BUND – gegründet, um uns zu verblöden?

1. November 2013 von Martin Ballaschk in Kritisches

Einen Faktencheck zu den Behauptungen des BUND habe ich hier geschrieben. Inzwischen (Stand 8.11.) hat der BUND angekündigt, das Video zurückzuziehen.

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) hat keine Lust auf das müßige Abwägen von Pro und Contra. Er hat einfach Recht und damit Basta. Und weil der Zweck die Mittel stets heiligt, hat er sich entschlossen, ein Kampagnen-Video zu veröffentlichen, was empfindsamen Menschen schnell auf den Magen schlagen kann.

http://www.youtube.com/watch?v=OApCdU6K-B0

Wer sich das Video nicht ansehen will oder kann, dem sei es kurz beschrieben: Babys sind in Reih und Glied auf einem Acker eingegraben, die Sonne scheint, Vögel zwitschern. Dann nähert sich dröhnend ein Flugzeug im Tiefflug, das das Feld mit offenbar todbringenden Chemikalien besprüht. Es folgt der Schriftzug „Pestizide. Hergestellt, um zu töten. Jetzt aktiv werden. Für eine Zukunft ohne Gift.“

Rechtfertigungsversuche

Auf Twitter rechtfertigte man sich mit einem Hinweis auf die Kampagnenseite, die zeigen soll, wie gefährlich Glyphosat, ein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel, sei. Im „Hintergrundpapier“ verweist man unter anderem darauf, dass sich in Glyphosat gebadete Embryo- und Plazentazellen nicht besonders wohlfühlen oder auf die hier bereits diskutierte Schrottstudie von Glyphosat im Urin von Großstädtern. Dass die Dosis das Gift macht, weiß der Verein sicher. Nur lässt sich damit schwerlich Stimmung machen.

Kein Diskurs, denn die Wahrheit ist bekannt

Gründe für Pro-Contra-Abwägung einer Nutzung von Glyphosat sucht man vergebens, wir lernen nur: Glyphosat ist massiv schädigend für Mensch und Umwelt. Vermutlich sind wir alle eigentlich schon längst tot. Außerdem findet sich Verschwörungsdenken: Industrie und Behörden steckten unter einer Decke und das Zulassungsverfahren sei ungenügend. Es würde vertuscht und gemauschelt. Damit zeigt der BUND, dass er auch nicht offen für Diskussionen mit der Industrie oder Behörden ist.

Dabei unterschlägt der Verein zum Beispiel, dass Glyphosat andere, viel schädlichere Herbizide ersetzt hat. Oder dass Herbizide Bewirtschaftungsmethoden wie die Direktsaat möglich macht, bei der die Ackerkrume erhalten bleibt und nicht durch Umpflügen der Erosion durch Wind und Wetter ausgesetzt wird.

In jedem Fall zweifelhafte Ziele

Wen will der BUND mit einer so geschmacklosen Kampagne erreichen? Nicht die Landwirte, die er implizit als Kindermörder bezeichnet. Ganz sicher keine Wissenschaftler oder Fachleute, die sich bei dieser Art von inhaltslosem Agitprop angeekelt abwenden. Nicht die Regulierungsbehörden oder Industrievertreter, mit denen man ja konstruktiv ins Gespräch kommen könnte. Hier geht es also nicht um Gestaltung oder einen zivilisierten Diskurs, sondern darum, mit Schlamm zu werfen.

Ich vermute, dass man mit der Kampagne primär die eigene moralische Überlegenheit herauskehren will. Man hat es einfach nicht nötig, zu argumentieren, weil man ja schon weiß, dass man Recht hat. Dann darf man auch mit beliebig drastischen Bildern anklagen.

Vermutlich soll auch die Öffentlichkeit durch die emotionalisierenden Bilder manipuliert werden. Man versucht, die Massen gegen den verhassten landwirtschaftlich-militärischen Komplex aufzubringen. Ob das funktioniert, darf bezweifelt werden: immerhin hat das Video bisher mehr als 90% an YouTube-Dislikes angesammelt. Gute Propaganda muss man eben auch beherrschen.

