Gott, Gene und Gehirn geht in die dritte Auflage
Als Rüdiger Vaas und ich mit "Gott, Gene und Gehirn" einen ersten, deutschsprachigen Überblick und eine Einführung in das Thema Evolutionsforschung zu Religion schrieben, wollten wir ausdrücklich keine fertigen Antworten geben, sondern Leserinnen und Leser zum Mitdenken und, ja, Mitforschen anregen. Es war ein Wagnis auch des Hirzel-Wissenschaftsverlages, zumal niemand wissen konnte, ob der Forschungsbereich angesichts des traditionellen Grabens zwischen Natur- und Geisteswissenschaften überhaupt gute Aufnahme finden würde. Doch es geschah: Das Buch fand großen Anklang nicht nur bei Kolleginnen und Kolllegen aus der Wissenschaft, sondern auch bei Studierenden verschiedener Fächer, in Seminaren und an Akademien. Aber auch von Pfarrerinnen und Religionslehrern, die z.B. naturwissenschaftlichen Fragen ihrer Gemeinden und Schüler nicht länger ausweichen wollten, kam viel Resonanz - ebenso von interessierten Laien, die den Dingen "auf den Grund" gehen wollten. Besonders gefreut habe ich mich auch über Zuschriften von Schülerinnen und Schulen der Oberstufen, die "Gott, Gene und Gehirn" als Prüfungsthemen gewählt und sich spannende Diskussionen mit ihren Lehrern und Prüfern gegeben hatten. Einige teilten mir mit, dass sie über den (hier kostenfrei zugänglichen) Gehirn-und-Geist-Artikel "Homo religiosus" auf das Thema aufmerksam geworden waren - andere über diesen Blog. Gestern Abend erreichte mich dann zu Hause ein Paket mit einem ersten Band der dritten Auflage - und ich war (und bin) darüber sehr glücklich.
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