Etwas irritierend fand ich in diesem Zusammenhang folgende Aussage in der Zeitonline: "Der Gentechnikexperte Christoph Then, der mit dem Institut Testbiotech unabhängige Technikfolgenforschung betreibt, sagt, der BASF-Einstieg in die grüne Gentechnik habe "keine wirtschaftlichen Gründe" gehabt, sondern politische. Die Branche habe gehofft, mit BASF einen erfolgreichen Lobbyisten für die Technologie in Europa gefunden zu haben. Für Amflora habe es aber keinen Markt gegeben, und auch die BASF-Kartoffel Fortuna, die zumindest vorläufig gegen einen Pilz resistent ist, habe es mit einem "sehr anpassungsfähigen Pilz" zu tun."

    An anderer Stelle heißt es. "Die Grünen-Politikerin Höhn rechnet damit, dass die Unternehmen mittelfristig ihre Agro-Gentechnik-Forschung aufgrund mangelnder Zukunftsperspektiven ganz einstellen werden. "Die Landwirte merken, dass die Unternehmen mit dem Verkauf nur Kasse machen wollen, der versprochene Nutzen sich aber nicht erfüllt." In Europa sinke der immer schon geringe Anbau seit Jahren, auch in den USA sei der Gentechanbau 2010 um mehr als 15 Prozent zurückgegangen."
    Quelle: http://www.zeit.de/...t/2012-01/basf-usa-kartoffel

    Welches Fazit soll man daraus nun ziehen? Auf jeden Fall müsste es eine bessere Aufklärung geben. Leider hat sich der Staat in den letzten Jahren immer mehr zurückgezogen, daher genießen NGOs, die sich aus Spenden finanzieren, in der Regel einen guten Ruf, weil sich viele Menschen von ihnen einigermaßen neutrale Antworten erhoffen. Auch wenn diesen Organisationen häufig unterstellt wird, dass sie "eigene" Interessen vertreten, so sind das doch nur die Interessen ihrer Förderer. Und wenn ein Großteil der Europäer Gentechnik im Essen ablehnt, dann werden sie von diesen Organisationen eben dahingehend unterstützt. Ich bin daher auch der Ansicht, dass Forschung wieder mehr vom Staat betrieben werden sollte und nicht nur von privaten Firmen. So wichtige Dinge sollte man nicht nur den "Märkten" überlassen, die dabei nur den Profit im Auge haben. Vielleicht ließen sich so auch die fruchtlosen Grabenkämpfe zwischen Gegnern und Befürwortern eher vermeiden. Es kann doch nicht sein, dass die ganze Debatte nur mehr von Glaubensgruppen getragen wird und es keine einzige vernünftige Debatte über Stand und Zweckmäßigkeit der grünen Gentechnik gibt.

  9. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    @Mona : Der Zug ist abgefahren

    Sie schreiben über einzelne gefloppte Gentechnikprojekte (Gentechnik-Kartoffel Amflora) und wecken damit Zweifel am Sinn von Gentechnik.

    Entscheidend ist aber nicht der Ausgang einzelner Projekte, sondern die grundsätzliche Orientierung in Forschung, Lehre und Praxis. Wenn dort alles blockiert ist in Deutschland (und in Europa), dann scheidet Deutschland und Europa für lange Zeit aus dem Rennen um weitere Erkenntnisse und Produkte aus.

    In Asien (China, Indien) und Brasilien wird dagegen intensiv an Gentechnik geforscht und sie wird zusammen mit konventionellen Züchtungsmethoden auch schon eingesetzt. Dass GM-modifizierte Grundnahrungsmittel einen grossen Unterschied bedeuten können zeigt auch der Golden Rice, enthält dieser genetisch modifizierte Reis doch Vitamin-A, womit Mangelerscheinungen vorgebeugt werden kann ähnlich wie bei uns mit iodifziertem Salz. Wichtig ist aber anzumerken, dass vieles erst in Vorbereitung ist. Wie das internationale Reisinstitut schreibt wird jetzt noch kein GM-modfizierter Reis angebaut. Es stehen aber bereits verschiedene GM-Reisvarianten (im Labor) bereit. GM-modifizierte Nahrungsmittel werden ja auch viel strenger geprüft als konventionell gezüchtete. Das ganze ist ein langwieriger Prozess. Deutschland kann wahrscheinich nicht mehr auf den fahrenden Zug aufspringen. Immer mehr Technologien sind für Deutschland und auch andere europäische Länder zu No-Go-Areas geworden. Zu dieser Liste gehört einmal die ganze Nukleartechnologie und jetzt auch die Gentechnik. Was noch dazukommt wissen wir nicht.

  10. Erich Grantzau Antworten | Permalink

    "Der gentechnische Sündenbock"

    Donnerwetter, auf welche Seite bin ich denn da geraten - da wird tatsächlich sachbezogen über Gentechnik diskutiert.
    Wie schaffen wir es denn diese von Wissen um die Sache getragene Diskussion in die Tagespresse und auf die Bildschirme zu lancieren?
    Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als den grassierenden Verblödungsjournalismus durch sachorientierten Wissens- bzw. Wissenschaftsjournalismus zu ersetzen.
    Für wahr ein schwieriges Unterfangen in dieser unserer Republik.

  11. Daniel Antworten | Permalink

    Der Flop der Amflora

    @ Mona

    "Und die Gentechnik-Kartoffel Amflora war ja auch eher ein Flop."

