Chronologs Kommentar Feed http://www.scilogs.de/chrono/summary.php Geschichte Archäologie Kultur de-de Paine als erster (?) Revolutionär Thomas Paine würde ich spontan mit Che Guevara oder einem anderen modernen Berufsrevolutionär vergleichen. Dass er mit seiner Auflehnung gegen Autoritäten sowohl weltlicher als auch kirchlicher Provenienz in den USA akzeptiert wurde - dort wohin es gerade viele Religiöse verschlagen hat - verwundert mich. Doch gerade weil es soviele Sektierer in den USA gab, war die (zukünfige) USA nur als säkularer Staat denkbar, denn eine gemeinsame religiöse Überzeugung fehlte und ein friedliches Zusammenleben war nur möglich, wenn man jeden nach seiner Facon leben liess. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14538 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14538 Martin Holzherr 2012-02-08 18:29:02 Con Text @Martin Das mit den englischen Zitaten ... ja, ich habe einen Moment gestockt, mir dann aber gedacht, meine Leser sind alle gut gebildet und leben nicht in Passau. Paine kritisiert eben nicht alleine das Christentum, sondern allen organisierten Glauben. Das Zitat aus Age of Reason geht weiter: I do not mean by this declaration to condemn those who believe otherwise; they have the same right to their belief as I have to mine. But it is necessary to the happiness of man, that he be mentally faithful to himself. Infidelity does not consist in believing, or in disbelieving; it consists in professing to believe what he does not believe. Eine auch heute sehr zeitgemäße Einstellung, wie ich finde, wendet sich Paine doch gegen Heuchelei. Wir wollen auch nicht vergessen, dass sein Egalitarismus in seiner Erziehung als Quaker fußt. Ansonsten gilt, was ich oben schreibe, er ist kein origineller Philosoph, sondern ein sozialpolitischer Polemiker. Es lohnt sich also, ihn literarisch zu lesen, aber kaum, um neue Ideen zu finden. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14537 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14537 Dierk 2012-02-08 18:15:30 Con Text @ Ali Ich habe mir schon überlegt, ob ich zu Keine Angst, es geht auf Deutsch weiter, ich will ja keinen meiner raren Leser verschrecken. etwas schreiben sollen, denn ein wenig weiter unten geht es los mit The cause of America is in a great measure the cause of all mankind. Many circumstances have, and will arise, which are not local, but universal, and through which the principles of all Lovers of Mankind are affected, and in the ... Also, wäre ein dem Leser unterstellte Angst nicht unbegründet. Aber ich habe es dann doch nicht getan. Ich frug mich dann, ob ich mich mit der Kritik von Paine etwas genauer befassen sollte. Aber Kritik ans Christentum ist so in Mode gekommen, daß ich dem auch etwas überdrüssig bin. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14536 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14536 Martin Huhn 2012-02-08 18:03:17 Con Text Grundloses Kommentieren @Martin Huhn Ich kann auch ohne einen Fehler zu entdecken kommentieren. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14535 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14535 ali 2012-02-08 17:49:07 Con Text Kommentar zu No Common Sense without Paine Ich weiß nicht, ob das auf Dauer so gut ist im Text kleine Fehler einzubauen, um Kommentare zu bekommen. ;-) http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14534 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14534 Martin Huhn 2012-02-08 17:28:22 Con Text Kommentar zu No Common Sense without Paine Oops, wie rede ich mich da jetzt raus?! Danke für den Hinweis, ich habe seinen Namen tatsächlich konzeptionell falsch geschrieben, lateinisch statt griechisch. Werde in Zukunft drauf achten. