Jesus im Islam

20. Dezember 2009 von Hussein Hamdan in Grundlagen

Bald ist Weihnachten und die Christenheit feiert dann mit der Geburt Jesu eines ihrer höchsten Feste. Auch im Islam wird Jesus eine große Bedeutung beigemessen. Zu diesem Anlass möchte ich Jesus aus islamischer Sicht kurz vorstellen.

Jesus (arab. ´Isa) wird im Koran über 93 Verse verteilt, in 15 Suren namentlich erwähnt. Bei der Suche nach einer Jesusbiographie im Koran wird man aber nicht fündig, da das heilige Buch des Islam im Großen und Ganzen keinen biographischen Anspruch erhebt. Selbst über Muhammads Wirken liefern die koranischen Suren keine biographischen Ausführungen. Der Koran bietet demnach mal mehr, mal weniger ausführliche Fragmente, aus denen in späteren Zeiten Biographien erstellt wurden.

Die längste und wie ich finde schönste Passage über Jesus im Koran lässt sich in der nach seiner Mutter Maria (arab. Maryam) benannten 19. Sure finden. Es wird vermutet, dass dies seine erste Erwähnung im Koran überhaupt darstellt (in der Chronologie der Offenbarungen). In den Versen 16-36 werden Teile aus dem Kindheitsevangelium mit weiteren Aussagen über einige seiner Eigenschaften wiedergegeben. Zunächst ist hier von einer Begegnung Marias mit dem Erzengel Gabriel die Rede, der ihr einen lauteren Sohn verheißt. Als die verwunderte Maria fragt, wie sie denn als Jungfrau einen Sohn gebären solle, entgegnet der Engel:

„So (ist es, wie dir verkündet wurde). Dein Herr sagt: Es fällt mir leicht (dies zu bewerkstelligen). Und (wir schenken ihn dir) damit wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen, und weil wir (den Menschen) Barmherzigkeit erweisen wollen. Es ist eine beschlossene Sache.“

Daraufhin wird die Geburt Jesu unter einer Dattelpalme an einem östlich gelegenen Ort und die Anschuldigungen, denen Maria sich infolge der Geburt ausgesetzt sieht, geschildert. Daraufhin beginnt der Säugling Jesus zu den Leuten zu reden und verteidigt die Ehre seiner Mutter.

Schließlich wird in den Versen 35-36 klargestellt, dass er nicht der Sohn Gottes ist:

„Es steht Gott nicht an, sich irgendein Kind zuzulegen. Gepriesen sei er! (Darüber ist er erhaben). Wenn er eine Sache beschlossen hat, sagt er zu ihr nur: sei!, dann ist sie. Und Jesus sagte: „Gott ist mein Herr und euer Herr. Dienet ihm! Das ist ein gerader Weg.“

Die Hauptaussagen dieses Textes sind eindeutig. Jesus und seiner Mutter Maria wird zwar großer Respekt gezollt, aber Jesus ist nur ein Diener Gottes und nicht dessen Sohn. Zudem wird er als Gottes Wort (arab. kalimat Allah) bezeichnet, weil er durch das göttliche Wort „Sei!“ ins Leben gerufen wurde.

Er ist, wie viele Verse bestätigen, dem Koran zufolge ein Gesandter Gottes, der die Gabe hatte, Wunder zu vollbringen. In Sure 3,49 werden diese aufgezählt:

„Ich bin mit einem Zeichen von euren Herrn zu euch gekommen (das darin besteht), dass ich euch aus Lehm etwas schaffe, was so aussieht wie Vögel. Dann werde ich hineinblasen, und es werden mit Gottes Erlaubnis (wirkliche) Vögel sein. Und ich werde mit Gottes Erlaubnis Blinde und Aussätzige heilen und Tote (wieder) lebendig machen.“

Interessanterweise wird Jesus in 23 Versen zusätzlich als „Sohn Marias“ (Ibn Maryam) bezeichnet, wie folgendes Beispiel belegt:

„Als die Engel sprachen: „O Maria! Wahrlich, Gott verkündet dir durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der Gott Nahestehenden.“ (Sure 3,45)

Die Häufigkeit dieser Bezeichnung kann als weitere Bestätigung dafür angesehen werden, dass er nicht der Sohn Gottes sei, was somit eine deutliche Abgrenzung von der Lehre von der göttlichen Natur Jesu im christlichen Glauben darstellt. Und gerade die christliche Vorstellung vom Sohn Gottes und die daraus resultierende Trinitätslehre bilden die wesentlichen theologischen Unterschiede zwischen dem Islam und das Christentum. Die Kritik, die der Koran an ihr übt, ist sehr deutlich:

„Ihr Leute der Schrift! Übertreibt nicht in eurer Religion und sprecht über Gott nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, war ein Gesandter Gottes und Sein Wort, das Er Maria entbot, mit einer Seele, geschaffen von Ihm. So glaubt an Gott und Seine Gesandten und sprecht nicht (von Gott, dass er in einem) drei (sei). Lasst davon ab, das ist besser für euch. Gott ist nur ein einziger Gott. Er ist hoch darüber erhaben, dass Er einen Sohn haben sollte. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und Er genügt als Beschützer.“ (Sure 4,171)

Mit der Annahme eines Sohnes sieht der Koran die absolute Einheit Gottes gefährdet und daher ist die Kritik des Islam an der Trinitätslehre vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich der Koran vehement gegen jegliche Vorstellungen, die auch nur entfernt an Vielgötterei erinnern könnten, wehrt.

Jesus ist also ein Gesandter Gottes, an den Muslime glauben und ehren. Wenn über ihn oder andere Propheten gesprochen wird, dann wird meist die Formel „Friede sei mit ihm“ angehängt.

Maria genießt ebenfalls wie unschwer zu erkennen ist einen hohen Stellenwert. Nach ihr ist nicht nur eine ganze Sure benannt, sondern sie zählt einem Prophetenausspruch zufolge, neben Asiya, der Adoptivmutter von Moses, Muhammads erster Frau Chadidscha und der aus dieser Ehe stammenden Tochter Fatima zu den vier „Herrinnen aller Frauen der Welt“.

Jesus kommt im Gegensatz zu den anderen Gesandten aber eine weitere Bedeutung zu. Er ist der Messias, wie es in einigen Koranstellen heißt. Welche Rolle die islamische Tradition Jesus als Messias zuschreibt, werde ich, wie das Ende Jesu, um die Osterzeit behandeln.

Eines sei aber hier schon vorweggenommen: Er wurde dem Koran nach weder getötet noch gekreuzigt!

Ich möchte nun noch die Gelegenheit nutzen, um frohe und besinnliche Weihnachten und ein frohes neues Jahr zu wünschen.


34 Kommentare zu “Jesus im Islam”

  1. Peter Weihrauch Antworten | Permalink

    Arabische Zeichen

    Verzeihung, da wurden meine kopierten arabischen Zeichen wohl nicht dargestellt.

    Ich wollte nur wissen, ob Jesus im Koran als "nabi" (Prophet) oder als "rasul" (Gesandter) zählt. Euer Glaubensbekenntnis nennt Mohammed ja rasul. Gilt das auch für Jesus?

