Eckart Voland zur Evolution der Religiosität
Wohl kaum ein deutschsprachiger Wissenschaftler hat sich in den vergangenen Jahren so um die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen verdient gemacht wie der Gießener Biophilosoph Eckart Voland. Einerseits erklärt nichtreligiös und Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, setzte er sich zugleich doch stets für die ergebnisoffene Erkundung auch des menschlichen Glaubens und des mit ihm verbundenen Reproduktionsvorteils ein. Mit Artikelreihen in Zeitungen und seinem hervorragenden "Die Natur des Menschen. Einführung in die Soziobiologie" (2007) präsentierte er auch für die Öffentlichkeit geeignete Einführungen in die evolutionäre Anthropologie, einschließlich von Studien zur Religiosität. Und gemeinsam mit Wulf Schievenhövel organisierte er die Biology-of-Religion-Conference am HWK Delmenhorst, aus dem das fachlich wegweisende "The Biological Evolution of Religious Mind and Behaviour" (2009) erwuchs. Als ich nun sah, dass er auch zum Band von Jochen Oehler (Hrsg.) "Der Mensch - Evolution, Natur und Kultur" (2010) ein Kapitel zur "Evolution der Religiosität" beigesteuert hatte, war das einer der Gründe, den Sammelband in den Blick zu nehmen.
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