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Die homöopathischen Wissenschaftsfeinde vom Bayerischen Rundfunk

23. April 2013 von Martin Ballaschk

Update: Inzwischen hat die Redaktion der Sendung eine Stellungnahme abgegeben. Weiter unten ist diese von mir kommentiert worden. Ulrich Berger von der GWUP hat hier einen lesenswerten Artikel zum Thema geschrieben.  Eine Wissenssendung sollte informieren, denkt man. Dass auch das Gegenteil geht, beweist “Faszination Wissen” vom Bayerischen Rundfunk. „Dafür, dass da angeblich mit einem „Nichts“ kuriert wird, macht dieses „Nichts“ ganz schön viel Arbeit.“ – Moderator Gunnar Mergner Wenn es um Homöopathie geht, scheint es bei Einigen auszusetzen: mit religiösem Eifer wird... weiter

 

Ist besseres Argumentieren in der Gentechnikdebatte möglich?

27. Februar 2013 von Martin Ballaschk

Nachdem das Schülerlabor „HannoverGEN“  von der rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen geschlossen werden soll, sind die Kommentarstränge wieder voll von Menschen, die aneinander vorbei reden. Warum fällt es uns so schwer, über Reizthemen wie Gentechnik  (oder auchTierversuche oder den Klimawandel) zu diskutieren? Antworten auf die Frage, welche Fehler wir in den Diskussionen allzu gerne begehen, und wie wir unser Verhalten ändern können, um die Diskussionsqualität auf eine objektives und zielführendes Niveau zu heben, hat mein Gastautor Christian Dürnberger, der als Ethiker... weiter

 

Schülerlabor HannoverGEN soll sterben, für ein gentechnikfreies Niedersachsen

21. Februar 2013 von Martin Ballaschk

Update: Es gibt eine Online-Petition „Lernen Sie das Schulprojekt HannoverGen kennen, bevor Sie es beenden, Herr Weil!“ gegen die Schließung, die hier unterzeichnet werden kann.  „Das Projekt HannoverGEN wird beendet“ – mit diesem lapidaren Satz stampft die neue rot-grüne Regierung von Niedersachsen ein Vorzeigeprojekt ein, was wegen seines Erfolgs eigentlich sogar auf das gesamte Bundesland ausgeweitet werden sollte. Seit 2008 können Schüler hier an „Stützpunktschulen“ selbst u.a. molekularbiologische Experimente durchführen. Man könnte auch sagen, dass sie etwas über Gentechnik lernen. Und... weiter

 

Antibiotika und virale Infekte

23. Januar 2013 von Martin Ballaschk

Natürlich ist es bekloppt, gegen einen viralen Infekt oder die echte Influenza-Grippe regelmäßig* Antibiotika zu verschreiben. Der Kinderdoc hält diese Praxis völlig zu Recht für absolut sinnfrei, schließlich hilft ein Antibiotikum (gegen Bakterien) herzlich wenig. Aus seinem Alltag: “Ihr Kollege am Wochenende hat das Antibiotika verordnet.”“Ah, ok. Und warum?”“Nuja, die Kleine hat ja die Erkältung?”“Und was hat er damit behandelt?”“Ähh, die Grippe?”“Mmh. Und warum ein Antibiotikum?” Da kann ich mithalten! Gestern erst bei unserem Kinderarzt am Telefon mitgehört: (Mutter am Tresen)... weiter

 

Ein Gentechnik-Aktivist entschuldigt sich!

5. Januar 2013 von Martin Ballaschk

Mark Lynas ist Autor, Journalist und Vollblut-Umweltaktivist. In den neunziger Jahren half er dabei, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu dämonisieren und die irrationalen Ängste in der Bevölkerung aufzubauen, mit denen wir es heute zu tun haben. Das war falsch, wie er heute weiß: „Als ein Umweltschützer und jemand, der glaubt, dass jedermann das Recht auf eine gesunde und nahrhafte Ernährung seiner Wahl hat, hätte ich keine kontraproduktiveren Weg einschlagen können.“[1] Mark Lynas sprach kürzich bei der Oxford Farming Conference über die Gründe, wegen... weiter

 

