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Adam, wo bist du? Kain, wo ist dein Bruder Abel?

04. September 2010, 12:55

Die Geschichten von "Adam und Eva" benennen in erzählerischer Form anthropologische Einsichten: Wir kennen die Schmerzen und die Herausforderungen des Lebens – seine Chancen und die Abgründe. Insofern sind die Geschichten von den „Ureltern“ der Menschheit Schlüsselgeschichten, eben „Urgeschichten“. Dazu schrieb ich die ersten beiden Teile (I und II). Und – sorry, das angekündigte „Zwischenspiel“ zog sich doch sehr lange hin – hier nun die unumgängliche Fortführung: Jenseits von Eden.
Die Frage Gottes, noch „im Paradies“ (1.Mose 3), an den Menschen „Adam, wo bist du?“ ist die erste Frage, der der Mensch sich stellen muss. Sie markiert den Riss, sein Erschrecken – über sich selbst: Wir Menschen, die wir immer mehr über alles, über „Gutes und Böses“, wissen wollen –  » weiter

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Denkanstöße - Religionen als nützliche Spielregeln des Lebens...

10. August 2010, 20:36

In urvordenklicher Zeit, im letzten Jahrzehnt des letzten Jahrtausends, hatte ich mir mal selber autodidaktisch zusammengelesen und zusammengereimt, wie es wohl dazu kommt, dass Menschen weltweit so etwas pflegen wie Gottesglauben:

Hängt es wohl mit der Menschwerdung des Menschen zusammen? Erkundet der Mensch mithilfe der Religion(en)  die inneren Regelkreise, die Spielregeln des Lebens? Dieses Leben ist ja in vielerlei Hinsicht eine gefährliche Sache, mit vielen tödlichen Klippen – doch wer es recht zu spielen weiß…
Auf der Suche nach den Wurzeln dieser kulturellen Äußerungen des Menschen  » weiter

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Denkanstöße: Darwinisch denken – Menschlichkeit bewahren

05. August 2010, 12:29

Eigentlich meinte ich „schon immer“, mit der Evolution des Weltalls und des Lebens keine Probleme zu haben. Diese Abläufe als naturwissenschaftlich erforschbare Fakten zu begreifen und sie anzuerkennen, wurde uns im Lauf der Schulzeit (bis 1964 in einem kirchlichen Gymnasium) so selbstverständlich gelehrt wie Aussagen über andere Fakten auch. Nur: Ich meine mich zu erinnern, dass wir beispielsweise den Beginn der Menschen auf etwa 1 Million Jahre datiert bekamen.  Doch das war wohl der damalige Stand der Erkenntnis; die Abläufe mussten wohl seither insgesamt „gedehnt“ werden. Und irgendwelche schlauen Leute betonten immer wieder: Wir würden ja nicht von den Affen abstammen, sondern  » weiter

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Denkanstöße - „Brauchen wir Gott?“ Atheistische Denkstrategien und Lebensstrategien

01. August 2010, 07:01

Oft denke ich an Pascal Boyers wichtigen Schlusssatz aus „Religion: Bound to believe?“ * :
Formen von religiösem Denken scheinen für unsere kognitiven Systeme den Weg des geringsten Widerstandes darzustellen. Im Gegensatz dazu ist Unglauben in der Regel das Ergebnis bewussten, mühevollen Ankämpfens gegen unsere natürlichen kognitiven Dispositionen – und damit wohl kaum eine leicht zu verbreitende Ideologie.
Gleichzeitig denke ich auch an Leute, die es sich sehr einfach machen mit ihrem Atheismus: Atheistisch seien die Intelligenteren, zu denen gehörten selbstverständlich sie selber. Schöner Zirkel, nicht gerade circulus vitiosus, eher virtuosus: Die sich als Virtuosen verstehen,  » weiter

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Adam und Eva - Teil II - eine Geschichte aus "Schmerz und Liebe und Trotz"