    Das mag ja sein, aber man kann doch nicht von einer Sorte auf ein ganzes Verfahren schließen. Wie viele Sorten aus konventioneller Züchtung floppen und finden trotz Zulassung keinen Durchbruch am Markt.
    Auch muss man berücksichtigen, dass die Amflora die erste kommerzielle Sorte aus dieser Züchtung war. Die ersten Hybridsorten im Mais oder Raps waren bestimmt auch nicht die überflieger. Die ersten Sorten der Hybridgerste sind bei uns im Betrieb gerade wieder aus dem Anbau genommen worden, da sie die Mehrleistung nicht brachten. Aber des wegen würde ich nie sagen, das Hybridzüchtung bei Gerste nichts bringen würde, mal sehen was die nächsten Generationen an Sorten leisten können.
    Auch war die Amflora eine relativ alte Sorte. Das Zulassungsverfahren hat 13 Jahre (!) gedauert. Mit so alten Weizensorten bräucht sich heute auch kein Züchter mehr bei einem Landwirt sehen lassen.
    Darüberhinaus hat der Anbau der Amflora den Landwirten, die es gemacht haben, auch nicht wirklich Freude bereitet. Und das meine ich nicht wegen eines ökonomischen Misserfolg, die BASF hatte sich das wirklich etwas kosten lassen, sondern wegen des Spießrutenlaufes. Ich kenne den Landwirt, der in Mecklenburg-Vorpommern die Amflora angebaut hatte. Aber er wollte auch nicht auf Dauer seine Felder bewachen lassen, seine Mitarbeiter bei den Arbeiten au den Flächen immer wieder Anfeindungen aussetzen, immer wieder Polizeieinsätze auf dem Hof haben, weil sich irgendwelche Leute an den Lagerhallen anketten oder mal wieder meinen in einer Nacht- und Nebelaktion auf den Flächen herumtrampeln zu müssen. Und die Anfeindungen kamen nicht aus dem Dorf oder der unmittlebaren Umgebung. Die Autos mit denen diese Leute anreisten, hatten über wiegend KFZ-Kennzeichen deutscher Großstädte.
    Unter diesen Bedingungen würde sich keine Sorte im Anbau durchsetzen. Egal ob konzentionell oder mit Hilfe der Gentechnik.
    Nur weil sich eine Sorte unter schwierigen Bedingungen nicht durchgesetzt hat, reicht mir als Beweisführung nicht aus, dass ein ganzes Züchtungsverfahren untauglich ist.

  12. Mona Antworten | Permalink

    Antworten @Martin Holzherr

    "Sie schreiben über einzelne gefloppte Gentechnikprojekte (Gentechnik-Kartoffel Amflora) und wecken damit Zweifel am Sinn von Gentechnik."

    Also doch ein Glaubenskrieg, oder wieso darf man daran keine Zweifel wecken?

    "Entscheidend ist aber nicht der Ausgang einzelner Projekte, sondern die grundsätzliche Orientierung in Forschung, Lehre und Praxis. Wenn dort alles blockiert ist in Deutschland (und in Europa), dann scheidet Deutschland und Europa für lange Zeit aus dem Rennen um weitere Erkenntnisse und Produkte aus."

    Es ging hier doch nicht nur um einzelne Projekte, sondern um den allgemeinen Nutzen der grünen Gentechnik. Vor allem finde ich es schlecht, dass dieser Nutzen in erster Linie den großen Konzernen zugutekommt und der Rest der Menschheit sich mit "Superunkräutern" herumschlagen muss, denen man dann auch wieder nur mit den Mittelchen einiger weniger Firmen beikommen kann. (Siehe dazu meinen ersten Link im oberen Kommentar.)

    "Dass GM-modifizierte Grundnahrungsmittel einen grossen Unterschied bedeuten können zeigt auch der Golden Rice, enthält dieser genetisch modifizierte Reis doch Vitamin-A, womit Mangelerscheinungen vorgebeugt werden kann ähnlich wie bei uns mit iodifziertem Salz."

    Da begeben Sie sich aber auf dünnes Eis. Zuviel Vitamin-A und Jod können ebenso zu Gesundheitsschäden führen wie zu wenig davon. Da sollte man mit der Dosierung also vorsichtig sein. Allerdings enthält der Golden Reis nur eine Vorstufe von Vitamin-A, nämlich ß-Carotin, das keine Vergiftungen hervorruft.

    "Zu dieser Liste gehört einmal die ganze Nukleartechnologie und jetzt auch die Gentechnik."

    So ist das eben, wenn man die Leute zwangsbeglücken möchte! Wie ich in meinem ersten Kommentar schon schrieb, finde ich es durchaus bedauerlich, dass es in dieser Hinsicht keine vernünftige Diskussion gibt. Insofern bringt es auch nichts, wenn Sie mich jetzt angreifen.

  13. Mona Antworten | Permalink

    @Daniel

    "Das mag ja sein, aber man kann doch nicht von einer Sorte auf ein ganzes Verfahren schließen. Wie viele Sorten aus konventioneller Züchtung floppen und finden trotz Zulassung keinen Durchbruch am Markt."