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14533 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14533 Dierk 2012-02-08 15:05:43 Con Text NiKola Tesla ein kleiner Fehler ist aufgetreten - Der Name ist Nikola Tesla, nicht Nicola... http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14532 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1168&blogId=22#comment-14532 Zhanadarte 2012-02-08 14:56:53 Con Text @Michael Blume Ich weiß nicht, wo ich etwas davon schrieb, dass die Dissertation Voraussetzung wäre. Ich finde aber die Frage berechtigt, warum man einen jahrelangen Weg mit hohem persönlichem Einsatz gehen sollte, wenn es auch anders geht. Was ich meinte, ist etwa folgendes: Warum soll ich als Arbeitsgruppenleiter hohe Personalkosten für technische Assistenten und Doktoranden bezahlen, wenn ich die zumindest die Versuchsreihen von anderen ohne Kosten durchführen lassen kann? Es war ja (und ist es auch bteilweise heute noch) gang und gäbe so mit Diplomanden zu verfahren (die kosten auch nichts) -- die Abschlusszeiten schossen natürlich in die Höhe. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14531 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14531 metepsilonema 2012-02-08 13:29:18 Natur des Glaubens Noch ein Nachtrag Und hier, frisch von Twitter, Neuestes vom Citizen-Science-(Bürgerwissenschaft-)Projekt mit bis zu einer halben Million Beteiligter, die u.a. Galaxien klassifizieren: http://www.digital-science.com/...ata-on-figshare/ Beste Grüße! http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14530 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14530 Michael Blume 2012-02-07 23:00:18 Natur des Glaubens @all: Open Access Lars Fischer hat auf spektrum.de einen Artikel über den politischen Kampf um den Zugang zu aus Steuergeldern finanzierten Forschungsergebnissen veröffentlicht: http://www.spektrum.de/artikel/1141358 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14529 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14529 Michael Blume 2012-02-07 22:57:11 Natur des Glaubens @metepsilonema Wenn die Dissertation - über die ich verfüge - wirklich die "Voraussetzung" für erfolgreiche Wissenschaft sein sollte, hätten Darwin und Wallace die Evolutionstheorie nicht formulieren können. Und auch Einstein hatte "nur" ein Diplom als Fachlehrer für Physik und Mathematik, als er seine Relativitätstheorie entdeckte. Auch für heute und morgen ist wohl nicht auszuschließen, dass Entdeckungen außerhalb der etablierten Hierarchien gemacht werden können. Und was die Ressourcenfrage angeht, so nahmen sie anderen keine Arbeitsplätze weg, sondern brachten mit ihrem bürgerwissenschaftlichen Engagement Weiteres in die Wissenschaft ein - so wie Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auch heute m.E. keine Bedrohung, sondern eine Chance für die Wissenschaft und Wissensgesellschaft insgesamt sind. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14528 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14528 Michael Blume 2012-02-07 22:53:34 Natur des Glaubens Kommentar zu Warum wir Bürgerwissenschaft - Citizen Science - mehr denn je brauchen @Ludwig Trepl & Michael Blume Es gibt eine offizielle Bestätigung wissenschaftlich arbeiten zu können, die Dissertation (die meisten, die diese Hürde nehmen, können auch nach einer Pause und entsprechender Einarbeitungszeit in Methoden und Wissens dies auch fortsetzen - das ist jetzt in Richtung der Naturwissenschaften gedacht). Wenn es tatsächlich viele Bürgerwissenschaftler gäbe, also ein zweiter Weg in die Wissenschaft von vielen gegangen wird, gälte es auch den ersten zu überdenken und zwar ob er in der bestehenden Form überhaupt richtig war. Eine andere Frage ist, welchen Druck viele unentgeltlich arbeitende Bürger auf Jung- und Nachwuchswissenschaftler ausüben, man könnte Arbeitsgruppen anders strukturieren und vermehrt mit Laien und Amateuren arbeiten, weil diese billiger sind; ähnlich verhält es sich mit angestellten technischen Assistenten - ob das so wünschenswerte Entwicklungen wären? Wenn nun also eine Beteiligung an wissenschaffenden Prozessen auf verbreiterter Bürgerbasis gemeint ist, dann habe ich nichts Grundsätzliches einzuwenden (manche Details müsste man sich aber ansehen). Nur: Nennen wir es auch beim richtigen Namen. