chronologs Es war einmal ...

Heinrich IV. und Tribur

19. Februar 2010, 22:45

Die wohl bekannteste Verbindung mit einem Herrscher und der Pfalz Tribur, stellt wohl die mit Heinrich IV. dar. Vor allem die Heimatforscher, aber auch andere, bewerten Heinrichs Erlebnisse in Trebur meist als positiv, lediglich getrübt durch den Fürstentag von 1076. Wahrscheinlich schwang hier der Heimatstolz mit und trübte so einen neutralen Blick auf die Vorgänge.

Der erste Aufenthalt Heinrichs IV. in Trebur ist für das Jahr 1053 verzeichnet. Sein Vater, Heinrich III. ließ seinen gerade einmal 3 jährigen Sohn in Trebur zum König wählen. Dieser, man mag denken freudige, Tag wurde durch einen Vorgang überschattet, der Heinrichs Leben prägen sollte. Die Fürsten des Reiches, die 1050 zum Weihnachtsfest in Pöhlde, noch ihre uneingeschränkte Treue  schwören, stimmen der Ernennung nur zu, wenn sich Heinrich IV. als gerechter Herrscher erweisen sollte. » weiter

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Zum Geleit

17. Februar 2010, 22:17

Ich habe dieses Blog „Es war einmal... - eine globale Lokalgeschichte“ genannt.

Mit „Es war einmal ...“ fangen alle Märchen an, heißt es. Fast wie ein Märchen mutet es auch an, wenn man heute durch Trebur geht und sich vorstellt das hier die Großen des fränkischen und später des heiligen römischen Reiches deutscher Nation ein und aus gegangen sein sollen. Nur wenig erinnert an diese Zeit. Märchenhaft wäre es aber auch mehr darüber zu erfahren und Interesse an dieser Pfalz zu wecken.

Der Untertitel „... eine globale Lokalgeschichte“ deutet zum einen an, das die Geschichte die hier geschrieben wurde, eine globale Auswirkung auf die christliche Welt hatte. Zum anderen aber auch das es nicht möglich ist die historische Pfalz Tribur nur auf Ebene der Lokalgeschichte zu erfassen. Der Fiskalbezirk der Pfalz reichte, umschlossen von Rhein, Main und Alt-Neckar, bis an Frankfurt heran, Beziehungen entstanden bis nach Quedlinburg und Rom wird auch schon mal von Geschichtsschreibern der frühen Neuzeit mit Trebur in einem Zug genannt.

Es wäre anmaßend zu glauben man könne sich der Pfalz Tribur nähern, ohne einen Blick auf die Gesamtentwicklung des fränkischen (Ost-)Reiches zu werfen oder der Gesamtentwicklung der Besiedelung der Region.

Leider erstreckt sich die Forschung über die Pfalz Tribur hauptsächlich auf die wirtschaftlichen Aspekte, was sehr bedauerlich ist, da in Vorträgen die beiden karolingischen Bögen der heutigen evangelischen Laurentiuskirche, der ehemalige Pfalzkapelle, in ihrer Bedeutung mit der Lorscher Torhalle oder der Einhardsbasilika in Michelstadt Steinbach verglichen wurden.

Ich werde in Zukunft versuchen, so weit mir möglich, die Geschichte etwas zu erhellen und auch die Geschichte der Region bis in die Gegenwart mit einzubeziehen.

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