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Bloggen für die Karriere? Ein Rückblick

02. Mai 2012, 17:29

Schön, dass es dieses Bloggewitter gibt. Das ist eine gute Gelegenheit für einen kurzen persönlichen Rückblick auf die letzten drei ein halb Jahre. So lange bin ich schon „Blogger".

Bloggewitter: Bloggen und Karriere

Es begann alles damit, dass mein Freund und Blogkollege Michael Blume mich im Sommer 2008 gefragt hat, ob ich mir denn vorstellen könnte als Blogger bei den SciLogs anzufangen. Ein eigener Blog? Das konnte ich mir zunächst nicht vorstellen. Zusätzlich zur Doktorarbeit und weiteren Projekten und Verpflichtungen auch noch regelmäßig Beiträge schreiben? Wollte ich das eigentlich? Aber ich schaute mir einige Blogs an und nach kurzer Bedenkzeit entschied ich mich, dem Ganzen eine Chance zu geben.

Für mich war von Anfang an klar, dass mein Blog kein wissenschaftliches Tagebuch darstellen soll. Im Durchschnitt alle vier Wochen ein Artikel, das reicht!

Außerdem habe ich für mich zwei eindeutige Ziele festgelegt: zum einen möchte ich zum Dialog einladen und dabei auf seine Bedeutung und Initiativen aufmerksam machen. Zum anderen – und das ist das Hauptanliegen des Blogs – sollen verschiedene Themen des Islam vorgestellt werden. Es geht also hauptsächlich um Darstellung und Informationsvermittlung.

Am 28.11.2008 habe ich dann mit „Die Flucht nach Abessinien. Das erste Aufeinandertreffen von Christen und Muslimen" den ersten Artikel geschrieben.

Als ich meinen zweiten Artikel „Weihnachten im Islam" online gestellt habe, hätte ich niemals gedacht, dass er so viel Anklang finden und der meistgelesene Artikel meines Blogs sein würde. Mittlerweile hat er über 25.000 Leser gefunden. Zu meiner großen Überraschung wurde er zu einem der besten 15 wissenschaftlichen Artikel des Jahres 2008 gewählt.

Es folgten zwei weitere Texte zum Dialog, ehe ich begann, mich mit anderen Themen auseinanderzusetzen und zu versuchen, Vorurteile abzubauen und auf Fragen, die mir im Alltag öfter begegnen, einzugehen. Was bedeutet z.B. der Begriff „Islam", ist Allah die muslimische Gottheit, wie fasten Muslime, warum pilgert man nach Mekka, wie sieht es in einer Moschee aus oder welche Koranübersetzungen könnte man empfehlen?

Mit verschiedenen Beiträgen aus dem Bereich des islamischen Humors, ist ein bis dato noch wenig erforschtes und kaum verbreitetes Thema Gegenstand meiner Blogartikel geworden. So bietet der Blog auch die Möglichkeit andere Arbeiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, so beispielsweise meine SWR-Beiträge zum Islamischen Wort/ Islam in Deutschland oder meinem Band „Muslime in Deutschland", das ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation in Heidelberg verfasst habe.

Bereits zu Beginn meiner „Bloggerkarriere" 2008 war mir bewusst, dass sich mein Bekanntheitsgrad steigern würde, dass der Blog aber in kürzester Zeit zu einem meiner Aushängeschilder werden würde, hatte ich in keinster Weise erwartet. Bei fast jedem öffentlichen Auftritt wird der Blog bei der Vorstellung meiner Person von den Veranstaltern genannt. Ich werde regelmäßig auf den Blog angesprochen und habe vor einigen Wochen ein Interview für eine Studie über muslimische Blogger in Deutschland gegeben.

Mittlerweile sind manche Anfragen für Vorträge und dergleichen eng mit dem Bloggen verbunden. Eine schöne Erfahrung habe ich 2010 gemacht, als mich die Anfrage des Österreichischen jüdischen Museums erreichte, ob ich einen Gastbeitrag zu einer ihrer Veranstaltungsreihen beisteuern könne. Man sei durch den Blog auf mich aufmerksam geworden. So erstellte ich einen kleinen Islam-Knigge.

