Ewig gestrige Archäologen
06. Februar 2008, 15:44
Am 9. Januar wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden. Sie hat den Mann vom Sockel hinunter komplimentiert und so die Frauenbewegung angestoßen. Eine unkonventionelle Frau, die für die Gleichberechtigung focht und gleichzeitig eine unbestechliche Kriegsberichterstatterin des Geschlechterkampfes war. Sie hat uns die Sinne auch dafür geschärft, HERRschaft noch in der subtilsten Form zu erkennen. Zu ihrem Geburtstag beschloss nun einer der Festredner launig, jetzt sei endlich Schluss mit unlustig, äh - Emanzipation. Alles wäre doch erreicht, was die Beauvoir wollte: "Alle Frauen - äh - alle Menschen sind endlich gleich. Äh - in der denkenden Welt und in allen Bereichen." Was bitte ist eine Welt, die denkt? Und stimmt das mit der erreichten Gleichberechtigung? Wie ist es damit bei den Altertumswissenschaftlern bestellt, die ja von Berufs wegen ewig gestrig sind? » weiter
Am 9. Januar wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden. Sie hat den Mann vom Sockel hinunter komplimentiert und so die Frauenbewegung angestoßen. Eine unkonventionelle Frau, die für die Gleichberechtigung focht und gleichzeitig eine unbestechliche Kriegsberichterstatterin des Geschlechterkampfes war. Sie hat uns die Sinne auch dafür geschärft, HERRschaft noch in der subtilsten Form zu erkennen. Zu ihrem Geburtstag beschloss nun einer der Festredner launig, jetzt sei endlich Schluss mit unlustig, äh - Emanzipation. Alles wäre doch erreicht, was die Beauvoir wollte: "Alle Frauen - äh - alle Menschen sind endlich gleich. Äh - in der denkenden Welt und in allen Bereichen." Was bitte ist eine Welt, die denkt? Und stimmt das mit der erreichten Gleichberechtigung? Wie ist es damit bei den Altertumswissenschaftlern bestellt, die ja von Berufs wegen ewig gestrig sind? » weiter
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