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Entwicklung von Festen im Judentum

03. Juni 2008, 21:03

Feste in Israel nehmen eine besondere Stellung ein. Sie heben sich aus verschiedenen Gründen aus dem Alltag heraus. So können Feste entweder kalendarisch oder naturrhythmisch festgelegt worden sein.

Natürlich entwickelten sich wie auch in anderen Kulturen in Israel die Feste und deren Ausübung. Allerdings hielt sich immer die Anschauung, dass Jahwe durch Feste das Leben in Israel erhält. Die Heils- und Segenswirkung wird durch Darstellung von Geschehenem bewirkt, so wie ein Kriegstanz den Sieg über die Feinde darstellt und so erbeten, dass dies auch zukünftig geschieht. » weiter

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Biblische Archäologie vor der Haustür?

20. Mai 2008, 13:18

Peter van der VeenBald kann man biblische Archäologie hautnah in Süd-Deutschland erleben. Für die, die in der Nähe von Stuttgart wohnen, wird dies sogar fast vor der ‚Haustür’ sein, und zwar im Tagungszentrum Schönblick (Wetzgau/Schw. Gmünd). Die Arbeitsgruppe für Biblische Archäologie eröffnet am 31.5.08 offiziell eine permanente Ausstellung zur biblischen Archäologie.  » weiter

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Was hat Bibel mit Archäologie zu tun? Eine Zwischenbilanz.

15. März 2008, 12:22

Es gab mehrere interessante Kommentare zu meinem ersten Blogbeitrag „Archäologie durch die Bibelbrille betrachtet?“ Anstatt hier auf alle Fragen eingehen zu können, fasse ich bestimmte Themen zusammen, die auch mich beschäftigt haben.

Die Frage, wo sich Bibel und Archäologie ergänzen können oder welche Bedeutung der Verbindung beider Disziplinen beigemessen werden soll, ist eine wichtige Grundsatzfrage. Der Vorschlag (Kommentar von „ake“), dass die „Bibelwissenschaft die Archäologie zu Hilfe nimmt“ und nicht umgekehrt, ist NUR eine unter mehreren Sichtweisen, die stark von der deutschen Theologie geprägt ist. » weiter

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Erneut Siegel in Jerusalem gefunden!

14. März 2008, 11:59

Peter van der VeenMein Kollege Viktor Golinets hat in diesem Blog im Januar bereits von der Entdeckung eines Siegels aus der Grabung von Eilat Mazar auf dem Kamm der Davidstadt berichtet. Die Inschrift wurde anfänglich falsch als „Temech“ gelesen, danach aber einstimmig zu „Schelomit/ Schelomot“ korrigiert. Die Darstellung von zwei Männern am Altar wie auch der Stil der Inschrift legen eine Datierung in der neubabylonischen und frühpersischen Zeit (zwischen 600-400 v. Chr.) nahe. Vor wenigen Wochen entdeckte das Team um Professor Ronni Reich und Eli Shukron in der Nähe der Gihonquelle am Osthang der Davidstadt (wo vor 2 Jahren bereits zwischen 170-200 Tonverschlüsse aus dem frühen 8. Jh. v. Chr. entdeckt wurden) ein Siegel (und Fragmente von nicht näher identifizierten Tonverschlüssen) mit der Inschrift: „Gehört dem Rafijahu, dem Sohn Schallums“ (siehe Abb.). » weiter

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Die biblische Geschichte des Sanherib: Nur eine Fiktion?

12. Februar 2008, 09:34

Peter van der VeenNur gelegentlich werden Inschriften aus der Antike ausgegraben, worin biblische Personen und Ereignisse erwähnt werden. Je länger die Texte sind, desto mehr können wir einen genaueren Vergleich mit der biblischen Geschichte herstellen. Trotz überaus vieler Übereinstimmungen gibt es auch Unterschiede zu entdecken. Die Unterschiede müssen nicht immer Fehler sein, da die verschiedenen Schreiber (sowohl die biblischen als auch die außerbiblischen) eben alle auch aus ihrer eigenen Sicht dasselbe Ereignis beschrieben haben. Wie sehr man bei solchen Unterschieden aufpassen muss, nicht zu früh zu urteilen, wird besonders deutlich am nächsten Beispiel von der Belagerung Jerusalems durch den assyrischen König Sanherib (705-681 v. Chr.). » weiter

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Assyrischer Palast in Aschdod entdeckt

04. Februar 2008, 15:07

Erika Gitt

2003/2004 fand man in Ashdod beim Bau einer Zugverbindung zwischen Aschdod und Ashkelon Überreste eines neuassyrischen Palastes, den die Ausgräberinnen Elena Khogan Zahavi und Perchia Nahshoni ins späte achte Jahrhundert v. Chr. datieren.