Das Bloggen hat mir aber auch schnell seine Schattenseiten gezeigt. Gerade wenn es um den Islam geht, wird gerne ausgeteilt und hitzig diskutiert. Leider fehlt oft die konstruktive Kritik, gegen die ich eigentlich nichts einzuwenden hätte. Wenn jemand Kritik am Islam und an Religion im Allgemeinen hat, dann kann er diese auch gerne äußern. Dabei sollte man trotzdem sachlich bleiben und sich nicht im Ton vergreifen. Dann kann auch eine fruchtbare Diskussion entstehen. Immer wieder gibt es allerdings Kommentatoren, die bei jeder Möglichkeit versuchen Ängste zu schüren, aus allem eine Gewaltdebatte machen und mich persönlich attackieren. An Unverschämtheiten und Respektlosigkeit mangelt es hierbei nicht. Dass ich hier wissenschaftlich darstelle und die meisten Informationen, die ich präsentiere auch in wissenschaftlichen Abhandlungen nachzulesen sind, interessiert einige Leser scheinbar überhaupt nicht. Aber damit muss ich und andere Blogkollegen nun mal leben. Mich bekräftigt dies aber darin, dass ich hier gute Arbeit leiste und motiviert mich an meiner Linie festzuhalten.

Wenn ich nun zum Abschluss versuche ein Fazit zu ziehen, dann muss ich als erstes festhalten, dass ich das Bloggen nicht missen möchte. Ich möchte aber auch nicht jeden Tag damit beschäftigt sein. Es ist eine schöne Nebenbeschäftigung, der ich sehr gerne nachgehe, die mich ohne Zweifel etwas vorangebracht hat und mit der ich mich auch identifizieren kann. Ich möchte aber immer versuchen die Dinge realistisch einzuordnen. Der Blog hat in den letzten Jahren zwar meinen Werdegang gefördert, jedoch stellt er nur eine von vielen Qualifikationen dar, die der Karriere förderlich sind.


Im Übrigen ist dies mein fünfzigster Blogartikel, also ein kleines Jubiläum. Und für mich auch eine Gelegenheit mich bei meinen Lesern herzlich zu bedanken. Einen Dank möchte ich auch den Verantwortlichen vom Verlag aussprechen, die uns diese Plattform zur Verfügung stellen.



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Muhammad vor der Berufung Teil I

14. April 2012, 11:45

Der Prophet Muhammad war schon einige Male Gegenstand von Artikeln auf meinem Blog. So wurden insbesondere mit seinem Berufungserlebnis und seiner Auswanderung von Mekka nach Medina zwei wichtige Ereignisse aus seinem Leben vorgestellt.

Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, immer wieder einen Beitrag zu schreiben, der Auszüge aus Muhammads Leben oder Facetten seiner Persönlichkeit und seines Wirkens beleuchtet. Bei Gelegenheit werde ich auch auf Quellen eingehen und Sekundärliteratur empfehlen. Es sei hier angemerkt, dass man, was Informationen zur Person und zum Leben des Propheten und zur Frühzeit des Islam betrifft, auf die islamischen Quellen angewiesen ist, auch wenn die dort enthaltenen Berichte manchmal Legendencharakter besitzen.

 

Beginnen möchte ich mit seinem Leben vor seiner Prophetie.

 

Muhammad soll im Jahre 570 n. Chr., das in muslimischen Quellen gerne als das Jahr des Elefanten bezeichnet wird, in Mekka geboren worden sein. Wie Ibn Ishaq in seiner Biographie des Propheten, die im Übrigen das erste biographische Werk über Muhammad ist und etwa ein Jahrhundert nach seinem Ableben verfasst wurde, berichtet, soll seine Mutter Amina während der Geburt eine Eingebung bekommen haben. Demnach habe sie eine Stimme gehört, die ihr verkündete, dass sie „den Herrn dieses Volkes“ empfangen habe, dem sie den Namen Muhammad geben solle. Der Name Muhammad stammt aus der Wortwurzel h-m-d. Das dazugehörige Verb hamida lässt sich mit “loben, preisen“ übersetzen. So bedeutet Muhammad in deutscher Sprache „gepriesen, gelobt, löblich“ oder laut dem Islamwissenschaftler Hartmut Bobzin „der Hochgepriesene, bzw. „einer, der hoch gepriesen wird“. Man darf aber nicht annehmen, dass es sich dabei um einen expliziten Titel für den Propheten handelte, da der Name schon im vorislamischen Arabien bekannt war.

Seinen Vater Abdallah soll Muhammad nie gesehen haben, da dieser kurz nach der Empfängnis starb. Amina, die eine Adelstochter aus der Sippe Zuhra des Stammes Quraish war, dem die Bevölkerung Mekkas angehörte, starb ebenfalls sehr früh. Muhammad soll seit seinem sechsten Lebensjahr Vollwaise gewesen sein.

