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Die Auflösung der Judenfrage. Das Bild des Juden im Spielfilm der DDR

von Yoav Sapir, 03. Mai 2009, 12:24

Online-Veröffentlichung der Magisterarbeit "Die Auflösung der Judenfrage. Das Bild des Juden im Spielfilm der DDR", erforscht und geschrieben von: Yoav Sapir, die Hebräische Universität Jerusalem, 2004-2006


Vorwort

Im Vergleich mit der herkömmlichen Veröffentlichungsform wissenschaftlicher Texte bietet die Veröffentlichung im Internet dem Leser bedeutsame Vorteile: Der Text ist sofort abrufbar und überall zugänglich; es besteht die Möglichkeit, stichwortmäßig den digitalen Text durchzusuchen; und nicht zuletzt: Wenn auch nicht immer, dann zumindest im diesem Fall wird der Text kostenlos zur Verfügung gestellt.

Jedoch weist die Online-Veröffentlichung auch ein (m. E. einziger) Nachteil auf: Im Gegensatz zur gedruckten Forschungsliteratur kann der Leser im Internet nicht davon ausgesehen, dass der Text über die Annahme durch die Universität hinaus einem weiteren Peer-Review unterzogen wurde, wie es bei Fachzeitschriften der Fall ist. Dieser Nachteil kann sich jedoch auch günstig auswirken, wenn der Text umso kritischer gelesen wird.

Seit 2007 ist diese Online-Veröffentlichung auf Google-Pages zugänglich (gewesen). Da Google jetzt das Angebot beendet, wird die Veröffentlichung hiermit zu Chronologs.de umgesiedelt.

 

Danksagung

Das Forschungsvorhaben, das dieser Veröffentlichung zugrunde liegt, ist durch das Walter-Hesselbach-Stipendium im Rahmen der Begabtenförderung der Hebräischen Universität Jerusalem ermöglicht worden. Für den Erwerb der Nutzungsrechte für die DEFA-Filme bin ich dem Richard-Koebner-Minerva-Zentrum für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität dankbar, dessen Leiter, Prof. Dr. Moshe Zimmermann, das Projekt betreut hat. Die Arbeit ist vom Leo-Baeck-Institut Jerusalem mit dem Hans-Tramer-Preis sowie von Yad Vashem mit dem Gedenkpreis an die Opfer des KZ Auschwitz III (Monowitz) ausgezeichnet worden.

 

Zitierweise und Druckexemplare

Zitate aus der Arbeit sind in handelsüblicher Weise erlaubt. Bitte weisen Sie auf die Quelle folgendermaßen hin:

Yoav Sapir, Die Auflösung der Judenfrage. Das Bild des Juden im Spielfilm der DDR. Magisterarbeit an der Hebräischen Universität Jerusalem, 2006, S. [---]. Verfügbar auch unter: http://www.chronologs.de/ostdeutsche-judenfrage, abgerufen am [---].

Originalkopien der Arbeit stehen in der Bibliothek der Hebräischen Universität sowie in der Jüdischen Nationalbibliothek zur Verfügung:

Die Website der Universitätsbibliothek

Die Website der Jüdischen Nationalbibliothek

Aus technischen Gründen kann leider nicht direkt auf die Katalogseinträge hingewiesen werden (die Websites "vergessen" nach einer Weile die verlinkten Referenzen und leiten den Benutzer automatisch auf die Startseite weiter). Die Exemplare lassen sich aber schnell durch Eingabe des Titels ("Auflösung der Judenfrage") im Katalog finden.

 

Sonstige Bemerkungen

Alle Texte stehen hier im PDF-Format zur Verfügung.

Die Arbeit entstand 2004-2006, als ich noch nie in Deutschland gelebt hatte. Demzufolge ist der Sprachgebrauch manchmal etwas archaisch angehaucht.

 

Kontaktaufnahme

Bei Fragen, Einwänden o. Ä. können Sie sich gerne per E-Mail an mich wenden (ein weiterer Vorteil der Online-Veröffentlichung): yoavsapir@hotmail.com

 

Im Überblick

>> Abstract in deutscher Sprache

>> Abstract in English

 

Inhaltsverzeichnis

Es können sowohl einzelne Hauptkapitel als auch die ganze Arbeit heruntergeladen werden.

