Al-fatiha: Die Eröffnung des Korans

24. Januar 2010 von Hussein Hamdan in Koran

Die erste Sure des Korans trägt den Namen „al-Fatiha“. Auf Deutsch übersetzt heißt sie „die Eröffnende“ oder „die Eröffnung“. Gerne wird sie auch als fatihat al-Kitab, also die Eröffnung des Buches bezeichnet und sie ist das wichtigste Gebet im Islam.

Die Sure im Wortlaut:

„Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
Lob sei Gott, dem Weltenherrn,
Dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
Dem Herrscher am Tage des Gerichts.
Dir dienen wir und zu Dir rufen wir um Hilfe.
Leite uns den rechten Pfad
Den Pfad derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der Irrenden.“

Die große Bedeutung dieser Sure, die aus der mekkanischen Offenbarungszeit (610-22) stammen soll, macht sich darin bemerkbar, dass sie fester Bestandteil des islamischen Ritualgebets ist und in den fünf täglichen Gebeten insgesamt 17 Mal gesprochen wird.

Abgesehen davon, wird sie auch in alltäglichen Situationen und zu verschiedensten Anlässen, wie etwa bei Eheschließungen und anderen Feierlichkeiten gesprochen. Am häufigsten wird sie jedoch in Todesfällen bzw. zu Ehren der Verstorbenen gesprochen. Während muslimischer Trauerfeiern wird oft dazu aufgerufen al-fatiha für den Verstorbenen zu sprechen. Nicht selten werden ihre Verse, oder die Aufforderung die Sure für den beerdigten Menschen zu rezitieren, auf Grabmählern festgehalten. Auch wird ihr eine besondere Segenskraft zugesprochen, weshalb sie häufig für die Heilung von Kranken rezitiert wird.

Außerdem fasst sie in wenigen Versen wichtige Bereiche der islamischen Dogmatik zusammen, die an vielen weiteren Koranstellen ausführlich behandelt werden:

  • die Lobpreisung Gottes
  • die Betonung der göttlichen Barmherzigkeit
  • die Herrschaft Gottes über die Menschen
  • die Ankündigung des jüngsten Tages

Interessanterweise wird al-fatiha gerne mit dem Vaterunser verglichen. Im kleinen Islam-Lexikon (Geschichte – Alltag – Kultur) aus der Publikationsreihe der Bundeszentrale für politische Bildung bin ich in einem kurzen Artikel über die Sure auf folgende Aussage gestoßen: „Im Abendland wurde die Fatiha oft als besonders ‚christlich‘ empfunden und als islamisches Äquivalent des Vaterunsers gewertet.“ Auf welche Quellen der Autor des Beitrags für diese Behauptung zurückgreift wird leider nicht ersichtlich. Doch kann ich seine Aussage anhand meiner persönlichen Erfahrungen bestätigen. Auf verschiedenen Dialogveranstaltungen haben sich christliche Teilnehmer in ähnlicher Art und Weise zu dieser Koransure geäußert und manchmal wurde sie sogar mit den Muslimen gemeinsam gebetet.

Al-fatiha ist eine sehr schöne Einführung in den koranischen Text und genießt einen sehr hohen Stellenwert. Nicht umsonst heißt es in einem Hadith (Ausspruch Muhammads), dass wenn man al-fatiha liest, sei es so, als hätte man 2/3 des Korans gelesen.

In Gedenken an Ali Hijazi (9.1.2010)


28 Kommentare zu “Al-fatiha: Die Eröffnung des Korans”

  1. Helmut Wicht Antworten | Permalink

    erste Sure

    Das geht ja gut los.
    Ich versteh' schon den ersten Satz der ersten Sure des Korans nicht. Semantisch, mein' ich.

    Wieso steht da "Im Namen Gottes"? Wenn ich das weiterlese, zusammen mit dem zweiten Satz, so heisst das doch:
    "Im Namen Gottes: Lob sei Gott."

    Das hat doch keinen Sinn - klingt fast, als ob man im Namen eines Gottes einen anderen lobte. Oder Gott sich selbst durch den, der ihn lobt.