Die folgenden zwei Jahre sollte Muhammad bei Abdalmuttalib, seinem Großvater väterlicherseits, verbringen. Schließlich kam er nach dem Tod des Großvaters in die Obhut Abu Talibs, einem seiner insgesamt neun Oheime. Abu Talib stand, wie die Quellen uns berichten, bis zu seinem Tod im Jahre 619 stets auf der Seite seines Neffen. Zwei seiner Söhne Ali und Ga´far gehörten zu den ersten, die an Muhammads Mission geglaubt haben.

Eine der interessantesten Geschichten aus den jungen Jahren Muhammads ist seine Begegnung mit dem Mönch Bahira, als er die Karawane seines Onkels nach Syrien begleitete. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Mekkaner zwei Haupteinnahmequellen hatten: einerseits die Pilgerfahrtssaison, in der hauptsächlich aus der Arabischen Halbinsel kommende Pilger die Kaaba zu Ehren der über 300 Götter, deren Standbilder überwiegend dort aufgestellt waren, besuchten und andererseits der Karawanenhandel mit Syrien im Süden und dem Jemen im Norden. Die Handelsbeziehungen der Mekkaner reichten sogar bis nach Äthiopien.

Jener Mönch soll im syrischen Bosra in einer Klause gelebt haben und mit den heiligen Schriften der Christen gut vertraut gewesen sein. Bisher hatte er den Karawanen aus Mekka keine Beachtung geschenkt, doch dieses Mal hatte er ihnen ein Festmahl hergerichtet, denn er hatte beobachtet, dass eine Wolke der Karawane ständig angenehmen Schatten spendete. Auch als die Karawane in der Nähe eines Baumes gelagert hatte, soll diese Wolke sich über dem Baum ausgebreitet haben und die Zweige des Baumes sollen sich in derart über die dort Rastenden gebogen haben, dass sie sich unter ihnen abkühlen konnten. Aus diesen Zeichen schloss Bahira, dass unter ihnen ein Prophet sein müsse. Als der Mönch schließlich die Gäste zum Essen empfing, erschienen sie alle außer Muhammad, der das Gepäck beaufsichtigen sollte. Bahira bestand aber darauf, dass alle an dem Mahl teilnehmen sollten und so ließ man Muhammad kommen. Daraufhin begann er, Muhammad eindringlich zu beobachten und nach Merkmalen zu suchen, die auf seine Prophetie hinwiesen. Im Gespräch, das zwischen den beiden stattgefunden haben soll, seien Bahira alle prophetischen Merkmale aufgefallen, die er aus seinen heiligen Schriften kannte. Als abschließenden Beweis fand er zwischen den Schultern Muhammads das Siegel der Prophetie, bei dem es sich um eine Art kreisförmiges Muttermal gehandelt haben soll.

Bahira suchte daraufhin Abu Talib auf und ermahnte ihn, gut auf seinen Neffen aufzupassen und prophezeite ihm, dass dieser eines Tages von großer Bedeutung sein würde.

Die Kernaussage dieses Berichts ist sehr deutlich. Muhammads Erscheinen soll schon durch die heiligen Schriften der Christenheit verkündet worden sein. Auf diese Aussage stößt man in den islamischen Quellen und im Koran selbst immer wieder. Jesus selbst soll nach koranischer Darstellung das Kommen Muhammads vorausgesagt haben. Dieses Thema ist zu komplex, als dass es hier nur kurz angerissen werden könnte. Deshalb gerne mehr dazu bei Gelegenheit in einem eigenen Beitrag.

An dieser Stelle sollte aber noch ein Auszug aus Ibn Ishaqs Beschreibung des Charakters von Muhammad angeführt werden:

„Und Muhammad wuchs heran – wobei Gott ihn behütete und beschützte und ihn vor der Unreinheit des Heidentums bewahrte, da Er ihn ehren und mit der Prophetenschaft auszeichnen wollte -, bis er das Mannesalter erreichte und in seinem Volke der Tugendhafteste war, der Beste und Edelste, der Hilfsbereiteste und Sanftmütigste, der Aufrichtigste und Treuste und am weitesten entfernt von Zuchtlosigkeit und schlechtem Charakter. Bald nannte man ihn wegen all der guten Eigenschaften, die Gott in ihm vereinigt hatte, nur noch Amin, den ‚Treuen‘.“ (Rotter, S. 38)

Muhammad werden hier also schon für die Zeit vor seiner Berufung zum Propheten die edelsten Charaktereigenschaften zugeschrieben und es wird betont, dass er auch schon zu jener Zeit die Götzenverehrung ablehnte. Diese beiden Punkte bilden nach muslimischem Verständnis einen wichtigen Teil der Kernbotschaft Muhammads.