    Viele Grüße

    Peter

  2. Theologie-der-Vernunft.de Antworten | Permalink

    Jesus als Wort Gottes

    Hallo Herr Hamdan,

    seit Jahren sehe ich auch das Jesusbild des Koran als Belegt, dass es bei Jesus nicht nur um einen jungen Juden ging, wie man heute denkt, den man zum Gottessohn bzw wie einen geheimisvollen menschlichen Ersatzgott erklärte, sondern er von den Jüngern bzw. Verfassern des NT als ewiges Wort verstanden wurde, das sich aus der damals philsophisch wahrgenommenen schöpferischen Vernunft allen Lebensflusses (gr. Logos) ableitete.

    Auch wenn die Antike den Gottessohn nicht als Ersatzgott sah, sondern in Athen und Alexandrien in den philosophisch erkannten Prinzipien allen Werdens auf diese Weise nur eine Vergegenwärtigung schöpferischer Wirklichkeit gesehen wurde, die über menschlichen und mystisch-pantheisischen Göttersöhnen stand, so kann der Unsagbare des Alles keinen Sohn haben. Das führt nur zu neuen Gottesbildern, wie sich heute leider zeigt.

    Was wäre uns erspart geblieben, wenn man die Bedenken gegen die Trinität ernst genommen hätte, die Christenheit heute keinem Gottesbild nachlaufen würde, das scheinbar nur einem bedeutungslos gewordenen Gutmenschen übergestülpt wurde?

    In diesem Sinne kann ich verstehen, dass sich der arabische Arm der antiken Glaubensaufklärung von der unendlichen Diskussion der frühen Kirche über das Wesen des Logos als Gottessohn abspaltete, auf den eigenen letzten Propheten berief und diesem den Koran in den Mund legte, der sich letztlich aus dem gleichen Wort speist, wie die Geschichte Jesus.

    Dass Jesus aus sicht des Koran nicht gestorben ist und wiedererweckt wurde, lässt sich aus dieser Sicht verstehen.

    Doch wenn für den Koran nicht nur das in menschlicher Ausformung des jungen Josua:Jesus lebendige Wort messianisch war, sondern selbst Maria als hoheitliches Wesen galt, wäre es da nicht an der Zeit religionsübergreifend nach dem Wort/der Vernunft zu fragen, die den Buchreligionen zugrunde liegt und damals zum Ausdruck gebracht wurde?

    Warum müssen Buchstaben weiter die Glaubensvorstellungen trennen, wenn wir wissen können, dass Koran und Christentum aus einer ursprünglich gemeinsamen Reform der Monotheismus hervorgegangen sind, die sich auf das lebendige Wort berief?

    Warum muss es ein frommer Weihnachtswunsch bleiben, dass eine allem Werden zugrunde liegende universale kreative Vernunft/das schöpferische Wort wieder menschliche Wirklichkeit wird, wenn den theologischen Wissenschaften der Geschwisterreligionen das Wissen dazu gegeben ist?

    Gerhard Mentzel

  3. Martin Huhn Antworten | Permalink

    Abgrenzung

    Das finde ich sehr interessant, was der Koran über Jesus sagt. Das ist auch keine Abgrenzung mehr zum christlichen Verständnis, damit wird das Christentum eigentlich für null und nichtig erklärt. Finde ich persönlich ganz gut. Ich mag klare Trennungen. Das zeigt die Unvereinbarkeit von Islam und Christentum.

    Das soll aber nicht heißen, daß ich Muslime und deren Glaube nicht toleriere. Es soll ruhig jeder glauben, was er für richtig hält, auch wenn ich der Meinung bin, daß nur das Christentum die Wahrheit ist.

    Frohes Weihnachtsfest. :-)

  4. Michael Blume Antworten | Permalink

    Messias

    Ich möchte noch ergänzen, dass der strikte, bildlose Monotheismus des Islam dem Judentum sehr viel näher steht - das Christentum ist hier mit (leiblicher) Gottessohnschaft, Trinität, bildlichen Gottesdarstellungen etc. eindeutig weiter von Judentum und Islam entfernt, als diese voneinander.

    Sinnigerweise gehört zu den theologischen Differenzen zwischen Juden und Muslimen v.a. die Messianität Jesu, die aus klassischer, jüdischer Sicht so nicht anerkannt wird.

    Während der gemeinsame Bezug auf Abraham aus der Innensicht der drei Religionen möglich ist, verbindet und trennt die Person des Juden Jesus die religiösen Traditionen zugleich.

    (Auch) mit dieser Vielfalt werden freiheitliche Gesellschaften zu leben lernen, und die Wege des Dialoges zu besserem, gegenseitigem Verständnis sind noch lange nicht ausreichend beschritten.

  5. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Blume

    Was soll der Sinn des Dialogs sein? Zum besseren Verständnis. Aber für was? Laut Christentum gibt es keine Rettung ohne Jesus und zwar den Jesus, den das NT beschreibt. Der Koran/Islam behauptet etwas anderes. Nun, das reicht mir persönlich. Das habe ich verstanden. Was gibt es denn noch mehr zu verstehen? Das sind nunmal unvereinbare, fundamentale Unterschiede.

  6. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Martin

    Zunächst möchte ich festhalten, dass die Lehre, wonach Gott entweder nur (bestimmte) Juden, (bestimmte) Christen oder (bestimmte) Muslime retten werde, in keiner der Religionen die Mehrheitsmeinung darstellt: Die meisten Juden, Christen und Muslime halten Heilsmöglichkeiten auch für Andersglaubende für möglich. Denn Gott könnte ja auch durchaus größer und großmütiger sein, als wir Menschen es oft sind? ;-)

    Aber ganz abgesehen von solchen theologischen Details: Wo immer sich Menschen über ihre politischen, kulturellen und religiösen Unterschiede friedlich austauschen, wächst das Verständnis füreinander und werden Extremisten und Fremdenfeinde, wie es sie leider immer gibt, zurück gedrängt. Wo Dialog dagegen unterdrückt wird, wachsen Vorurteile und Ängste. Dass sich Christen ihrer eigenen Überlegenheit oft allzu sicher waren, hat zu Grausamkeit z.B. gegenüber Juden oder auch Andersglaubenden entscheidend beigetragen - kein Kapitel, auf dass man stolz sein könnte.

    Und heute mag es Dir z.B. sicher absurd vorkommen, dass sich Katholiken und Protestanten mitten in Europa einst brutale Kriege und Massenmorde geliefert haben. Nun, es waren schließlich die pragmatischen Stimmen, die für Frieden, Freiheit und, ja, Dialog votierten und dem Rasen so ein Ende machten. Auch damals wurde heftig gegen jene polemisiert, die das Gespräch suchten. Und damit doch zu auch theologisch viel tieferem Verständnis und Respekt zwischen den Konfessionen beitrugen, als damals überhaupt denkbar erschien.