Letztlich ist auch die Aufforderung „Jetzt aktiv werden“ ein unmissverständlicher Hinweis darauf, dass jeder ganz schnell und unkompliziert ein Fördermitglied werden kann.

In jedem Fall tut sich der BUND damit keinen Gefallen – vielleicht gibt es kurzfristige Aufmerksamkeit und Empörung, aber auf lange Sicht schädigt es die Reputation des Vereins.

Nachtrag: Später habe ich mich an einem Faktencheck der BUND-Studien versucht.

Dank an Lederstrumpf und Roter Hai!


25 Kommentare zu “BUND – gegründet, um uns zu verblöden?”

  1. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Solche Werbung wirkt nach - trotz den dislikes. Sie schafft nämlich eine Assoziation zwischen einem Produkt - hier einer Substanz - und den Auswirkungen. Das ist recht ähnlich wie die Assoziation zwischen Rauchen und einer schwarzen Lunge, die gewisse abschreckende Zigarettenpackungsbilder im Dienste der Vergrämung vor dem Tabak zeigen. Glyphosphat ==Tod, diese Gleichung soll sich Einbrennen.
    Solche und ähnliche Assoziationen haben heute wohl schon viele Menschen in Bezug auf die Kernenergie, wo es keine Messwerte mehr braucht um die Menschen vor einer verstrahlten Zukunft zu warnen, sondern wo jede noch so geringfügige Abweichung von der Umgebungsreaktivität schon genügt um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Von solchen Konditionierungen a la Pawlow sind wohl mehr beeinflusst, als wir uns vorstellen.

  2. Agring Antworten | Permalink

    Es wird Zeit gegen den BUND Anzeige zu erstatten wegen Kindesmissbrauch und Verleumdung.
    Wie lang wollen wir uns dies noch bieten lassen?
    Die Statistik beruht im Fall der Glyphosate auf 10 Proben, mehr dazu beim IVA. Das Hauptziel Monsanto?
    Der Begriff Pestizid kommt aus dem Englischen und ist der Begriff fuer chemische. Substanzen, oder aus dem Lateinischen von Geißel. Im Deutschen gibt es diesen Begriff nicht. Hier haben wir als Oberbegriff die Pflanzenschutzmittel mit den grossen Unterkategorien Herbizide, Insektizide und Fungizide. Selbst die Mittel, welche im Oekolandbau verwendet werden führen den Oberbegriff Pflanzenschutzmittel mit dem Zusatz biologisch.
    BUND-beschämend unglaubwürdig nutzlos dumm

    • Martin Ballaschk Antworten | Permalink

      Es stimmt: Der BUND verschweigt, dass man als Landwirt fast immer auf Pestizide angewiesen ist. Entweder auf die pflanzeneigenen Verteidigungsmechanismen oder eben die erwähnten „biologischen“ Pestizide wie Kupfersulfat (sehr biologisch, oder?) oder auch Bacillus-thuringiensis-Spritzbrühe (das Zeug, das die bösen Genpflanzen produzieren).

      • Horst Antworten | Permalink

        Aha, "... fast immer ..." - ist da ein Funken von Verstand zu wirklich-wahrhaftiger Vernunft zu erkennen???

        Um das Übel an der Wurzel zu benennen und zu beseitigen - die URSACHE aller symptomatisch-intriganten Probleme unseres "Zusammenlebens", ist der nun "freiheitliche" Wettbewerb um ...!?

        Wenn GRUNDSÄTZLICH ..., könnte PRINZIPIELL ..., so daß "Wer soll das bezahlen?" und ... absolut keine Macht mehr hätte!? ;-)

  3. Kathrin S. Antworten | Permalink

    Einfach unfasslich. Das Schlimme ist die Resonanz. Da wird ja Tod und Teufel beschworen und die krudesten Dinge geglaubt.
    Das macht einem die groesste Sorge, wie viele Menschen - auch Leser mit akademischem Hintergrund - einfach aufhören zu denken. Gefuehlige angstgesteuerte Meinung schlägt Wissenschaft und rationales Denken.