    Hat das im Original eine genau so schräge Semantik? Oder müsst' man das "im Namen des" nicht eher als "unter dem Zeichen" oder so ähnlich lesen?

  2. Mona Antworten | Permalink

    Gebete

    "Interessanterweise wird al-fatiha gerne mit dem Vaterunser verglichen."

    Das mag wohl an der Bedeutung dieser beiden Gebete liegen. In jedem Pflichtgebet muss ja die erste Sure des Korans, die Sura al-Fatiha rezitiert werden. Vielleicht wird diese Sure deshalb als Hauptgebetstext ansehen ähnlich dem Vaterunser, dem christlichen Hauptgebet. Auch wenden sich beide Gebete direkt an Gott/Allah. Wie al-Fatiha im Islam, so wird das Vaterunser im Christentum auch für Verstorbene gesprochen.

    @Helmut Wicht

    Soweit ich weiß, ist in der islamischen Theologie Allah der Sprecher jedes Wortes des Korans. Allah hat dieses Gebet demnach Mohammed, seinem Propheten, durch den Erzengel Gabriel offenbart, damit die Moslems wissen, wie man betet.

  3. Ferdinand Knauß Antworten | Permalink

    @ Helmut Wicht

    Helmut, mir geht es genau wie Dir. Wenn ich den Koran aufschlage, bin ich meist extrem verwirrt, weil er so irrational, so "unphilosophisch" ist. Keine Logik, kaum nachvollziehbare Gedankengänge. Wirr kommt mir dieses Buch vor. Und besonders schön finde ich die Texte meist auch nicht. Aber vielleicht liegt das an der Übersetzung oder meiner Prägung durch abendländische Literatur und Denken. Allerdings liebe ich alte persische Dichtung, etwa Omar Khayyám, durchaus.
    Die Bibel ist auch alles andere als rational und widerspricht sich laufend. Von Vereinbarkeit von Glaube und Ratio, wie der Papst und viele anderen Christen schwärmen, kann ich wenig erkennen. Und der "zürnende Gott" und die Drohungen gegen die Ungläubigen sind zumindest im Alten Testament auch zu finden. Nur überlesen heutige Christen diese unliebsamen Stellen meist, während die im Koran von allzu vielen Muslimen
    offenbar noch immer sehr ernst genommen werden.
    Was mich am Koran (und am Alten Testament) immer wieder ästhetisch abstößt, sind diese hasserfüllten Drohungen. Und mit einer solchen endet eben auch die hier vorgestellte Eröffnungssure: "...nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der Irrenden.“

  4. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Knauß

    "Die Bibel ist auch alles andere als rational und widerspricht sich laufend."

    Ein Beispiel bitte.

    "Und der "zürnende Gott" und die Drohungen gegen die Ungläubigen sind zumindest im Alten Testament auch zu finden."

    Im Neuen Testament auch.

    "Nur überlesen heutige Christen diese unliebsamen Stellen meist ..."

    Kommt drauf an in welchen christlichen Kreisen Du Dich bewegst.

    "Was mich am Koran (und am Alten Testament) immer wieder ästhetisch abstößt, sind diese hasserfüllten Drohungen."

    Dazu müßte man sich die entsprechenden Stellen genauer ansehen. Wenn Eltern beispielsweise ihre Kinder verbrennen, um sie dem Moloch zu opfern, dann zürnt Gott im AT schonmal.

  5. Geirg Grüner Antworten | Permalink

    Allah - Antwort an @ Knauß

    Hallo @ Knauß!
    Ihre Antwort hat NICHTS mit den Fragen:

    hatte Allah ursprünglisch 3 Töchter, die als vermittlerinnen fungierten?

    Al manath sollen menschenopfer dargebracht worden sein?

    Monotheismus bedeutet Ein Gott-lehre,
    warum verehrt man dann NOCH einen leblosen Stein?

    Und warum soll EIN Gott 99 NAMEN haben?
    Reicht nicht EINER? zu tun!!!!!!

