Heimat und Identität: Heimatbegriff im Islam - Gastbeitrag von Max Heidelberger
Wenn über die in Deutschland, bzw. in Europa im Allgemeinen lebenden Muslime geredet wird, ist in der Regel von ihren „Ursprungsländern“ die Rede. Der Zustand, zwischen einem Ursprungsland und dem Land, in welches man eingewandert ist, hin- und hergerissen zu sein und vielleicht auch gewisse Probleme zu haben, das Land, in welches man eingewandert hat, als seine „neue Heimat“ zu akzeptieren, beziehungsweise für die zweite Generation, quasi „zwischen zwei Kulturen“ zu leben, ist aber nicht ein speziell muslimisches Problem. Als in Deutschland geborener deutsch-Franzose (oder französisch-Deutscher?), kenne ich dieses „Problem“, wenn man es überhaupt als ein solches bezeichnen kann, zur Genüge aus eigener Erfahrung. Ja, man braucht sogar nicht mal ins Ausland zu gehen – schon wenn man, so wie ich, im badischen Karlsruhe aufgewachsen ist und später für längere Zeit in Berlin gelebt hat, wird man merken, dass es auch schon innerhalb Deutschlands schwierig sein kann, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen und eine andere Stadt als die, in der man geboren und aufgewachsen ist, als seine neue „Heimat“ anzuerkennen. » weiter
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