Heimat und Identität - Die geheimnisvolle Macht der Gefühle
In seltsamer Weise zieht sich die Frage nach Heimat und Identität durch mein bisheriges Leben. Als "Wossi" - Kind von aus der DDR entkommenen Eltern in einem noch nicht wiedervereinigten Deutschland - erlebte ich früh den Wert von Heimat und Zugehörigkeit, aber eben auch doppelte Ausgrenzung durch Etablierte ("Noch so ein Ausländer!") und Zugewanderte ("Noch so eine Kartoffel!"). Und so dachte ich vor neun Jahren, im April 2001, als Student der Religions- und Politikwissenschaft im 3. Semester, die Teilnahme an einem Studienwettbewerb des Bundesinnenministeriums "Angekommen? Aufgenommen? Studentenwettbewerb zur Integration von Ausländerinnen und Ausländern" (so sagte man damals noch) sei eine gute Gelegenheit, mal dazu zu arbeiten. Mein Arbeitstitel war damals schnell gefunden: "Heimat und Identität - Knappe Güter unserer Zeit".
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