    Logisch ist 1 Gott und 1 Name. Oder?

    Es geht um den KORAN, nicht um die Bibel!
    Der Koran ist die neueste Offenbarung Gottes.
    Warum sollte man nicht die Logik heranziehen, um dieses Buch, das "alles enthält", mit dem "Otto-Normalbürger-Verstand" zu ergründen?

    Vielleicht kann ja jemand, der was davon versteht, mir meine ernsthaften Fragen beantworten.

    Oder ist schon alles so diffus, daß jeder ein anderes "Kaninchen aus dem Hut" zaubern kann?

  6. Ferdinand Knauß Antworten | Permalink

    @ Martin Huhn

    Lieber Martin, zunächst vorweg: Ich bin Christ. Dennoch lese ich die Bibel kritisch und ich lese sie als Menschenwerk, das in Abhängigkeit von historischen Umständen entstand - im Gegensatz zu der Art und Weise wie Herr Hamdan und 99,99 Prozent der Muslime den Koran betrachten. Nach dessen tatsächlichen Autoren zu forschen gilt ja bekanntlich als Sakrileg. Bis jetzt hat sich Hamdan nicht getraut, einen Artikel über richtige Koranforschung zu schreiben: Wer hat ihn wann unter welchen Einflüssen verfasst? Wer ist der historische Mohamed, gab's ihn überhaupt (daran gibt es bekanntlich Zweifel)?

    Auch als Nicht-Theologe fallen mir auf Anhieb unzählige unlogische Erzählungen der Bibel ein: Gott schuf die Erde in sieben Tagen. Aber wie und warum gab es schon Tage? Mit wem pflanzten sich eigentlich die Nachkommen von Adam und Eva fort? Und schließlich der größte und zentralste Widerspruch in der christlichen Glaubenslehre: Wie (und wem?) kann Gott seinen Sohn opfern (mit dem er ja außerdem nach Dreieinigkeitslehre identisch ist)? Das konnte mir schon unser Pfarrer im Konfirmandenunterricht nicht erklären. Und niemand kann das wahrscheinlich.

    Beispiele für schrecklichen Zorn Gottes und Drohungen sind in den Büchern Mose so häufig, dass ich hier keine nennen muss. Man denke nur an Sodom und Gomorrha. Aber das auserwählte Volk hat im Namen seines Gottes auch - der Bibel zufolge - mehrfach üble Metzelein unter seinen Gegnern angerichtet. Die einen (waren's die Amalekiter?) wurden im Wundfieber abgeschlachtet, nachdem sie überredet worden waren, sich beschneiden zu lassen. Findet sich irgendwo im 4. oder 5. Mose. Das AT ist voll von Massakern und Völkermorden.

    Aber wir sollten hier eigentlich beim Koran bleiben, stimmt schon. Diese ewige Apologetik nach dem Motto: "Das Christentum ist auch nicht besser gewesen als der Islam" mag ich selbst nicht.

  7. Mona Antworten | Permalink

    Goethe als Muslim @Ferdinand Knauß

    „Wenn ich den Koran aufschlage, bin ich meist extrem verwirrt, weil er so irrational, so "unphilosophisch" ist. Keine Logik, kaum nachvollziehbare Gedankengänge. Wirr kommt mir dieses Buch vor. Und besonders schön finde ich die Texte meist auch nicht. Aber vielleicht liegt das an der Übersetzung oder meiner Prägung durch abendländische Literatur und Denken. Allerdings liebe ich alte persische Dichtung, etwa Omar Khayyám, durchaus.“

    Wie erklären Sie sich dann, dass sich ausgerechnet unser Dichterfürst Goethe in seiner Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“ dem Islam nahe fühlte?

