Zweierlei Mazedonien
Advent kennen die Griechen nicht und das Wort "besinnlich" gibt es weder in ihrer Sprache noch in ihrem Naturell. Die Stille Nacht und die Zeit davor ist wegen der Oliven- und Orangenernte mit die umtriebigste des ganzen Jahres. Richtig unfriedliche Weihnachten scheinen uns in diesem Jahr ins Haus zu stehen. Griechenland macht gerade medial mobil. Nein, nicht gegen den Lieblingsfeind, die Türkei. Diesmal hat es seinen Nachbar im Norden ins Visier genommen. Gewaltige Wortgeschütze fahren seit Tagen die Politiker - vorneweg breit der Ministerpräsident - auf: Griechenland werde sein Veto einlegen, sollte sich dieser Balkanstaat erdreisten, um Aufnahme in die EU nachzusuchen. Leitartikel und Leserforen der Zeitungen sind durchweg Hassergüsse und alle Talkrunden im Fernsehen schäumen. Und warum das ganze Geschrei? Weil sich der Nachbarstaat im Norden Griechenlands Mazedonien nennt. » weiter
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