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REMID-Blogger Christoph Wagenseil im NdG-Bloginterview

23. Juli 2011, 10:52

Auch schon bevor es Blogs gab, bemühten sich einige Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftler um die Vermittlung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse in die weitere Öffentlichkeit. In Marburg wurde dazu 1989 beispielhaft der religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst REMID gegründet. Seit kurzem hat nun auch REMID einen Blog. Daher ist es mir eine Freude, Ihnen den REMID-Blogger Christoph Wagenseil vorstellen und ihn (reziprok zu einem REMID-Gespräch mit mir) hier interviewen zu können.

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Geschrieben in Web-Interviews | 4 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


Der Neue Atheismus und die fehlenden Frauen - Gibt es auch einen antitheistischen Machismo?

17. Juli 2011, 14:21

Seit langem gibt es einen stabilen Befund quer durch die Studien der Religionssoziologie und Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen: Frauen sind - auch nach Kontrolle etwa von Bildung oder Erziehung - durchschnittlich deutlich religiöser als Männer. Der Atheismus - oder gar kämpferische Antitheismus - tritt deutlich überwiegend unter Männern auf. Eine große Studie in den USA fand 2001, dass Frauen nur 44 Prozent der selbsterklärten Nichtreligiösen, nur 30 Prozent der Atheisten und nur 25 Prozent der Agnostiker stellten. Die Auswertung der Schweizer Volkszählung untermauerte dieses Ergebnis. Und es deutet auch nichts darauf hin, dass dieser Abstand schmilzt: Unter US-Amerikanerinnen und -Amerikanern, gehören nicht nur mehr Frauen Religionsgemeinschaften an, es entscheiden sich nach einer weiteren Studie des Wiener Institutes für Demografie 2008 auch mehr Frauen als Männer, die konfessionslos aufgewachsen sind, später zum Eintritt in eine Religionsgemeinschaft. Auch in den Führungsetagen atheistisch-humanistischer Verbände (einschließlich der Giordano-Bruno-Stiftung) und unter den bekanntesten Autoren des "Neuen Atheismus" sind Frauen massiv unterrepräsentiert - und auch leichter bereit, wie z.B. Susan Blackmore die empirische Widerlegung der Religion-Virus-Metapher anzuerkennen. Auch der Cambridge Guide to Atheism weiß die reiche, empirische Datenlage zu bestätigen: Atheisten sind überwiegend männlich, gebildet und seltener Ehemänner und Väter.

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Geschrieben in Religionskritik - Kritik | 65 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


Zukunftsperspektiven im theologisch-naturwissenschaftlichen Dialog von Patrick Becker und Ursula Diewald

15. Juli 2011, 21:02

Als ich beim letzten Bloggertreffen in Deidesheim die Statistiken des letzten Jahres sah, konnte ich es zunächst nicht glauben: Obgleich andere Blogs durchaus mehr Beiträge aufwiesen, gab es in keinem Scilog so viele Kommentare wie auf Natur des Glaubens. Das Verhältnis von Religion(en) & Wissenschaft(en) bewegt viele kluge Menschen inhaltlich und erkennbar auch emotional - letzteres auch gerade dann, wenn sie sich selbst für völlig rational und wissenschaftlich halten.

Nun haben Patrick Becker und Ursula Diewald bei Vandenhoeck & Ruprecht einen Sammelband heraus gegeben, der einer prall gefüllten Schatzkiste gleicht: Teuer zu erwerben (über 100 EUR!), aber dafür voller Kostbarkeiten. Es ist ihnen gelungen, Natur- und Geisteswissenschaftlerinnen, Atheisten, Agnostiker und Theisten, erfahrene Profis und erfrischende Neulinge auf dem Gebiet der Religion-Wissenschafts-Debatten zusammen zu bringen, die je kurze, aber inhaltlich vollgepackte Textbeiträge geleistet haben. Auch von mir stammt ein (englischsprachiger) Beitrag über mein damaliges Promotionsthema, die Grenzen der so genannten "Neurotheologie" bzw. "Neurotheology".

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Geschrieben in Sammelbände | 4 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Vernunft und Glauben in den Wissensgesellschaften - Rückblick auf die Barcelona-Konferenz

11. Juli 2011, 08:31

Nachdem die "Explaining Religion"-Konferenz in Bristol 2010 bereits einiges in Schwung gebracht hat, hatte ich mich über die Einladung, in Barcelona zu "Vernunft und Glauben in den Wissensgesellschaften" ("Reason and Belief in the Societies of Knowledge") zu sprechen, sehr gefreut. Und die Erwartungen wurden weit übertroffen, es gelang nicht nur ein Dialog, sondern auf vielen Feldern auch eine Annäherung von Begriffen und Standpunkten etwa zwischen kognitiven und evolutionären Ansätzen in der Religionsforschung sowie zwischen natur- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven insgesamt. Einen englischsprachigen Blogreport mit ein paar Bildern dazu habe ich auf "Biology of Religion" eingestellt. » weiter

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Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

05. Juli 2011, 08:12

Heute habe ich mal keine Antworten, sondern eine Frage, die mich schon länger beschäftigt, an die wissenschaftlich informierte Netzgemeinde: Was ist eigentlich aus dem Waldsterben geworden? 