    http://de.wikipedia.org/...st-%C3%B6stlicher_Divan

    Einige Muslime halten Goethe gar für einen der ihren:

    http://www.enfal.de/gote-fat.htm

  8. Hussein Hamdan Antworten | Permalink

    @ Knauß

    Lieber Herr Knauß,
    Sie schreiben: „Ich bin Christ. Dennoch lese ich die Bibel kritisch und ich lese sie als Menschenwerk, das in Abhängigkeit von historischen Umständen entstand - im Gegensatz zu der Art und Weise wie Herr Hamdan und 99,99 Prozent der Muslime den Koran betrachten. Nach dessen tatsächlichen Autoren zu forschen gilt ja bekanntlich als Sakrileg. Bis jetzt hat sich Hamdan nicht getraut, einen Artikel über richtige Koranforschung zu schreiben: Wer hat ihn wann unter welchen Einflüssen verfasst? Wer ist der historische Mohamed, gab's ihn überhaupt (daran gibt es bekanntlich Zweifel)?“

    Zunächst finde ich es sehr interessant, dass Sie davon ausgehen zu wissen, wie ich persönlich den Koran betrachte. Sie haben mich diesbezüglich schon mal kritisiert und meine wissenschaftlichen Fähigkeiten angezweifelt (siehe „Der Koran- eine kurze Einführung“). Dabei habe ich mich hier kaum zu meinem persönlichen Glauben geäußert, denn ich versuche hier vorwiegend darzustellen, aufzuklären und manchmal meine Beobachtungen zu schildern. Zum Koranartikel habe ich Ihnen wissenschaftliche Bücher empfohlen, die Sie mit meiner Darstellung vergleichen können.

    Außerdem muss ich gestehen, dass ich Sie bis jetzt für einen klugen Kopf gehalten habe. Nun enttäuschen Sie mich. Ihnen sollte doch schon aufgefallen sein, dass man mich mit solchen Provokationen nicht herausfordern bzw. erreichen kann. Das haben schon andere Blogkollegen und Kommentatoren hier versucht, aber das funktioniert bei mir nicht.

    Sie können mir gerne Fragen stellen, ihre Meinung sagen und auch Themenwünsche äußern. Ich werde dann schauen, was sich daraus machen lässt.
    Aber bitte doch nicht in diesem Ton. Als Sie mich vor einigen Monaten um ein Statement zu einem Ihrer Artikel gebeten haben, habe ich Sie doch darauf hingewiesen, dass wir oft die Bedeutung des guten Tons unterschätzen und dass insbesondere gebildete und aufgeklärte Menschen dies berücksichtigen sollten.

    Gehen Sie doch einfach mal mit einem guten Beispiel voran.

  9. Hussein Hamdan Antworten | Permalink

    @ Grüner

    Hallo Herr Grüner,

    gern möchte ich auf ihre Fragen eingehen.
    Sie schreiben: „hatte Allah ursprünglisch 3 Töchter, die als vermittlerinnen fungierten?
    Al manath sollen menschenopfer dargebracht worden sein?
    Monotheismus bedeutet Ein Gott-lehre,
    warum verehrt man dann NOCH einen leblosen Stein?“

    Die Vorstellung von den 3 Töchtern Gottes (al-Lat, Uzza und al-Manat) soll es bei den Arabern in der vorislamischen Zeit gegeben haben, wie im Koran Sure 53, 19-20 erwähnt wird. Diese Vorstellung lehnt der Islam jedoch ab, da er einen absoluten Monotheismus lehrt.

    Sie schreiben: „Und warum soll EIN Gott 99 NAMEN haben?“

    Wie ich in meinem Artikel „Die islamische Gottesvorstellung – eine kurze Einführung“ bereits erklärt habe, beschreiben die 99 Namen Gottes (die schönsten Namen Gottes) die Eigenschaften, die Gott gemäß der koranischen Darstellung sich selbst zuschreibt.

  10. Hussein Hamdan Antworten | Permalink

    @ Mona

    Liebe Mona,

    vielen Dank für Ihre Erklärungen und die Artikel zu Goethe. Ich habe mich vor einiger Zeit mit dem West-östlichen Divan befasst und war über viele Aussagen Goethes zum Koran und zum Islam im Allgemeinen sehr erstaunt.
    Und wie Sie richtig erklären, gibt es nicht wenig Muslime die daraus schließen, dass Goethe selbst Muslim war.