    Natürlich muss man immer auch mit Rückschlägen rechnen, aber darum ging es mir gar nicht. Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Gentechnik, aber ich finde es bedauerlich, dass sich einige Firmen, wie beispielsweise Monsanto, hier Patente aneignen um die Leute dann unter Druck zu setzen ihre Produkte zu kaufen. Wo es angebracht ist können auch genveränderte Pflanzen eingesetzt werden. Aber es sollte nicht ÜBERALL und schon gar nicht unter Zwang geschehen, deshalb sollte man die Macht der großen Konzerne beschränken. Richtig eingesetzt könnte die grüne Gentechnik sehr wohl dazu beitragen, den Hunger in den Ländern der Dritten Welt in den Griff zu bekommen. Dazu darf sie aber nicht das Eigentum einzelner Firmen sein, die sich damit nur die Taschen füllen möchten. Ich kenne auch einige Landwirte, die Gentechnik ablehnen, weil sie Angst davor haben von den großen Konzernen untergeackert zu werden.

  14. Jörg Antworten | Permalink

    @Mona

    Wie entstehen Superunkräuter?
    Wer zwingt Bauern zum Anbau?
    Wer zwingt den Bürger zum Konsum?

  15. Torben Hoffmeister Antworten | Permalink

    Mona

    Dieser immer wiederkehrende Mantra-artige Verweis auf den Monsanto-Konzern, von dem man abhängig sein könnte, hat schon etwas Götzenartiges. Ein Faktencheck stützt allerdings nicht solche Thesen. Allein der Blick auf das reichhaltige Angebot von BT-Mais in den USA zeigt, dass da mindestens drei Konkurrenten unterwegs sind: http://www.utcrops.com/...ubs_pdf/BtCornTraits.pdf
    (Dow Agroscience, Mycogen bzw. Syngenta, Pioneer). O.k. es sind nur drei, aber mit der gleichen Begründung müsste man die gesamte IT-Software ablehnen, denn da sind es im Wesentlichen nur 2 Konkurrenten.
    Auch ein Blick in die Europäische Sortenliste widerspricht der These von der Monopolisierung auf nur einen Konzern: http://eur-lex.europa.eu/...:328A:0001:0035:DE:PDF
    Denn wenn man sich die Mühe macht, die Sorteninhaber für den BT-Mais MON810 – ja die gibt es trotz Verbot in Deutschland - herauszufiltern kommt man auf mindestens zehn Firmen, die über 220 Sorten mit dem event MON810 anbieten. Die Sortenvielfalt zeigt zudem, dass von der vielbeschworenen Einengung des Angebots durch Gentechnik keine Rede sein kann.

  16. Daniel Antworten | Permalink

    @ Torben

    Es ist in gewisserweise schon schizophren. Zum einen wird Monsanto immer als das amerikanische bauernfressende Monster der Gentechnik dargestellt, das die Bauern unterjocht, ausbeutet und ihnen seinen Willen aufzwingt.
    Zum anderen wird von denselben Leuten alles unternommen, um die deutschen Züchter außer Landes zu treiben oder sie dazu zu bringen ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Gentechnik einzustellen und die Züchtungsaktivitäten so zu verteuern, dass sich die Züchtung mit Hilfe der Gentechnik nur die großen Konzerne leisten können.
    Um dann im Gegenzug wieder die Dominanz einer / weniger Firmen zu beklagen und die Abhängigkeit von Entwichkungen aus den USA zu beklagen.

  17. pfiffig Antworten | Permalink

    @Daniel

    self fulfilling prophecy

    analog:
    Deutsche Landwirtschaft zerstört die "kleinbäuerliche" Landwirtschaft in Entwicklungsländern durch billige Nahrungsmittelexporte
    vs.
    nachwachsende Rohstoffe in Deutschland verteuern die Lebensmittel auf dem Weltmarkt

    Diese Argumentation erinnert mich an die Hexentest im Mittelalter (Hexenbad)
    Ertrinkt sie nicht ist es eine Hexe und muss getötet werden
    Ertrinkt sie dann war es keine Hexe (aber ist trotzdem tot)

    Das gleiche gilt auch für neue Techniken

  18. Torben Hoffmeister Antworten | Permalink

    Daniel

    Daniel
    Tja, gelinde gesagt, ist diese Argumentation nicht konsistent. Das zeigt einmal mehr, dass hinter den Argumenten irrationale Annahmen stecken.
    Genauso verhält es sich mit der Argumentation der Grünen: Der Rückzug zeige die Erfolgslosigkeit. Erst werden alle Hebel in Gang gesetzt, eine Zulassung in der EU zu verhindern – siehe Beispiel Amflora mit 13 Jahren Zulassungsdauer – und dann wird über die Erfolgslosigkeit einer hoffnungslos veralteten Sorte schwadroniert. Solche Argumentation könnte man auch als infam und hochgradig verlogen bezeichnen.

  19. Mona Antworten | Permalink

    Superunkräuter @Jörg

    Sind das jetzt echte Fragen an mich oder nur rhetorische? Naja, die erste Frage "Wie entstehen Superunkräuter?" scheint hier durchaus von Belang zu sein. Da deren Existenz von den Gentechnikbefürworten ja immer abgestritten wird.