    Übrigens hat ja auch Jesus u.a. in seinem berühmtesten Gleichnis einen (im religiösen Sinne ausgegrenzten) Samaritaner zum Beispiel des Gottesbundes erhoben. Vom Andersglaubenden auch lernen können (ohne gleich ins andere Extrem zu fallen und alle Unterschiede zu leugnen) - was für eine Botschaft!

    Fröhliche Weihnacht!

  7. Ulrich Antworten | Permalink

    Ich möchte Husseins Artikel und sein Bemühen nicht gänzlich abtun, allerdings möchte ich Martin Huhn in gewisser Weise rechtgeben. Von der göttlichen Natur Jesus' möchte ich jetzt mal gar nicht sprechen. Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass der Kreuztod Jesu im Christentum kein Nebenaspekt, sondern zentrales Element ist. Wenn nun der Koran sagt, dass er weder getötet noch gekreuzigt wurde, dann ist das nicht einfach nur ein theologischer Unterschied, sondern heißt doch viel mehr, dass das Christentum im Kern eigentlich Quatsch ist. Ab diesem Zeitpunkt ist für mich jede weitere Diskussion sinnlos.

    Nichts für ungut.
    Frohes Fest und erholsame Feiertage!

  8. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Ulrich: Aufgeben?

    Also sollen sich Christen nur noch mit jenen respektvoll austauschen, die von vornherein die gleichen Glaubensüberzeugungen haben? Und nicht z.B. mit Juden, Anders- oder Nichtglaubenden? Wäre das Christentum auf diesem Kurs überhaupt je zur Weltreligion geworden?

    Abgesehen davon, dass ich den o.g. Satz ("Er wurde dem Koran nach weder getötet noch gekreuzigt!") auch für recht schroff formuliert halte, kenne ich im Übrigen viele (auch gelehrte) Muslime, die die entsprechenden Aussagen des Koran ganz anders deuten: Z.B., dass Jesu Tod nicht das letzte Wort gewesen und die Kreuzigung nur ein Scheinerfolg seiner Gegner gewesen sei. Gerade bei solchen Themen, die "am Herzen" der Religionen im Miteinander operieren, ist m.E. noch viel zu klären und erkunden.

  9. theologie-der-vernunft Antworten | Permalink

    Bilder Auf-geben

    @Martin,

    nicht nur die Gedanken, die sich heute im Spiegel-Titel "Wer hat den stärkeren Gott" finden, wachsen auf dem Mist der vermenschlichter Gottesbilder. Über das lebendige Wort, als das nicht nur der Koran, sondern auch der Kanon Jesus beschreibt, kann nicht gedacht werden, solange ein Mensch mit Namen Jesus als geheimnisvolles Gottesbild gilt.

    Doch ernst: kann wirklich angenommen werden, dass die Mutter eines solchen Menschen von den Verfassern Koran als hoheitliches Wesen hingestellt oder er als Wort, gar als Messias bezeichnet worden wäre?

    Richtig ist, dass ohne Jesus keine Rettung ist... Doch existiert der Unterschied nicht nur im Kopf der Bild-/Buchstabengläubigen, die heute so die Bedeutungs verkürzen? Ist das Fundament, auf dem nicht nur der anfängliche Monotheismus und seine drei Töchter bauen, nicht das lebendige Wort des schöpferischen Werdens?

    Ich denke, nicht das Christentum muss sich aufgeben. Vielmehr wird es Zeit, die trennenden Bilder auf aufgekärte Weise in ihrer theologischen Bedeutung zu hinterfragen und sie als gemeinsamen Grund zu verstehen und zu bewahren.

    Gemeinsame Weihnachten,
    braucht kein frommer Wunsch zu bleiben.

    Gerhard Mentzel

  10. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Blume

    Die Bibel beschreibt auch Menschen, die ohne Glauben an Jesus in den "Himmel" kommen. Beispielsweise beim Weltengericht im Matthäusevagelium oder im Römerbrief. Aber das bezieht sich auf Menschen die nie von Jesus hörten, weil sie vor seiner Zeit lebten oder nicht die Möglichkeit haben/hatten von ihm zu hören. Hört ein Mensch von Jesus und lehnt ihn ab, so ist die Bibel in diesem Punkt eindeutig. Beispielsweise:

    "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
    Johannes 14,6

    Jetzt kann ich mich gerne mit einem Muslim darüber unterhalten, daß der Koran/Islam Jesus eine andere Bedeutung zuweist. Ich kann dann sagen, daß ich das vollkommen anders sehe und weil er Jesus nicht hat, hat er auch nicht das Leben und nicht die Wahrheit etc.

    Ja, und das war es dann auch schon. Worüber will man sich denn noch unterhalten, außer daß man davon ausgeht, daß der andere einen falschen Glauben hat, was der andere ebenso sieht.

    Interessant finde ich an solchen Gesprächen, wie mit dem Thema Sünde umgegangen wird bzw. wie der Glaube einem davon erlösen kann. Und da überzeugt mich einfach nur das Christentum. Zumal dieser Weg im AT schon vorgezeichnet, angekündigt wird. Das ist wirklich erstaunlich, wenn man sich damit mal etwsa genauer befaßt.

  11. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Mentzel

    So ganz wird mir nicht klar, was das heißen soll.

    Bilder/Vorstellungen aufgeben. Ok, wir sollen uns keinen Götzen machen und unsere Vorstellungen von Jesus/Gott sind eigentlich immer menschlich falsch, zumal jeder gewisse Vorlieben und Abneigungen hat und sich somit eine falschen Vorstellung von Gott macht. Einige hatten vielleicht einen schlechten Vater und wenn in der Bibel etwas vom himmlischen Vater steht, dann wehren sie sich instinktiv dagegen, weil der Begriff Vater eine negative Prägung hat.

    Mir geht es erstmal um das Wesentliche. Ich bin ein sündiger Mensch und kann mich nicht selber retten. Meine guten Werke können die schlechten nicht egalisieren. Ich muß dafür bezahlen, mit meinem Leben. Erst der sündlose Jesus Christus kann für meine Sünde büßen, da er selbst keine hatte und somit die Strafe von mir nehmen, die mir gegolten hat, wenn ich dieses Gnadengeschenk durch den Glauben annehme.

    Das ist der Kern des Christentums. Das ist eigentlich nicht schwer zu verstehen, dazu sind keine intellektuellen Höchstleistungen vonnöten. Wie sollte auch? Was wäre das für ein Gott, wenn die Botschaft nur für schlaue Leute vorbehalten wäre? Verachtet Gott die Dummen? Wenn dem so wäre, dann wäre es eigentlich kein Gott, denn ein Gott muß für alle da sein. Und da Gott auch von dem Klügsten unter uns nicht verstanden werden kann, seine Botschaft an uns Menschen, die muß von jedem verstanden werden können.

  12. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Martin

    Nun ja, immerhin verstehe ich, warum vor dem Hintergrund Deiner Auffassungen ein Dialog sinnlos wäre. Denn wenn Du also (nach Deiner speziellen Bibelauslegung) einem Nichtchristen von Jesus erzähltest, dieser aber nicht gleich überträte, so wäre er sodann für das Verderben bestimmt. Dann wäre es natürlich besser, man erzählt anderen gar nichts...

