Individualität und die Ununterscheidbarkeit der Quanten
Regelmäßigkeiten der Natur, die wir heute bei Atomen und deren Bestandteilen feststellen, beschreibt man sehr erfolgreich mit der Quantenmechanik. Bei der Entwicklung dieser Theorie gelangte man zwangsläufig zu Vorstellungen über die elementarsten Dinge dieser Welt, die unserem Alltagsverstand fremd, merkwürdig und unvorstellbar erscheinen. Quanten besitzen z.B. nicht wie übliche Dinge unserer Makrowelt gleichzeitig verschiedene wohl definierte Werte für ihre verschiedenen Eigenschaften. Das bedeutet auch, dass sich das, was wir allgemein unter Realität verstehen, erst in unserer mesoskopischen bzw. makroskopischen Welt bei Systemen von vielen Quanten als emergente Eigenschaft ergibt. Ich habe dieses z.B. in meinem Blogartikel "Realität und Nichtseparabilität in Quantenmechanik und Buddhismus" weiter ausgeführt. Hier will ich über eine weitere Merkwürdigkeit der Quanten berichten; diese ist weniger prominent und kommt seltener zur Sprache. Es ist die Tatsache, dass man bei bestimmtem Systemen von vielen Quanten den einzelnen keine "Individualität" mehr zubilligen kann. Formal verbirgt sich das hinter dem Begriff der "Ununterscheidbarkeit " der Quanten. Was diese bedeutet und in welche Folgen das für den Begriff der Individualität hat, darüber möchte ich also berichten. » weiter
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