    Also: Superunkräuter entstehen durch eine ungewollte Herbizidresistenz.
    http://www.proplanta.de/..._article1300703530.html

    Die Deutsche Bundesregierung bestätigte in einer Anfrage, dass ein
    "ursächlicher Zusammenhang zwischen dem seit einigen Jahren stark angestiegenen Anbau gentechnisch veränderter herbizidtoleranter Kulturpflanzen in den USA in Verbindung mit dem entsprechenden Einsatz von Herbiziden und den dort durch das Auftreten herbizidtoleranter Unkräuter verursachten Problemen für Landwirte" bestehe.
    http://dipbt.bundestag.de/...td/17/050/1705027.pdf (Seite 9)

    Und so sehen die Dinger aus: http://www.youtube.com/watch?v=B-cka5s4AqE

  20. Daniel Antworten | Permalink

    Herbizidresistente Unkräuter

    @ Mona

    Eine fachliche, wissenschaftliche Definition dieses Begriffes gibt es nicht. Der Begriff "Superunkräuter" passt auch nicht in eine sachliche Diskussion. Das die SPD Bundestagsfraktion den Begriff in ihrer Kleinen Anfrage verwendet hat, macht ihn nicht besser. Läßt mich eher die Intuition oder die Kompetenz des Fragenden anzweifeln. Warum spricht man nicht von "herbizidresistenten Pflanzen / Unkräutern"? Denn darum geht es eigentlich. Aber das ist weniger angsteinflößend, weniger reißerisch und weniger öffentlichkeitswirksam, fachlich und sachlich allerdings deutlich korrekter.

    In Norddeutschland gibt es Herbizidresistenzen gegen Ackerfuchsschwanz und Windhalm und das ganz ohne GVO. Herbizidresistent Unkräuter sind nichts neues und nicht ursächlich durch den Anbau gentechnisch verändertert Pflanzen zu begründen, sondern sind eine Folge eines einseitigen Wirkstoffeinsatzes.
    Und wenn die Farmer in den USA meinen ihre GV Pflanzen ausschließlich mit einem und demselben Glyphosat behandeln zu können, dann sind solche Resistenzen keine Überraschung. Dabei wurden die Grundsätze einer guten fachlichen Praxis, die auch einen Wirkstoffwechsel dringend empfehlen, sträflich vernachlässigt.

    Das ist wieder einmal ein Beispiel für ein Argument was gegen die Gentechnik ins Feld geführt wird, ohne dass die Gentechnik ursächlich etwas damit zu tun hat. Ursache für Herbizidresistenzen ist ein falsches Herbizidmanagement.

  21. Mona Antworten | Permalink

    @Daniel

    Schon klar! Aber hier geht es nicht nur um herbizidresistente Pflanzen bzw. Unkräuter, sondern darum, dass die Dinger so groß werden (siehe dazu mein verlinktes Video). Natürlich ist der Ausdruck "Superunkräuter" etwas "reißerisch", aber wie soll man sie sonst bezeichnen? Außerdem ging es bei der Anfrage an den Bundestag ja auch nicht um gewöhnliche Resistenzen, sondern speziell um solche, die sich aus gentechnisch veränderten herbizidtoleranten Kulturpflanzen ergaben. Das ist ein Unterschied. Grundsätzlich haben Sie aber recht, Resistenzen gab und gibt es auch ohne Gentechnik.
    Siehe dazu auch: http://www2.biologie.uni-halle.de/...Herbicide.pdf

  22. pfiffig Antworten | Permalink

    @ Mona

    pigweed wurde schon immer so groß und kein resultat der Gentechnik.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Amaranthus_palmeri

    Es ist wie, Daniel richtig schrieb, gegen ein Herbizid (Glyphosat) resistent.

    Alle andere aussagen (d.h. nur aufgrund von Gentechnik so groß etc.) stammen aus dem Reich der Fabeln und Märchen die gerne von
    Ma€rch€n€rza€hl€r_inn€n weiterverbreitet werden

  23. Theres Antworten | Permalink

    Pigweed war eine Kulturpflanze??

    Wieso ist sie zum, äh, Superunkraut geworden? Weil sie Monokulturen stört und zu Handarbeit zwingt?

  24. Theres Antworten | Permalink

    ...

    Amaranth - eine Art Urgetreide ... ich habe es verstanden.

  25. pfiffig Antworten | Permalink

    @Theres

    Monokultur in der Landwirtschaft = die Fruchtfolge lediglich aus einer Nutzpflanzenart besteht.

    Deshalb ist es keine Monokultur wenn auf einem Feld im entsprechenden Vegetationszeitraum nur eine Fruchtart wachsen soll

    Unkraut (neudeutsch Beikraut) stehen in Konkurenz (Licht, Wasser, Nährstoffe) zur Hauptpflanze (z.B. Weizen, Mais Baumwolle etc.)
    und vermindern dadurch den Ertag (siehe Schadschwelle im Wiki)
    Weitere Probleme von Unkräutern sind Giftigkeit(z.B. Jakobskreuzkraut auf Pferdeweiden) oder andere Reifezeitpunkt (Weizen in Wintergerste) oder technische Ernteprobleme.
    Deshalb wird versucht möglichst wenig Unkraut auf den Feldern zu haben

    Amarant ist eine immer noch angebaute Kultursorte (gute Nährpflanze bei Zöliakie).
    Heute werden andere Amaranthsorte anstelle von pigweed angebaut.

  26. Theres Antworten | Permalink

    Thx

    Ja, das war der falsche Begriff, meiner kam aus der Forstwirtschaft. Andererseits hörte ich, (las irgendwo, genauer gesagt) dass Fruchtwechsel in den USA nicht Standard seien.