    Ach, weißt Du, es gelingt mir nicht, so klein von Gott zu denken. Und wenn Leute behaupten, sie - und nur sie - "hätten" Jesus, Gott etc., bin ich auch skeptisch. Bist Du z.B. wirklich sicher, dass der Jude Jesus heutigen Erbsünde- und Trinitätslehren, Bildstatuen, Maria als "Gottesgebärerin" etc. etwas abgewonnen hätte? Lässt sich seine Botschaft nicht auch ganz anders verstehen? Das Weltgericht im Matthäus-Evangelium weiß z.B. nichts von komplexen Lehrsätzen - hier wird der Dienst am Leidenden zum Dienst am Christus. Warum soll dort nicht z.B. ein gütiger Hindu oder Agnostiker Jesus mehr gedient haben als mancher Christ? Und wenn nur einige Menschen "Jesus hätten" - müsste man das nicht am Verhalten dieser Menschen sehen können, oder!? Aber George Bush & Co., die solches von sich behaupte(te)n, erschienen mir (gelinde gesagt) nicht unfehlbar. Also, wenn ich mir die Weltkulturen anschaue, dann finde ich überall Bewundernswertes und Furchtbares dicht beieinander - gerade trauern im Iran z.B. Hunderttausende für einen Ayatollah, der nach der Islamischen Revolution zugunsten der Menschenrechte auf Macht verzichtet und das Regime kritisiert hat. Und auch andere Nichtchristen wie Mahatma Ghandi u.v.m. finde ich beeindruckend.

    Nein, lieber Martin, so sicher wie Du im Urteil, wen Gott dereinst erretten und wen er verdammen wird, kann ich beim besten Willen nicht sein. M.E. werden wir Ihm gegenüber stets Lernende bleiben - und sollten dies in Demut, Respekt und Toleranz auch gegenüber Anders- und Nichtglaubenden tun.

    Beste Grüße, frohe Weihnachten!

  13. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Blume

    Der Absolutheitsanspruch von Jesus ist nicht meine Erfindung. So wie Du es schreibst, hört es sich so an, als lege ich mir einfach etwas aus, was mir gefällt. Dabei habe ich eigentlich nur Jesus zitiert.

    Ich habe übrigens nichts, was zur Erlösung taugt. Sekten behauten das so. Der Weg gehe nur über sie. Ich hingegen habe auf Jesus gezeigt. Da gibt es Erlösung und die ist vollkommen unabhängig von mir.

    Was Du hingegen schreibst, das nimmt schon Züge von Werkgerechtigkeit an. Wer ein "guter" Mensch war, hat es verdient zu leben. Dabei ist auch in diesem Punkt das Christentum eindeutig. Es gibt keine guten Menschen. Wir sind alle Sünder und wir haben alle den Tod verdient. Retten kann nur der Glaube. Dafür hat sich unter anderem auch mal ein gewisser Herr Luther eingesetzt. Aber der hat wohl auch zu klein von Gott gedacht.

    Wer letztendlich in den Himmel kommt, das weiß ich nicht und ich habe darüber nicht zu urteilen, denn ich bin nicht der Richter. Aber Jesus gab auch den Missionsbefehl. Für die Wahrheit haben sich viele umbringen lassen und haben nicht ihrem Gott abgeschworen. Was soll denn das alles für ein Sinn machen, wenn sowieso egal ist, was man glaubt? Warum ist Jesus im NT so eindeutig? Warum ist Paulus so eindeutig? War Paulus nur ein kleiner Spinner? Wer mag darüber urteilen, wer Paulus war? Was hat er denn für eine Qualifikation dies zu tun?

    Es ist viel einfacher sich dem Zeitgeist zu unterwerfen. So lebt es sich einfacher. Aber ob es richtig ist?

  14. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Martin

    Der Absolutheitsanspruch von Jesus ist nicht meine Erfindung.

    Die Frage ist, ob es Jesus so gemeint hat. Denn nach jüdischem Glauben haben auch Andersglaubende möglichen Anteil an der kommenden Welt, wenn sie sich an den Geboten Noahs orientieren (was die Weltreligionen interessanterweise tun). Mir fällt es etwas schwer zu glauben, der fromme Jude Jesus habe Türen zugeschlagen, die auch nach Deiner Exegese anderen zuvor noch offen standen. Soll das ein Evangelium, eine "gute Nachricht" sein?

    So wie Du es schreibst, hört es sich so an, als lege ich mir einfach etwas aus, was mir gefällt. Dabei habe ich eigentlich nur Jesus zitiert.

    Wir sollten uns m.E. gegenseitig Rechenschaft darüber ablegen, dass alle unsere Interpretationen historisch gewachsen und relativ sind. Wir Menschen lesen die gleichen Texte, kommen jedoch zu anderen Ergebnissen. Ich kann z.B. keinen "Vollziehe bestimmte Rituale oder ich kille Dich"-Jesus in der Bibel finden.

    Ich habe übrigens nichts, was zur Erlösung taugt. Sekten behauten das so. Der Weg gehe nur über sie. Ich hingegen habe auf Jesus gezeigt. Da gibt es Erlösung und die ist vollkommen unabhängig von mir.

    Warum sollte sie dann nicht auch einem Buddhisten, Muslim, Juden oder Agnostiker offen stehen? Wer sind wir, dass wir Gottes Wege kennen, über andere richten, über Erlösung verfügen wollen? Wenn Er erlösen kann - trauen wir Ihm doch mehr zu!

    Was Du hingegen schreibst, das nimmt schon Züge von Werkgerechtigkeit an. Wer ein "guter" Mensch war, hat es verdient zu leben.

    Nö, es gibt keine völlig "guten Menschen". Aber Gott kann gnädig sein, uns entgegen kommen. Ich finde es umgekehrt seltsam, wenn behauptet wird, dafür müsste man "nur" die richtigen Formeln und Rituale vollzogen haben. Also: Der christliche Kreuzritter kann gerettet werden, wenn er "den Herrn in sein Herz lässt", die von ihm erschlagene, jüdische Familie aber nicht (weil sie von Jesus gehört hatte). Nee, diese Version von Werkgerechtigkeit glaube ich nicht. Ich verstehe gerade die explizite Schilderung des Weltgerichtes im Matthäusevangelium so, dass der je ganze Mensch gesehen wird, und hoffentlich Gnade findet.

    Dabei ist auch in diesem Punkt das Christentum eindeutig. Es gibt keine guten Menschen. Wir sind alle Sünder und wir haben alle den Tod verdient. Retten kann nur der Glaube.

    Retten kann nur der Glaube? Wie so eine Art magisches Amulett? Also, ich würde doch sagen, retten kann nur Gott, oder!?

    Dafür hat sich unter anderem auch mal ein gewisser Herr Luther eingesetzt. Aber der hat wohl auch zu klein von Gott gedacht.

    Ja, selbstverständlich, und er wußte das auch! Unfehlbarkeit hat er nie beansprucht und seine Aufrufe z.B. gegen Juden oder die aufständischen Bauern zeigen ihn als zeitgebundenen und nicht immer gerechten Menschen - so wie wir alle.