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14527 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14527 metepsilonema 2012-02-07 19:57:43 Natur des Glaubens @Michael Vorerst ja. Aber das Thema irgendwann mit mehr Beteiligung in einem komfortableren Forum mit oder ohne Experten auszudiskutieren, inklusive Ergebnis, wäre nun wohl was? So long! http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14526 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14526 Christian 2012-02-07 19:00:58 Natur des Glaubens @alle: Hörhinweis Gerade gesehen: Der aktuelle Braincast von Blognachbar Arvid Leyh befasst sich mit Bewusstseinszuständen, Meditation, Trance etc.! http://www.scilogs.de/...zwei-bewusstseinszust-nde Viel Freude beim Hören! http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1163&blogId=12#comment-14525 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1163&blogId=12#comment-14525 Michael Blume 2012-02-07 18:18:53 Natur des Glaubens @metepsilonema & Ludwig Trepl Über Begriffe werden ja immer auch Positionen und Emotionen transportiert, sie können aber auch für Verwirrung sorgen, wenn sie unklar sind. Und solange auf den Scilogs nur von "Citizen Science(s)" die Rede war, schien es weniger aufregend zu sein, als jetzt, wo wir es auch deutsch und konkreter machen. Wird Politik von Politikern gemacht? Nicht nur - oder genauer: Nicht mehr nur. Im Ursprung geht es auf die griechische Stadtgemeinde (der freien Männer) zurück, aber über lange Zeit war Politik einer dünnen Adelsschicht und wenigen Helfern vorbehalten, das Volk hatte im Wesentlichen zu gehorchen. Es ist ein wichtiger Sieg der Bürgerschaft, dass heute jede und jeder sich politisch einbringen kann - im kleinen oder großen Umfang. Ebenso sind die empirischen Wissenschaften von Bürgerinnen und Bürgern vorangetrieben worden, manchmal gegen Widerstände. Erst später haben wir eine Professionalisierung zum Berufswissenschaftler. Und heute gibt es wohl keinen Lebensbereich, der andere )einschließlich der Politik) so durchdringt wie die Wissenschaft. Selbstverständlich brauchen wir Berufswissenschaftler, wie wir ja auch Berufspolitiker brauchen. Aber ebenso selbstverständlich sollten wir eine Abkapselung verhindern, sondern auf vielfältige Formen des Dialoges und der Beteiligung setzen. Wer, wie es Ludwig Trepl so "schön" formulierte auch "ohne jede Qualifikation aufschreibt, wann die Kirche in seinem Dorf gebaut wurde oder wo Sumpfdotterblumen wachsen", der produziert Wissen, gibt es ggf. auch an andere weiter und macht für sich und andere transparenter, wie Wissenschaft(en) funktionieren, wozu sie gut sein können, warum man sich für sie interessieren, ihnen aber auch nicht kritiklos glauben sollte etc. Aus dem gleichen Grund sollten ja auch Berufspolitiker z.B. das ehrenamtliche "politische" Engagement in lokalen Bürgerinitiativen oder Jugendgemeinderäten wertschätzen, selbst wenn daraus keine UNO-Resolutionen werden. Zudem sprechen wir von Abertausenden Menschen, die in Leben oder Studium heute weit mehr wissenschaftliche Qualifikationen erworben haben als je in der Geschichte der Menschheit und also noch viel mehr beitragen könnten. Nur so wird m.E. gerade auch das alternde Deutschland eine selbstbewusste, demokratische und dynamische Wissensgesellschaft bleiben können. Und: Wissen zu schaffen bzw. zu verbreiten kann Sinn und Glück stiften. Selbstverständlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen, aber wenn z.B. Senioren für gute Studiengänge auch bezahlen, könnten dadurch sogar neue Arbeitsplätze für Jungwissenschaftler entstehen. Politik, Religion, Kunst, Sport, Wissenschaft - kaum ein Lebensbereich, den man nicht elitär abgrenzen könnte, der aber doch viel reicher und tiefer wird, umso mehr Menschen sich darin einbringen. Und sei es bei der Erforschung heimatlicher Kirchen und Blumen. http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14524 http://www.scilogs.de/chrono/index.php?op=ViewArticle&articleId=1166&blogId=12#comment-14524 Michael Blume 2012-02-07 18:17:27 Natur des Glaubens