05. Juli 2010, 13:13

Die Geschichten von Adam und Eva, sagte ich schon im ersten Teil, sind erzählte Anthropologie. Die Geschichte vom sog. „Sündenfall“ erst recht. Am ersten Menschenpaar sollten schon Grundlinien deutlich gemacht werden, die den Menschen ausmachen.
Zuerst, das war in dem Abschnitt 1. Mose 2: die Freude – die leibhafte Freude, auch und gerade im Zusammensein der Geschlechter – und die Aufgaben des Menschen: Der Erdling als Bebauer, Bewahrer und Genießer dessen, was ihm blüht auf dieser Erde.
Aber es blüht ihm noch mehr. Die alten Erzähler waren ja nicht nur Phantasten einer heilen Welt. Sie kannten auch die Schmerzen des Lebens; sie spürten  die Risse  » weiter

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Gefrorener Geist - aufgetauter Geist?

16. Juni 2010, 10:10

Geist sprüht immer wieder. Wird er versprüht, verdampft? Jedenfalls ist es nicht überflüssig aufzuzeigen,  dass da etwas fließen kann – auf Lateinisch *Humor* – auch wenn es zuweilen wie *trockene Materie* erscheint. Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart-Hohenheim unternahm es letztes Wochenende, Spuren zu verfolgen: Lässt sich der Geist (des Menschen) zurückverfolgen bis in ein Formprinzip der Materie, eine innere strukturbildende Kraft?  » weiter

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Adam und Eva – erzählte Anthropologie

10. Juni 2010, 00:45

Fange ich doch einmal bei Adam und Eva an, ganz von vorne. Denn ich mag ihre Geschichte als „Geschichte der ersten Menschen“. Und wenn jemand meinen sollte, an ihr könne sowieso nichts Wahres dran sein, dann wäre vielleicht zu klären, ob er auch sonst in Erzählungen und Gedichten keine Wahrheit zu erkennen vermag: als Lebenseinsicht, Lebenseinstellung.
Jedenfalls, die alten Erzähler, die von Evolution und genetischem Code noch nichts wussten,  » weiter

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Kick it like Einstein – Klick zu Italiens Waldensern

31. Mai 2010, 06:00

Italien, das Land, wo die Zitronen blühn – das Land, aus dem die Spaghetti kommen und die Pizzen. Und natürlich Super-Fußballer – AC Mailand und Juventus Turin. Kick it like Einstein

Wenn die Besten in der Nationalmannschaft zusammen spielen, die Spannung ist gerade beim Titelverteidiger von 2006 garantiert. Ganz anders spannend auch: Italien, das Land der Mafia, Berlusconi und Lega Nord. Ja, und zu alledem der Papst, Blutwunder von Neapel und Turiner Grabtuch. Der Katholizismus ist dort zwar nicht mehr offiziell Staatsreligion, aber er bestimmt das Klima.

In ganz Italien? Nein!
Einige von unbeugsamen Protestanten bevölkerte Dörfer, einige Zentren » weiter

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Bildhaft-religiöse Sprache bei Friedrich von Spee

19. April 2010, 23:42

Friedrich von SpeeEin Lied fiel mir in letzter Zeit auf, ein sehr altes. Friedrich von Spee (1591-1635), ein Jesuit, hat den Text gedichtet. Mir begegnete es in einer Vertonung von Johannes Brahms, die wir derzeit im Gesangverein  unseres Dorfes einüben. Nun, der Name von Spee lässt aufhorchen: Dieser Priester, sowieso ein Lichtblick in der dunklen Zeit des europäischen Religions- und Territorialkrieges (1618-1648),hatte ja in gewisser ökumenischer Aktion (gemeinsame Sache mit einem protestantischen Verleger machend) sich gegen die Hexenverfolgung gewandt. Darin durchaus vergleichbar mit Sebastian Castellio.  » weiter

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Das Ende ist nahe? Endzeit-Erwartungen als Geburtshelfer neuzeitlicher Wissenschaft

28. März 2010, 23:28

Wenn man so alt ist, wie ich, sollten einen Parolen vom Weltende nicht mehr unbedingt beeindrucken – zu oft immer wieder dieselben… Und wer jünger ist, kann auch aus der Geschichte ersehen, wie oft schon das „nahe Ende“ angekündigt wurde. Allein in den letzten hundert Jahren beispielsweise  » weiter

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