Im nächsten Beitrag soll es um die Eheschließung Muhammads mit Khadidja und seinen Beitrag zur Lösung des Konfliktes um den Wiederaufbau der Kaaba gehen.

 

Literatur:

-          Bobzin, Hartmut: Mohammed. München 2002. (2. Aufl.)

-          Rotter, Gernot (aus dem Arabischen übertragen und bearbeitet): Ibn Ishaq. Das Leben des Propheten. Kandern 1999.

 



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Neues vom Islamischen Wort

03. März 2012, 16:56

Heute möchte ich nicht nur auf meinen aktuellen SWR-Beitrag zum Thema „Die guten Charaktereigenschaften“ hinweisen, sondern bei der Gelegenheit in aller Kürze auf einige Veränderungen hinsichtlich des Islamischen Wortes aufmerksam machen.

Bisher sind die Beiträge nur im Internet zu lesen und zu hören gewesen. Seit Februar werden sie aber auch im Radio, auf dem neu gegründeten Sender SWR-Info unter dem neuen Namen „Islam in Deutschland“ gesendet. Der Sendetermin ist jeweils an jedem ersten Freitag im Monat um 14.37 Uhr mit einer Wiederholung am Nachmittag um 17.37 Uhr.

Alle Beiträge werden nach wie vor auch im Internet für einen Monat online gestellt und sind danach im Archiv abrufbar. Thematisch und stilistisch verändert sich kaum etwas, die Beiträge werden in Zukunft nur etwas kürzer als sonst sein.

Der SWR hat schon mit dem Projekt des Islamischen Wortes im Internet an sich Neuland in der deutschen Medienlandschaft betreten, als er Muslimen trotz Kritik, die vor allem in der Anfangszeit laut war, eine Stimme gegeben hat. Mit der Sendung der Beiträge im Radio werden Muslime zum ersten Mal in Deutschland im Rundfunk repräsentiert sein.

Den Start hat Emina Corbo-Mesic am 3. Februar mit ihrem ebenfalls sehr empfehlenswerten Beitrag „Der unbekannte Islam“ gemacht.

Veränderungen sind in letzter Zeit ebenfalls im Autorenteam eingetreten. Während die freie Publizistin Hilal Sezgin und der Bundesreferatsleiter für interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit bei der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) Bekir Alboga nach vier Jahren ihr Mitwirken beendet haben, gehört die Lehrerin für Islamkunde in deutscher Sprache, Autorin und Publizistin Lamya Kaddor seit dem letzten Sommer zum vierköpfigen Team, das vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek und mir komplettiert wird.

Das erste Islamische Wort ist im April 2007 erschienen. Somit jährt sich der Beginn im nächsten Monat zum fünften Mal. Ob jemand von den Machern und Sprechern damit gerechnet hat, dass es die Sendung nach fünf Jahren weiterhin geben wird und nun unter neuem Namen ins Radio kommt, kann ich nicht beurteilen. Allerdings glaube ich, dass diese Sendung eine Bereicherung für unsere pluralistische Gesellschaft ist. Und das behaupte ich nicht nur, weil ich die Ehre habe zu der Autorenschaft zu zählen. Das Thema Islam und Muslime wird hierzulande sehr kontrovers und nicht immer sachlich diskutiert. Muslime haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Daher ist es gut, dass der SWR einigen Vertretern die Möglichkeit gibt, mit stereotypischen Bildern aufzuräumen und einen Beitrag zum besseren Verständnis des Islam und zum friedlichen Miteinander zu leisten.

Die aktuelle Islam-Studie für Deutschland hat gezeigt, dass es noch viel zu tun gibt. Im Umgang mit den Ergebnissen sollte das ein oder andere Medium seine Haltung überdenken und mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen.



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Die Moschee

21. September 2011, 13:05

In den letzten Jahren hat es um den Bau von Moscheen in Deutschland und anderen europäischen Ländern immer wieder Konflikte gegeben. Widerstand gab es erstmals in den neunziger Jahren in Mannheim, der jedoch durch einen konstruktiven Dialog gebrochen wurde. In Mannheim steht nun die Moschee gegenüber einer Kirche. Einen heftigen Konflikt gab es vor einigen Jahren auch in Köln, wo eine Bürgerbewegung Demonstrationen organisierte und einen Anti-Islamisierungs-Kongress plante. Dieser Kongress scheiterte an den Gegeninitiativen von vielen Kölner Bürgern. Es ist davon auszugehen, dass solche Moscheebaukonflikte sich in naher Zukunft wiederholen werden.