    Wer letztendlich in den Himmel kommt, das weiß ich nicht und ich habe darüber nicht zu urteilen, denn ich bin nicht der Richter.

    Da sind wir uns einig. Deswegen kann keiner von uns über Juden, Muslime, Anders- und Nichtglaubende an Gottes statt das Urteil sprechen, oder!? Und wenn wir die Menschen wirklich lieben, sollten wir doch das Beste für sie hoffen, oder!? Und mit ihnen gemeinsam über Gott und Jesus nachsinnen?

    Aber Jesus gab auch den Missionsbefehl.

    Ja, also los! Ich bin es doch in unserer Diskussion, der sich hier für das interreligiöse Gespräch einsetzt! Religionsfreiheit, Dialog und Wettbewerb der Religionen im Guten sind möglich. Wenn Du "Jesus hast" - leg los! Bezeuge ihn durch Botschaft & Lebenswandel!

    Für die Wahrheit haben sich viele umbringen lassen und haben nicht ihrem Gott abgeschworen.

    Ja, das gilt auch für Juden, Muslime, Katharer und Andersglaubende, nicht wahr? Manchmal sogar unter christlicher Verfolgung! In der SU wurden die Religionen sogar gemeinsam verfolgt, in China und Nordkorea sitzen Christen, Muslime, Buddhisten u.a. nicht selten in den gleichen Haftanstalten.

    Was soll denn das alles für ein Sinn machen, wenn sowieso egal ist, was man glaubt?

    Ich würde nie behaupten, dass "sowieso egal ist, was man glaubt"? Ich widerspreche zum Beispiel, wenn behauptet wird, dieser oder jene Andersglaubende wäre verloren. Denn dann erscheinen andere Religionen logischerweise als dämonisch - mit allen furchtbaren Konsequenzen. Und nochmal: Das Judentum hat diese Position des Heilsexklusivismus nie vertreten - und dennoch Jahrtausende auch der Verfolgung überlebt. Zwischen Absolutheitsanspruch und Relativismus gibt es m.E. noch viele Abstufungen, eine Religion kann tolerant und gleichzeitig stark sein.

    Warum ist Jesus im NT so eindeutig?

    Weil er uns etwas zu sagen hat! Zum Beispiel zur Gottes- und Nächstenliebe aufruft, vor Hochmut warnt und seinen Jüngern z.B. einen Samaritaner als höchstes Beispiel präsentiert!

    Warum ist Paulus so eindeutig? War Paulus nur ein kleiner Spinner?

    Nein, er würdigte z.B. seinen jüdischen Lehrer Gamaliel oder den Glauben der Athener auf dem Areopag, bevor er seinen verkündete.

    Wer mag darüber urteilen, wer Paulus war? Was hat er denn für eine Qualifikation dies zu tun?

    Sicher ein bedeutender Mann, der Paulus, auch wenn sich seine Erwartung eines nahen Weltenendes nicht einstellte. Von ihm sind einige Briefe erhalten, in denen er Leben und Botschaft Jesu interpretiert. Ihn würde ich ebenso wenig aburteilen wollen wie z.B. Buddha, Konfuzius oder Muhammad. Denn natürlich können wir auch diese nicht einfach abqualifizieren, oder!?

    Es ist viel einfacher sich dem Zeitgeist zu unterwerfen. So lebt es sich einfacher.

    Na, mir wirst Du das kaum vorwerfen können. Wem also? Und, ja, es gibt viele Strategien der Vereinfachung. Beispielsweise kann man Gott völlig für sich beanspruchen und andere Religionen einfach abqualifizieren. Dann muss man sich mit ihnen gar nicht mehr auseinandersetzen und spart sich auch den Dialog. Einfach, aber deswegen vielleicht noch nicht gut.

    Aber ob es richtig ist?

    Genau darum geht es - wenn es mir völlig egal wäre, würde ich nicht diskutieren. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.", hat uns Jesus doch auch gelehrt. Wir können also vergleichen, was diejenigen im Namen von Christentum, Islam oder anderen Labels bewirkt haben, die Andersglaubenden die Hölle angedroht und den Dialog für unnütz erklärt haben. Vergleichen mit jenen, die sich auch für Respekt, Freiheit und Akzeptanz der je Anderen einsetzten, wie z.B. Franz von Assisi, Martin Buber, Mahatma Ghandi, Martin Luther King, Shirin Ebadi, Mutter Theresa u.v.m. Ich gebe gerne zu, dass diese zweiteren stets nur die Minderheit waren. Aber "an ihren Früchten" scheinen sie mir auch religiös glaubwürdiger zu sein.

  15. Gerhard Mentzel Antworten | Permalink

    Absolutheitsanspruch Jesus ernst nehmen

    Hallo Martin,

    gerade weil ich den von Dir in vielfacher Weise zum Ausdruck gebrachten Absolutheitsanspruch Jesus ernst nehme, möchte ich anregen, über eine Wahrheit, ein Wort nachzudenken, das den dreimonotheistischen Geschwistern zugrunde liegt. Und das sich nur aus dem schöpferische=kreativen Geschehen des kosmischen Werdens, nicht einzelnen Glaubenstexten ableiten kann.

    Buchstaben trennen, das wissen wir bereits aus der Bibel, ist Aussage des lebendigen Wortes, das auch der Koran bekennt.

    Ein sündloser junger Jude..., der heute als historischer Jesus gilt, kann weder für die Verfasser des Koran als Messias gegolten haben, noch kann von ihm zur Zeitenwende eine messiansiche Wirkung ausgegangen sein. Der Absolutheitsanspruch lässt sich nur vom schöpferischen Wort aus rechtfertigen, über dessen menschliche Wirk-lichkeit nachzudenken wäre: Weihnachten.

    Gerhard Mentzel

  16. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Blume

    Ja, wie hat Jesus das alles nur gemeint. Vielleicht sind es auch gar nicht die Worte Jesu, vielleicht sind sie ihm einfach untergeschoben worden. Vielleicht war er auch nur ein Gesandter? Oder gar ein Verrückter?

    "Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich."
    Johannes 8,57-58

    So etwas kann doch nur ein Verrückter behaupten ...

    Oder er ist wirklich Gott, er ist wirklich die Wahrheit. Die läßt sich nur im Glauben entscheiden und die Entscheidung habe ich schon lange getroffen. Und jeder, der sich ernsthaft mit Jesus auseinandersetzt, muß diese Entscheidung treffen. Entweder war er verrückt oder Gott. Dazwischen gibt es nichts. Seine Aussagen waren zu eindeutig, als daß sie sich abschwächen lassen.
    Wenn Jesu Ziel war, daß die Menschheit sich an den Geboten Noahs orientiert, um erlöst zu werden, wozu ist er dann am Kreuz gestorben? Und Jesus schlägt auch keine Türen zu. Es kann doch jeder zu ihm kommen. Nur bleibt er dann nicht Buddhist, Muslim, Hindu, Agnostiker, Shintoist, Atheist etc. er wird dann Christ.