Unabhängiger Wissenschaftsjournalismus und die Genmais-Studie

30. November 2012 von Martin Ballaschk

Michael Hohner hat ein interessantes Video gefunden: Volker Stollorz in einem Vortrag für das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) zum Thema, was die eigentliche Aufgabe von Wissenschaftsjournalismus ist und ob der Journalismus aktuell diese Aufgabe erfüllt, am konkreten Beispiel der „Genmais”-Studie von Séralini, die kürzlich viel Staub aufgewirbelt hat. Gille-Eric Séralini ist ein alter Bekannter, der seit Jahren am Rande der Unwissenschaftlichkeit herumschlich, um zu „beweisen“, dass Gentechnik der grüne Tod ist. Wer seine Integrität bezweifelte, wurde verklagt. Mit... weiter

 

Die schlechte Arbeitsethik deutscher Wissenschaftler

22. November 2012 von Martin Ballaschk

Berlin mag Deutschlands Hauptstadt der Wissenschaft sein, in internationalen Rankings kann sie mit Städten wie Boston nicht mithalten. „Dieser Vergleich ist lächerlich“ bescheinigt einem Klaus Rajewski, Immunologe am MDC, der einige Jahre in Boston gearbeitet hat. In Berlin sei es viel schwieriger, an gute Postdocs zu kommen, meint er: Die Arbeitsethik sei hier eher „entspannt“, während für die meisten Leute in Boston Wissenschaft „die Hauptsache im Leben ist“ und sie entsprechend arbeiten würden.[1] In einem Rundbrief von Astronomie- und Physikprofessoren... weiter

 

Haben homöopathische AIDS-Heiler den Status der Gemeinnützigkeit verdient?

11. November 2012 von Martin Ballaschk

Während die Wau-Holland-Stiftung wegen ihrer Zuwendungen an WikiLeaks ihren Status der Gemeinnützigkeit verliert, sind die Homöopathen ohne Grenzen ebendies – vom Finanzamt Hamburg-Nord als als gemeinnütziger Verein anerkannt und Nutznießer von Steuerbevorteiligungen. Die „Homöopathen ohne Grenzen“ sind ein Verein von selbsternannten Weltenrettern, der analog zu den „Ärzten ohne Grenzen“ die Segnungen der Homöopathie in Krisengebiete und medizinisch unterversorgte Länder wie Sierra Leone tragen will. Dabei ist nicht erst seit gestern mehr als hinreichend belegt, dass die Wirksamkeit von Homöopathika nicht... weiter

 

Berlin ist nicht Tierversuchshauptstadt

24. Oktober 2012 von Martin Ballaschk

Auf unserem Wissenschaft-Campus in Berlin-Buch soll im Laufe der nächsten Jahre ein neues Tierhaus für das biomedizinische Max-Delbrück-Centrum (MDC) gebaut werden. Tierrechtsorganisationen wie PeTA oder Ärzte gegen Tierversuche schreien seit Monaten Zeter und Mordio, lassen hunderte Menschen vor dem Campus demonstrieren, Kunstblut verspritzen, Wissenschaftler als gewissenlose Mörder beschimpfen, und so weiter. All das, was halt einem ruhigen Austausch von Argumenten sehr „zuträglich” ist. PeTA verbreitet seit einiger Zeit den Spruch „Berlin ist Tierversuchshauptstadt“, um die Dimensionen des MDC-Vorhabens plakativ als... weiter

 

Ein Bärendienst für die Krebsforschung: #krankesSchwein Rosi

13. September 2012 von Martin Ballaschk

Jetzt ist es raus, und alle Beteiligten haben bis zum Schluss dichtgehalten: Die Website mit dem unsäglichen Tierversuch war ein Fake der Deutschen Krebshilfe, um auf die Gefahren von UV-Strahlung aufmerksam zu machen. „Rosi hat Schwein gehabt“ lautet der  Titel der Kampagne. Kein Tier wurde verletzt, keine Wissenschaftler waren beteiligt und eigentlich hat es kaum jemanden interessiert. Erst jetzt wird in der klassischen Presse überall die Stellungnahme der Deutschen Krebshilfe wiedergekäut, nachdem alles in der Sendung sternTV aufgelöst wurde. Die Methoden der... weiter