    • Martin Ballaschk Antworten | Permalink

      Eine emotionale Debatte ist für den BUND bestimmt auch viel bequemer. Vermutlich ist dieser Appell an die Instinkte kurzfristig sogar erfolgreich, wenn man nur nach Mitgliederzahlen und Spendeneinnahmen geht. Wenn man etwas verändern will, sollte man aber die ganzen wichtigen Gesprächspartner nicht verprellen: allen voran die Landwirte, aber auch die Industrie, etc pp; wie ich ja oben schon schrieb.

      • Horst Antworten | Permalink

        Eine emotionale Debatte ist nicht nur für den BUND auch viel bequemer, weil sie populistisch dem systemrationalen Tanz um den heißen Brei entspricht, für die gepflegte Bewußtseinsschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein" auf systemrationaler Sündenbocksuche - ich muß bei dieser "Debatte" :-) an die Provokation eines ehemaligen Ärztekammer-Präsidenten denken, der da aus Frust über Finanzierungs-Kampagnen das "sozialverträgliche Frühableben" propagierte.

  4. Robert Kühn Antworten | Permalink

    Ach ja?

    Aber die permanente Verblödung der Menschen durch die reklametechnische Verbindung von Freiheit mit Autofahren, Lebensqualität mit Konsum, Zuwendung mit der Benutzung von "Duft"-Wässern usw. akzeptieren. Und kaum greifen irgendwelche Ökos mal zu einer ähnlichen Taktik, wird man gleich zum Sensibelchen.

    Und zur permanenten Manipulation der Öffentlichkeit durch die Energie-Industrie muss ja nun wirklich nichts mehr gesagt werden.

    • Bob Antworten | Permalink

      Wie du schon sagst, es gibt genug Verblödung der Menschen.

    • Martin Ballaschk Antworten | Permalink

      Ja. Es gibt dumme und geschmacklose Werbung. Die Tierschutzorganisation PETA bemüht ja regelmäßig Holocaustvergleiche, was einfach allerunterste Schublade ist.

      Aber erstens rechtfertigt ein Übel nicht jedes andere – dann dürfte man gar nichts mehr in der Welt kritisieren. Und zweitens habe ich wirklich noch keine so geschmacklose Werbung gesehen. Babys umbringen im TV? Muss das wirklich sein? Wie fühlen sich die Eltern, die wirklich ein kleines Kind verloren haben? Fühlen sich die nicht völlig verarscht, wenn man deren Verlust derart bagatellisiert und für eine Werbekampagne ausschlachtet, an deren Ende es sowieso nur um's Geld geht?

      Ich finde das Video einfach nur ekelhaft, auch wenn ein Spot der Energieindustrie existieren sollte, wo Schwangere und Babys geschreddert werden. Den finde ich dann ebenso ekelhaft.

  5. Ulrike Walter-Lipow (@UWLipow) Antworten | Permalink

    Ich finde die Kritik an diesem Spot berechtigt, und es ist halt auch so, dass man immer Studien findet, deren Ergebnisse zum eigenen Weltbild passen. Wo ich allerdings vorsichtig wäre, ist, zu bestreiten, dass es Gemauschen zwischen Behörden und Industrie gibt. Da sitzen überall Menschen, da läuft - wie überall sonst auch - vieles über Kontakte und Beziehungen. Ich habe meine Dissertation an einem Forschungsinstitut einer unserer inzwischen umorganisierten Zulassungsbehörden geschrieben und selbst erlebt, dass mir in die Interpretation meiner Ergebnisse von denjenigen reingeredet wurde, die die besten Kontakte zur Industrie hatten. Das ist lange her (Ende der 1990er Jahre) und durch die stärkere Europaorientierung in der Zulassung wohl auch nicht mehr relevant. Es wäre meiner Meinung nach aber naiv, so zu tun, als würde auf Seiten der Industrie und der Behörden immer nur mit "der reinen Wahrheit" und neutralen Fakten gearbeitet. Da gibt es - wie überall sonst auch - übergeordnete Interessen. (Ich fand's damals auch interessant zu sehen, wie rasant sich die Äußerungen mir bekannter Doktoranden geäußert haben, nachdem sie aus der Uni/Forschungseinrichtung in die Industrie gewechselt sind.) Ich halte das hier bewusst ohne Namen usw. weil ich keinen Nerv auf irgendwelche Verleumdungsgeschichten habe und mich ja auch damals entschieden habe, nicht dagegen anzugehen - ich hielt das auch schlicht für aussichtslos und hatte selbst was anderes mit meinem Leben vor. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass zur Offenheit auch gehört, diese Verquickungen von Interessen immer mitzudenken.