    Ich rede hier nicht von Ritualen oder von Aberglauben, ich rede vom Glauben. Du hingegen redest davon, daß man sich das "Reich der Himmel" verdienen müsse. Ein guter Mensch sein, sich an den Geboten Noahs orientieren. Was hat das mit der christlichen Gnadenlehre zu tun? Das ist doch der alte Zuchtmeister des Gesetzes.

    "Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertig würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister, denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, ihr habt Christus angezogen. Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abraham Nachkommenschaft und nach Verheißung Erben."
    Galater 3,24-29

    Deine Gnadenlehre interessiert mich doch etwas. Wieso kann Gott gnädig? Einfach so? Oder kommt man in den Himmel, wenn man von jemanden erschlagen wird? Ist das die Eintrittskarte? Und bedenke bitte, daß im Weltengericht des Matthäusevangelium von Schafen und Böcken die Rede ist. Von ewiger Strafe und ewiges Leben. Aber ich bin eigentlich nicht ganz glücklich darüber, so im "Vorbeigehen" drüber zu schreiben. Das Thema müßte gesondert behandelt werden.

    Aber sag mir doch mal wie Du mit folgender Bibelstelle umgehst:

    "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet werden; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes."
    Johannes 3,18

    Das war jetzt nur mal eine Bibelstelle von den vielen, die die gleiche Botschaft haben. Was damit tun? Ignorieren? So lange dran ruminterpretieren bis es geschmeidig ist?

    Natürlich hat Luther auch Fehler (die meisten als er älter war) gemacht. Wo viel Licht ist, ist viel Schatten. Aber seine Fehler sind keine Beweis dafür, daß die Wiederentdeckung der Gnadenlehre genauso fehlerhaft war. Das sehen auch ganz viele Menschen über einen langen Zeitraum so. Sogar die Katholiken haben Luthers Rechtfertigungslehre am 31. Oktober 1999 "einigermaßen" anerkannt. So falsch kann das nicht gewesen sein.

    Wer die Menschen liebt, darf ihnen, was man als Wahrheit erkannt hat, nicht vorhenthalten. Und ich tue das aus bestem Wissen und Gewissen. Ich bin der tiefsten Überzeugung, daß nur Jesus retten kann. Ich könnte es mir einfacher machen.

    Nun sag mir doch mal, warum Jesus Glaubenstreue bis in den Tod fordert, wenn es eh nur eine Ritual sein soll? Warum ist ihm das so ernst?

    Ich habe den Eindruck, Du suchst Dir nur die Bibelstellen raus, die Dir passen und andere interpretierst Du um, bis es paßt. Wer Jesus meint, der meint Wort und Tat, Liebe und Wahrheit. Jesus hat zur Gottes- und Nächstenliebe ausgerufen, das ist richtig, aber das ist momentan nicht unser Thema. Wir können auch darüber diskutieren, als Jesus Stricke machte und die Händler aus dem Tempel trieb, aber auch das ist momentan nicht unser Thema.

    Paulus erachtete seine bisherigen gesetzlichen Glauben für Mist und verwarf ihn um den Glauben an Christi an des Kreuzes und der Gnade und der Auferstehung Willen. Ihm war es sehr ernst damit. Und weil das Weltende zu seinen Lebzeiten nicht kam (wobei sich darüber auch noch diskutieren läßt), was eh nicht Zentrum seiner Botschaft war, kann Paulus relativiert haben. Ähnlich verfährst Du auch mit Luther. Das ist mir zu einfach.

    Wer ist denn für Dich glaubwürdig? Wer eine Autorität des Glaubens? Bei wem gibt es keine Unstimmigkeiten? Petrus? Der Verräter? Oder kann vielleicht Buddha uns den rechten Glauben, die Erleuchtung beibringen?

    Zum Zeitgeist gehört beispielsweise Toleranz mit Akzeptanz zu verwechseln, Grenzen zu verwischen. Und das tust Du hier. Ich hoffe nur, Du nimmst das jetzt nicht als persönliche Beleidigung von mir an Dir. Das ist nicht meine Absicht.

    Dialog, Respekt, Freiheit, Toleranz alles wichtige Dinge. Ich habe auch nicht behauptet, daß man nicht in den Dialog mit anderen Religionen treten soll. Ich habe nur nach dem Sinn für mich gefragt. Wenn Du meinst, das ist der Weg, der zum Frieden führt. Bitte sehr, geh den ruhig. Ich habe nichts gegen Frieden. Ich werde Dich oder jemand anderen nicht dran hindern. Mir soll aber keiner irgendwann daherkommen und mir den Glauben an Jesus verbieten wollen und zwar so wie ich ihn hier dargelegt habe. Man kann mich ja gerne für engstirnig, beschränkt, naiv, dümlich, verblendet, fehlgeleitet und was weiß ich halten. Das ist mir egal. Aber um des "lieben Friedens" willen oder der politischen Korrektheit werde ich mir die Botschaft vom Kreuz, das Evangelium nicht verbieten lassen. Die anderen können auch gerne glauben, was sie wollen, ich halte es nur für falsch, so wie sie meinen Glauben für falsch halten. Ich weiß nur nicht, wo der Sinn des "Christ"entums bestehen soll, wenn "Christ"us, der HERR, als Erlöser nicht nötig ist.

  17. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Mentzel

    Was soll denn dieses "schöpferische Wort" sein? Mich erinnert das natürlich an den Anfang des Johannesevangelium. Aber was meinst Du damit?

  18. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Martin

    Na, da kann ich Dich beruhigen! Du wirst von mir nie finden, dass ich irgendjemandem seinen Glauben verbieten wollte. Allerdings musst Du schon damit leben, dass es auch viele andere Möglichkeiten gibt, Christ zu sein. Wie es dies ja auch nicht "den" Muslim gibt (und jene ohne Zweifel nicht immer die sympathischsten sind).

    Und diese Gelegenheit möchte ich mir nicht entgehen lassen, auf den Tod des Großayatollah Montaseri und den Mut abertausender Iraner hinzuweisen, auch frühere Wahrheiten in Frage zu stellen:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/35/498330/text/

    Hoffen wir, dass sich im Iran endlich Freiheit und Demokratie gegen die Diktatur durchsetzen!

  19. Gerhard Mentzel Antworten | Permalink

    "Schöpferische Wort" ?

    @Martin,

    mit meiner Frage nach der gemeinsamen Wahrheit bzw. einem lebendigen "schöpferischen Wort", das den Geschwister- (angeblich nur "Buch"(staben)relgiionen) zugrunde liegt, die sich heute auf getrennte Gesetze und Gesetalten berufen, geht es mir um eine kreative Vernünftigkeit, Logik, die heute in der wissenschaftlichen Beschreibung allen natrülichen Werdens heute zum Ausdruck gebracht wird.

    Diese Vernüftigkeit des kosmischen und kulturellen Evolutionsprozesses, die rund um den Erdball in den Schulen erklärt wird, als Wort (nicht Gott selbst) zu verstehen, wie es für die Antike selbstverständlich war (auch wenn dort nicht auf emprische Weise), macht verständlich, dass die drei monotheistischen Religionen nur einen Nenner haben.