  11. charly Antworten | Permalink

    Al-fatiha: Die Eröffnung des Korans

    Hallo mein Freund, wie immer sehr gut geschrieben, die Kommentare dazu sind genau so interessant ;-) sehe grosses Interesse, das freut mich ;-)

  12. Stephan Schleim Antworten | Permalink

    @ Knauß: "richtige" Koranforschung?

    Dennoch lese ich die Bibel kritisch und ich lese sie als Menschenwerk, das in Abhängigkeit von historischen Umständen entstand - im Gegensatz zu der Art und Weise wie Herr Hamdan und 99,99 Prozent der Muslime den Koran betrachten. Nach dessen tatsächlichen Autoren zu forschen gilt ja bekanntlich als Sakrileg. Bis jetzt hat sich Hamdan nicht getraut, einen Artikel über richtige Koranforschung zu schreiben [...].

    Hussein hat meines Erachtens wie alle anderen Blogger auch das Recht, die Themen herauszugreifen, die ihm interessant erscheinen. Eine von dir provokant angedeutete Pflicht, über "richtige" Koranforschung zu schreiben, kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen. Was soll das überhaupt sein und bist du Experte genug, um dir ein Urteil zu erlauben, was die "richtige" Forschung ist und was nicht?

    Davon abgesehen scheint mir deine These darüber, wie "99,99% der Muslime" den Koran betrachten, zweifelhaft. Natürlich bin ich zurückhaltend, in intellektuellen Diskussionen auf Wikipedia zu verweisen, aber aus Gründen der Einfachheit möchte ich auf den Unterabschnitt Entstehungsgeschichte des Textes des Artikels über den Koran hinweisen; und es gibt sogar einen eigenen, wenn auch nur kurzen Artikel über die Geschichte des Korantexts.

    Ich habe auch den Kampf zwischen Schiiten und Sunniten bisher auch als Kampf um die Autorität in der Auslegung und Gewichtung bestimmter Quellen verstanden. Das sowie die kulturelle Vielfalt muslimischer Länder und ihre traditionsreiche Geschichte lassen mich daran zweifeln, dass es so etwas wie eine 99,99%-Meinung gibt, von der du sprichst.

    P.S. Woher weißt du eigentlich, dass deine Leseweise der Bibel "kritisch" genug ist? Oder dass es die "richtige" Leseweise ist?

    P.P.S. Das Interview über Islam und Aufklärung mit einem neuen Mitglied der Islamkonferenz, das gestern in Telepolis erschienen ist, hat mir übrigens gut gefallen.

  13. Nicolas Antworten | Permalink

    Zur Ehre der Verstorbenen

    Guten Tag Herr Hussein Hamdan,

    Danke für ihre Erläuterungen.

    Ich würde gerne einen Punkt im Islam besser verstehen.

    Sie erwähnen: "Während muslimischer Trauerfeiern wird oft dazu aufgerufen al-fatiha für den Verstorbenen zu sprechen."

    Wird in diesem Fall al-fathiha zu Allah zu Gunsten/als Bitte für die Verstorbenen oder wird die al-fathiha zum Verstorben als Mittler zu Allah zu Gunsten des Beters gesprochen?

    Mit freundlichen Grüssen
    Nicolas

  14. franziska Antworten | Permalink

    al fatiha

    es ist nicht wichtig wie der text klingt, ob er euch gefällt oder auch nicht es geht darum was allah im koran offenbart hat , der koran ist doch kein roman den ihr als angenehm lesbar oder nicht bewerten könnt. jeder der den koran ließt wird etwas anderes warnehmen und etwas anderes darunter verstehen. aber genau das ist der punkt nur die mit reinem herzen sind werden die worte richtig deuten und die irregehenden werden eben nur die worte lesen aber niemals die bedeutung verstehen, oder die falsche bedeutung sehen es kommt also immer auf den menschen an , der gerade den koran liest. incha allah werdet ihr den richtigen weg sehen

