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Fachbuch zu evolutionärer Religionsforschung: The Biological Evolution of Religious Mind and Behavior

25. September 2009, 09:06

Bisher haben Deutschland und Europa in der Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen eine eher nachgeordnete Rolle gespielt - zumal einige der besten europäischen Forscher dazu in den USA angeworben wurden. Auch mit der internationalen Delmenhorst-Konferenz zur "Biology of Religion", die der Soziobiologe Eckart Voland und der Ethnologe Wulf Schievenhövel am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) ausrichteten, begann sich das zu ändern. Aus dieser Konferenz ist ein Fachbuch hervor gegangen: The Biological Evolution of Religious Mind and Behavior (BERMB), das der Springer-Wissenschaftsverlag nun in seiner "Frontiers Collection" herausgebracht hat. Es versammelt 19 Studien völlig unterschiedlicher Bereichen, die dennoch ein sich zunehmend präzisierendes Bild der Evolution von Religiosität und Religionen zeichnen. 

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Religion und Magie im neuen Epoc

04. August 2009, 19:02

Die aktuelle Ausgabe des Geschichtsmagazins Epoc hat wieder ein Titelthema, das hervorragend zu Natur des Glaubens passt: Religion und Magie im Mittelalter. Denn wie diese Phänomene zusammen hängen, ist eines der alten und bleibenden Themen der Religionswissenschaft! Und das schon lange vor Harry Potter und sicher auch nach ihm.

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Evolutionsprinzip Überleben - oder Überlieben?

10. Juli 2009, 18:25

Als Herbert Spencer 1864 den Begriff "Survival of the Fittest - Das Überleben des Bestangepassten" prägte, leitete er eines der vielleicht folgenreichsten Missverständnisse im Bezug auf die Evolutionstheorie ein. Viele Menschen glauben seitdem irrtümlich, die Evolution und Natur bestehe vorwiegend aus unbarmherzigem Kampf, in dem nur "die Stärksten überleben" und Phänomene wie (Nächsten-)Liebe, Gemeinschaft, Kooperationen, Religion(en) etc. keinen Platz haben könnten.

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Überbevölkerung und Reproduktionsvorteil durch Religion

10. Mai 2009, 21:36

Es geschah zuletzt wieder nach dem SWR-Radiointerview "Machen Religion und Glaube fruchtbar?" und in den Kommentarspalten des Focus-Artikels "Fruchtbarer Glaube": Bisweilen geradezu aggressive Rückmeldungen, die darauf verweisen, es könne "doch nicht gut sein", dass religiöse Menschen durchschnittlich mehr Kinder bekommen - es drohe doch ohnehin Überbevölkerung. Und was sich Wissenschaftler eigentlich erlauben würden, es auch nur für möglich zu halten, dass Religiosität nützlich sein könne? Religiöse Menschen seien minderbemittelt, Punkt. Und warum irgendjemand eigentlich Kinder so toll fände?

Emotionale Religionskritik (die Religiosität nicht verstehen, sondern nur verachten will) und echtes Interesse an Wissenschaft stehen sich eben oft im Weg, wie andere ideologische Engführungen auch. Aber die positiven Erlebnisse echten Interesses überwiegen und es gilt, gerade auch gegen Wissenschafts- und Religionsfeindlichkeit weiter aufzuklären. Daher gehe ich hiermit gerne auch auf diese Anfragen ein. Warum gerade Forschungen zur Religionsdemografie? Und was ist mit der Überbevölkerung? 

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Franz M. Wuketits zu Gott, Gene und Gehirn

15. April 2009, 07:47

Zu den schönsten Erfahrungen mit dem Buch "Gott, Gene und Gehirn" gehören die sehr erfreulichen Reaktionen aus der Fachwelt - so auch von Franz Wuketits. Der Evolutionsbiologe und Wissenschaftsphilosoph bekannte sich in einem munteren Streitgespräch mit dem Theologen Richard Schröder in Gehirn & Geist 04/2009 zu einem persönlichen Atheismus, gehört dem Beirat der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung an - und diskutiert (im Gegensatz zu manchen Nichtfachleuten im Bereich der Evolution und/oder Religion) doch auch seriös, fair und v.a. interessiert über die Evolutionsforschung zur Religiosität. Im Folgenden seine Rezension zu "Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität."

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Deutsch als Wissensschaftssprache - Ein Erfahrungsbericht aus der (evolutionären) Religionswissenschaft

26. Februar 2009, 12:25

Nach wieder begeisternden Erfahrungen als Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig und einer heute erschienenen, erfreulichen Themenseite im österreichischen Wochenmagazin "Die Furche" ("Die Evolutionstheorie erklärt die Religiosität" von Thomas Mündle, pdf-Download hier) möchte ich bei aller Freude am Englischen auch mal einfach begründen: Es ist ein großes Glück, in Deutsch zu forschen!!! Warum?

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Religiöse Schulen und Heimschulbewegung in Deutschland

26. November 2008, 18:41

Auch wir Nachwuchs-Wissenschaftler sind in den nachwirkend obrigkeitsstaatlichen Traditionen Deutschlands sozialisiert und als Florian Böhnhardt in einem meiner Seminare an der Universität Leipzig über den Konflikt der freikirchlichen "Zwölf Stämme" mit dem bayerischen Staat über das Recht einer Ersatzschule referierte, war die Anfangshaltung der meisten von uns klar: Der Staat hat die Schulpflicht auch gegen religiöse Ansprüche durchzusetzen, basta.

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Sprachfähigkeit, Musikalität, Religiosität - Die soziale Perspektive

16. September 2008, 19:33

Freude über einen Artikel von Jan Dönges im aktuellen Gehirn und Geist (kostenloser Download hier): Auch in der Evolutionsforschung zur Sprache (und, damit verwandt) Musik nähern sich die genetischen und sozialen Forscherperspektiven fruchtbar einander an. Neuere Forschungen, die theoretische Modelle mit anthropologischen Beobachtungen abgleichen, fragen nicht mehr nur nach dem Individualnutzen, sondern auch nach den wechselseitigen Vorteilen sozialer Fähigkeiten (vgl. Gruppenselektion).

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Gruppenselektion vor dem Comeback?

21. August 2008, 14:12

Charles Darwin stand vor einem Dilemma. Warum hatte sich der Mensch zum (auch) "sozialen Tier" in Gemeinschaften entwickelt und nicht zu einem nur hemmungslosen Egoisten? Und er fand eine Antwort, die heute wieder aktuell wird.

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Bildung, Beten, Babys - Zum komplexen Zusammenhang von IQ und Religiosität

20. Juni 2008, 16:45

Richard Lynn hat wieder zugeschlagen: Nach Frauen und Afrikanern attestiert der britische Intelligenzforscher nun auch Religiösen publikumswirksam einen niedrigeren Intelligenzquotienten - IQ - als säkularen, männlichen Europäern (Auswertung, Kommentar und Links hier). Als unterstützendes Argument wird ein Zitat aus Richard Dawkins Gotteswahn angeführt, wonach es unter europäischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern nur sehr wenige Religiöse gebe. Also: Wie steht es um Kausalität und Sinnhaftigkeit dieses Vergleichs? Und warum verzeichnen die USA gleichzeitig einen hohen IQ und hohe Religiosität? » weiter

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