    Nein, den Gott der Väter oder Vater des Alles braucht dann keine der drei Religionen abzulehen oder sich gegenseitig streitig zu machen. Er wird allein durch das lebendige Wort, das christlich den Namen Jesus hat, weil die Verfasser u.a. auf Josua (neuer bildloser Bund), Jesus Sirach (schöpferische Weisheit)... bzw. deren Bedeutung Bezug nahmen lebendig.

    Diese Wahrnehmung ist nicht "schlauen Menschen" vorbehalten. Doch solange die "Schlauen" bzw. kirchlichen Vordenker beim historischen Jesus nicht über das lebendige Wort nachdenken und den Alleinseligmachungsanspruch eines Wanderpredigers mit Offenbarungseingebungen hochhalten, der damit wie ein Gottesbild gilt oder andere REligionen ihre Gründer und Glaubenstexte, muss das einfache Denken der drei Geschwisterreligionen getrennte Wege gehen.

    In diesem Sinne genügt es nicht, nur nebenbei auch auf eine "schöpferische Vernunft" (lt. Prof. Ratzingers Dogmatik der biblische Jesus)ein Wort in aller aufgeklärt beschriebenen Natur hinzuweisen oder gar hier privat "hören" zu wollen.

    Ohne ein aufgeklärtes Nachdenken über die Wurzeln der drei Buchreligionen, der Frage nach dem gemeinsamen Wort, um das es dort geht, bleiben trennende Buchstaben, Gestalten, Bilder, aus denen jeder was anderes heraushört. So kann keine gemeinsame "Bestimmung" und menschliche Verant-wort-ung für die Schöpfung abgeleitet werden, die heute mehr denn je not-wendig wäre, sondern geht der Kampf der Kulturen weiter.

    Frohe Weihnachten
    wenn die schöpferische Vernunft wieder menschliche Wirk-lichkeit annimmt.

    Gerhard

  20. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ Mentzel

    Tja, was soll ich dazu sagen? Eigentlich kann ich dazu nicht viel Neues sagen, als was ich hier schon geschrieben habe und wiederholen möchte ich mich nicht. Ich bin sehr zufrieden mit meinem christlichen Glauben, er ist mir Heimat. Ich habe kein Bedürfnis mich mit Juden oder Muslimen zu verbrüdern, wenn er auf Kosten der christlichen Lehre geht, denn die christliche Lehre hat fundamentale Unterschiede zu den anderen.

    Ich gehe auch nicht davon aus, daß es eine gemeinsame Quelle für alle diese Religionen gibt. Quasi ein Urmonotheismus und die anderen haben sich daraus entwickelt. Im Judentum gibt es sehr viele Verheißungen, die sich im Christentum erfüllt haben. Aber das Christentum stellt auch eine Bruch zum Judentum dar. Das ist für mich keine evolutionäre Entwicklung.

    Mir gibt Dein "schöpferisches Wort" nicht viel, es würde mir nur nehmen.

  21. Christoph Antworten | Permalink

    Danke!

    Vielen Dank für diesen Einblick in den Islam! Ich finde es immer wieder interessant über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Religionen zu lesen. Ihren und auch die anderen Blogs hier werde ich wohl in Zukunft öfter besuchen.

    Kommen Sie gut ins neue Jahr!

  22. Manfred Antworten | Permalink

    Gottes Geheimnis - Dreieinig

    Nun. Wenn Sie aus der Bibel zitieren, dann bitte AUS der Bibel und mit den entsprechenden Stellen. Beispielsweise hier:

    Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe. (Siehe bei Johannes 6,40)

    Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt es zu lassen, und habe Gewalt es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen.
    (Aus dem Evangelium nach Johannes 10,17)

    Denn uns ist ein Kind geboren, / ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; / man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, / Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. (Jesaja 9,5)

    In Johannes 10,30 betont der HERR Jesus Christus die Gleichheit mit dem Vater im Himmel, indem er sagte:
    „Ich und der Vater sind eins.“
    Etwas später, im gleichen Buch, erhebt er diesen Anspruch auf eine andere Art. Er sagt:
    „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“

    .. Am einfachsten läßt sich die Dreifaltigkeit / Dreieinigkeit erklären durch den Vergleich mit
    Flamme, Hitze und Licht:
    sie sind die Eigenschaften des Feuers. Insofern ist der Vater die Quelle des Lebens, Jesus ist Mensch gewordener Gott, der uns den Heiligen Geist Gottes nahegebracht hat.
    Aber alle drei sind eins.

    Nun zum "Islam" .. Eine historische Person mit Namen "Muhammad", den Verkünder des Islam, hat es im Grunde nie gegeben. Der "Islam" ist nicht vor Mitte des 8. Jahrhunderts entstanden.
    Somit ist der Koran, sofern er vor diesem Zeitraum entstand, ein christlich-liturgisches Werk.

    Bisher auf "Muhammad" gedeutete schriftliche Zeugnisse sind christliche Texte und Symbole eines syrisch-arabischen Christentums. Nochmals: "Muhammad" (dessen Bedeutung "der Gepriesene" ist) ist kein Eigenname, sondern bezieht sich ursprünglich auf Jesus.

  23. Manfred Antworten | Permalink

    Das Geheimnis Gottes

    Am einfachsten läßt sich die Dreifaltigkeit erklären durch den Vergleich mit
    Flamme, Hitze und Licht: sie sind die Eigenschaften des Feuers. Insofern ist
    der Vater die Quelle des Lebens, Jesus ist Mensch gewordener Gott, der uns
    den Heiligen Geist Gottes nahegebracht hat.
    Aber alle drei sind eins.

    Jesus sagt zu Petrus:
    Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
    - Matthäus 16,13 - 17

  24. charly Antworten | Permalink

    Jesus im Islam

    Hallo mein Freund, wie immer sehr gut geschrieben, erklaert. Freut mich immer wieder von Dir zu lehsen.

  25. Stefan Neudorfer Antworten | Permalink

    Probleme zu denen es wohl keine Antworten gibt ...

    Mir fällt im Koran auf das dort steht "Es steht Gott nicht an, sich irgendein Kind zuzulegen". Ähnliche Worte finden sich in allen Übersetzungen und es soll so auch im Orginialtext heissen. Deshalb nehme ich das mal zum Anlass und versuche mein Problem damit zu erläutern.
    Denn wenn das so stimmt, dann ist Allah nicht allmächtig. Denn wie kann Allah allmächtig sein wenn ihm etwas nicht "zusteht"? Allah ist laut Koran dann bestenfalls "ein bischen allmächtig" ... Denn mit der Erklärung "Darüber ist er erhaben", ist es nicht abgetan. Wer erhaben ist, für den stellt sich diese Frage nicht.

    Ich denke diese Stelle ist ein Fehler der eingeschlichen ist weil ein paar Absätze weiter oben in der Sure steht das Allah die Jungfrauengeburt von Jesus mit den Worten begleitet "Es fällt mir leicht" was Jesus letztendlich zum Sohn Gottes erhebt. Und das konnte Mohammed damals so nicht stehen lassen (Wenn man den Koran historisch kritisch liest).