    • para Antworten | Permalink

      . Wo ich allerdings vorsichtig wäre, ist, zu bestreiten, dass es Gemauschen zwischen Behörden und Industrie gibt.(...)
      Es wäre meiner Meinung nach aber naiv, so zu tun, als würde auf Seiten der Industrie und der Behörden immer nur mit "der reinen Wahrheit" und neutralen Fakten gearbeitet.

      ...und wo genau wurde das jetzt gemacht ?

      Mir ist nicht ganz klar was man mit dem ständige Verweis "die anderen machen aber auch" genau bezwecken will.

      • Ulrike Antworten | Permalink

        Ich bezog mich da auf die folgende Stelle im Blog-Beitrag: " Außerdem findet sich Verschwörungsdenken: Industrie und Behörden steckten unter einer Decke und das Zulassungsverfahren sei ungenügend. Es würde vertuscht und gemauschelt. Damit zeigt der BUND, dass er auch nicht offen für Diskussionen mit der Industrie oder Behörden ist."
        Aus meiner Erfahrung heraus würde ich es nicht als Verschwörungsdenken abqualifizieren, wenn man a) davon ausgeht, dass es Gemauschel zwischen Industrie und Behörde gibt und b) das Zulassungsverfahren als ungenügend bezeichnet. Ich kenne die Entstehungsgeschichte eines Teils der Zulassungsvoraussetzungen, nämlich die Angaben zur Verflüchtigung, ziemlich gut. Ziel meiner Promotionsarbeit damals war es, herauszufinden, ob die eingesetzten Verfahren zur Abschätzung dieses Werts miteinander vergleichbar sind, also alle gleichwertig (so vermessen, beurteilen zu wollen, ob diese Verfahren überhaupt was mit der Realität zu tun haben, war ich nicht mal). Das Ergebnis hat gezeigt, dass es mit der Vergleichbarkeit nicht weit her war - das war aber nicht das, was man haben wollte, also wurde es uminterpretiert. Das ging so weit, dass ich die Ergebnisse auf der Pflanzenschutztagung zwar vorstellen, aber die kritischen Nachfragen dazu nicht beantworten durfte - das hat dann ein ranghoher Mensch aus der Behörde gemacht. Natürlich rechtfertigt das in keiner Weise so ein plumpes Video, es ist lange her, die Zulassungsverfahren werden immer weiter entwickelt - aber die Abschätzung der tatsächlichen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln, wenn sie in großer Menge und, in der Praxis ist das leider so, nicht immer fachgerecht eingesetzt werden, ist einfach extrem schwierig. Deshalb muss man, wie bei zugelassenen Medikamenten auch, den Praxiseinsatz eben weiter überwachen und sehen, ob die Zulassung nicht möglicherweise korrigiert werden muss. Und wenn es dann Hinweise auf Probleme gibt, ist es nicht hilfreich, die als verschwörungstheoretisch motiviert abzulehnen. Wir haben uns in unserem Institut schon in den 1990er Jahren gefragt, wie das mit dem Glyphosat langfristig wird, denn damals war es so, dass man das Zeug im Boden nur sehr schwer nachweisen konnte, was aber wohl nicht daran lag, dass es abgebaut wurde, sondern so an die Bodenmatrix gebunden war, dass die Analytik nicht hinterher kam. Kann man natürlich sagen, dann ist es auch nicht bioverfügbar - aber dass es auch über Jahrzehnte bei immer weiter erfolgendem Aufwand nicht irgendwann wieder bioverfügbar wird, kann man erst wissen, wenn man es auch misst...

