Über Begriffe und Begriffsbildung
Vor einigen Tagen kam ich mit einem Kollegen aus der Philosophie ins Gespräch. Er berichtete mir von dem Scheitern seines Vorhabens, eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern zusammen zu bringen, um das Thema "Unbestimmtheit" von allen Seiten zu beleuchten. Ich wurde hellhörig, hatte ich doch gleich den Verdacht, dass hier die Unbestimmtheit der Quanteneigenschaften auch eine Rolle spielen dürfte. In der Tat, aber das wäre nur eine Form der Unbestimmtheit und die Vorstellungen der potentiellen Mitglieder der Gruppe wären so unterschiedlich gewesen, dass eine fruchtbare Diskussion nicht zu erwarten gewesen wäre. Die Unbestimmtheit, die ihm auf den Nägeln brennte, wäre eine bei der Begriffsbildung, ein Problem, das eigentlich lange bekannt aber am Ende des letzten Jahrhunderts, also vor etwa 20 Jahren, wieder höchst aktuell geworden sei. Es ginge dabei um die Frage: Kann man eigentlich beim Argumentieren mit den Begriffen unseres täglichen Lebens stets die Regeln der formalen Logik anwenden? » weiter
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