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I. Einleitung ... S. 1
I.a. Der Ausgangspunkt ... S. 1
I.a.1. Die politische Problematik des jüdischen Themas in der DDR ... S. 1
I.a.2. DEFA und die filmische Lösung der ostdeutschen Judenfrage ... S. 2
I.a.3. Die Forschungsmöglichkeiten ... S. 4
I.a.4. Die dreifache Fragestellung ... S. 5
I.a.5. Die Hypothese ... S. 5
I.b. Begriffsbestimmungen für diese Arbeit ... S. 6
I.b.1. Politisch-ideologische »Wirklichkeit« gegenüber filmischer »Fiktion« ... S. 6
I.b.2. Was heißt hier »Identität«? ... S. 7
I.b.3. Das Signifikat hinter dem »Holocaust«-Signifikant ... S. 11
I.b.4. Zur angemessenen Definition des Judenbegriffs ... S. 13
I.b.5. »Thematisierung«, »Entthematisierung«, »Umthematisierung« ... S. 15
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II. Der geschichtliche Hintergrund der ostdeutschen Judenfrage ... S. 17
II.a. Die dreifache Bedeutung des Juden für die DDR ... S. 17
II.a.1. Die kulturelle Rolle des Juden als die abendländische Antithese ... S. 17
II.a.2. Die deutsche Gruppenidentität nach 1945 und der fehlende Platz des Juden ... S. 18
II.a.3. Die besondere Rolle des Juden in Deutschland nach 1945 ... S. 20
II.a.4. Die ideologische Stellung des Juden als Musterbeispiel ... S. 21
II.a.5. Bemerkung zur sozialistischen Ablehnung des Zionismus ... S. 30
II.a.6. Zusammenfassung der Bedeutung des Juden für die DDR ... S. 30
II.b. Die Judenpolitik der SED ... S. 31
II.b.1. Ostdeutsche Gesamtzahlen gegenüber dem jüdischen Bevölkerungsanteil ... S. 31
II.b.2. Vergangenheits(nicht)bewältigung ... S. 33
II.b.3. Exkurs: Vergleich mit der sorbischen Minderheit ... S. 36
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III. Das Quellenmaterial und nicht behandelte Filme ... S. 41
III.a. Liste der Spielfilme und Fernsehmehrteiler ... S. 41
III.b. Klarstellungen und Vorbehalte hinsichtlich der Filmliste ... S. 41
III.c. Statistische Überlegungen ... S. 43
III.d. Die Notwendigkeit jüdischer Gegenwart ... S. 46
III.e. Hinter und vor den Kulissen ... S. 47
III.e.1. Das geringe Gewicht des geschichtlichen Hintergrunds der Filmhandlungen ... S. 50
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IV. Übersicht über die vorhandene Forschungsliteratur ... S. 51
IV.a. Einschlägige Literatur zum Thema ... S. 51
IV.b. Einschlägige Literatur zur Forschungsmethode ... S. 53
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V. Die Forschungsmethode ... S. 56
V.a. Intensive gegenüber extensiver Analyse ... S. 57
V.b. Die Zeichensuche ... S. 58
V.b.1. Ausdrückliche gegenüber unausdrücklichen Hinweisen ... S. 59
V.b.1.i. Bejahte gegenüber verneinten ausdrücklichen Hinweisen ... S. 59
V.b.1.ii. Bekenntnisse jüdischer Figuren zum Judentum ... S. 61
V.b.1.iii. Das Gewicht des Zusammenhanges ausdrücklicher Hinweise ... S. 61
V.b.2. Unausdrückliche Hinweise ... S. 63
V.b.2.i. Die drei Grundkategorien unausdrücklicher Hinweise ... S. 63
V.b.2.ii. Kurzer, oberflächlicher Vergleich mit der Analyse deutscher Identität ... S. 65
V.b.2.iii. Die Wichtigkeit der Wahrnehmbarkeit ... S. 66
V.b.2.iv. Sinnbildliche gegenüber tätigen Anzeichen jüdischer Gegenwart ... S. 67
V.b.3. Zusammenfassendes Flussdiagramm zur Zeichenbeurteilung ... S. 70
V.b.4. Die Auswertung der Anzeichen ... S. 71
V.c. Der kulturelle Raum ... S. 72
V.d. Methodologische Schlussfolgerungen ... S. 73
V.d.1. Stereotype als Zeichen ... S. 73
V.d.2. Zur Unterscheidung zwischen Ausdrücklichem und Unausdrücklichem ... S. 77
V.d.3. Abwesenheit von Erwartetem und Anwesenheit von Unerwartetem ... S. 78
V.d.3.i. Stellung der Halachah ... S. 79
V.d.3.ii. Die empirische Regel ... S. 80
V.e. Schlussbemerkung zur obigen Forschungsmethode ... S. 82
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VI. Inhaltliche Beobachtungen ... S. 83
VI.a. Der »jüdische« Jude ... S. 83
VI.b. Behandlung der weltanschaulichen Alternativen zur Religion ... S. 85
VI.c. Das Jiddische als sprachliches Sinnbild ... S. 88
VI.c.1. Mögliches Anzeichen der Kontinuität? ... S. 89
VI.c.2. Bulgarischer Einfluss ... S. 89
VI.d. Die Menorah und die Chanukijah als jüdische Symbole ... S. 90
VI.e. DEFA-Spielfilme als »Historiophoty« ... S. 91
VI.f. Vergleich mit der Wendezeit: Bronsteins Kinder (1990-91) ... S. 93
VI.g. Holocaust-Sinnbilder als jüdische Zeichen? ... S. 95
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VII. Resultate und Antworten ... S. 102
VII.a. Die implizit in den Filmen gezeigte jüdische Identität ... S. 102
VII.a.1. Die jüdische Identität aus erster Hand ... S. 104
VII.a.2. Die Widersprüchlichkeit des ostdeutschen Judenbildes ... S. 104
VII.b. Politisch-ideologische Erklärung der herausgearbeiteten Identität ... S. 105
VII.b.1. Die Ursachen ... S. 105
VII.b.2. Die Zwecke ... S. 107
VII.c. Zusammenfassendes Zitat ... S. 108
VII.d. Auswertung: Entthematisierung oder Umthematisierung des Juden? ... S. 109
VII.d.1. Argumente gegen die Möglichkeit der Entthematisierung ... S. 109
VII.d.2. Charakterisierung der ostdeutschen Umthematisierung des Juden ... S. 111
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VIII. Vorschläge für künftige Forschungen ... S. 114
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IX. Bibliographie ... S. 116
IX.a. Primärquellen: Filmographie ... S. 116
IX.b. Sekundärliteratur (Auswahl) ... S. 116
IX.b.1. Zum Identitätsbegriff ... S. 116
IX.b.2. Zur Forschungsmethode ... S. 117
IX.b.3. Zu sämtlichen Hintergrundinformationen ... S. 118
IX.b.4. Zur Theorie und Geschichte des (ostdeutschen) Films ... S. 119
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X. Abstract in deutscher Sprache ... S. 121
X.a. Abstract in English ... S. 122
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Impressum

