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Albert Einstein und Charles Darwin als Bürgerwissenschaftler

21. Januar 2012, 09:27

Immer noch gibt es das Missverständnis, dass man hauptberuflich Wissenschaftler sein müsste, um Wissenschaft betreiben zu können. Dabei beklagen die meist auf halben Stellen befristet angestellten und mit Lehre und Verwaltung eingedeckten Kolleginnen und Kollegen oft zu Recht, dass ihnen kaum Zeit für eigene Forschungen bliebe - und dass deren Erträge nicht selten auch noch von anderen verniedlicht oder abgeschöpft würden.

Bürgerwissenschaftler - In einer dynamischen Wissensgesellschaft wird Wissen in der Breite geschaffen und aufgenommen

Ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte zeigt jedoch, dass die Auffassung, Wissenschaft könne nur als hauptamtlicher Beruf betrieben werden, falsch und schädlich ist. Vielmehr wurde Wissenschaft meist von Menschen betrieben, die andere, wissensnahe Berufe - etwa den des Geistlichen, Lehrers oder Schriftstellers - ausübten und daneben Zeit in die Erforschung bestimmter Fragen investierten. In Zeiten ihrer Blüte war Wissenschaft eben gerade nicht nur eine Angelegenheit abgeschotteter Hauptamtlicher, sondern Thema in Vereinen und Salons, in Zeitschriften und auf Ausstellungen, in populären Büchern und Vorträgen.

Zwei Beispiele recht bekannter Bürgerwissenschaftler möchte ich Ihnen gerne vorstellen.

1. Charles Darwin (1809 - 1882)

Charles Darwin erwarb während seines ganzen Lebens nur einen einzigen, wissenschaftlichen Abschluss: Den eines Bachelors in anglikanischer Theologie. Seine Forschungen betrieb er zeitlebens als Privatgelehrter, vernetzt mit Kolleginnen und Kollegen über Briefe und gegenseitige Besuche, Publikationen und wissenschaftliche Vereinigungen (Societies).

Charles Darwin 1868. Bild: Wikimedia commons

Der Mitentdecker der Evolutionstheorie, Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) war übrigens gelernter Landvermesser. Und es ist tatsächlich zu fragen, ob das extrem interdisziplinäre Verständnis der Evolutionstheorie überhaupt mit vergleichbaren Freiheiten an einem Fachinstitut oder Lehrstuhl hätte entwickelt werden können.

2. Albert Einstein (1879 - 1955)

1905 war das "Wunderjahr" (Annus mirabilis) im Wirken Albert Einsteins, in dem er in einer Reihe von Veröffentlichungen die Grundlagen der Physik erschütterte und erneuerte. Sicher tat er dies bereits als promovierter Mitarbeiter von einer bezahlten Stelle an einer Universität oder einem Institut aus?

Weit gefehlt: Einstein hatte 1905 ein Diplom als "Fachlehrer für Mathematik und Physik". Seine Bewerbungen für Assistentenstellen an Universitäten waren ausnahmslos abgelehnt worden - und so arbeitete Einstein 1905 als "technischer Experte 3. Klasse" beim Patentamt Bern...

Albert Einstein 1921 - Bild: Wikimedia Commons

Über das Internet wird Wissenschaft wieder zu einer Angelegenheit vieler

Das Internet bietet in Form von Blogs, Online-Angeboten wie Wikipedia, Netzwerken u.v.m. völlig neue Chancen der Vernetzung haupt- und ehrenamtlicher Wissenschaftler. Ernsthaft Forschende und Vermittelnde wird man auch genau an dieser dialogischen Vernetzung erkennen.

Wo auch immer Sie arbeiten - nie waren die Chancen größer, auch eigene Beiträge zur Vertiefung und Verbreiterung des Wissens zu leisten.