        • Martin Ballaschk Antworten | Permalink

          Hallo Ulrike,

          danke für den Kommentar und entschuldige bitte, dass ich erst so spät antworte.

          Ich muss zugeben, dass ich ein gewisses Grundvertrauen in die Zulassungsverfahren in Deutschland, der EU und weltweit habe und mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass „die Industrie“ alle Behörden unterwandern kann, und dazu auch unabhängige Wissenschaftler, die WHO, usw. Deine Einblicke erschüttern dieses Vertrauen doch ein wenig. Ich habe das BfR hier oft als vertrauenswürdige Quelle zitiert, vielleicht muss ich das nochmal überdenken ... oder einen anderen „Insider“ ausfindig machen, der über die aktuellen Vorgänge am Institut informiert ist.

          Ich finde, trotz allem ist es ein Lichtblick, dass man zB in der EFSA aktiv gegen Industrie-Verbindungen und mögliche Interessenskonflikte hinarbeitet, damit diese Diskussion zukünftig keinen Nährboden mehr findet.

  6. Horst Antworten | Permalink

    "... diese Verquickungen von Interessen immer mitzudenken."

    Erst wenn Mensch den Wettbewerb und sein brutal-egoisierendes "Individualbewußtsein" im "Recht des Stärkeren" ablegen kann, weil ein UNKORRUMPIERBARES MENSCHENRECHT die Basis für wirklich-wahrhaftiges Zusammenleben organisiert, wird Denken und Handeln eindeutig, zweifelsfrei und MENSCHENWÜRDIG.

  7. Torben Hoffmeister Antworten | Permalink

    Der BUND treibt nicht nur im Internet mit Videos im Agit/ Prop-Stil sein Unwesen. In der letzten Woche gab es eine Pressekonferenz in Potsdam, wo Ergebnisse beauftragter Untersuchungen vorgestellt wurden. Da wurden Proben aus stehenden Ackerrandgewässern mit der Zusatzbezeichnung Pfuhl genommen und in einem nicht näher bezeichneten Labor auf Pestizidrückstände untersucht. Keine Angaben zur Probenahme oder zu den ermittelten Werten bzw. Konzentrationen, aber lauter postulierte Gefahren mit Umschreibungen wie „könnte Gesundheit gefährden“ oder „im Verdacht stehen“. Natürlich durfte auch Glyphosat nicht fehlen. Das wurde auch bereits im letzten Jahr praktiziert und da hatte man von den BUND-„Experten“ hilfsweise die Grenzwerte für Grundwasser herangezogen, um Quasi das Ausmaß der Belastung zu dramatisieren und die Landwirte als Umweltschweine dastehen zu lassen. In ihrem ideologischen Eifer und mit dem Bewusstsein das Gute zu vertreten ist dieser Organisation eben jedes Mittel recht. Denen kommt überhaupt nicht in den Sinn, dass Pflanzenschutzmittel auch Leben schützen, weil sie die Ernährungsgrundlage sichern oder speziell bei Fungiziden die im Mittelalter weit verbreiteten Vergiftungserscheinungen z.B. durch Mutterkorn verhindern. Aber ein satter Bauch denkt eben nicht gern.

  8. Horst Antworten | Permalink

    BUND - gegründet, um von der Verblödung zu profitieren!!!