  27. pfiffig Antworten | Permalink

    @ Theres

    Und dies (angeblich fehlender Fruchtwechsel in den USA) ist ein Grund Gentechnik in Deutschland abzulehnen?

  28. Theres Antworten | Permalink

    Hä?

    Tu ich doch gar nicht.
    Das war eine Erklärung, wieso sich ein nicht so "artgerechter Begriff" bei mir eingeschlichen hat, mehr nicht.

  29. pfiffig Antworten | Permalink

    Mixen

    Stelle nur immer fest das besonders bei grüner Gentechnik so ziemlich alles zusammengewürfelt wird was es so gibt.

    -Patentprobleme aus den USA, unabhängig davon das egal welche Züchtungsmethode angewandt wurde alle Sorten patentiert sind.
    -Gesundheitsrisiken aus Südamerkia (da kann generell keine Pflanze patentiert werden) die meisten aufgrund von Armut entstanden
    - Selbstmorde angeblich aufgrund von Gentechnik in Indien die nachweislich nichts mit GVO zu tun haben.
    - angebliche fehlende Fruchtfolge in den USA
    etc. pp

    Und aus all diesem wird ein Märchen zusammengebastelt und dann all diese mögliche Horrorauswirkungen auf DE übertragen.
    Kein wunder das die meisten Menschen dann Angst davor haben.

    P.s. Nehme die Aussage fehlender Fruchtfolge nur als Aufhänger und nicht als Antwort

  30. Daniel Antworten | Permalink

    Herbizidbekämpfung von Amarant-Arten

    Ich habe mal nach gesehen, was ich in Deutschland im Sojaanbau gegen Amarant-Arten einsetzen würde. Als zugelassene Mittel habe ich "Harmony SX" (http://www2.dupont.com/Crop_Protection/de_DE/Produkte_Services/Herbizide/harmonysx.html) von Du Pont und "Stomp aqua"(http://www.agrar.basf.de/de/productCatalogue/ProductDetailSubmit.do?cropsubgroupId=-2533) von der BASF gefunden.

    Wenn es also in Deutschland zwei zugelassene Mittel zur Bekämpfung von Amarant-Arten in Soja gibt, mit denen Amarant nach Auskunft der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sehr gut bekämpft werden kann (http://www.lfl.bayern.de/ips/landwirtschaft/03484/linkurl_0_36_0_1.pdf), dann müssten entsprechende Mittel auch in den USA im Angebot sein und zum Einsatz kommen können. Es ist ja nicht so, dass diese Unkräuter gar nicht bekämpft werden können, nur eben nicht mehr mit Glyphosaten und deren Wirkungsmechanismus.
    Sicher darf man natürlich nicht erst warten, bis das Unkraut mannshoch ist. Dann hilft wirklich nur noch die Hacke und Handarbeit.
    Aber für die Propaganda nicht schlecht, denn welcher mit der Anwendung von Pflanzenschutzmittel nicht so vertraute Mensch weiß schon, dass in diesem Entwicklungsstadium bei einer Unkrautpflanze so gut wie kein Herbizid mehr hilft. Gute, preisgünstige Unkrautbekämpfung mit geringen Herbizidaufwandmengen muß zu einem frühen Entwicklungsstadium erfolgen.

  31. Mona Antworten | Permalink

    @pfiffig

    "Stelle nur immer fest das besonders bei grüner Gentechnik so ziemlich alles zusammengewürfelt wird was es so gibt."

    Da sollten Sie Sich ruhig mal an die eigene Nase fassen. Bei Ihren Kommentaren stellt es einem ja die Fußnägel auf.

  32. pfiffig Antworten | Permalink

    @Mona

    bei welchen meiner Aussagen vermische ich mehrere Dinge?

    Für mich sind Ausagen zu aufstellenden Fußnägel eher in der Kategorie ad hominem Argument einzuordnen.

  33. Theres Antworten | Permalink

    OT Korrektur: Korinthen ...

    Bekannt sind als herbizidresistent gewordene Plfanzen: Redroot Pigweed = Amaranthus retroflexus und Smooth Pigweed = Amaranthus Hybridus oder ausgebreiteter Amaranth und zwar bereits 2006. (http://en.scientificcommons.org/20245847 )
    Die in den USA beobachtete Glyphosatresistenz des Unkrauts Amaranthus palmeri beruht auf einer starken Genamplifikation des EPSPS Gens, und nicht durch Auskreuzung des Trangens.[http://www.pnas.org/content/107/3/955.full ]
    - Die Gegner zitieren mehr oder minder dieselben Texte, andererseits sind die Darstellung der Proseite zweifelhaft.
    - bleibt nur die Wissenschaft und sich eine Meinung zu bilden, indem ich mich durch endlose Untersuchungen lese ...
    Unbefriedigend.

  34. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Gentechnik ist mehr als GM-Food

    Die Gentechnik nur mit GM-Nahrung zu assoziieren unterschätzt ihr Potenzial.

    Um ein Beispiel zu geben:
    Craig Venter's Idee, Mikroorganismen unseren Treibstoff direkt produzieren zu lassen, ein Ansatz, von dem Joule Unlimited behauptet, er funktioniere im Labor schon, könnte unsere Zukunftsaussichten radikal zum besseren ändern. Anstatt im zukünftigen Teibhaus zu verbrutzeln, könnten wir unbesorgt weiter Treibstoff nutzen, denn dieser würde beim Verbrennen kein fossiles CO2 mehr abgeben.