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Darwinisten gegen Darwin? Gegen die religionsfeindliche Umdeutung von Charles Darwin

25. Dezember 2011, 14:28

Wenn "Darwinisten" über Charles Darwin diskutieren, so fühle ich mich oft an Dostojewskis "Großinquisitor" erinnert. In diesem berühmten Gedankenspiel lässt der Autor Jesus ins spätmittelalterliche Spanien zurückkehren. Doch die Lehren und Institutionen der Kirche haben sich längst weit von den Lehren des Nazareners entfernt. Entsprechend begrüßt der Großinquisitor Jesus nicht etwa, sondern lässt ihn verhaften und beschimpft ihn:

Warum also bist Du gekommen, uns zu stören? Denn Du bist uns stören gekommen! Das weißt Du selbst. Aber weißt Du auch, was morgen geschehen wird? Ich weiß nicht, wer Du bist und will es auch nicht wissen: bist Du's wirklich, oder bist Du nur Sein Ebenbild? Aber morgen noch werde ich Dich richten und Dich als den ärgsten aller Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrennen, und dasselbe Volk, das heute noch Deine Füße geküsst hat, wird morgen auf einen einzigen Wink meiner Hand zu Deinem Scheiterhaufen hinstürzen, um eifrig die glühenden Kohlen zu schüren, weißt Du das?

Dass die Ideen und Lehren bedeutender Persönlichkeiten unweigerlich gedeutet, tradiert und institutionalisiert werden, bis sie kaum noch zu erkennen sind, ist in der Geschichte von Religionen und Weltanschauungen keine Seltenheit. Man sollte jedoch meinen, in den Wissenschaften gälte ein besonders reflektierter und vorsichtiger Umgang mit großen Stichwortgebern. Doch weit gefehlt - erst neulich hatten wir hier ja über die rationalistische Verkürzung des evolutionären Ökonomen Friedrich August von Hayek diskutiert. Und auch für den populären Darwinismus - bzw. den Neodarwinismus - gilt: Hier berufen sich regelmäßig Menschen auf den studierten Theologen Charles Darwin, die ihn entweder nicht wirklich gelesen haben oder gezielt ignorieren.

Darwinistische Inquisitoren

Einen kleinen Geschmack auf die atheistischen Vorwürfe, die einem vorbei spazierenden Darwin heute drohen würden, gab es auf "Natur des Glaubens", als ich es gewagt hatte, die Schlusssätze von Darwins Hauptwerk "Die Entstehung der Arten" (ab der 2. Auflage) zu zitieren:

Es ist wahrlich eine großartige Ansicht, daß der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder nur einer einzigen Form eingehaucht hat, und daß, während unser Planet den strengsten Gesetzen der Schwerkraft folgend sich im Kreise schwingt, aus so einfachem Anfange sich eine endlose Reihe der schönsten und wundervollsten Formen entwickelt hat und noch immer entwickelt.

Gleich der erste Kommentator ließ wissen, dass Charles Darwin nicht gemeint haben könnte, was er schrieb - entsprechende Sätze "waren nichts weiter als beruhigende Zugeständnisse an seine erbosten Zeitgenossen." Darwin - ein unaufrichtiger Taktierer?

Der zweite Kommentator behauptete, dass Darwin den Schöpfer "unter dem Druck der Religionslobby hinzugefügt" habe, und zwar "zu seinem eigenen Missfallen". Und zitieren solle man ihn also auch nicht mehr, denn: "Dass für seine eigene naive Argumentation für Gott zu vereinnahmen kann natürlich nur passieren, wenn man ganz stark an Religiosität erkrankt ist, jedem anderen Menschen mit einem Funken Anstand wäre derartiger Betrug einfach zu peinlich." Darwin - zu Betrug erpresst?

Darwinismus ohne oder gar gegen Darwin?

Und so geht es weiter - religionskritische Darwinisten haben sich längst ein Darwin-Bild zurecht gebogen, das mit dem studierten Theologen ("unnütze Esser" laut einem weiteren Kommentator...) nichts mehr zu tun hat. Aber auch prominente Darwinisten wie Richard Dawkins veröffentlichen ganze Bücher "darwinistischer" Religionskritik - ohne auch nur zu erwähnen, wie ihr Namensgeber selbst die Vereinbarkeit von Evolution und Gottesglauben (evolutionärer Theismus) beurteilte und welche Begriffe und Hypothesen Darwin selbst zur Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen vortrug.

Ob (nicht nur) Dawkins die religionsbezogenen Aussagen von Charles Darwin gar nicht kennt - oder bewusst entscheidet, sie zu verschweigen?