  15. Stefan Neudorfer Antworten | Permalink

    Goethe und der Islam - „West-östlicher Divan“

    Ich empfehle jeden den „West-östlicher Divan“ zu lesen. Denn man zitiert gerne daraus, aber es wird überlesen das Goethe auch über Zaratustra schriebt und über Christen und seine Intention ganz sicher nicht wareine Religion hervozuheben, sondern ein Gesamtbild der östlichen Kultur zu vermitteln. Zu Mohammed schreibt er nämlich auch das der Alkohol verboten ist, obwohl er was göttliches ist. Dies gleich unterhalb der Zeilen zum Koran und in einer ähnlichen Art und Weise.

    So sagt Goethe:

    Dass aber der Wein von Ewigkeit sei,
    Daran zweifl' ich nicht;
    Oder dass er vor den Engeln geschaffen sei,
    Ist vielleicht auch kein Gedicht.
    Der Trinkende, wie es auch immer sei,
    Blickt Gott frischer ins Angesicht.

    Das wird gerne überlesen, passt es doch so wenig in das Konzept derjenigen die meinen Goethe für irgendwas vereinnahmen zu können.

  16. Kh. Burger Antworten | Permalink

    Rechtschreibung

    - ich finde es schade, wenn in einem wertvollen Text ein von einem Mißverständnis zeugender Schreibfehler vorkommt - vielleicht könnte man ihn korrigieren:

    Grabmal - Grabmäler - kei H vor dem L, so wie es Denkmal, Denkmäler heißt ("Mal" ist synonym mit Zeichen)

    allerdings Festmahl und Mahlzeit ...

  17. Arzu Capar Antworten | Permalink

    Ich bin auch muslim,aber mir gings auch genauso ,Mann kann den Koran nicht alleine Verstehen ,dafür braucht man echt jahrelang,aber als ich die Bücher "Licht der Koran"von Said Nursi(insgesamt 13 dicke Bücher) gelesen habe ,jetzt verstehe endlich,warum wieso ?wiseo hat Gott 99 Name ,was bedeuten dies und das? sehr zeitgemäs,modern doch alles bästätigt wieder mit Koran.einfach zum Empfehlen.Bücher sind wunderschön ,fasziniernd doch sehr überzeugend.

  18. Fatih Antworten | Permalink

    danke,

    selam,
    habe es gern gelesen und möchte es gerne teilen.

  19. Hussein Hamdan Antworten | Permalink

    @ Fatih

    Das freut mich, danke dir auch für die Rückmeldung.

  20. harun Antworten | Permalink

    al fatiha

    Ich bitte die Übersetzung nochmal mit anderen Übersetzungen zu vergleichen. Den ich sehe da eine Fehler bei "Dir dienen wir und zu Dir rufen wir um Hilfe".
    es müsste DICH rufen wir um Hilfe heissen.

    An alle anderen, Übersetzungen sind immer anders als Original und meißt weniger schön. Einfacher Vergleich wäre wohl Englishe Comedy und dann die deutsche Übersetzung, hier klappen so einige Witze nicht, das kennt wohl jeder. Noch gravierender ist es dann bei Religiösen Texte. Habt ihr "Kritiker" schonmal die Al Fatiha auf Arabisch angehört ? Wie sich der Text Reimt und wie flüßig es sich anhört ? wenn nicht, bitte ich doch jeden sich das ( http://www.youtube.com/watch?v=qdoAX1XInfU )anzuhören.

    Vielen dank

  21. Me Antworten | Permalink

    Fehler

    "...und in den fünf täglichen Gebeten insgesamt 17 Mal gesprochen wird."

    Die Sure Al-Fatiha wird an einem Tag (bei 5 Gebeten 40 Mal aufgesagt)

  22. Nejla Antworten | Permalink

    Me ,, fehler"!

    Im Islam gibt es 4 Mezhep, die in Schafii Mezhep sind, beten am Tag 17 mal,und daher lesen sie eauch 17 mal am Tag Al-Fatiha.In allen vier Mezhep ist es anders.

