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Die Wandlungsfähigkeit der Materie

11. Oktober 2011, 17:57

Der berühmte amerikanische Festkörperphysiker und Nobelpreisträger Philip Anderson beklagte im Jahre 1994 in einer Einleitung für einen Tagungsbericht, dass es in der öffentlichen Aufmerksamkeit für physikalische Forschungsergebnisse ein großes Missverhältnis gibt:  Kosmologische Fragen und das Schicksal von Theorien für fundamentale Wechselwirkungen würden zuhauf in Büchern und Zeitungen diskutiert und unter dem Schlagwort  "Reduktion"  werde publikumswirksam eine "Theorie für Alles" als Ziel propagiert.  Dabei könnten sich höchstens 20% der Physiker als Kosmologen oder Teilchenphysiker bezeichnen, die große Mehrheit der Physiker weltweit sei dagegen mit praktischen Anwendungen der Physik oder Phänomenen beschäftigt, die zu komplex seien, um sie direkt mit einfachen Folgerungen aus den Gesetzen für die fundamentalen Kräfte bzw. Wechselwirkungen erklären zu können.   » weiter

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Über das Buch "Der große Entwurf - Eine neue Erklärung des Universums" von Stephen Hawking

19. Oktober 2010, 21:21

Ich habe das Buch "Der große Entwurf - Eine neue Erklärung des Universums" von Stephen Hawking gelesen. Ich war überrascht, wie lesbar inzwischen solch ein Buch von ihm ist, vielleicht ist das auch ein Verdienst des Koautors Leonard Mlodinow. Ich will hier darlegen, was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat. » weiter

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Quanteninformatik

22. September 2010, 20:44

Information habe ich im letzten Blogbeitrag definiert als etwas, was das Denkorgan eines Menschen mit der Außenwelt austauscht.
Gedanken, Produkte des Denkorgans, kann man nun in vielfältigster Weise in Dinge hinein „schreiben“, z.B. mit irgendwelchen Zeichen korrelieren. Das können Bilder sein, Zeichen für einzelne Wörter oder Laute, Noten in Partituren. Kurz und gut: Man kann Information in Strukturen der äußeren Welt umwandeln. Natürlich muss die Korrelation zwischen den Strukturen und den Gedanken in einem besonderen Akt des Gedankenaustausches verabredet werden, um Information so aufschreiben zu können, d.h. in Dinge umwandeln zu können, so dass mit Hilfe dieser Dinge ähnliche Gedanken im Gehirn des „Lesenden“ erzeugt werden. Das geschieht durch Verabredung oder durch Schulung. Wer den Code nicht kennt, wer also Texte oder Noten nicht lesen kann, der versteht auch die Botschaft nicht, sein Denkorgan wird nicht entsprechend angeregt, er reagiert mit Unverstand.  » weiter

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Denkanstöße - Werner Heisenberg: "Physik und Philosophie"

05. August 2010, 13:19

Warum nimmt man heute ein Buch "Physik und Philosophie" von Werner Heisenberg aus dem Jahr 1959 zur Hand? Könnte man nicht, bei allem Respekt vor dem Autor, das Gefühl haben, man sollte lieber etwas Zeitgenössischeres über dieses Thema lesen? Anders wie in den Geisteswissenschaften lösen sich ja die Erkenntnisse in den Naturwissenschaften vollständig vom Urheber. Sie führen ein eigenes Leben in den Köpfen weiter, völlig unabhängig vom Urheber, und für die Rezeption dieser Erkenntnisse bräuchte man nichts über den Urheber zu wissen. Seine Motivation, sein Vorwissen, seine geistige Prägung, all das ist dafür irrelevant. Heisenberg, Newton oder Einstein muss man also auch nicht im Urtext lesen, um deren Leistungen einordnen und würdigen zu können.  » weiter

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Emergenz

21. Juni 2010, 21:58

Bei Naturwissenschaftlern wie Philosophen ist oft von Emergenz die Rede. Wikipedia definiert diesen Begriff treffend als " Herausbildung neuer Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente."Meistens unterstellt man dabei auch gleich, dass die Eigenschaften auf der Makroebene durch das Zusammenspiel der Konstituenten - wenigstens prinzipiell - erklärbar ist.
Besonders aktuell ist der Begriff der Emergenz heute in der Philosophie des Geistes bei der Diskussion um das "Rätsel" unseres Bewusstseins. Kann man allein aus dem Zusammenspiel der Neuronen in unserem Gehirn erklären, dass wir uns selbst als ein unverwechselbarer "Jemand" erleben? George Henry Lewes soll schon 1875 davon ausgegangen sein und heute ist es für viele Hirnforscher und Philosophen eine vernünftige Hypothese, das "Sich seiner bewusst sein" als emergente Eigenschaft eines genügend komplexen Gehirns anzusehen.  » weiter

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Gedanken zum Vortrag "Von Copernicus bis Einstein", gehalten von Max von Laue auf dem Treffen der Nobelpreisträger im Jahre 1956

16. Juni 2010, 15:23

Seit 1951 treffen sich jedes Jahr für eine ganze Woche eine große Anzahl von  Nobelpreisträgern aus Medizin, Physik, Chemie und Ökonomie in Lindau am Bodensee. Vor jungen Wissenschaftlern, die aus aller Welt über ein Netz von Universitäten und Forschungsinstituten ausgewählt werden, berichten und diskutieren sie über Erlebnisse und Ergebnisse aus ihrem Forschungsgebiet. Dieses Jahr findet dieses Treffen vom 17. Juni bis zum 2. Juli statt. Im Blog von Beatrice Lugger wird darüber ausführlich berichtet.
Die Vorträge werden inzwischen on-line übertragen, aber auch die Vorträge früherer Jahre sind nun auf der Web-Site der 'Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen' am Bodensee als Video zu hören, ein unerhörter Schatz unserer Kultur, der auf diese Weise allen Interessierten zugänglich gemacht wird. Als Beispiel greifen wir einen Vortrag heraus, den Max von Laue im Jahre 1956 gehalten hat. » weiter

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