Charles Darwin und der evolutionäre Theismus

Schauen wir uns die o.g. Aussage Darwins doch noch einmal genau an, so werden wir feststellen, dass sie sehr viel differenzierter ist, als manche(r) vor lauter Erregung wahrnimmt. Charles Darwin behauptet gar nicht, an einen Schöpfergott und einen Fortschritt des Lebens zu glauben. Er erkennt jedoch an, dass dies eine "grossartige Ansicht" sei. (Im englischen Original geradezu poetisch: There is grandeur in this view of life...")

Wenige Absätze zuvor hatte Darwin diesen Gedanken bereits in der Ursprungsfassung der "Entstehung der Arten" ausgeführt:

Ich sehe keinen triftigen Grund, warum die in diesem Bande aufgestellten Ansichten gegen irgend Jemandes religiöse Gefühle verstoßen sollten. Es dürfte wohl beruhigen, (da es zeigt, wie vorübergehend derartige Eindrücke sind), wenn wir daran erinnern, daß die größte Entdeckung, welche der Mensch jemals gemacht, nämlich das Gesetz der Attraction oder Gravitation, von Leibnitz auch angegriffen worden ist, „weil es die natürliche Religion untergrabe und die offenbarte verläugne.“ Ein berühmter Schriftsteller und Geistlicher hat mir geschrieben, „er habe allmählich einsehen gelernt, daß es eine ebenso erhabene Vorstellung von der Gottheit sei, zu glauben, daß sie nur einige wenige der Selbstentwickelung in andere und nothwendige Formen fähige Urtypen geschaffen, wie daß sie immer wieder neue Schöpfungsacte nöthig gehabt habe, um die Lücken auszufüllen, welche durch die Wirkung ihrer eigenen Gesetze entstanden seien.“

Auch in seinem späteren Hauptwerk "Die Abstammung des Menschen" formulierte Darwin nicht nur Definitionen und Hypothesen zur Evolution der Religion, sondern stellte auch klar:

Natürlich ist diese Frage von der anderen höheren völlig verschieden, ob ein Schöpfer und Regierer des Weltalls existirt; und diese ist von den grössten Geistern, welche je gelebt haben, bejahend beantwortet worden.

Erneut erkennt Darwin an, dass man die Evolutionstheorie mit dem Gottesglauben verbinden kann, ohne sich jedoch selbst dazu zu bekennen. Vollends fallen alle Erpressungs-, Betrugs- oder Verschwörungstheorien aber mit dem Brief Darwins an John Fordyce vom 7. Mai 1879 (drei Jahre vor seinem Tod) in sich zusammen. In eigener Übersetzung:

Es scheint mir absurd zu bezweifeln, dass ein Mensch ein entschiedener Theist und ein Evolutionär sein kann. - Sie haben Recht mit Kingsley. Asa Grey, der berühmte Botaniker, ist ein weiterer, überzeugender Fall. - Was meine eigene Ansichten sein mögen ist eine Frage, die niemanden außer mich betreffen muss. - Aber da Sie fragen, möchte ich erklären, dass mein Urteil oft schwankt. Ob ein Mensch es verdient, ein Theist genannt zu werden, hängt von der Definition des Begriffes ab; was viel zu groß für eine Notiz ist. In meinen extremsten Schwankungen bin ich nie ein Atheist in dem Sinne gewesen, dass ich die Existenz Gottes geleugnet hätte. - Ich denke, dass generell (& mehr und mehr als ich älter werde) aber nicht immer,  die Bezeichnung "Agnostiker" die korrekteste Beschreibung meiner diesbezüglichen Auffassung sein würde. (vgl. Original im Darwin Correspondence Project)

Fazit: Laut Darwin sind sowohl Atheismus, Agnostizismus wie auch Theismus (Gottesglauben) mit der Evolutionstheorie grundsätzlich vereinbar

Charles Darwin war nicht nur als junger Mann selbst sehr fromm gewesen, sondern lebte und arbeitete auch Zeit seines Lebens mit Menschen zusammen, die Evolution und Gottesglauben zu verbinden verstanden. Auch die Religion erschien ihm als erfolgreiches Merkmal der menschlichen Evolutionsgeschichte erforschbar. Seine eigenen, wachsenden Glaubenszweifel hingen mit der Theodizee-Frage (der Frage nach dem Leid in der Welt) zusammen. Er war ein brillanter, empirischer Wissenschaftler und zugleich geisteswissenschaftlich gebildet genug, um zwischen seinen persönlichen Glaubensauffassungen einerseits und den empirischen Befunden andererseits zu unterscheiden.