    Eine Katastrophe ist es für die Welt nicht, dass Deutschland aus dieser Technologie ausgestiegen ist. Eine Katastrophe könnte es nur werden, wenn alle anderen Deutschland folgten und sich wie Deutschland selbst kastrieren.

  35. Daniel Antworten | Permalink

    Chemische Bekämpfung von Amarant

    Amarant-Arten kann man in Deutschland mit den dafür zugelassen Herbiziden "Harmony SX" von der Firma Du Pont und "Stomp aqua" der Firma BASF bekämpfen. Entsprechende Mittel müsste es auch in den USA geben.
    Es wird leicht der Eindruck vermittelt, gegen diese Unkräuter geben es gar kein Herbizid mehr und die Menschheit sei diesen Pflanzen hilflos ausgeliefert. Sie sind "lediglich" resistent gegen Glyphosate.
    Allerdings lassen sich die Pflanzen nicht mehr bekämpfen, wenn sie mannshoch sind, wie in dem Film im Link von Mona zu sehen. Aber bei solch einer Größe des Unkrauts hilft sowieso so gut wie kein Herbizid mehr, da hilft dann nur noch Handarbeit mit der Hacke.
    Aber die Darstellung, dass solche Pflanzen nur mechanisch mit Handarbeit bekämpft werden können, passt natürlich ins Schreckensbild eines "Superunkrauts". Dabei hätte der Landwirt es mit einem entsprechenden Mittel im Keimblattstadium aus seinem Sojabestand entfernen können.
    Wenn ich in meinen Zuckerrüben den Raps bis zur Blüte kommen lassen würde, dann könnte ich ihn auch nur noch mit der Hacke bekämpfen. Es kommt sehr auch den Zeitpunkt der Anwendung des Mittels an, ob ein Unkraut bekämpfbar ist und auch auf die richtige Mittelwahl. Bei glyphosatresistentem Amarant sind Glyphosate die eindeutlig falschen Mittel.
    Jeder gute Landwirt sollte das Unkrautspekturm seiner Felder kennen und auch wissen was für Problemunkräuter er hat, die sich nicht so einfach bekämpfen lassen, um gegen sie mit den passenden Mitteln vorgehen zu können.

  36. Theres Antworten | Permalink

    reine Neugier

    @Daniel
    Durch rechtzeitiges Harken, oder? (Keine Ahnung mehr, wie man das nennt ... die Geräte erkenne ich aber noch. Danach entsprechendes anderes Mittel einsetzen?
    Die Größe war aber imponierend :)
    Es ist aber auch enorm ärgerlich für die Farmer, wenn sie nicht nur Saatgut und Herbizid einer Firma kaufen müssen, sondern (evtl. zunehmend) auch noch andere Herbizide - aber klar, das war reine Stimmungsmache.
    (Und dass Unkräuter zäh sind und sich weiterentwickeln, wusste schon meine Mutter, weshalb ich sie enorm oft rupfen musste im Hausgarten.)

  37. Mona Antworten | Permalink

    Glyphosat @Daniel

    Natürlich könnte man versuchen die Unkräuter mich anderen Mitteln bekämpfen, aber Sie dürfen nicht vergessen, dass es hier um genveränderten Pflanzen geht und nicht um Ihre Zuckerrüben. Wer einen Vertag mit Monsanto hat muss auch die Herbizide von dieser Firma kaufen, als Gesamtpaket sozusagen. Außerdem wurde das Totalherbizid Roundup, mit dem Wirkstoff Glyphosat, ja entwickelt, weil der Landwirt mit nur einem Herbizid sämtliche "Unkräuter" vernichten kann (nur die dagegen resistente Kulturpflanze nicht). Abgesehen davon, dass das drin enthaltene Lösungsmittel, polyethoxyliertes Tallowamin, welches das das Eindringen des Wirkstoffs in Pflanzen ermöglicht, eine erbgutschädigende Wirkung haben soll.
    Ein anderes Problem ist natürlich noch, dass man nicht endlos Herbizide ausbringen kann, denn es handelt sich hier ja um "Gifte", die nicht unbegrenzt in die Nahrungskette gelangen sollen. Welchen Vorteil sollen denn die genveränderten Pflanzen noch haben, wenn die Bauern doch wieder zu verschiedenen Spritzmitteln greifen müssen?

  38. Daniel Antworten | Permalink

    @ Theres

    Moin moin Theres,

    Du meinst wahrscheinlich "striegeln", das ist eine mechanische Unkrautbekämpfung, die dem Harken sehr ähnlich ist.

    Ich meine hingegen die rechtzeitige chemische Bekämpfung der Unkräuter mit einem passenden Mittel, gegen welches das Unkraut nicht resistent ist.
    Wenn Roundup in einer Roundup ready Sojabohne allein nicht reicht für die Unkrautbekämpfung, weil Glyphosat resistenter Amarant dabei ist, dann muss ein anderes Mittel mit herangezogen werden.
    In Deutschland ist zur Amarantbekämpfung in Sojabohnen das Mittel "Harmony SX" zugelassen. Der Amarant ist nur gegen Glyphosat resistent und kann anderweitig chemisch bekämpft werden. Das müsste allerdings unmittelbar nach der Saat der Sojabohnen geschehen. Dann hätte man den Amarant bekämpft und könnte weiter Unkräuter zu einem späteren Zeitpunkt mit Roundup beseitigen. Das muss später erfolgen, da Roundup nur über grüne Pflanzenteil wirkt.
    Die zugelassene Aufwandmenge sind 15 g / Hektar und würde Kosten in Höhe von 16,28 € / ha verursachen. Zum Vergleich eine Behandlung mit Roundup verursacht Mittelkosten von 19,50 € / ha. Es wäre also eine durchaus vertretbare Ausgabe, um ein Problemunkraut zu beseitigen. Von "Superunkraut" kann also wirklich keine Rede sein.
    Das zur Unkrautbekämpfung in Kulturen mehr als ein Mittel / Wirkstoff eingesetzt werden muss, ist nichts Neues, sollte allerdings mit dem GV-Soja vermieden werden. Die Landwirte werden aber scharf rechnen, ob sich dann unter diesen Umständen noch die teureren GV-Sorten lohnen.