    Aus der Bibel kennt man so etwas nicht weil die Erhabenheit Gottes nie in Frage gestellt wird und somit die Allmacht Gottes auch nicht bezweifelt wird. Gott handelt und das macht er ohne sich so rechtfertigen zu müssen das seine Allmacht in Frage gestellt wird. Es wird auch nicht die Frage nach der Erhabenheit gestellt, der biblische Gott steht weit oberhalb aller menschlichen Wertvorstellungen. Deshalb kann er auch aus dieser endlosen Stärke heraus einen Sohn haben, warum auch nicht? Er ist doch Allmächtig und aus der Allmacht heraus kann er bestimmen was sich einem Gott zusteht und was nicht.

    Dieses Problem uns viele andere habe ich mit dem Koran. Verzeih meine Frage, aber mein Studium der Bibel hat mich gelehrt Fragen zustellen und während mir die Bibel immer eine Antwort auf hohen Niveau gegeben hat, vermisse ich ähnliches im Koran der doch viele Fragen offen lässt und ohne weitere Erklärungen (... siehe Klammern) nicht auskommt.

  26. Muslima Antworten | Permalink

    @ Stefan: Allmächtigkeit Gottes

    " Mir fällt im Koran auf das dort steht "Es steht Gott nicht an, sich irgendein Kind zuzulegen". "

    Ich denke, du hast den Satz falsch verstanden. Mit "zustehen" wird nicht gemeint, dass Allah etwas nicht haben kann, wie er es will, sondern, dass er es nicht braucht. Allah ist allmächtig, ihm gehört alles, er hat alles erschaffen, die Erde, den Mond, die Sterne, die Menschen, und nichts, was er erschaffen hat, ähnelt Allah, heißt es im Koran.

    " Und das konnte Mohammed damals so nicht stehen lassen "

    Ich weiß zwar nicht, was genau du damit meinst, aber falls ich dich richtig verstanden habe, meinst du, dass der Prophet Muhammed (Friede sei auf ihm) den Koran geschrieben hat? Das ist nicht der Fall, denn der Koran wurde NICHT von Muhammed geschrieben, sondern es wurde ihm in Teilen durch den Erzengel Gabriel überbracht. Wir Muslime glauben daran, dass der Koran nicht durch Menschen (und auch den Propheten) verändert wurde, sondern so übernommen wurde, wie es der Prophet Muhammed (Friede sei auf ihm) erhalten hatte.

    " Es wird auch nicht die Frage nach der Erhabenheit gestellt, der biblische Gott steht weit oberhalb aller menschlichen Wertvorstellungen. Deshalb kann er auch aus dieser endlosen Stärke heraus einen Sohn haben, warum auch nicht? "

    Genau das ist es. Auch im Islam steht Allah weit oberhalb aller menschlichen Wertvorstellungen. Wie ich schon gesagt habe, weiß niemand, wie Allah aussieht. Im Koran heißt es, dass er mit nichts gleichzusetzen oder überhaupt annähernd mit dem, was er geschaffen hat, zu ähneln ist.

    Also ist Allah allmächtig, so wie es auch im Koran beschrieben wird.

    Sorry, es hat irgendwie nicht den ganzen Text angezeigt, also hier nochmal, hoffe es klappt ^^

  27. leyla Antworten | Permalink

    Weihnachten feiern oder nicht?

    Das Einzige, was man an Weihnachten feiern sollte, ist eigentlich die Erhabenheit Gottes und wie er Jesu im Bauch der Maria erschaffen hatte.

  28. Vanessa Antworten | Permalink

    Hallo Herr Hamdan,

    Danke dass sie mir geholfen haben,es war sehr nützlich und ich bekomme eine gute Note eventuell noch mal vielen dank

  29. Vanessa Antworten | Permalink

    Hallo Herr Hamdan,

    haben sie das studiert oder so was in der art gemacht

    Viele Grüße

    Vanessa

  30. Hussein Hamdan Antworten | Permalink

    @ Vanessa

    Ja, ich habe Islam- und religionswissenschaft studiert. Außerdem arbeite ich viel im interreligiösen Dialog, da sollte man Jesus aus islamischer Sicht vorstellen können. ;-)

  31. Jesus is Muslim Antworten | Permalink

    We as Muslims believe in Jesus (Peace be upon him), we believe in him being miraculously born from virgin Mary (Peace be upon her) 91. And remember her who guarded her chastity, so WE breathed into her of Our Word and WE made her and her son a Sign for all peoples. (Holy Koran 21:91), Not only this we also have a chapter in the Koran called the chapter of Mary. This chapter talked about Jesus (Peace be upon him) being born

    http://quran.al-islam.com/Targama/dispTargam.asp?nType=1&t=eng&nSora=19&nAya=1&l=eng

    We believe in the miracles God gave to Jesus (Peace be upon him) that he spoke while he was only a baby, healed those born blind, healed the lepers, revived the dead, breathed life into a bird made of clay, the Koran mentioned all these miracles and we acknowledge it. All Muslims love Jesus (Peace be upon him).

    But at the same time we can’t say that he is God, because God is higher than being incarnated to a man who comes out of his mother, then grows as a baby, eats, enters the bathroom, gets tired,…..etc. or having a son, all these beliefs were found after Jesus (Peace be upon him) and Jesus (Peace be upon him) is totally innocent from saying this.

    171. O People of the Book ! exceed not the limits in your religion, and say not of ALLAH anything but the truth. Verily, the Messiah, Jesus, son of Mary, was only a Messenger of ALLAH, and a fulfillment of HIS word which HE has sent down to Mary, and a mercy from HIM. So believe in ALLAH and HIS Messengers, and say not, `They are three.’ Desist, it will be better for you. Verily, ALLAH is the only One God. Holy is HE, far above having a son. To HIM belongs whatever is in the heavens and whatever is in the earth. And sufficient is ALLAH as a guardian.
    172. Surely, the Messiah disdains not to be a servant of ALLAH, nor do the angels who are near to Him, (Holy Quran 4)

    We believe that he wasn’t crucified, but that God saved him from crucifixion, and his appearence was put on someone else( most probably Judas), so that they thought that they were crucifying him, but actually they were not, and he was raised to Heaven. Look at what the Quran says:

    156. And for their disbelief(the Jews) and for their uttering against Mary a grievous calumny; 157. And for their saying, `We did slay the Messiah, Jesus, son of Mary, the Messenger of ALLAH;’ whereas they slew him not, nor did they bring about his death upon the cross, but he was made to appear to them like one crucified; and those who differ therein are certainly in a state of doubt about it; they have no certain knowledge thereof, but only pursueconjecture;and they did not arrive at a certainty concerning it(Holy Quran 4:156-157

  32. egon Antworten | Permalink

    1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
    14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
    3 Alle Dinge sind durch dasselbe (Wort) gemacht, und ohne dasselbe Wort) ist nichts gemacht, was gemacht ist.
    4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
    11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
    16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist,2 der hat ihn uns verkündigt.

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