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Homerisches Leben

19. September 2008, 12:48

Wie alle Griechen fahre ich im Sommer aufs Land. Aufs Land am Meer, d.h. an eine der Küsten oder auf eine der zahllosen Inseln, was wiederum heißt, dass man ein Schiff besteigen muss, auch wenn der Seereisende auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet, von denen Homer in seiner Odyssee ein Lied singen kann. Über das dunkle Meer zu unverständlichen Völkern (Odyssee) fährt auch der heutige Grieche nur notgedrungen, sprich zur Arbeit; Urlaub macht er in der Heimat, weil die ihm gleichermaßen Abenteuer verheißt und doch vertraut ist.

Zumindest die Sprache. Man spricht bis auf Dialektverschleifungen das gleiche Griechisch, versteht sich aber nicht unbedingt. Unverständlich bleiben die Städter den Fischerdorfbewohnern und umgekehrt. Athen ist jetzt an jedem Strand, und damit die Rushhours, die man nun Happy Hours nennt. Voll sind die Bars, die Touristen und das Meer, auf dem sich Athens Motorradfahrer auf Water Bikes weiter Rennen liefern. » weiter

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