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Muslime in Deutschland. Geschichte – Gegenwart – Chancen

30. August 2011 von Hussein Hamdan

„Rund vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Damit bilden sie nach den beiden christlichen Kirchen die drittgrößte Glaubensgemeinschaft. Viele Muslime sind hier geboren und aufgewachsen, andere leben schon seit Jahrzenten hier und sind aus der deutschen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Dennoch gelten der Islam und seine Anhänger immer noch als fremd und unbekannt.“ Aus diesem Anlass habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation (ZikK) in Heidelberg in den letzten Monaten an einem Überblicksband... weiter

 

Islamic Banking (Teil II) – Zinsverbot aus islamischer Sicht – Gastbeitrag von Abdelaali El Maghraoui

23. August 2011 von Hussein Hamdan

Im ersten Teil meines Artikels haben wir bereits eine Form von riba kennengelernt, die der Mehrheit der Korankommentatoren zufolge in der vorislamischen Zeit vorgeherrscht haben soll und auf die sich das koranische Verbot direkt bezogen haben soll. Es wird allerdings in der klassischen Literatur noch eine weitere Form von riba erwähnt, welche die Araber in der vorislamischen Zeit praktizierten. Diese ist in den Korankommentaren von al-Gassas (gest. 980) und ar-Razi (gest. 1210) zu finden. Al-Gassas betont, dass die Akteure einer... weiter

 

Islamic Banking (Teil I) – Zinsverbot aus islamischer Sicht – Gastbeitrag von Abdelaali El Maghraoui

16. August 2011 von Hussein Hamdan

In der islamischen Welt wird das westliche Finanzsystem oft kritisiert. Der Grund hierfür besteht vor allem darin, dass dieses System auf Zinsen (arab. riba) basiert. Besonders heftig wird die Kritik am kapitalistischen Finanzsystem immer dann, wenn die Welt eine Finanzkrise erlebt und dementsprechend Ratlosigkeit sowie Verunsicherung den Finanzmarkt bestimmen. Nicht selten werden von Muslimen die dramatischen Auswirkungen solcher Krisen derartig interpretiert, dass diese die konsequente Folge der Verletzung des göttlichen Zinsverbots seien. Die Auffassung, dass die Zinspraxis strukturelle Schwächen aufweise... weiter

 

Botschaft zum Ramadan

27. Juli 2011 von Hussein Hamdan

Der Ramadan steht wieder bevor. Am nächsten Montag beginnt dieses Jahr der muslimische Fastenmonat und dauert den ganzen August an. Wie schon in den letzten beiden Jahren, möchte ich mich diesem Anlass widmen und einige Gedanken kurz festhalten. Wie man sich vorstellen kann, ist das Fasten in dieser Jahreszeit besonders schwierig. So müssen die Fastenden in den ersten Tagen des Ramadans schon vor vier Uhr morgens die letzte Nahrung zu sich nehmen, um dann bis zum Sonnenuntergang nach 21 Uhr... weiter

 

Die Liebe zu den Eltern

6. Juli 2011 von Hussein Hamdan

Nach „Des Propheten Humor“ und „Ägypten in Sicherheit, so Gott will“, ist letzten Freitag mein drittes islamisches Wort online gestellt worden. „Die Liebe zu den Eltern“ so lautet der Titel des Beitrags, den ich eigentlich schon für die Februar-Ausgabe verfasst und gesprochen hatte. Doch die Ereignisse in Ägypten haben mir damals keine Ruhe gelassen und so habe ich mich gemeinsam mit der Redaktion einen Tag vor der Veröffentlichung dazu entschieden einen neuen Beitrag über die Situation in Ägypten zu schreiben.... weiter

 

Merhaba Stuttgart

7. Juni 2011 von Hussein Hamdan

Anlässlich des fünfzig jährigen Anwerbeabkommens mit der Türkei wurde vorgestern im Linden-Museum in Stuttgart die Sonderausstellung Merhaba Stuttgart eröffnet. Merhaba ist ein Lehnwort aus dem Arabischen und ist eine türkische Form der Begrüßung. Es kann mit Hallo oder Guten Tag übersetzt werden. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Stuttgart, dem Deutsch Türkischen Forum Stuttgart, dem Wirtschaftgymnasium West und der Schillerschule Stuttgart statt. Gefördert wird sie von der Robert Bosch Stiftung. Die Gastarbeiter wurden wie der Name schon sagt,... weiter

 

Die Mutter im Islam

7. Mai 2011 von Hussein Hamdan

Morgen ist Muttertag. Aus diesem Anlass möchte ich heute die Stellung der Mutter aus islamischer Perspektive kurz vorstellen. Im Allgemeinen gehört das Gebot, Vater und Mutter zu ehren zu den Pflichten der Muslime. Dazu bezieht der Koran in mehreren Versen Stellung. So heißt es in Sure 17, Vers 23: „Dein Herr hat bestimmt, dass ihr Ihn alleine anbeten sollt und dass ihr gegen eure Eltern gütig seid, auch wenn der eine von ihnen oder beide bei dir ins hohe Alter... weiter

 

Geschichte des Islams in Deutschland

6. April 2011 von Hussein Hamdan

Seit einigen Monaten wird die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, kontrovers diskutiert. Mittlerweile werden Vortragsabende und Plenumsdiskussionen zu diesem Thema veranstaltet. Ich selbst bin in letzter Zeit zu verschiedenen Anlässen mit dieser Frage konfrontiert worden. Ausgangspunkt dieser Debatte ist die Rede des Bundespräsidenten zum Tag der deutschen Einheit. Darin erklärte er, dass das Christentum und das Judentum zweifelsfrei zu Deutschland gehören würden. Inzwischen gehöre aber auch der Islam zu Deutschland. Während er von den einen Zustimmung bekam, erntete... weiter

 

Dialog auf Augenhöhe

13. März 2011 von Hussein Hamdan

In letzter Zeit nehme ich verstärkt zur Kenntnis, dass sich am Dialog zwischen Christen und Muslimen in Deutschland etwas verändert. Der Dialog gewinnt immer mehr an Gleichwertigkeit zwischen den Gesprächspartnern. So habe ich es unter anderem am letzten Wochenende beim Theologischen Forum Christentum – Islam an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart erlebt. Dieses theologisch-wissenschaftliche Forum wurde 2003 ins Leben gerufen und richtet sich an Theologen, Sozial- und Kulturwissenschaftler. Während in den letzten Jahren unter anderem Mission, Ethik, Theologie und Praxis... weiter

 

Ägypten

4. Februar 2011 von Hussein Hamdan

Seit nun über zehn Tagen demonstriert das ägyptische Volk friedlich aber entschlossen gegen seinen Präsidenten. Ob in Kairo, Alexandria oder anderen Städten strömen die Massen, trotz gewalttätigen Übergriffen von der Polizei und angeblichen Mubarak Anhängern, weiterhin auf die Straßen, um ihn zum Rücktritt zu bewegen. Heute sollen weit über eine Million Menschen allein zum Tahrir-Platz gepilgert sein. Es sind bewegende Bilder. Ein Volk kämpft für seine Freiheit und der Präsident begegnet den Menschen weiterhin mit Ignoranz. Aus diesem Anlass habe... weiter