  39. Daniel Antworten | Permalink

    @ Mona

    „Wer einen Vertag mit Monsanto hat muss auch die Herbizide von dieser Firma kaufen, als Gesamtpaket sozusagen.“

    Aber wird der Landwirt das Paket noh kaufen, wenn er mit der Kombination aus Saatgut und Pflanzenschutzmittel keine entsprechenden Ergebnisse erzielen kann, weil z.B. das Pflanzenschutzmittel nicht mehr seine versprochene Wirkung hat? Wenn ihm Monsanto keine adäquate Lösung, z.B. für die Bekämpfung von Amarant, anbieten kann, dann wird er sich gegen das Roundup-Ready-Paket entscheiden. Das wird auch nicht im Interesse von Monsanto sein. Da kann es ggf. durchaus sinnvoll sein den Einsatz eines Konkurrenzproduktes zu erlauben, wenn dann das Gesamtpaket aus Pflanzenschutzmittel und Saatgut weiter vermarktet werden kann.

    „Außerdem wurde das Totalherbizid Roundup, mit dem Wirkstoff Glyphosat, ja entwickelt, weil der Landwirt mit nur einem Herbizid sämtliche "Unkräuter" vernichten kann (nur die dagegen resistente Kulturpflanze nicht).“

    Das Pflanzenschutzmittel Roundup wurde nicht FÜR die genveränderte Kulturpflanze entwickelt, sondern es war anderes herum. Roundup gibt es seit über 30 Jahren. Die Roundup verträgliche Kulturpflanze wurde FÜR das Mittel entwickelt.

    „Ein anderes Problem ist natürlich noch, dass man nicht endlos Herbizide ausbringen kann, denn es handelt sich hier ja um "Gifte", die nicht unbegrenzt in die Nahrungskette gelangen sollen.“

    Richtig, endlos sollte man auf keinen Fall Herbizide ausbringen, sondern mit Sinn und Verstand, gezielt nach Bedarf und orientiert an den entsprechenden Schadschwellen. Was das betrifft hat man in den USA beim Glyphosateinsatz in den letzten Jahren Fehler gemacht. Unter Umständen kann es sinnvoller sein zwei verschieden Mittel einzusetzen, die auf die Probleme passen, als nur ein Mittel zu wählen und bei diesem die Aufwandmenge zu erhöhen, um über die Mehrmenge eine Minderwirkung auszugleichen. Durch diese Überdosierung werden Resistenzen gefördert!

    „ Welchen Vorteil sollen denn die genveränderten Pflanzen noch haben, wenn die Bauern doch wieder zu verschiedenen Spritzmitteln greifen müssen?“

    Die Frage sehe ich ganz entspannt. Das wird sich von alleine Regeln. Denn die Landwirte werden die Frage selber beantworten. Sie werden scharf Rechnen und sich überlegen ob sie für den versprochen Mehrwert, eine einfachere Unkrautbekämpfung, den höheren Preis für das GV-Saatgut noch zahlen wollen, wenn der ursprüngliche Mehrwert nicht mehr realisiert werden kann. Wenn es sich nicht rechnet, wird kein Landwirt das teurere Saatgut kaufen.

  40. Theres Antworten | Permalink

    Moin, moin Daniel :)

    Danke für deine Erklärung zu Herbiziden und dem Striegeln. Vermutlich richtet es der Markt, allerdings. Und ich habe schon wieder eine Frage ...
    Ist das mit den Herbizidresistenzen auf Dauer vermeidbar? Ich hatte bisher den Eindruck, dass es ein ewiges Aufrüsten bleibt, oder man wechselt das Mittel usw. Aber so, wie du den vernünftigen Einsatz von Herbiziden, bzw. gegen Unkräuter erklärt hast, könnte es auch anders gehen?

  41. Martin B. Antworten | Permalink

    @Mona:

    Ein anderes Problem ist natürlich noch, dass man nicht endlos Herbizide ausbringen kann, denn es handelt sich hier ja um "Gifte", die nicht unbegrenzt in die Nahrungskette gelangen sollen.

    Ja, die Dosis macht das Gift. Wieviel kommt wohl in der Nahrungskette von diesem Pflanzengift an?

  42. Mona Antworten | Permalink

    @Martin B.

    "Ja, die Dosis macht das Gift. Wieviel kommt wohl in der Nahrungskette von diesem Pflanzengift an?"