Zuerst aber ein wenig Hintergrundwissen:

Tel Aschdod liegt 6 km südlich der modernen Stadt Aschdod. Wegen der günstigen Lage an der Küste und dem eigenen Hafen, war Aschdod immer eine wichtige Stadt, vor allem da sie auf der Seeroute nach Ägypten nicht unwichtig war. » weiter

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Ein Siegel wurde in Jerusalem gefunden – wer kennt den Besitzer?

22. Januar 2008, 14:28

Viktor Golinets

Die israelische Zeitung Jerusalem Post berichtete am 17.01.2008 vom Fund eines Siegels während der Ausgrabungen in der Davidstadt in der Nähe des Mülltors (vgl. "First Temple seal found in Jerusalem", dort auch ein Foto des Siegels). Die Ausgrabung wird durch die Archäologin Dr. Eilat Mazar geleitet.

Das Siegel ist aus Stein und hat die Maße 2,1 cm x 1,8 cm. Auf dem Siegel sind zwei Personen dargestellt, die an einem Rauchopferaltar opfern. Oberhalb des Altars sieht man den Halbmond, das Symbol des babylonischen Mondgottes Sin. Unterhalb des Bildes sind Buchstaben in paleo-hebräischer Schrift eingeritzt. » weiter

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Hoher babylonischer Beamte aus der Zeit Jeremias identifiziert?

15. Januar 2008, 11:08

Im Jahr 2007 entdeckte Prof. Michael Jursa, Orientalist an der Universität Wien, unter den etwa 100000 im Britischen Museum aufbewahrten, aber noch nicht veröffentlichten Keilschrifttafeln eine Tontafel mit dem Namen Nabu-šarrusu-ukin. Die Tafel trägt das Bibliothekssigel BM 114789 (1920-12-13, 81). » weiter

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Werden biblische Personen in archäologischen Inschriften erwähnt?

15. Januar 2008, 09:23

Peter van der VeenJa! Es gibt viele Inschriften, in denen biblische Personen erwähnt werden. Und da spreche ich noch gar nicht von den vielen Inschriften (Siegel, Siegelabdrucke, Stelenfragmente, usw.), die uns aus dem Antikenhandel bekannt sind (auch die sind zum Teil recht interessant und wichtig, aber 100%-ige Gewissheit, dass sie auch wirklich echt sind, haben wir nicht). Nein, gemeint sind die Inschriften, die tatsächlich während legalen Grabungen in situ gefunden wurden. Es gibt viele assyrische Keilschrifttexte, auf denen biblische Könige aus dem Alten Testament erwähnt werden, sowohl aus Israel als auch aus Juda, wie auch aus den benachbarten Gebieten. So erwähnt z.B. König Salmanaser III. auf der Kurchstele (heute im Britisch Museum in London) wie König Ahab im Jahr 853 v. Chr. mit seiner 2000 Streitwagen- und 10.000 Fußsoldaten starken Armee als Teil einer 12-er Koalition von levantinischen Staaten nach Nord-Syrien marschierte, um dort dem assyrischen Monarchen bei Qarqar die Stirn zu bieten.  » weiter

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War Goliat „nur“ ein Elitekämpfer?

12. Dezember 2007, 13:45

Peter van der Veen Der vom Hirtenknaben David um 1000 v. Chr. mit einer Steinschleuder getötete „Riese“ Goliat gehört sicher zu den bekanntesten Gestalten der Bibel  (vgl. 1. Samuel Kap. 17). Denn die Geschichte wurde eindrucksvoll erzählt und so spendet Trost: Auch der „kleine Mann“ vermag sich zu behaupten, wenn er geschickt und findig ist. Abgesehen davon gilt die Erzählung gemeinhin als Phantasiegebilde.

Doch diese Einschätzung ist vielleicht ein wenig vorschnell. » weiter

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