  23. Nermin Antworten | Permalink

    17 mal ist schon richtig

    Selam aleikum Nejla,

    es hat nichts mit dem mezheb zu tun. Die 17x beziehen sich auf die Pflichtgebete (Fardh).

    Morgens 2x
    Mittag 4x
    Nachmittag 4x
    Abend 3x
    Nacht 4x
    = in Summe also 17x.

    Vesselam

  24. Balkanspirit1975 Antworten | Permalink

    Nicht vergleichber mit dem Koran

    Fast alle( nicht) Muslime versuchen immerwieder Koran kritischer und sagen wir mal schlechter ausehen zu lassen weil sie absolut unsicher sind woran sie selbst eigentlich glauben und die antworten die sie gerne beantwortet bekommen würden in der Bibel nicht finden.
    Das ist so simpel zu erklären Bibel ist nach menschens laune kreiert worden so wie sie es gerne hätten Alte testament -Neue testament mal hin mal her .
    An einem Heiligen buch die von menschen in grossem still geschrieben und verendert worden kann und darf sich ein Gläubiger nicht orientieren.
    Gegensatz dessen was ich oben geschrieben habe ist der Heilige Koran unverendert bis heute,da gab es weder Römische Keiser noch gab es päpste oder sonstiger die das buch umschreiben ließen .
    Dies sollte deren die unsicher in der suche nach unbeantworteten fragen sind anlass geben sich einmal mehr zu fragen wo sie ihre antworten suchen Bibel ist ebenfalls nicht das buch Gottes mehr das werk der Menschen.

    Neulich war ich in kölner geburtsklinik Hollweide zur besuch und wartete unten auf einen patienten, da lief ich entlang der kapelle als 2 nonen mit einem neugeborenen das sterbenskrank war (glaube Hertzfehler) in eiltempo richtung kapelle liefen.
    Da kamm ein Pfarrer ebenfals vorbei und ich fragte ihn was da los ist brauchen die hilfe o.ä da sagte er mir das
    " das kind wird bald sterben das ist nun mal Gotteswille und es muss dringend vor dem tode im Berührung mit Weihwasser kommen sonst wird es als unglàubige in ewigen Höllenfeuer brennen"
    Das hatt mir gereicht denn ich weiss das uns der Heilige Koran lehrt das alle kinder Engeln sind und keines falles in der Hölle gehen .
    Das ist ein beispiel von vielen die ich selbst erlebt habe und es ist nur meine eigene meinung ohne jemanden beleidigen zu wollen den Gott hat gesagt "Gnade denen die andere nieder machen um selbst grösser zu erscheinen"
    Findet euren weg aber macht nicht die andere dafür verantwortlich dafür das ihr in eurem glaube nich erfüllt seit.

  25. Jürgen Matoni Antworten | Permalink

    Lies

    Das ist also das geoffenbarte Wort Gottes? Gott soll also gesagt haben: "Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
    Lob sei Gott, dem Weltenherrn,..." geht da nicht etwas durcheinander?

  26. Sayyida Fatimah Antworten | Permalink

    Salaam an alle :)) ein/zwei Fragen wurde noch nicht beantwortet... also der Stein den (shiiten) auf den Gebets-Teppich legen wird logischerweise NICHT angebetet! Audhubillah! Der Stein dient dazu mit ERDE in berührung zu sein so wie es damals war.... dieses geerdet sein bringt uns auch dazu mit der Natur im Einklang zu sein.. genau so wie am freien Himmel das Gebet abzuhalten...

    zweite Frage war für wen die Fatiha bestimmt ist und wen wir bitten- wir bitten Allah um barmherzigkeit und Gnade für den toten - damit ihm verziehen wird .. so Gott will..
    wir beten immer nur zu Allah swt ... du verwechselst da etwas..

