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Der Apfel - Direkt vom Paradies an den Weihnachtsbaum?

17. Dezember 2010, 00:08

Gerade erst hatte ich einen Blogpost über die evolutionäre Bedeutung des Kochens veröffentlicht, da stellten Sven Oswald und Daniel Finger von "Zwei auf eins" auf RBBeins auch für diesen Sonntag eine knifflige Frage zur wohl berühmtesten Rohkost der Religionsgeschichte: Dem Apfel! Warum eigentlich schmückt der Apfel als Weihnachtsapfel den Weihnachtsbaum?

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Kirche und Kondome, die Pille und die Päpste - Was hat es eigentlich auf sich mit Humana Vitae?

11. Dezember 2010, 23:47

Keineswegs werden Religionswissenschaftler nur über Vorgänge in fremden und fernen religiösen Traditionen befragt. Die Frage dieses Sonntags von Zwei auf eins auf RBBeins mit Sven Oswald und Daniel Finger lautet: Wie ist das mit der Aufregung um die neuen Aussagen des Papstes zur Erlaubnis von Kondomen? Welche Geschichten verbergen sich dahinter? (Wie immer finden Sie das Interview als mp3 unten.)

Es geht um eines der umstrittensten Dokumente des 20. Jahrhunderts - die päpstliche Enzyklika "Humanae Vitae"...

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Die religiöse Macht von Feuer und Flamme

13. November 2010, 20:29

Wieder stand ein Interview mit Sven Oswald und Daniel Finger in "Zwei auf eins" auf RBBeins an (zum Anhören unten im Nachtrag) - und wieder zu einem faszinierenden Thema. Denn es ist schwer, die Rolle des Feuers in der biokulturellen Evolution des Menschen zu unterschätzen. Schon seit Jahrzehnten debattieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob der Mensch ohne die Zähmung des Feuers Kälteperioden überstanden und ohne die Versammlungen am Feuer ein vergleichbar komplexes Sozial-, Sprach- und Kulturvermögen entwickelt hätte. Auch bei der Jagd und später der Erschließung von Ackerland spielte und spielt das Feuer oft eine Rolle in der Entwicklung des Menschen.

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Das Kastensystem - Nur ein Thema des Hinduismus?

14. Mai 2010, 14:13

"Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?", empörten sich christliche Bauern unter Verweis auf die Bibel gegen Versuche des europäischen Adels, sich unter Berufung auf die Religion immer mehr Geburtsrechte anzueignen. Länger schon hatten die "Edelleute" begonnen, nicht mehr "nach unten" zu heiraten und ihre Erbstände an Macht und Besitz auch als angeboren (nicht von Arbeit im Sonnenlicht gebräunte Haut, "blaues Blut") zu betrachten. Auch in den Stätde bildeten sich berufsbezogene Zünfte und Stände (z.B. Patrizier), die sich zunehmend von anderen abgrenzten. In der Neuzeit eiferten ihnen Rassisten nach, die unter Berufung auf (Pseudo-)Wissenschaft - und nicht zuletzt die Biologie - die natürliche Überlegenheit je ihrer Gruppe behaupteten und vor "Vermischungen" mit "niederen Rassen" warnten.
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Die Anbetung der Sonne

01. Mai 2010, 17:25

Wie schon Charles Darwin richtig erkannte, bildete der Animismus - die Annahme von der Belebtheit der Dinge - ein gemeinsames Merkmal von sozialen Säugetieren (wie z.B. Hunden) und Menschen. Und indem letztere den als belebt geglaubten "Anderen" (wie Wolken, Bäumen, Bergen, Flüssen, toten Körpern etc.) Personalität zuerkannten, evolvierten sie schließlich die Grundlage von Religiosität. Inmitten einer Welt von bedrohlichen und freundlichen übernatürlichen Akteuren wurden bewegende Erzählungen und Rituale entfaltet und bewährte Tabus und Regeln tradiert. In den gewachsenen Mythologien der Natur- und auch vieler späterer Religionen ist die Sonne (oft auch: der Sonne) dabei immer wieder ein besonderer, übernatürlicher Akteur. Hier sehen Sie eine hinduistische Nepalesin beim Gebet zur Sonne, die symbolisch dargestellt und durch Opfergaben in der Schale versinnbildlicht wird.

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Matze und Hostie - Besonderes Brot zu Pessach und Ostern

10. April 2010, 23:12

Der Wechsel von Bedrohung und Errettung, Tod und Wiedergeburt durchzieht die religiösen Traditionen der Menschen. Wo immer das Klima durch Jahreszeiten geprägt war, entstanden daher Frühlingsfeste, in denen der jährliche Sieg des Lebens über den Tod (Winter) gefeiert wird. Hirten durchlebten das Naturwunder in der Schlachtung z.B. von Lämmern, deren Fleisch ihre Lebensgrundlage war. Auch Eier symbolisierten das Erwachen der Natur. Ackerbauern zermahlten ("töteten") Getreide und schufen daraus lebensspendendes Gebäck.

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