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Randnotiz: Rezension zu Knut Görichs Biographie über Friedrich Barbarossa auf Deutschlandradio Kultur

von Wenke Bönisch, 30. Januar 2012, 11:36

Friedrich Barbarossa ist vor allem durch die nationale Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts mit bestimmten Mythen und Vorstellungen belegt. Es sei an dieser Stelle auf das Kyffhäuser Denkmal verwiesen und der Legende, die Friedrich Barbarossa als Retter des Deutschen Reiches gesehen hatte. Eine geschichtswissenschaftliche Annäherung an die Person Friedrich Barbarossas als mittelalterlicher Kaiser ist daher notwendig, um seine Person und Wirken losgelöst von der Mystifizierung fassen und in die Reihe der mittelalterlichen Kaiser einordnen zu können. 

Knut Görich hat nun eine neue Biographie über diesen Kaiser veröffentlicht, die bei Deutschlandradio Kultur ausführlich sowohl auf der Webseite als auch als Hörbeitrag nachzulesen bzw. nachzuhören ist. Insgesamt wird das Werk in seinem Aufbau und in den inhaltlichen Aussagen positiv besprochen, bemängelt werden hingegen die Länge der Monographie und in Teilen die Detailversessenheit.

*in der Rubrik Randnotiz stelle ich interessante Links zu Videos, Podcasts, Blogs oder Webseiten rund um die Geschichtswissenschaft vor.





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Kommentare

  1. Kosta Lesenswert
    30.01.2012, 16:52

    Durchaus lesenswert gefällt mir wirklich gut, alle die sich dafür interessieren ein muss

  2. Andreas Monumental und großartig!
    07.02.2012, 16:35

    Da erscheint nach Ferdinand Opll endlich eine nun auch monumentale Barbarossa-Biographie; wie man da Länge und Detailversessenheit kritisieren kann, ist für mich völlig unverständlich!!

    Wolfgang Stürners Werk über Friedrich II. umfasst über 1.000 Seiten! Hermann Wiesfleckers Biographie des "letzten Ritters und Vaters der Landsknechte", Maximilian I., umfasst fünf Bände!

    Ich liebe monumentale Biographien über die deutschen Könige des Mittelalters und der Frühen Neuzeit!

  3. Jochen Ein durchaus zeitgebundenes Werk!
    27.04.2012, 08:38

    Ein gut geschriebenes Buch, aber für meine Generation etwas langweilig. Auch Görich wird sich eines Tages "Zeitgebundenheit" vorwerfen lassen müssen.

    Am Ende schreibt er, dass er der Nation keine Träne nachwirft, ... Er mag recht haben. Doch was will er an deren Stelle rücken? Die freie, identitätslose, geschichtslose, globalisierte Gesellschaft ohne Ziel und Zweck? Es ist das Werk eines Post-68ers, der Probleme hat mit der deutschen Vergangenheit.

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