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Seminar: Schreiber und Schrift im alten Israel

29. August 2011, 09:57

Ankündigung Seminar für Biblische Archäologie im Chr. Gästezentrum Württemberg (Schönblick) bei Schwäbisch Gmünd vom 25.-27. November 2011


SCHREIBER UND SCHRIFT IM ALTEN ISRAEL und die Entstehung der biblischen Texte


Hauptreferenten:

Professor Dr. André Lemaire (Sorbonne Univ.) "Gab es Schreiberschulen während der israelitischen Königszeit?"
"König David und die Tel Dan- und Mescha-Stelen"

Professor Dr. Alan Millard (Liverpool University) "Schrifttradition und die Entstehung der Evangelien"
"Was in Kanaan und Israel geschrieben wurde: von Graffiti zur Literatur"

Weitere Referate:

Viktor Golinets MA (Uni Basel)
"Das Ch. Qeijafa Ostrakon: Verschiedene Theorien"

PD Dr. Martin Heide (Uni Marburg)
"Der Alltag des Schreibers"

Akad. Dir. Dr. Reinhard G. Lehmann (Uni Mainz) "Hörst du was du liest? Epigraphische Beobachtungen zur mündlichen Überlieferung"

Dr. Peter van der Veen (Uni Mainz/ABA)
"Einleitungsvortrag zum Thema der Tagung"

Richard Wiskin u.a.
"Die Ausgrabungen in Chirbet Qeijafa"

Prof. Dr. Wolfgang Zwickel (Uni Mainz)
"Die Entstehung der hebräischen und phönizischen Sprache"

Warum ist Schrifttradition so wichtig? Glaubt man dem Selbstzeugnis des Alten Testaments, so waren Männer wie Mose, Josua, oder Samuel Verfasser biblischer Texte. In den Königsbücher wird wiederholt auf Quellen für historische Ereignisse und Zusammenhänge hingewiesen. Nicht nur das alte Israel, auch die Jünger Jesu, besaßen eine ernstzunehmende Schriftkultur.

Bekanntlich wird die Vorstellung, dass es sich bei den biblischen Texten um frühe Quellen handelt, oft aufgrund theologischer Argumente zurückgewiesen. Daneben spielen aber auch Fragen der Schrifttradition, etwa aufgrund der geringen Anzahl archäologisch überlieferter Texte aus dem vorexilischen Israel eine Rolle. Obwohl zunehmend mehr Inschriften, Ostraka, Siegel und Tonbullen aus der späteren Königszeit bekannt werden, scheinen Dokumente aus der Zeit Davids und Salomos und der Zeit davor nach wie vor rar zu sein. Aber solche Dokumente existieren!

Was kann Archäologie heute zum Themenkreis "Schrifttradition" beitragen? Müssen am Ende lange gehegte Vorstellungen aufgrund neuerer Erkenntnisse korrigiert werden? Zu diesem Kernthema der Tagung konnten ausgewiesene Fachleute gewonnen werden. Ein Muss für jeden der an der Entstehunggeschichte der Bibel interessiert ist.

Flyer der Veranstaltung zum Herunterladen (PDF, 5,6 MB)

Tagungsgebühr: 40 EUR (für Studenten 20 EUR) Einzelzimmer und Doppelzimmer sind erhältlich. Für unser Online-Flyer und für Anmeldungen:

Dr. P. G. van der Veen
Reinhardstr. 31
73614 Schorndorf
Tel. 07181-989118
Email: van_der_Veen@gmx.de



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Israel in Ägypten lange vor Pharao Merenptah?

11. Mai 2010, 18:20

Peter van der VeenAls der berühmte Ägyptologe Sir William Flinders-Petrie um 1896 die sogenannte Israel-Stele entdeckte, wollten viele Wissenschaftler nicht recht glauben, dass in der Inschrift aus ca. 1200 v. Chr. das biblische Israel in Canaan erwähnt wurde. Denn wer wäre darauf gekommen, dass sich hinter den Hieroglyphen ysry3r der biblische Name Israel verbarg?  » weiter

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Israel in Ägypten und in Kanaan - Seminar für Biblische Archäologie

08. April 2010, 12:50

Israel und ÄgyptenVom 1.-3. Oktober findet dieses Jahr erneut eine Tagung der ABA (Arch. Spatenstiche) bei Schwäbisch Gmünd statt. Dieses Mal gehen wir auf der Suche nach dem historischen Umfeld von Exodus und Landnahme. Die folgenden Themen sollen angeschnitten werden: » weiter

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Doch nicht Hiskias Minister?

30. April 2009, 06:41

Peter van der VeenIn  der neuesten Nummer der amerikanischen Zeitschrift „Biblical Archaeology Review“ hat der israelische Epigraphiker Robert Deutsch eine neue Tonbulle veröffentlich, dessen Eigentümer er mit einem Minister König Hiskias gleichsetzen möchte. Bereits August 2008 hatte Deutsch seine Entdeckung auf einer internationalen Tagung in Lissabon vorgestellt, woran auch ich teilgenommen habe. Der Tonverschluss stammt nicht aus einer legalen Grabung, sondern aus dem Antikenhandel. Dennoch scheint es sich um ein echtes Stück zu handeln, was an sich nicht so selbstverständlich ist, denn in der Vergangenheit dürften einige gefälschte Stücke auf dem Markt vor allem an reiche Sammler verkauft worden sein. » weiter

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König Hiskia in einer neuen Inschrift aus Jerusalem?

