Zur Person

Der Titel „Briefe aus meiner Mühle“ für diesen Blog, der sich um naturwissenschaftliche Themen drehen soll, gefiel mir so gut, dass ich nicht widerstehen konnte, ihn zu ent- und verwenden. Er stammt nicht von mir. Es gibt bereits diesen Titel für eine Sammlung von Kurzgeschichten. Im französischen Original lautet er: „Lettres de mon moulin“, also: „Briefe aus meiner Mühle“.
Um 1870 zieht sich der Schriftsteller Alphonse Daudet (1840 – 1897) aus Paris in die südfranzösische Provinz zurück. Hier, weit entfernt vom hektischen Treiben der Hauptstadt, will er die Ruhe zur Schriftstellerei finden. Er kauft sich daher, wie er schreibt, eine alte, halbverfallene Mühle (siehe Bild) im südlichen Tal der Rhone, teilt sich das Gebäude mit den bisherigen Bewohnern, Hasen und Eulen, sitzt vor der Türe in der Sonne und schreibt, von Pinien und Eichen umgeben, an sein Pariser Publikum die „lettres“. Es sind romantische kleine Geschichten vom Leben auf dem Land.
Doch mit Daudets Mühle und den „Briefen“, die er „von dort“ schrieb, verhielt es sich nicht so, wie die Menschen meist glauben. Seine Mühle in der Nähe von Arles wird jährlich von Tausenden andächtig schauender Touristen besucht. Aber Alphonse Daudet hat nie in dieser oder irgendeiner Mühle gewohnt. Er weilte einige Zeit bei Freunden in dem nahegelegenen Schloss Montauban. Die „Briefe aus meiner Mühle“ schrieb er erst später in Paris.
So gesehen darf ich den vorliegenden Beitrag wohl mit ebensolchem Recht „Briefe aus meiner Mühle“ nennen wie es der gute Daudet tat. Immerhin: Auch ich bin von Bäumen, brandenburgischen Kiefern, umgeben. Und nur eine kleine Strecke entfernt von hier, in der kleinen Ortschaft Saalow, steht ebenfalls eine alte Windmühle. Der Unterschied besteht aber darin, dass es hier und im Folgenden nicht um romantische Episoden geht, sondern um naturwissenschaftliche Themen.
Dr. Wolfgang Herrig, geb. am 10.03.1947 in Neunkirchen (Kr. Siegen). Verheiratet: Melusine, geb. Arnhold. Kinder: Martina (1974), Thorsten (1977). Ausbildung: 1966 Abitur in Köln-Deutz, 1966-1974 Studium der Chemie an der Univ. zu Köln mit Abschluss Prom. Beruf: 1974-1986 Betriebsleiter in der Kautschukproduktion bei der Fa. Bayer in Leverkusen, dazwischen 1978-1980 Spartenreferent im Vorstandsstab, 1986 Betriebsleiter der ABS-Polymerisation im Werk Dormagen, 1994 Abteilungsleiter der Polycarbonatbetriebe im Werk Uerdingen, 1995-1997 Leitung der Polymerentwicklung bei der Bayer Corporation in Springfield, Massachusetts, 1997-2001 Präsident und CEO der Bayer Polymers Ltd. in Map Ta Phut, Thailand, 2001 - 2006 Geschäftsführer der DuBay Polymer GmbH (Joint Venture mit DuPont zur Herstellung von PBT-Kunststoff) in Hamm/Westfalen. Seit 2006 im Vorruhestand. Hobbies: Naturwissenschaften, Motorradfahren, Malen.


