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Religionen und Klimawandel

23. April 2009, 20:28

Es gibt Fragestellungen, auf die muss man erst einmal kommen! Nate Silver vom Statistikblog "FiveThirtyEight" hat auf Basis dieser Gallup-Studie geprüft: Stimmen Gesellschaften je nach Religionszugehörigkeit in unterschiedlich hohem Ausmaß der These zu, dass der Mensch globale Klimaerwärmung verschulde?

Und er ist in erstaunlichem Maße fündig geworden: So stimmen 65% der Befragten in überwiegend katholischen Ländern dieser These zu, es folgen Buddhisten und Juden bzw. Israel mit 63%. Am skeptischsten sind überwiegend protestantische und islamische Länder mit je 47% sowie Stammesreligionen mit 45%. » weiter

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Die Mormonen - Religion born in the USA

06. April 2009, 06:29

Zur Evolutionsgeschichte der Religion(en) gehört das ständige Entstehen von Vielfalt - aus evolutionärer Sicht Erfolgsbedingung für Anpassung und Wettbewerb, aus der Sicht der je Etablierten aber natürlich stets gefährliche "Ketzerei". Daher versuchen bestehende Gemeinschaften regelmäßig das Aufkommen von neuen Gemeinden oder gar Abspaltungen durch den Einsatz staatlicher Gewalt zu verhindern oder die Abtrünnigen wenigstens gründlich zu verstoßen. Da jedoch die USA schon durch eine große, religiöse Vielfalt der Siedler geprägt waren und in ihrer Verfassung die strikte Religionsfreiheit verankerten, ist dort seit Jahrhunderten eine einzigartig dynamische, religiöse Vielfalt gewachsen. Einen der sicherlich interessantesten Fälle dabei bilden die Mormonen.

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Gustav Jaeger - Unternehmerischer Schwabe, forschender Darwinist, glaubender Protestant

02. April 2009, 16:43

Den historischen Recherchen des Theologen Dr. Wolfgang Achtner ist die Wiederentdeckung einer interessanten Persönlichkeit der deutschen Geschichte zu verdanken: Gustav Jaeger (1832 - 1917). Ein unternehmerischer Schwabe, forschender Darwinist, frommer Protestant, Wissenschaftsautor und -redner, der quer zu allen gängigen Klischees stand - und steht. Und der u.a. eine frühe These zur Evolution der Religiosität und Religionen formulierte.

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Neuer Atheismus & Giordano-Bruno-Stiftung im Fokus von Medien & Wissenschaft

26. März 2009, 18:28

Unterscheidet sich der sog. "neue Atheismus" wirklich qualitativ und inhaltlich vom "alten"? Was motiviert eigentlich Atheisten zu Missionskampagnen und Spendenaufrufen für antitheistische Werbung? Was und wer steckt hinter der Giordano-Bruno-Stiftung? Solche Fragen werden gerade auch im Darwinjahr intensiv gestellt und diskutiert - und ein Artikel von Reinhard Bingener in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ - Klick hier) hat der Debatte neue Nahrung gegeben. Religulous, ein religionskritischer Film, soll weitere Aufmerksamkeit bringen (Trailer & Infos hier).

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Der Eid des Präsidenten

18. Januar 2009, 00:32

Das Ritual der Vereidigung des neuen US-Präsidenten - der Kern der sog. Inauguration Ceremony - dauert etwa 30 Sekunden, deren Ablauf und Text durch Verfassung und Tradition genau bestimmt werden. Und doch ist auch dieses zivilreligiöse Ritual ständigem, dynamischen Wandel unterworfen. Ein Bericht aus Washington.  » weiter

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Warum verfielen die antiken Götterkulte - und siegte der Eine?