Es ist ärgerlich und falsch, dass selbsternannte "Darwinisten" wie auch religiöse Fundamentalisten den Theologen Darwin nachträglich zu einem Atheisten und Religionsverächter umdeuten wollen, ihm dazu auch Täuschung und Unaufrichtigkeit unterstellen. Jesus, Darwin und auch alle anderen, bedeutenden Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte haben einen historisch besser informierten, differenzierten Blick verdient - gerade auch dann, wenn sie und ihre Aussagen im Namen der Wissenschaft diskutiert werden.



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Gott, Gene und Gehirn geht in die dritte Auflage

07. Oktober 2011, 20:02

Als Rüdiger Vaas und ich mit "Gott, Gene und Gehirn" einen ersten, deutschsprachigen Überblick und eine Einführung in das Thema Evolutionsforschung zu Religion schrieben, wollten wir ausdrücklich keine fertigen Antworten geben, sondern Leserinnen und Leser zum Mitdenken und, ja, Mitforschen anregen. Es war ein Wagnis auch des Hirzel-Wissenschaftsverlages, zumal niemand wissen konnte, ob der Forschungsbereich angesichts des traditionellen Grabens zwischen Natur- und Geisteswissenschaften überhaupt gute Aufnahme finden würde. Doch es geschah: Das Buch fand großen Anklang nicht nur bei Kolleginnen und Kolllegen aus der Wissenschaft, sondern auch bei Studierenden verschiedener Fächer, in Seminaren und an Akademien. Aber auch von Pfarrerinnen und Religionslehrern, die z.B. naturwissenschaftlichen Fragen ihrer Gemeinden und Schüler nicht länger ausweichen wollten, kam viel Resonanz - ebenso von interessierten Laien, die den Dingen "auf den Grund" gehen wollten. Besonders gefreut habe ich mich auch über Zuschriften von Schülerinnen und Schulen der Oberstufen, die "Gott, Gene und Gehirn" als Prüfungsthemen gewählt und sich spannende Diskussionen mit ihren Lehrern und Prüfern gegeben hatten. Einige teilten mir mit, dass sie über den (hier kostenfrei zugänglichen) Gehirn-und-Geist-Artikel "Homo religiosus" auf das Thema aufmerksam geworden waren - andere über diesen Blog. Gestern Abend erreichte mich dann zu Hause ein Paket mit einem ersten Band der dritten Auflage - und ich war (und bin) darüber sehr glücklich.

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Ulm - Die Synagoge Albert Einsteins vor dem Wiederaufbau

26. März 2011, 11:32

Am 14. März 1879 wurde in Ulm der wohl berühmteste Sohn der Stadt Ulm geboren: Albert Einstein. Seine Eltern Hermann und Pauline waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde Ulms, die auf eine gleichzeitig lange und kurze Geschichte zurück sah. Lang, weil die erste (bekannte) schriftliche Erwähnung einer jüdischen Gemeinde in der Stadt bereits auf das Jahr 1241/1242 zurück geht. Kurz, weil diese 1349 in einem Pestpogrom vernichtet und wieder zuziehende Juden 1499 aus Ulm verwiesen wurden. Erst ab 1806 zogen wieder - zunächst vereinzelte - Juden in die Stadt, 1856 gründete sich schließlich eine jüdische Gemeinde. Erster Lehrer und Vorstand war Simon Einstein aus Laupheim. Die Gottesdienste fanden noch lange im Gasthaus Schwanen statt - erst 1873 konnte eine eigene Synagoge errichtet werden. 1880 lebten in Ulm 694 Juden, was 2,1% der Bürgerschaft entsprach und den bisherigen Höchstand markierte. Auch Einsteins Familie siedelte in diesem Jahr nach München um.