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Die Hidschra

06. Dezember 2010, 21:01

Die Auswanderung (arab. Hidschra) von Mekka nach Medina im Jahre 622 gilt als eines der wichtigsten Ereignisse im Leben Muhammads. 610 zum Propheten berufen, wirkte er zwölf Jahre lang in Mekka und hatte in der Führungsschicht Mekkas schon früh seinen Gegenspieler gefunden. Nur an einen einzigen statt an Hunderte von Göttern, die man selbst schaffen und verkaufen konnte, zu glauben, wurde vor allem von den reichen Mekkanern als eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedrohung ihrer eigenen Interessen empfunden. Muhammad wurde zum Staatsfeind erklärt und seine Anhänger, die bis dahin überwiegend aus ärmeren Verhältnissen oder seinem Bekanntenkreis kamen, wurden verfolgt, gefoltert und teilweise auch ermordet. » weiter

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Das Opferfest

11. November 2010, 23:15

Zurzeit befinden sich 2-3 Millionen Muslime aus aller Welt in Mekka, um die bevorstehende Pilgerfahrt zu vollziehen. Am nächsten Dienstag, dem 10. Dhu`l-Hiddscha (zwölfter Monat des Mondkalenders) beginnt mit dem Opferfest (arab. ´Id al-Adha; türk. Kurban Bayram) das höchste Fest des Islam. Gemeinsam mit dem Fest des Fastenbrechens, das zum Abschluss der Fastenzeit gefeiert wird, stellt es eines der beiden einzigen Feste dar, die der Islam seit Muhammads Zeiten kennt. » weiter

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Jesus im Islam

20. Dezember 2009, 13:50

Bald ist Weihnachten und die Christenheit feiert dann mit der Geburt Jesu eines ihrer höchsten Feste. Auch im Islam wird Jesus eine große Bedeutung beigemessen. Zu diesem Anlass möchte ich Jesus aus islamischer Sicht kurz vorstellen.

Jesus (arab. ´Isa) wird im Koran über 93 Verse verteilt, in 15 Suren namentlich erwähnt. Bei der Suche nach einer Jesusbiographie im Koran wird man aber nicht fündig, da das heilige Buch des Islam im Großen und Ganzen keinen biographischen Anspruch erhebt. Selbst über Muhammads Wirken liefern die koranischen Suren keine biographischen Ausführungen. Der Koran bietet demnach mal mehr, mal weniger ausführliche Fragmente, aus denen in späteren Zeiten Biographien erstellt wurden. » weiter

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Auf nach Mekka! Die Pilgerfahrt

25. November 2009, 10:04

Die Pilgerfahrt (arab. Hadsch) nach Mekka gehört zu den fünf Säulen des Islam. In Sure 3, Vers 97 heißt es:

„Und der Menschen Pflicht gegenüber Gott ist die Pilgerfahrt zum Hause (d.h. zur Kaaba in Mekka), wer immer dazu in der Lage ist.“

Demnach ist jede Muslima und jeder Muslim dazu angehalten, einmal im Leben zu der nach islamischer Auffassung von Abraham erbauten Kaaba in Mekka zu pilgern. Voraussetzung dafür ist, dass man sowohl gesundheitlich als auch finanziell dazu in der Lage ist. » weiter

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Die islamische Gottesvorstellung- eine kurze Einführung

18. November 2009, 13:50

Der Glaube an Gott ist das Zentrum des Islam. Sämtliche Regeln und Riten der Religion sind auf die uneingeschränkte Hingabe an Gott gerichtet.
Muslime glauben an einen einzigen Gott, Schöpfer und Erhalter der Welt. Er hat keine Partner neben sich und duldet auch keine.
Der erste Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses drückt dies deutlich aus: Es gibt keinen Gott außer Gott» weiter

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Allah ist Gott

26. Oktober 2009, 12:18

Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Nichtmuslime gerne den Begriff Allah verwenden, wenn von Gott im islamischen Kontext gesprochen wird. Manchmal ist gar von Allah, der islamischen Gottheit die Rede. Es scheint, als hätten immer noch viele Menschen die Vorstellung, Allah sei lediglich der Gott der Muslime.

Ist dem aber wirklich so? » weiter

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