06. März 2009, 12:04

Peter van der VeenEin neuer Artikel von Hershel Shanks in der amerikanischen Zeitschrift "Biblical Archaeology Review" berichtet von der Entdeckung einer neuen Lapidar-Inschrift (eine Inschrift in Stein gemeißelt) aus den Grabungen von Ronny Reich und Eli Shukron in der Davidstadt/Jerusalem ("A Tiny Piece of the Puzzle", BAR 35:2 (2009), S. 52-55. Sie wurde vor weniger Zeit in einer antiken Füllschicht unweit der Gihonquelle inmitten von Keramik aus dem späten 8. Jh. v. Chr. entdeckt (diese Keramik wurde auch noch im frühen 7. Jh. verwendet). » weiter

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Ein weiteres Siegel gefunden in Jerusalem

08. Dezember 2008, 15:09

Bei den Ausgrabungen in der Nähe der westlichen Wand des Tempelberges in Jerusalem wurde ein Siegel mit Abbildung und Text gefunden. Der Zeitpunkt des Fundes wird nicht mitgeteilt, der Fund selbst wurde von Israel Antiquities Authority am 30.10.2008 bekanntgegeben.

Das Siegel wurde innerhalb eines Gebäudes entdeckt, dessen Wände bis zu fünf Metern Höhe erhalten sind. Dies müsse ein bedeutender Bau gewesen sein, so die Grabungsleiterin Shlomit Wexler-Bdolah, denn vom Gebäude war der Ausblick über den Tempelberg möglich und im Gebäude wurden andere Siegel sowie Henkel von Vorratskrügen gefunden, die königliche Stempelung tragen. » weiter

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Eine Bulle mit dem Namen einer biblischen Person gefunden in Jerusalem

03. September 2008, 15:28

Die archäologischen Ausgrabungen in Jerusalem fördern immer neue Funde zutage. Wir haben im Januar 2008 auf dieser Seite über den Fund eines Siegels berichtet. Damals wurde bei der Grabung in der Davidstadt (südlich vom Tempelberg), die durch die israelische Archäologin Dr. Eilat Mazar geleit wird, ein Siegel mit dem Namen „Schelomit“ gefunden. Die Internetausgabe der israelischen Zeitung Jerusalem Post berichtete am 19. August 2008 über einen neuen Fund aus derselben Grabung, wobei der Zeitpunkt des Fundes nicht angegeben wurde. » weiter

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Erneut Siegel in Jerusalem gefunden!

14. März 2008, 11:59

Peter van der VeenMein Kollege Viktor Golinets hat in diesem Blog im Januar bereits von der Entdeckung eines Siegels aus der Grabung von Eilat Mazar auf dem Kamm der Davidstadt berichtet. Die Inschrift wurde anfänglich falsch als „Temech“ gelesen, danach aber einstimmig zu „Schelomit/ Schelomot“ korrigiert. Die Darstellung von zwei Männern am Altar wie auch der Stil der Inschrift legen eine Datierung in der neubabylonischen und frühpersischen Zeit (zwischen 600-400 v. Chr.) nahe. Vor wenigen Wochen entdeckte das Team um Professor Ronni Reich und Eli Shukron in der Nähe der Gihonquelle am Osthang der Davidstadt (wo vor 2 Jahren bereits zwischen 170-200 Tonverschlüsse aus dem frühen 8. Jh. v. Chr. entdeckt wurden) ein Siegel (und Fragmente von nicht näher identifizierten Tonverschlüssen) mit der Inschrift: „Gehört dem Rafijahu, dem Sohn Schallums“ (siehe Abb.). » weiter

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Assyrischer Palast in Aschdod entdeckt

04. Februar 2008, 15:07

Erika Gitt

2003/2004 fand man in Ashdod beim Bau einer Zugverbindung zwischen Aschdod und Ashkelon Überreste eines neuassyrischen Palastes, den die Ausgräberinnen Elena Khogan Zahavi und Perchia Nahshoni ins späte achte Jahrhundert v. Chr. datieren.

Zuerst aber ein wenig Hintergrundwissen:

Tel Aschdod liegt 6 km südlich der modernen Stadt Aschdod. Wegen der günstigen Lage an der Küste und dem eigenen Hafen, war Aschdod immer eine wichtige Stadt, vor allem da sie auf der Seeroute nach Ägypten nicht unwichtig war. » weiter

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Ein Siegel wurde in Jerusalem gefunden – wer kennt den Besitzer?

22. Januar 2008, 14:28

Viktor Golinets

Die israelische Zeitung Jerusalem Post berichtete am 17.01.2008 vom Fund eines Siegels während der Ausgrabungen in der Davidstadt in der Nähe des Mülltors (vgl. "First Temple seal found in Jerusalem", dort auch ein Foto des Siegels). Die Ausgrabung wird durch die Archäologin Dr. Eilat Mazar geleitet.

Das Siegel ist aus Stein und hat die Maße 2,1 cm x 1,8 cm. Auf dem Siegel sind zwei Personen dargestellt, die an einem Rauchopferaltar opfern. Oberhalb des Altars sieht man den Halbmond, das Symbol des babylonischen Mondgottes Sin. Unterhalb des Bildes sind Buchstaben in paleo-hebräischer Schrift eingeritzt. » weiter

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szmtag