    Märtyrer (die wirklich auf Allahs weg gestorben sind(kann auch eine Frau sein die bei der Geburt ihres Kindes stirbt) und die "Heiligen" reinen Imame (aus MUhamads s. Nachkommenschaft (12 Imame)
    sind nicht tot sie sind viel eher bei ihrem Herrn .. so steht es im Quran.. und besonders bei den Imamen ist es so das wir sie um Fürsprache bitten können ..als Fürsprecher weil Gott sie sehr Liebt und ihnen ist eine höhere Stellung zuteil geworden durch ihre taten und ihre reine Seele wenn dich einer um etwas bittet der dein Liebling ist wirst du ihm die bitte eher erfüllen als jemand der dich zb schoneinmal missachtet hat oder wegen ihm warst du oft traurig ect pp.... dann dauert es vllt länger bis du der bitte nachgehen würdest und manchen wird die Fürsprache auch verwehrt.. zb jemandem der die Familie des Propheten verfolgt und ermordet hat oder deren Rechte (ihnen) verwehrt wurden.. jemand der soetwas zb getan hat oder tun wird oder mit dieser Tat einverstanden ist/war denen wird die Fürsprache verweigert .. in sha Allah-so Gott will..
    Allahu ahlem-Allah weiss es am besten..

    ich finde wir sollten die Menschlichkeit,Herz und Seele beachten egal wer an was Glaubt niemand sollte in eine Schublade einsortiert werden... denn das ist keine Menschlichkeit das nennt man Kastensystem..

  27. Osman Aydin Antworten | Permalink

    Selamun aleykum zusammen,

    ich möchte zum ersten bzw. vor dem ersten Satz von dem Fatiha Sure schreiben...

    Nun, viele analysieren, machen nach paar Minuten lesen sofort volendete Tatsachen... Allah würde das sich selber sagen usw. Dabei ist das weiß Gott/Allah nicht so trivial, futil, und solte auch nicht so behandelt werden. Der heilige Koran wird auch bis zum jüngsten Tag nicht verändert. Laut Koran, und bis jetzt ist es auch der Fall - warum ich das schreibe, komme ich gleich zu.

    Der Satz: Im Namen des Herrn, des Erbarmers, des Barmherzigen, ist kein Vers eines Sura oder Gebets! Dies ist der Satz womit man etwas anfängt: Arbeit, Reise, Essen, Trinken, in diesem Fall eben das Gebet. Man fängt im Namen Gottes, um seine Hilfe, Gnade, Erleichterung usw. zu werben. Beim Gebet um Erhörung! Und man geht als moslem auch davon aus, dass, wenn man diesen Satz aussagt, eben was gutes nach dem tut. Allahs/Gottes Namen nimt man nicht in den Mund, wenn man was schlechtes vor hat, oder bittet Ihn um Hilfe dabei.

    Also, bitte seid etwas weitsichtiger, wenn Ihr was zu ausweten wersucht, oder einfach neutral sein.

    Der Grund, dass der heilige Koran abgesandt wurde, (das letzte Buch Allahs/Gottes) ist ja sowieso, das eben die anderen Bücher von sehr "schlauen Menschen" im laufe der Geschichte andaurnd verändert wurden. Sodass der Ursprung und Sinn der Botschaft Allahs völlig abhanden kam. Das wisst Ihr besser als ich. Siehe die Bibel. Der glaube an den heiligen Koran was ich persönlich habe, ist eben der Bewis, dass Allah dieses buch keiner Macht zu verunstaltug die Macht, Freiheit, Möglichkeit bis jetzt gegeben hat. Und der Bewis dafür ist, das dies seit über 1400 Jahren versucht wird. Heut zu Tage um so mehr.

    Der heilige Koran ist auch der einzige Buch Allahs, der seinen Gläubigen die Voraussetzungen befehlt: Erst die andere Bücher Allahs vor dem hlg. Koran (10 Gebote Bibel, Toura usw.), die gesamten Abgesanten (Propheten), seine Engel, Ihn als den einzigen Herrn usw. an zu erkennen. Sonst ist man laut hlg. Koran kein Moslem, kein gläubiger!

    Wünsche ein gesegneten Abend...hhayırlı geceler. Selamun aleykum.

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