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Geschrieben in Netzkultur(en) | 26 Kommentare | 3 Trackbacks | Permalink


Der Jesuswahn von Heinz-Werner Kubitza

01. Juli 2011, 23:17

Was haben Heinz-Werner Kubitza, Blognachbar Hermann Aichele und die Bestsellerautorin Margot Käßmann gemeinsam? Alle drei studierten an deutschen Universitäten evangelische Theologie, Kubitza und Käßmann promovierten auch darin. Sie unterscheiden sich aber grundlegend in den Schlüssen, die sie aus dem Erkundeten ziehen. Einer wurde Pfarrer, eine Bischöfin, aus Heinz-Werner Kubitza aber wurde der Gründer des Tectum-Wissenschaftsverlages und ein Religionskritiker, der in "Der Jesuswahn" begründet, warum er zum Atheisten wurde.

 

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Geschrieben in Religionskritik - Kritik | 24 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Margot Käßmann und die Sehnsucht nach Leben - Rezension einer postmateriellen Erbauung

24. Juni 2011, 16:45

Nachdem der Blogpost über den evangelischen Kirchentag erstaunlich viel Interesse gefunden hat und im Sommer eine Zeit der Bücher winkt, möchte ich Ihnen in den kommenden Tagen zwei Rezensionen zu Büchern von Theologen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, erstellen: Hier zum Überraschungs-Bestseller von Margot Käßmann "Sehnsucht nach Leben" und kommende Woche zum religionskritischen "Der Jesuswahn" von Heinz-Werner Kubitza.

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Geschrieben in Phänomene | 2 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


Evolution und Erfolg der Kirchentagsbewegungen

10. Juni 2011, 18:22

So, nun war ich auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 und Scilogger Lars Fischer aka Twitter-@Fischblog vermutete sogleich ein wissenschaftliches Motiv:

@BlumeEvolution fährt bestimmt nur zum Kirchentag nach Dresden um nachzugucken, wieso Religiöse mehr Kinder haben.

Wie so oft hatte Lars natürlich Recht - aber sozusagen erst nachträglich. Meine erste Kirchentags-Beteiligung erfolgte 1999 als Bank-Azubi in Stuttgart - ich meldete mich damals zum ehrenamtlichen Dienst in einem Kassenhäuschen. Die Scharen mit farbigen Schals bestückter, glücklicher Menschen aus allen Ländern und Schichten überraschte, faszinierte und gehörte zu den Impulsen, die zum Studium der Religionswissenschaft führte. Aus evolutionärer Sicht sind wir Homo sapiens einfach eine ganz interessante Spezies!

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Geschrieben in Evolutionspsychologie | 25 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


Religion - Wahrheit oder Hirngespinst?

01. Juni 2011, 18:46

Die nächsten Tage werde ich wenig online sein können, da ich beim "Zentrum Christen und Muslime" beim evangelischen Kirchentag in Dresden helfend mitwirke. Und ganz gleichgültig, was wir nun je vom innigen Glauben an Gott, Jesus und bisweilen auch Margot Käßmann halten: Niemand wird bestreiten können, dass die Menschen dort - nicht zuletzt aus den Kirchen heraus - gegen eine antitheistische Diktatur die Freiheit errungen haben, mit Gästen aus nah und fern zusammen zu kommen und außerordentliche Erfahrungen in Gemeinschaft(en), Gebet(en) und Aktion(en) zu machen - wenn sie das wollen. Da kann und wird etwas stattfinden in den Hirnen Abertausender. Aber beobachtbare Hirntätigkeiten - besagen die eigentlich irgend etwas?

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Geschrieben in Hirnforschung | 17 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Das erste Fachjournal für die Evolutionsforschung zur Religiosität - Religion, Brain and Behavior

29. Mai 2011, 18:12

Gestern lag die erste Ausgabe im Briefkasten: Routledge hat als neues Fachjournal "Religion, Brain and Behavior" (RBB) zur Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen auf den Weg gebracht.

Das Fachjournal wird gemeinsam mit dem Institute for the Biocultural Study of Religion (IBCSR) heraus gebracht. Die Interdisziplinarität wird dabei schon durch die Prominenz und Vielfalt der Herausgeber unterstrichen: Patrick McNamara (Neurologie, Boston), Richard Sosis (Anthropologie, Connecticut), Wesley Wildman (Theologie, Boston) und James Haag (Philosophie, Suffolk). Im Herausgeber-Beirat sind namhafte Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Fächer (und Weltanschauungen) vertreten.

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Geschrieben in Hirnforschung | 13 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


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