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Der seltsame Spott der "neuen Atheisten"

30. Mai 2009, 16:13

Pünktlich zu Pfingsten wird er also starten, der Bus mit der Aufschrift: "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott", der dann durch Deutschland touren will. An sich eine feine Sache: Schließlich wird öffentlich ja auch für andere weltanschauliche oder religiöse Aussagen geworben. Und Diskussionen über grundlegende Fragen können Deutschland wirklich nicht schaden! Hier ist allerdings ist zu fragen: Was hat das mit Wissenschaft zu tun?

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Koreanischer Schamanismus

24. Mai 2009, 10:18

Schon der Beitrag über die "buddhistische" Ahnenverehrung in Japan, das hohe Leserinteresse und die rege Diskussion haben den Effekt unterstrichen, wonach Blicke über den Tellerrand der eigenen Religionskultur (auch für Kritiker derselben) sehr anregend sein können. So wurde deutlich, dass übernatürliche Akteure in allen gewachsenen Religionskulturen rituell verehrt werden, dass aber ihre Beschreibungen (z.B. die Eigenschaften von Göttern) sich auch stark von den "gewohnten" Kategorien Europas unterscheiden können. Mit einem weiteren Gastbeitrag ermöglicht uns nun Katharina Böhning, Universität Leipzig, Einblicke in die Welt des koreanischen Schamanismus.

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Buddhistische Ahnenverehrung in Japan

15. Mai 2009, 16:37

Gerne wird in Diskussionen bezweifelt, ob der Buddhismus eine Religion sei, da der Buddha doch keine absolute Existenz übernatürlicher Akteure (wie Ahnen, Geister, Götter etc.) gelehrt habe. Umso eindrucksvoller (und evolutionäre Hypothesen stärkend) ist es jedoch zu sehen, dass sich in der religiösen Alltagspraxis gewachsener, buddhistischer Gesellschaften die oft auf Familie bezogene bzw. Familienwerte bekräftigende Verehrung übernatürlicher Akteure doch auf sehr hohem Niveau entwickelt hat. Dazu ein Gastbeitrag von Katharina Böhning, Absolventin der Religionswissenschaft in Leipzig, die für inhaltliche Fragen gerne zur Verfügung steht.

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Überbevölkerung und Reproduktionsvorteil durch Religion

10. Mai 2009, 21:36

Es geschah zuletzt wieder nach dem SWR-Radiointerview "Machen Religion und Glaube fruchtbar?" und in den Kommentarspalten des Focus-Artikels "Fruchtbarer Glaube": Bisweilen geradezu aggressive Rückmeldungen, die darauf verweisen, es könne "doch nicht gut sein", dass religiöse Menschen durchschnittlich mehr Kinder bekommen - es drohe doch ohnehin Überbevölkerung. Und was sich Wissenschaftler eigentlich erlauben würden, es auch nur für möglich zu halten, dass Religiosität nützlich sein könne? Religiöse Menschen seien minderbemittelt, Punkt. Und warum irgendjemand eigentlich Kinder so toll fände?

Emotionale Religionskritik (die Religiosität nicht verstehen, sondern nur verachten will) und echtes Interesse an Wissenschaft stehen sich eben oft im Weg, wie andere ideologische Engführungen auch. Aber die positiven Erlebnisse echten Interesses überwiegen und es gilt, gerade auch gegen Wissenschafts- und Religionsfeindlichkeit weiter aufzuklären. Daher gehe ich hiermit gerne auch auf diese Anfragen ein. Warum gerade Forschungen zur Religionsdemografie? Und was ist mit der Überbevölkerung? 

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Reduziert Evolutionsforschung Religion?

03. Mai 2009, 00:55

Immer wieder treffe ich auf die Angst, wissenschaftliche Forschung werde das Phänomen der Religiosität und Religionen auf naturwissenschaftliche Prozesse reduzieren und damit in gewisser Weise "entzaubern". Sowohl erkenntnistheoretisch wie persönlich kann ich diese Befürchtung nicht nachvollziehen. Verschwindet die Liebe, wenn wir mehr über die überaus komplexe Biologie der Liebe erfahren - oder steigert das Wissen unser Staunen und Erleben nicht eher? Endet die Wirkung der Musik, wenn wir die Evolutionsgeschichte der Musikalität entschlüsseln - oder fügt dies unserem Hören und Tun nicht eher weitere Dimensionen der Erfahrung hinzu? Auch unsere Augen sind doch eindeutig Produkte der Evolution - würden wir daraus schließen, dass wir nicht mehr sehen? Und religionsphilosophisch gefragt: Wenn Gott sich der von Ihm erschaffenen Welt offenbaren wollte, warum sollte Er dies dann nicht (auch) auf Basis der doch von ihm ausgehenden Naturgesetze tun? Ich kann wirklich nicht erkennen, wie Evolutionsforschung reflektierte Theologien bedrohen sollte...

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Geschrieben in Philosophische Fragen | 25 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


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