23. Dezember 2008, 16:56

Die aktuelle EPOC-Ausgabe 1/2009 beschäftigt sich eindrucksvoll und empfehlenswert mit dem griechischen Götterhimmel. Waltraud Sperlich informiert über neueste Ausgrabungen, die ältere Wurzeln griechischer Überlieferungen, Rituale und Heiliger Stätten freilegen (Die Wiege des Zeus, S. 16-24). Barbara Patzek und Klaus-Dieter Linsmeier verdeutlichen den prägenden Einfluss von Homer und Hesiod auf Mythologie und damit letztlich auch Gesellschaft und Politik (Aus Chaos entstanden, S. 24-27). "Die himmlischen Zwölf" (von Hunderten) werden uns auf den S. 28-33 vorgestellt. Und Hakan Baykal lässt die kurze Regentschaft von Kaiser Julian Revue passieren, der im 4. Jahrhundert noch einmal versuchte, den antiken Glauben wiederherzustellen - und scheiterte (Der letzte Sohn der Götter, S. 34-39). Die Religionssoziologie (z.B. Rodney Stark) haben sich zudem daran gemacht zu erforschen, wie und womit sich der Monotheismus schließlich gegen staatliche Verfolgung durchsetzte.

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Zivilreligion (USA) zum Schauen - Von Martin Luther King jr. zu Barack Hussein Obama

01. Dezember 2008, 06:56

Auch um politische Körperschaften (wie Nationen) entfaltet sich ein religiöser Rahmen mit eigenen Ritualen, Erzählungen, heiligen Orten, Zeiten und Hoffnungen - von Jean-Jacques Rousseau als religion civile eingefordert, vom Soziologen Robert N. Bellah als civil religion, Zivilreligion zur analytischen Kategorie der Beobachtung erhoben. Der dynamische, religiöse Markt der USA hat die auch die politische Kultur des Landes tief geprägt und eine lebendige Zivilreligion mit verschiedenen, teilweise widerstreitenden Strömungen hervorgebracht. Einen faszinierenden Strang zivilreligiöser Erzählung, der von Martin Luther King jr. bis zum neugewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten Barack Obama reicht, möchte ich Ihnen aufzeigen.

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Die Shaker - Kurze Blüte, kinderlos

31. Oktober 2008, 20:03

Die Shaker bilden ein in der Öffentlichkeit sehr viel weniger bekanntes Beispiel als die (hier bereits vorgestellten) extrem kinderreichen Amisch People: Eine Religionsgemeinschaft, die ebenfalls Leben und Fortpflanzung ihrer Mitglieder tiefgreifend beeinflusste, nur in die entgegen gesetzte Richtung: Alle Miglieder solten streng keusch und monastisch nach Geschlechtern getrennt leben, die Geburtenrate lag nahe null, stattdessen verbreiterten sich die Shaker per Mission und Adoption.

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Das Überleben des Judentums als Phänomen der Religionsgeschichte

03. Oktober 2008, 09:42

Wir neigen dazu, von der Wahrnehmung der eigenen auf andere Religionen zu schließen. So glauben viele Menschen mit christlichem Hintergrund, alle Religionen würden beanspruchen, dass nur ihre Glaubensgeschwister ins Paradies fänden oder dass der Erfolg einer Religionsgemeinschaft von staatlicher Förderung abhänge. Ein Artikel von Rabea Rentschler im aktuellen Geschichtsheft Epoc (Ein Gott, eine Thora - kein Tempel) erinnert dagegen an die bemerkenswerte Entwicklung des Judentums.

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Die Amischen - in 16 Jahren verdoppelt

29. August 2008, 18:02

Pennsylvania war schön, aber besonders fasziniert war ich von der Religionsgemeinschaft der Amish, deren Lebenswelt weit mehr als nur eine ideale Fallstudie zur Religionsdemografie zu bieten hat. Im 17. Jahrhundert bildeten sie sich aus der deutschsprachigen Täuferbewegung, die nur die Erwachsenentaufe anerkannten und deshalb als "Anabaptisten" (Wiedertäufer) verfolgt wurden. Sie erhielten ihren Namen als Anhänger des Ältesten Jakob Amann (die Amanschen -> die Amischen). Einigen Hundert gelang die Auswanderung in die USA, wo ihnen Religionsfreiheit gewährt wurde. In Europa erlosch die Gemeinschaft dagegen, zermahlen zwischen wenig toleranten Großkirche(n), Staaten und Gesellschaften. Obwohl sie auf aktive Mission verzichten, ja sogar Konvertiten bisweilen ablehnen, nimmt ihre Zahl demografisch nahezu exponentiell zu.

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szmtag