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A propos Brocken ...

16. März 2012, 09:52

Hier geht es zu den Beiträgen über das Scilogs-Treffen in Deidesheim 2012Ich bin ja lange nicht im Harz gewe- sen, um ehrlich zu sein, seit der Ver- schmelzung von BRD und DDR nicht. Also kann ich zu dem Brocken im Moment wenig schreiben – ist ja auch noch nicht seine Zeit, da warten wir noch bis Ende April.

Ich war auch noch nie an der Weinstraße. Glaube ich. Es könnte sein, dass wir dort waren, als ich noch recht klein war. Dabei habe ich dort sogar Bekannte, Winzer noch dazu. Allerdings ein paar Kilometer weg von Deidesheim. Womit ich endlich dort wäre, wo ich brocken wollte: Morgen geht es nach Deidesheim, um die ganzen intelligenten Damen und Herren der Scilogs persönlich kennen zu lernen.

Für mich wird das schon deswegen ein Riesenabenteuer, weil ich seit 30 Jahren das erste Mal einen Zug benutze. Call me Indy!*

Nun aber zu den Brocken über Deidesheim:

Wussten Sie, dass Raimund Harmstorf dort jahrelang ein Restaurant betrieb?

Wussten Sie, dass der Großvater des Plagiators und Ex-Ministers Karl-Theodor Guttenberg dort ein Weingut besaß?

Wussten Sie, dass Karl May häufiger Gast in Deidesheim war?

Und wussten Sie, dass Karl May die Villa seiner Freunde als Vorbild für ein Gebäude in seinem Roman Im Reiche des silbernen Löwen benutzt hat?

Wussten Sie denn auch, dass 'Deidesheim' im Pfälzischen 'Daisem' heißt?

Machen sie sich nichts draus, ich wusste das bis heute Morgen auch nicht, selbst die Verbindung des Städtchens zu Karl May war mir bisher entgangen. Zum Glück gibt es dafür Wikis – man kann und muss auch nicht alles wissen.

 

*Natürlich werde ich mit Hut und – echt jetzt! – mit einer richtigen Indiana-Jones-Lederjacke reisen.



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No Common Sense without Paine

08. Februar 2012, 13:42

Keine Angst, es geht auf Deutsch weiter, ich will ja keinen meiner raren Leser verschrecken.

Vor einigen Tagen machte ein bildhaftes Pamphlet im Internet die Runde. Dort wurden Porträts mehrerer Geistesgrößen der Vergangenheit einem deutlich größeren Foto einer jungen Blondine gegenübergestellt. Wer die Wissenschaftler, Philosophen und Menschenrechtler nicht erkannte, aber wusste, wer Paris Hilton ist, solle seine Bildung mal überprüfen. So der Urheber.

Die grundsätzliche Fragwürdigkeit* dieses eher mäßig lustigen Scherzes wurde schnell von vielen festgestellt. Neben fraglos wichtigen – und auch bildlich bekannten – Personen wie Einstein, Freud und Darwin tauchten auch Ayaan Hirsi Ali, Carl Sagan und Christopher Hitchens auf. Selbstverständlich finde ich es sehr schade, dass selbst gut gebildete Menschen Probleme hatten, Marie Curie, Nicola Tesla oder Thomas Paine zu erkennen. Letzterer ist immerhin er einer der ganz großen Polemiker der Weltgeschichte.

Was, Sie kennen Paine nicht?

Thomas Paine wurde in England geboren und reiste, wie seine amerikanischen Kollegen Benjamin Franklin und Thomas Jefferson in der Welt herum. Seine Ziele waren revolutionären Hochburgen seiner Zeit, erst ging es in die USA, später nach Paris. Jedesmal schrieb er feurige Artikel und Bücher, mit denen er die Menschen aufrief, das Heft in die Hand zu nehmen und sich zu befreien. » weiter

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Die Relevanz des Wissens*

01. Januar 2012, 14:02

In der Vor-Internet-Zeit wurde Wissen auf Papier gesammelt und veröffentlicht, ein teures Unterfangen. Selbst wirklich umfassende Lexika wie die Encyclopaedia Britannica, die mit zwei alphabetischen Indexbänden und einem Propaedia genannten Wissensbereichindex immerhin auf 32 große Bände kommt, mussten entscheiden, was wirklich wichtig ist. Einbändige Konversationslexika waren natürlich noch weiter eingeschränkt.

Der Computer erleichterte die Arbeit der Lexikographen, er machte sie günstiger, viel günstiger. Fehler werden schneller korrigiert, neue Informationen zeitnah hinzugefügt, Daten können jederzeit abgerufen werden. Auch wenn Speicherplatz praktisch unendlich ist, braucht er viel weniger Raum und kostet vergleichsweise nichts. Die gedruckte Encyclopaedia Britannica benötigt bei mir einen eigenen kleinen Schrank, 40 cm x 78 cm x 100 cm, und die in ihr enthaltenen Daten stammen aus dem Jahr 1994. Glücklicherweise war noch ein wenig Platz im Schrank, so dass Jahresbände, die Ereignisse bis 2003 abdecken, auch noch knapp rein passten. Gekostet hat mich das ganze damals mehrere 1000 DM.

Neben meinem Schreibtisch liegt eine unscheinbare DVD-Hülle mit einer Scheibe drin, die EB 2009; Kostenpunkt € 45. Da sich sowohl die Kostenstruktur als auch Einnahmen und Konkurrenzsituation für den Verlag verändert haben, gibt es selbst die gedruckte Enzyklopädie heute für etwa € 500 – immer noch zehnmal soviel wie die DVD kostet. » weiter

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