Yoav Sapir
Bergstraße 53
D-69120 Heidelberg-Neuenheim

© 2006 Yoav Sapir, alle Rechte vorbehalten

 

 





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Kommentare

  1. Michael Blume Heute Linkspartei?
    03.05.2009, 22:27

    Lieber Yoav,

    danke für die Bereitstellung Deiner spannenden Arbeit!

    Nach Lektüre einiger Texte daraus hätte ich eine Frage: Hast Du das Gefühl, dass die SED-Haltung gegenüber den Juden heute noch in der Bevölkerung bzw. der Politik der Linkspartei fortwirkt? Oder hat sich da Deines Erachtens ein grundlegender Wandel vollzogen?

  2. Yoav Sapir @ Michael
    04.05.2009, 17:20

    Ja, ich habe zumindest den Eindruck, dass die überzeugten Anhänger der SED/PDS/etc. sich zum Jüdischen oft so verhalten, wie es in den ostdeutschen Spielfilmen nahegelegt wird. Das hat z. B. zur Folge, dass viele unter ihnen die Vorstellung vom jüdischen Nationalstaat nicht nachvollziehen können und diesen in Gedanken nicht mit Deutschland oder Polen, sondern eher mit dem Vatikan gleichsetzen. Siehe dazu auch den letzten Beitrag:

    Das Jüdische im Spielfilm der DDR (oder: Zu Besuch bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung)‏
    http://www.chronologs.de/...osa-luxemburg-stiftung

  3. Gudrun Eussner Die Auflösung der Judenfrage ...
    29.06.2011, 19:46

    Ich hbe jetzt erst einmal das Abstract gelesen. Daraus entnehme ich, daß in den DDR-Filmen die Judenfrage ebenso gesehen wird wie von Jean-Paul Sartre. In beiden Fällen geht es um Aberkennung der jüdischen Identität.
    Ich werde die Arbeit aber noch lesen, versprochen!

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