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Die Shaker - Kurze Blüte, kinderlos

31. Oktober 2008, 20:03

Die Shaker bilden ein in der Öffentlichkeit sehr viel weniger bekanntes Beispiel als die (hier bereits vorgestellten) extrem kinderreichen Amisch People: Eine Religionsgemeinschaft, die ebenfalls Leben und Fortpflanzung ihrer Mitglieder tiefgreifend beeinflusste, nur in die entgegen gesetzte Richtung: Alle Miglieder solten streng keusch und monastisch nach Geschlechtern getrennt leben, die Geburtenrate lag nahe null, stattdessen verbreiterten sich die Shaker per Mission und Adoption.

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Gotteswahn oder Gottesschau - Wohin evolvieren wir?

17. Oktober 2008, 07:09

Ab heute tagt an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Religion and Science Network Germany zum Thema Neurowissenschaft im Dialog (Flyer hier) mit etablierten Forschern wie Prof. Eberhard Schockenhoff und Prof. Günter Rager sowie (laut Anmeldeliste) mehr als 70 (!) Post-Doks und weiterer Nachwuchswissenschaftler verschiedenster Disziplinen. Wenn das mal keine ermutigende Resonanz für diesen interdisziplinären Forschungsbereich ist!

Die Chance der Einladung zum Vortrag wollte ich nutzen, aufbauend auf "Gott, Gene und Gehirn" einige erkenntnistheoretische Fragen zu formulieren, die die Evolutionsforschung zur Religiosität aufzuwerfen scheint - und die die Religionswissenschaft allein kaum beantworten kann. Handelt es sich, wie z.B. Richard Dawkins formulierte, bei unseren Ausprägungen religiöser Veranlagungen nur um einen Wahn? Oder gar, wie beispielsweise der Jesuit und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin vermutete, um die evolutionäre Entfaltung einer Gottesschau? Widerlegt die Evolution Gott oder offenbart Er sich durch sie?

Falls Interesse besteht: Das Vortragsskript per Klick zum Download hier.

Postskript: Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover veranstaltet zu "Glauben und Naturwissenschaften" Anfang Dezember sogar ein interdisziplinär besetztes Schülerforum - und laut Schreiben der Kirche liegen schon über 1.000 Anmeldungen vor... Nach hervorragenden Erfahrungen mit einem Schüler-Workshop im letzten Jahr freue ich mich auch darauf schon sehr, in diesem Rahmen wieder einen anzubieten (Programmübersicht hier). Das Thema scheint derzeit viele zu bewegen, dabei hat das Darwin-Jahr doch noch gar nicht angefangen... ;-)

 



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Bucherstling: Gott, Gene und Gehirn erscheint

07. Oktober 2008, 12:01

Als es an diesem Morgen klingelt, springe ich schneller als sonst auf und stürme zur Tür. "Warum darf Papa jetzt einfach wegbleiben? Wir frühstücken noch!", beschwert sich meine Große (5 J.) kurz darauf - und völlig zu Recht - über den Verstoss gegen den Familien-Knigge. Erfreulicherweise wirbt meine Frau augenzwinkernd um Verständnis: "Der Postbote hat heute das Buch gebracht, das Papa mit Rüdiger geschrieben hat. Darauf hat er sich schon so lange gefreut!"

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Das Überleben des Judentums als Phänomen der Religionsgeschichte

03. Oktober 2008, 09:42

Wir neigen dazu, von der Wahrnehmung der eigenen auf andere Religionen zu schließen. So glauben viele Menschen mit christlichem Hintergrund, alle Religionen würden beanspruchen, dass nur ihre Glaubensgeschwister ins Paradies fänden oder dass der Erfolg einer Religionsgemeinschaft von staatlicher Förderung abhänge. Ein Artikel von Rabea Rentschler im aktuellen Geschichtsheft Epoc (Ein Gott, eine Thora - kein Tempel) erinnert dagegen an die bemerkenswerte Entwicklung des Judentums.

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