    Hier erst mal Allgemeines zum Thema: "Rückstände aus der Pflanzenproduktion und aus der Tierhaltung":
    http://www.uni-potsdam.de/...ipts/R%FCckst%E4n.pdf

    Über polyethoxyliertes Tallowamin:
    Anscheinen wurde dieses Mittel bisher nur unzulänglich auf eine mögliche Schadwirkung auf den Menschen hin untersucht. Auf Amphibien scheint es sich es sich jedenfalls katastrophal auszuwirken: http://www.medicalnewstoday.com/releases/22159.php
    Der WDR brachte auch mal einen Film über "Gentechnik & Roundup":
    http://www.youtube.com/watch?v=d-XUtCTG1ZI
    Und hier ein Papier das die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, in Auftrag gab:
    http://www.testbiotech.de/...ech_Giftmischer_0.pdf

  43. Martin B. Antworten | Permalink

    Hallo Mona,

    wie es der Zufall will, verlinkst du exakt zu dem Skript der Ernährungstoxikologie-Vorlesung, die ich vor ein paar Jahren am DIFE Potsdam bei Pablo Steinberg belegt habe.

    Anscheinen wurde dieses Mittel bisher nur unzulänglich auf eine mögliche Schadwirkung auf den Menschen hin untersucht. Auf Amphibien scheint es sich es sich jedenfalls katastrophal auszuwirken:

    Umweltwirkungen - ok. Toxikologisch relevant für den Menschen - wirklich?

    Der WDR brachte auch mal einen Film über "Gentechnik & Roundup":

    Das ist schön für den WDR, aber ich schaue mir in der S-Bahn oder in der Mittagspause keine abendfüllenden Dokus an.

    Und hier ein Papier das die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, in Auftrag gab:

    Das ist schade für Testbiotech, dass sie reißerische Titel wie „Vorsicht „Giftmischer“: Gentechnisch veränderte Pflanzen in Futter- und Leben“ nötig haben. Das selbsternannte „Institut“ ist mir in der Vergangenheit eigentlich nie durch Seriosität aufgefallen.

    Die Frage an dich bleibt: Welche konkreten Konsequenzen hat die Glyphosat- (oder auch Roundup) -Toxikologie im täglichen Leben? Sind Grenzwertüberschreitungen bekannt? Gibt es seriöse (zB ordentliche begutachtete) Untersuchungen zun den Additiven in Glyphosat, und ob und wie sie den Menschen schädigen, und ob schädliche Gehalte in Lebensmitteln nachgewiesen wurden?

  44. Mona Antworten | Permalink

    Ok! @Martin B.

    Ich habe erst abends wieder Zeit mich mit dem Thema zu befassen. Nur so viel: Wie es scheint hängen die Untersuchungen von Agrarchemikalien, auf mögliche toxikologische Auswirkungen auf den Menschen, der Entwicklung oft Jahre hinterher. Natürlich kann man sich über einen reißerischen Titel mokieren, das verstehe ich, aber leider gibt es kaum mehr Geld vom Staat für bürgernahe Forschung und die bekannten Firmen werden wohl kaum zugeben, dass ihre Produkte den Menschen schaden. Wo sollen denn die "seriösen" Untersuchungen herkommen?

  45. Daniel Antworten | Permalink

    Herbizidresistenzen - unvermeidbar?

    @Theres

    "Ist das mit den Herbizidresistenzen auf Dauer vermeidbar? Ich hatte bisher den Eindruck, dass es ein ewiges Aufrüsten bleibt, oder man wechselt das Mittel usw."

    Ausschließen kann man in der Natur eigentlich nichts, aber nicht jede Unkrautart bildet Resistenzen aus und nicht jede Herbizidbehandlung führt zur Selektion von resistenter Pflanzen.
    Aber die Gefahr, das bei einer Pflanze eine Herbizidresistenz auftritt, nimmt ab, wenn man sie nicht immer mit demselben Wirkstoff bekämpft. Wenn man immer denselben Wirkstoff einsetzt, dann werden sich diejenigen Pflanzen unter den Pflanzen, die man eigentlich bekämpfen will, durchsetzen, die nicht so empfindlich auf den eingesetzten Wirkstoff reagieren. Diese Pflanzen werden selektiert und können sich vermehren. So setzen sich letztendlich dann die Pflanzen durch, die nicht auf den eingesetzten Wirkstoff (z.B. Glyphosat) reagieren.

    Von Aufrüsten würde ich nicht sprechen, sondern eher vom Austauschen der Waffen, also der Wirkstoffe. Neu Wirkstoffe müssen nicht explizid stärker, gefährlicher oder schädlicher sein, sie müssen lediglich anders wirken.

    Und hier noch ein Link zum Faltblatt des Julius Kühn-Instituts "Herbizidresistenzen - unvermeidbar?" Quasi passend zu Deiner Fragestellung ;-)

    http://www.jki.bund.de/...sistenz_unvermeidbar.pdf

  46. Theres Antworten | Permalink

    @Daniel

    Super - danke!
    (Da gucke ich mich auch mal um ...)

  47. Theres Antworten | Permalink

    Nachtrag

    Monokultur scheint in den USA noch immer stark verbreitet zu sein, oder Fruchtwechsel zwischen Mais und Soja (sehr sinnig, falls beide nur mit Round-up gespritzt werden) (Seite von 2007). Sieht so aus, als wären sie in zu großer Zahl dabei geblieben. Daniel hat es schon gesagt, eine Resistenz gegen Herbizide heißt immer falsches Management in diesem Bereich.
    Und Failure to Yield ist wohl bekannt.

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