TED-Talk: Jonathan Haidt zur Evolution der Religion und Spiritualität aka Selbst-Transzendenz
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Vielleicht haben Sie sich ja schon einmal gefragt, warum Sie eigentlich sterben müssen. Bestärkt denn der Evolutionsprozess nicht "survival of the fittest - das Überleben des Fittesten"? Antworten aus dem Bereich der intuitiven Biologie laufen meist darauf heraus, dass nun einmal leider Fehler in jedem Organismus aufträten, die irgendwann eben zum Zerfall und Tode führten. Die Wirklichkeit ist aber noch viel spannender!
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Ich liebe nicht nur prächtig erzähltes Kino und seine oft verborgenen Botschaften, sondern habe auch ein Faible für kleine Qualitätsfilme außerhalb des populären Mainstream. In den letzten Monaten habe ich - nach der regen Resonanz auf die Filmempfehlung für "Das kreative Universum" von Rüdiger Sünner - ein paar Perlen zusammen getragen, die ich gerne vorstellen und empfehlen möchte. Beginnen möchte ich mit "Ehre sei den Tieren. Warum Indianer und Polarvölker die Natur achten" des Schweizer Biologen und Filmemachers Andreas Moser.
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Vor einigen Wochen hatte ich einen Blogpost über die Symbolik des Feuers in religiösen Traditionen eingestellt. Das Thema faszinierte mich weiterhin und so kaufte ich mir - nach einer hervorragenden Rezension durch den Soziologen Frank Ufen - das Buch "Feuer fangen" (Catching Fire) von Richard Wrangham. Absolut hörenswert ist auch der Braincast von Arvid Leyh zum Thema. Und in der Tat: Obwohl im Detail noch vieles zu klären bleibt, verändert "Feuer fangen" den Blick auf die Evolution des Menschen - und unseren Alltag. Im folgenden möchte ich wesentliche Aussagen des Wissenschaftsbuches für Sie zusammenfassen.
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Immer noch wenige Menschen wissen, dass Charles Darwin in "Die Abstammung des Menschen" bereits eine erfolgreiche, biokulturelle Evolution von Religiosität und Religionen hin zu einem Monotheismus beschrieb. Und noch weniger wissen, dass er dabei nicht nur - aus heutiger Sicht erstaunlich starke - Hypothesen formulierte, sondern auch Tiervergleiche vorschlug. So schrieb er im 3. Kapitel u.a.: "Das Gefühl religiöser Ergebung ist ein in hohem Grade complicirtes, indem es aus Liebe, vollständiger Unterordnung unter ein erhabenes und mysteriöses höheres Etwas, einem starken Gefühle der Abhängigkeit, der Furcht, Verehrung, Dankbarkeit, Hoffnung in Bezug auf die Zukunft und vielleicht noch anderen Elementen besteht. Kein Wesen hätte eine so complicirte Gemüthserregung an sich erfahren können, bis nicht seine intellectuellen und moralischen Fähigkeiten zum mindesten auf einen mässig hohen Standpunkt entwickelt wären. Nichtsdestoweniger sehen wir eine Art Annäherung an diesen Geisteszustand in der innigen Liebe eines Hundes zu seinem Herrn, welche mit völliger Unterordnung, etwas Furcht und vielleicht noch anderen Gefühlen vergesellschaftet ist. Das Benehmen eines Hundes, wenn er nach einer Abwesenheit zu seinem Herrn zurückkehrt, und, wie ich hinzufügen kann, eines Affen bei der Rückkehr zu seinem geliebten Wärter, ist sehr weit von Dem verschieden, was diese Thiere gegen Ihresgleichen äussern."
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