Adam, wo bist du? Kain, wo ist dein Bruder Abel?
Die Geschichten von "Adam und Eva" benennen in erzählerischer Form anthropologische Einsichten: Wir kennen die Schmerzen und die Herausforderungen des Lebens – seine Chancen und die Abgründe. Insofern sind die Geschichten von den „Ureltern“ der Menschheit Schlüsselgeschichten, eben „Urgeschichten“. Dazu schrieb ich die ersten beiden Teile (I und II). Und – sorry, das angekündigte „Zwischenspiel“ zog sich doch sehr lange hin – hier nun die unumgängliche Fortführung: Jenseits von Eden.
Die Frage Gottes, noch „im Paradies“ (1.Mose 3), an den Menschen „Adam, wo bist du?“ ist die erste Frage, der der Mensch sich stellen muss. Sie markiert den Riss, sein Erschrecken – über sich selbst: Wir Menschen, die wir immer mehr über alles, über „Gutes und Böses“, wissen wollen – » weiter
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Ein Lied fiel mir in letzter Zeit auf, ein sehr altes. Friedrich von Spee (1591-1635), ein Jesuit, hat den Text gedichtet. Mir begegnete es in einer Vertonung von Johannes Brahms, die wir derzeit im Gesangverein unseres Dorfes einüben. Nun, der Name von Spee lässt aufhorchen: Dieser Priester, sowieso ein Lichtblick in der dunklen Zeit des europäischen Religions- und Territorialkrieges (1618-1648),hatte ja in gewisser ökumenischer Aktion (gemeinsame Sache mit einem protestantischen Verleger machend) sich gegen die Hexenverfolgung gewandt. Darin durchaus vergleichbar mit Sebastian Castellio.