    “Nicht Mangel an Geist, sondern ein Geist*, der sich ununterbrochen selbst gegenwärtig ist, eine Ausgeglichenheit, gegen die nichts und niemand ankommt. Die Menschen reden, die Karawane zieht vorüber: Die Dummheit erkennt man an jenem ruhigen Fortschreiten eines Wesens, das Worte von außen weder ablenken noch berühren können.
    Sie ist nicht das Gegenteil der Intelligenz, sondern jene Form der Intellektualität, die alles auf ihr eigenes Maß zurechtstutzt und jeden Anfang in einem vertrauten Vorgang auflöst. Der Dummheit ist nichts Menschliches jemals fremd; die macht – über die Lächerlichkeit hinaus – ihre unerschütterliche Kraft und ihre mögliche Grausamkeit aus.” (Alain Finkielkraut, Philosoph und Schriftsteller)

    *Bewusstsein, wenn der Autor nicht den Zeitgeist meint!?

  9. para Antworten | Permalink

    Hm, dass beantwortet nicht so meine Frage nach dem Zweck des Fingerzeigs.

    Auch besteht kein Zweifel daran das es Betrug gibt, weshalb die Annahme, man würde eine 100% betrugsfreie Situation als Vorraussetzung annehmen, nicht gerechtfertigt ist.

    Der entscheidende Punkt ist doch, geht man a priori von Absprachen aus, oder hat man auch handfeste Sachen mit der man eine Straftat [im entsprechenden Kontext] nachweisen kann ?

    • Horst Antworten | Permalink

      Der Fingerzeig, auch der dieses Artikels, ist immer einer, der eigenen Bewußtseinsschwäche, zur Ablenkung von der SCHEINBAR ohnmächtigen Mitverantwortung in allen systemrationalen Kompromissen und ...losigkeiten, der Sündenbocksuche, denn Schuld sind immer die "anderen", im "Recht des Stärkeren", des nun "freiheitlichen" Wettbewerbs um ...!?

    • Martin Ballaschk Antworten | Permalink

      Es ist zum Verzweifeln ... ein Kampf gegen Windmühlen! Die nehmen da definitiv Bezug auf die Séralini-Arbeiten. Leider habe ich derzeit keine Zeit, das aufzuarbeiten.

  10. Thorsten Antworten | Permalink

    "Deshalb muss man, wie bei zugelassenen Medikamenten auch, den Praxiseinsatz eben weiter überwachen und sehen, ob die Zulassung nicht möglicherweise korrigiert werden muss."

    Das passiert doch vor der Zulassung schon.
    Wenn die Grundlagen geschaffen sind und die Mittel zur Zulassung anstehen, dann werden erstmals mehrjährige Versuche auf den Versuchsflächen der Länder gemacht.
    Erst wenn das positiv ausfällt, werden Pflanzenschutzmittel am Markt freigegeben.
    Und danach werden weiterhin Beobachtungen und Untersuchungen durchgeführt.

    Es gibt ja einige Pflanzenschutzmittel, die vom Markt genommen wurden, als bekannt wurde, dass es eventuell zu Schäden kommen kann, bei sachgemäßer Anwendung.

    "Wo ich allerdings vorsichtig wäre, ist, zu bestreiten, dass es Gemauschen zwischen Behörden und Industrie gibt"

    Wo wir vorsichtig sein sollten ist der Einfluss der Green10 auf die Behörden der EU!
    Jährlich bekommen "Vereine" wie der BUND Millionen Subventionen von der EU, einige Umweltverbände finanzieren bis zu 70% ihres Haushaltes aus den EU Geldern.
    Die GreenNGOs haben ein Mitspracherecht auf EU-Ebene, damit fällt die freie Lobbyarbeit der Umweltverbände und die freie Entscheidung der gewählten EU Abgeortneten in ein ganz anderes Licht.
    Abgeordnete aus Ländern wie Ungarn lassen sich kaufen, damit Zulassungen bei der EFSA nicht erfolgen.
    Bezahlt werden diese Gefälligkeiten dann mit teuren Umweltprojekten der GreenNGOs in den Ländern, das wiederum aus Finanzmitteln der EU kommt.
    Die Green10 haben Entscheidungsgewalt, wo und wie EU Umweltmaßnahmen eingesetzt werden.

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