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Religionsbiologie im Handbuch der Religionen

09. August 2010, 06:25

Während die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen vor allem im englischsprachigen Raum interdisziplinär voran schreitet, sind die Berührungsängste zwischen Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften auf dem Kontinent auch auf diesem Feld noch immer sehr ausgeprägt. Es gibt jedoch Ausnahmen. So freute ich mich sehr, als die Herausgeber Prof. Udo Tworuschka und Prof. Michael Klöcker des "Handbuch der Religionen" (Olzog) an mich heran traten und fragten, ob ich bereit wäre, dort einen Fachbereich zur Evolutionsforschung aufzubauen.

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Der Gottesinstinkt - Evolutionäre Religionsforschung in Deutsch

30. Dezember 2009, 08:32

Wer in deutscher Sprache über Wissenschaft schreibt, von dem wird Jammern und Klage erwartet. Denn da bei uns noch immer fast alle Finanzierung vom Staat erhofft wird gilt es, der öffentlichen Meinung mit der immergleichen Leier zu kommen: Wenn ihr (Steuerzahler) uns (und zwar genau uns!) nicht viel mehr fördert, stirbt die Zukunft - und die Politiker wissen das, sind aber doof. Und die Journalisten haben auch keine Ahnung. Können Sie es noch hören?

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Wikireligiosus - Zur evolutionären Religionsforschung

19. Dezember 2009, 12:51

In den vergangenen Jahren hat sich die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen dynamisch entwickelt, inzwischen Hunderte Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen arbeiten dazu, neue Studien, Befunde und Hypothesen erschienen zuletzt fast im Wochentakt. Dabei kommen auch verschiedenste Fachrichtungen zusammen: aus Biologie(n), Psychologie(n), Soziologie, Anthropologie, (Paläo-)Archäologie, Ökonomie und Demografie, aus Philosophien und Theologien und der Religionswissenschaft, die diese Wissensexplosion zu integrieren versucht. Derzeit gibt es weltweit wohl keinen Menschen mehr, der in diesem Forschungsfeld auch nur alle relevanten Veröffentlichungen des letzten Jahres lesen konnte. » weiter

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Persönliche Religiosität im Kontext - Der Religionsmonitor

14. August 2009, 06:58

Immer wieder kommt es vor, dass Kommentatoren in "Natur des Glaubens" auch über ihre (oder meine) persönliche Religiosität diskutieren wollen. Das fühlt sich dann bisweilen so an, als frage man einen Musikwissenschaftler, welche Musik denn nun die Beste sei: Eine berechtigte Frage, auf die es aber keine letztgültige, wissenschaftliche Antwort, sondern stets nur persönliche Urteile geben kann. Was also tun?

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Evolutionsforschung zur Religiosität - Veranstaltungen im Juni / Juli 2009

08. Juni 2009, 19:32

Bevor das Darwinjahr in die Sommerpause geht, freue ich mich noch auf einige Veranstaltungen in den kommenden Wochen. Und dachte, ich frage auch auf diesem Wege einfach mal an, ob jemand Lust und Zeit hat, ein Stück des Weges mitzugehen. Mit Ausnahme der Tagung in Bad Boll (u.a. mit dem Entdecker der neuen Venus-Figur, Prof. Conard, dem Neandertaler-Experten Prof. Schrenk, der Religionswissenschaftlerin und Paläoarchäologin Prof. Wunn u.v.m.!) sind alle Veranstaltungen kostenfrei. Auf eine "Real-Life-Begegnung" mit Ihnen würde ich mich natürlich freuen!

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Fruchtbarer Glauben im Focus

11. April 2009, 10:19

Fakten, Fakten, Fakten - und an die Leser denken. Getreu ihrem Motto enthält die heute (11.04.09) erschienene Ausgabe von Focus zwei Seiten zur Evolutionsforschung zur Religiosität. Dass der Wissenschaftsjournalist Christian Pantle promovierter Humanbiologe ist, zeigt sich dabei wohltuend. In Anlehnung an das Magazinmotto, für Leser des Artikels und natürlich auch sonstige Interessierte hier ein paar weiterführende Links sowie die Antworten zu drei häufig gestellten Fragen.

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